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Sturm Ignatz im Kreis Soest: Großer Schaden an Yachtclub - eine Straße wohl bis Samstag dicht

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Von: Alexander Lange, Matthias Staege, Daniel Schröder

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Sturmtief Ignatz bachte starke Böen in den Kreis Soest. Der größte Schaden entstand vermutlich an einem Yachtclub in Möhnesee-Wamel. Die Bilanz.

Update vom 21. Oktober, 15.50 Uhr: Sturmtief „Ignatz“ fegte am Donnerstag über den Kreis Soest hinweg: Ab dem frühen Morgen und bis zum frühen Nachmittag waren vor allem die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehren mit scharfen Kettensägen, ausreichend Muskelkraft und Multitasking-Fähigkeit gefragt. Gegen 5 Uhr wurde am Donnerstagmorgen der erste umgestürzte Baum in Werl-Sönnern gemeldet. Es folgten weitere im Stadtgebiet und in der Gemeinde Ense. Insgesamt wurden im Kreisgebiet 49 Einsätze registriert, rund 210 Feuerwehrleute waren deshalb im Einsatz.

Die ersten größeren Auswirkungen hatte ein Sturmschaden in Rüthen: Gegen 5.20 Uhr war ein Baum in eine Oberleitung am Kneblinghauser Weg gestürzt. Die abgerissene Leitung verursachte einen rund 20 Quadratmeter großen Flächenbrand, der aufgrund des weiterhin fließenden Stroms zunächst nicht von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Ein Stromausfall und eine mehrstündige Vollsperrung der nahe gelegenen L776 waren die Folgen. Wegen des Stromausfalls wurde eine Warn-Meldung über die Warn-App „Nina“ verschickt.

Sturmtief „Ignatz“ im Kreis Soest: Die Fotos

Vorsorglich, so Kreisbrandmeister Thomas Wienecke, sei „abgeklopft“ worden, ob über die Spezialeinheiten der ehrenamtlichen Kräfte im Kreis Soest, die es für solche Fälle gibt, eine Notstromversorgung aufgebaut werden sollte. Jedoch habe der Netzbetreiber für eine zügige Umschaltung gesorgt, sodass gegen 6.50 Uhr bereits Entwarnung gegeben werden konnte und der Strom wieder in die Haushalte floss. Betroffen waren Teile Rüthens, Kneblinghausen und Meiste. Diesen Einsatz bezeichnet Kreisbrandmeister Wienecke rückblickend als denen, der bei dieser Flächenlage herausragte.

Sturmtief „Ignatz“ im Kreis Soest: „Einen kleineren Schwerpunkt gab es in Warstein“

„Darüber hinaus gab es meist die normalen Sturmeinsätze“, so Wienecke. Damit meinte er: Hauptsächlich umgestürzte Bäume, die von der Straße geräumt werden mussten. „Die Einsätze waren ungefähr gleichmäßig im Kreisgebiet verteilt. Einen kleineren Schwerpunkt gab es in Warstein“, berichtete Wienecke. Dort, so Feuerwehr-Chef Donat Ahle, gab es 15 Einsatzstellen.

Vielerorts hieß es für die Feuerwehren im Kreis Soest: Baum auf Straße. Wie hier an der Schendelerstraße zwischen Soest und Hattrop.
Vielerorts hieß es für die Feuerwehren im Kreis Soest: Baum auf Straße. Wie hier an der Schendelerstraße zwischen Soest und Hattrop. © Daniel Schröder

Wegen umstürzender Bäume mussten zeitweise mehrere Verkehrsadern gesperrt werden. Davon betroffen waren die B55 in Höhe des Lörmecketurm-Parkplatzes, die L856 zwischen Meschede und Hirschberg und die L735 von der Bache in Richtung Oeventrop. Auf der L 865 war die Sperrung zeitig wieder aufgehoben worden, die Strecke in Richtung Oeventrop blieb bis auf Weiteres gesperrt, wird am Freitag vermutlich aber wieder freigegeben. Bis voraussichtlich Samstag wird die Syringer Straße (K 33) in Möhnesee-Völlinghausen wegen Sturmschäden vom Ortsausgang Völlinghausen bis zur Einmündung in die L856 gesperrt bleiben, teilte der Kreis Soest mit.

