Frauen stärker betroffen

Krankenkasse schlägt Alarm: Geschlechtskrankheiten wie Syphilis sind auf dem Vormarsch

Die Zahl der Menschen, die wegen Geschlechtskrankheiten im Kreis Soest behandelt werden müssen, steigt an. Das berichtet eine große Krankenkasse.

Kreis Soest - Die Anzahl der Menschen im Kreis Soest, die sich mit Geschlechtskrankheiten infizieren, steigt. Im vergangenen Jahr war allein bei den Versicherten der „AOK NordWest“ ein Anstieg von 529 auf 560 Fälle zu verzeichnen. Das teilte die Krankenkasse Basis einer aktuellen Auswertung mit. Dabei liege der Anteil der betroffenen Frauen mit 50,5 Prozent etwas höher als der der Männer mit 49,5 Prozent.

LandkreisKreis Soest
Fläche1.328,63 Quadratkilometer
Einwohner301.785 (Stand 31.12.2019)
Bevölkerungsdichte227 Einwohner pro Quadratkilometer

„Oft verursachen sexuell übertragbare Krankheiten keine Beschwerden und bleiben deshalb unbehandelt. Doch wenn Geschlechtskrankheiten frühzeitig erkannt werden, lassen sie sich in der Regel gut behandeln und sind in den meisten Fällen auch heilbar. Deshalb sollte bei Verdacht auf eine Geschlechtserkrankung auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden“, wird AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider in einer Mitteilung der Krankenkasse zitiert.

Am häufigsten wurden nach Auskunft der AOK sogenannte anogenitale Warzen diagnostiziert gefolgt von akuter Virus-Hepatitis B, Herpes Simplex, Chlamydien und Syphilis. Zu den häufigsten Anzeichen gehören Ausfluss aus Harnröhre oder Scheide, genitale Geschwüre, Schwellungen der Leistengegend oder der Hoden sowie Unterbauchschmerzen. „Sexuell übertragbare Krankheiten können zum Teil zu schweren Folgeschäden führen. Beispielsweise kann eine Chlamydien-Infektion die Ursache für Unfruchtbarkeit sein, Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) oder auch mit Hepatitis B können Krebserkrankungen zur Folge haben und eine nicht behandelte HIV-Infektion AIDS“, wird Schneider weiter zitiert. 

Mehr Geschlechtskrankheiten im Kreis Soest: Die AOK ist alarmiert. Symbolbild

Zur Prävention der Ausbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten sei es daher wichtig, frühzeitig und gezielt über Infektionen und Übertragungswege zu informieren. „Kondome bieten einen guten Schutz vor einer Infektion. Liegt eine sexuell übertragbare Erkrankung vor, sollten möglichst auch die Sexualpartner auf eine Infektion untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern erhöht das Risiko einer Infektion“, sagt Schneider weiter.

Rubriklistenbild: © AOK/hfr

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