Bahnstrecke für mehrere Stunden gesperrt

Tödlicher Unfall im Bahnhof Lippstadt: Autozug erfasst 28-Jährigen

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Polizeibeamte am Bahnhof Lippstadt (Archivbild)

Lippstadt - Tragischer Unfall am Donnerstagabend im Bahnhof Lippstadt: Ein 28-jähriger Mann wurde nach Angaben der Kreispolizeibehörde Soest von einem durchfahrenden Güterzug erfasst und tödlich verletzt. Die Bahnstrecke und der Bahnhof waren für mehrere Stunden gesperrt.

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, ereignete sich der Unfall am Donnerstagabend gegen 22.25 Uhr.

Der 28-Jährige, über dessen Wohnort die Polizei auch auf Nachfrage keine weiteren Angaben machte, hatte sich offenbar in suizidaler Absicht in den Gleisbereich des Bahnhofs begeben und wurde dort von einem durchfahrenden Güterzug erfasst, dessen Waggons ausschließlich mit Autos beladen waren.

Ein Fremdverschulden schlossen die Ermittler aus.

Von der stundenlangen Sperrung der Bahnstrecke betroffen waren die Eurobahn-Züge der RB 89 (zwischen Soest bis Geseke) und der Rhein-Ruhr-Express (RRX/RE 11 von Kassel nach Düsseldorf).

Rettungsdienst betreut Zugführer

Einsatzkräfte der um 22.30 Uhr alarmierten Feuerwehr Lippstadt suchten nach ihrem Eintreffen zunächst das gesamte Gleisbett nach weiteren Personen ab. 

Parallel wurde der Zugführer durch den Rettungsdienst untersucht und betreut.

Nach der Bergung des Toten durch ein Bestattungsunternehmen, das von der Polizei angefordert worden war, wurde seitens der Feuerwehr noch der Bahnsteig gereinigt.

Der Feuerwehr-Einsatz war um 0.45 Uhr beendet. Das sagte Pressesprecher Christian Dicke auf Anfrage unserer Redaktion.

Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden.

Hinweis der Redaktion 

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, weil leider durch die mediale Berichterstattung die Nachahmerquote erhöht wird. 

Wir machen eine Ausnahme, wenn viele Menschen betroffen sind - wie in diesem Fall durch die Sperrung der Bahnstrecke.

Wenn Sie sich selbst in einer Krisensituation befinden, suchen Sie sich bitte Hilfe, beispielsweise bei der Telefonseelsorge unter der kostenfreien Rufnummer 0800-1110111.

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