Sturmtief Ignatz: Notruf von Tankstelle in Soest - Dachteile drohen, auf Straße zu stürzen

Elf Einsätze - zehn davon sturmbedingt, ein Ersthelfer-Einsatz - gab es für die Feuerwehr Soest. Neben umgestürzter Bäume und abgerissener Äste gab es auch einen Notruf von der HEM-Tankstelle an der Werler Landstraße: Hier drohten Teile der Dachkonstruktion auf die Straße zu fliegen. Die losen Dach-Teile wurden demontiert.

Sturmtief Ignatz: Am Möhnesee entstand wohl der teuerste Sturmschaden

Fünf Einsatzstellen gab es für die Feuerwehr Möhnesee. Neben vier Bäumen gab es in Wamel einen Sturmschaden, der wohl die teuerste „Ignatz“-Folge im Kreisgebiet werden dürfte: Ein Steg des Yachtclubs Sauerland Möhnesee riss durch die starken Böen ab, trieb über das Wasser in Richtung eines anderen Steges. Dort kollidierten mehrere Boote miteinander und wurden zum Teil stark beschädigt. An einem Boot brach sogar der Mast ab. Club-Vorsitzender Karl-Heinz Kopp erklärte: „So etwas hat es hier noch nicht gegeben. Jetzt muss geklärt werden, wie genau es dazu kam und wie hoch die einzelnen Schäden sind.“

Am Möhnesee riss ein Steg ab - mehrere Boote kollidierten miteinander.
Am Möhnesee riss ein Steg ab - mehrere Boote kollidierten miteinander. © Daniel Schröder

Die Feuerwehr Möhnesee half unter anderem mit einem Boot dabei, den abgerissenen Steg provisorisch zu sichern und die Boote wieder auseinander zu ziehen. Kein einfaches Unterfangen auf unruhiger See.

Im Gesamt-Rückblick sagte Kreisbrandmeister Wienecke, sei der Kreis Soest jedoch glimpflich davon gekommen: „Bei einem solchen Sturmtief kann man 49 Einsätze schon als ‚normal‘ betrachten. Zwischenzeitlich wurde die Leitstelle personell ein wenig hochgefahren. Wir haben die Lage fortlaufend beobachtet. Es ist gut, dass es den Kreis Soest nicht so hart getroffen hat.“

Update vom 21. Oktober, 15.19 Uhr: Der Bauhof des Kreises hat die Syringer Straße (K 33) in Möhnesee-Völlinghausen wegen Sturmschäden vom Ortsausgang Völlinghausen bis zur Einmündung in die L856 gesperrt. Äste drohen herunterzufallen. Mitarbeiter sind vor Ort, um die Absperrmaßnahmen und die notwendigen Arbeiten durchzuführen. Wahrscheinlich kann die Straße erst am Samstag wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Kreisverwaltung bittet um Verständnis.

Update vom 21. Oktober, 15 Uhr: Es herrscht die Ruhe nach dem Sturm. Die Feuerwehren haben ihre Einsätze - stand jetzt - für heute hinter sich. Schwerpunkt der Sturmschäden lag unter anderem in Warstein: Im Gesamtüberblick scheint es derzeit so, als wäre der Kreis Soest halbwegs harmlos davon gekommen. Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr gab es in Warstein. Allerdings hielten sich auch hier die Auswirkungen doch im Rahmen, wie Donat Ahle, Leiter der Feuerwehr, erklärte: „Ich würde da auch eher von einem leichten Aufbäumen sprechen.“

So mussten die Warsteiner Kräfte erstmals gegen 10 Uhr ausrücken, nachdem Autofahrer einen umgestürzten Baum auf der B 55 in Höhe des Lörmecketurm-Parkplatzes gemeldet hatte. Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte sollte es allerdings nicht bei dem einen Baum bleiben. In der Zwischenzeit waren fünf weitere Bäume auf die Strecke zwischen der Einfahrt zur Brauerei und dem Stimm-Stamm gestürzt. Der Bereich sei am Morgen durchaus der Einsatzschwerpunkt gewesen, so Ahle. Mit vereinten Kräften und schwerem Gerät in Form von Motorsägen wurden die Bäume zerteilt und an den Straßenrand geschafft.

Rund 15 Einsatzstellen gab es im Warsteiner Stadtgebiet für die Feuerwehr.
Rund 15 Einsatzstellen gab es im Warsteiner Stadtgebiet für die Feuerwehr. © Alexander Lange

Während der Einsätze musste die B 55 in Höhe des Lörmecketurm-Parkplatzes kurzzeitig voll gesperrt werden, sodass es zu Staus in beide Fahrtrichtungen kam. Einige Verkehrsteilnehmer drehten und suchten sich Alternativrouten. Doch auch dort sollten sie von umgefallenen Bäumen überrascht werden. So rückten die Hirschberger Kräfte zur L 856 zwischen Meschede und Hirschberg aus, um die Fahrbahn von Bäumen und Geäst zu befreien. Zwischenzeitlich wurde diese Strecke, genauso wie die L 735 (Bache in Richtung Oeventrop), durch die Polizei gesperrt. Auf der L 865 war die Sperrung zeitig wieder aufgehoben worden, die Strecke in Richtung Oeventrop blieb bis auf Weiteres gesperrt, wird am Freitag vermutlich aber wieder freigegeben. Einsätze gab es ebenso für die Suttroper Kameraden auf der Kreisstraße. Auch der Belecker Löschzug war im Einsatz.

Mit der Alarmierung „Unwetter 1“ wurde die Wache in der Kernstadt zur zwischenzeitlichen Leitstelle für das Stadtgebiet, koordinierte Ahle von dort aus die Einsätze: „Damit werden dann zum einen die Leitstelle in Soest und das Funknetz entlastet, zum anderen können wir hier dann ganz genau sehen und verteilen, wie viele Personen wo im Stadtgebiet im Einsatz sind.“

Die Wache in der Kernstadt wurde zwischenzeitlich zur Leitstelle für das Stadtgebiet.
Die Wache in der Kernstadt wurde zwischenzeitlich zur Leitstelle für das Stadtgebiet. © Alexander Lange

Insgesamt habe es bis zum Mittag etwa 15 Einsätze gegeben, rund 40 Kräfte aus dem Stadtgebiet seien im Einsatz gewesen, so Ahle. Großes Lob richtete er gleichzeitig an die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes: „Die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Wir haben das sofort gekoppelt, Mitarbeiter des Bauhofs haben auch Einsatzstellen übernommen und Äste von der Straße geräumt.“

Zur Mittagszeit seien Sturm und Einsatzlage wieder abgeflaut, so Ahle. Kurios: Durch den heftigen Sturm löste in den Vormittagsstunden auch die Brandmeldeanlage der LWL-Klinik aus. Glücklicherweise nur ein technischer Fehler, der schnell behoben werden konnte. Auch der Wildpark im Bilsteintal schloss am Donnerstagmittag aufgrund des Sturms.

Update vom 21. Oktober, 12.56 Uhr: Die L856 (Hirschberg - Meschede) konnte entgegen der ersten Ankündigungen der Polizei bereits wieder freigegeben werden.

Update vom 21. Oktober, 12.53: Am einem Yachtclub am Möhnesee ist ein Steg abgerissen, in der Folge kollidierten mehrere Boote miteinander. An einem Boot ist sogar der Mast abgebrochen.

Die Feuerwehr Möhnesee ist im Einsatz und hat den Steg zunächst provisorisch gesichert. Nach ersten Erkenntnissen entstand hoher Schaden.

Sturm Ignatz Kreis Soest
Der Steg wurde provisorisch gesichert, mehrere Boote wurden beschädigt. © Daniel Schröder

Update vom 21. Oktober, 11.58 Uhr: Zu einem guten Dutzend Sturm-Einsätze rückte die Werler Feuerwehr am Donnerstagmorgen aus. Es war einiges zu tun, größere Schäden blieben bislang aber aus. 

Update vom 21. Oktober, 11.15 Uhr: Gegen 10 Uhr wurde die Warsteiner Feuerwehr zum Stimmstamm alarmiert. Dort waren nahezu zeitgleich fünf Bäume auf die Fahrbahn gekippt, der Verkehr kam in beide Richtungen kurzzeitig zum Erliegen.

Neben der Warsteiner Wache wurden auch die Gerätehäuser in Suttrop und Hirschberg besetzt, in beiden Ortsteilen gibt es weitere Einsätze aufgrund umfallender Bäume.

Sturm ignatz
Am Stimmstamm musste die Feuerwehr gleich mehrere Bäume beseitigen. Die Straße war zeitweise gesperrt. © Alexander Lange

Update vom 21. Oktober, 11 Uhr: Umgestürzte Bäume verursachen zurzeit zwei Vollsperrungen in Warstein. Die L856 wurde zwischen Hirschberg-Bache und Meschede und die L735, zwischen Hirschberg und Lattenberg gesperrt. Die Landstraßen werden
voraussichtlich erst wieder ab Freitag für den Verkehr freigegeben. Probleme gibt es auch bei der Bahn. Der Fernverkehr in NRW wurde komplett eingestellt.

Update vom 21. Oktober, 10.30 Uhr: Sturm „Ignaz“ beschert den Feuerwehren im Kreis Soest aktuell etliche Einsätze. In Soest hat der Sturm das Dach der HEM-Tankstelle an der Werler Landstraße beschädigt. Die Feuerwehr musste zur Hilfe eilen und verhindern, dass Teile der Dachkonstruktion auf die viel befahrene Straße fliegen. Viele Menschen fragen sich derzeit, welche Versicherung die Kosten trägt, wenn es zu Sturmschäden am Eigentum kommt.

In Soest hat der Sturm das Dach der HEM-Tankstelle an der Werler Landstraße beschädigt.
In Soest hat der Sturm das Dach der HEM-Tankstelle an der Werler Landstraße beschädigt. © Daniel Schröder

Einige Feuerwehren haben inzwischen die Gerätehäuser besetzt, um schneller vor Ort zu sein. Wegen umgestürzter Bäume sind immer wieder Straßen nicht passierbar. Es gilt weiterhin die Unwetterwarnung. Wer nicht unbedingt vor die Tür muss, sollte zuhause bleiben.

Update vom 21. Oktober, 7.28 Uhr: In Rüthen wurde die L776 zwischen Bahnhofstraße (Kreuzung B516) und Meister Straße gesperrt, weil nahe der Landstraße eine Stromleitung durch den Sturm beschädigt war. Ebenso müsse aktuell davon ausgegangen werden, dass Bäume umzustürzen drohen, erklärte die Feuerwehr. Weitere längerfristige Verkehrsprobleme sind derzeit nicht bekannt. Dort, wo Bäume auf die Straße gestürzt sind, gilt es, den Anweisungen von Feuerwehr und Polizei Folge zu leisten.

Update vom 21. Oktober, 6.57 Uhr: Die Kreisleitstelle hat über die Warn-App Nina Entwarnung für Rüthen gegeben. Nach dem sturmbedingten Ausfall am frühen Morgen scheinen die Menschen in den betroffenen Gebieten wieder Strom zu haben.

In Rüthen wurde die L776 gesperrt, weil nahe der Landstraße eine Stromleitung durch den Sturm beschädigt war. Ebenso müsse aktuell davon ausgegangen werden, dass Bäume umzustürzen drohen, erklärte die Feuerwehr.
In Rüthen wurde die L776 gesperrt, weil nahe der Landstraße eine Stromleitung durch den Sturm beschädigt war. Ebenso müsse aktuell davon ausgegangen werden, dass Bäume umzustürzen drohen, erklärte die Feuerwehr. © Daniel Schröder

Sturm-Tief Ignatz: Erste Unwetter-Folgen im Kreis Soest - Stromausfall in einer Stadt

Update, 21. Oktober, 6.20 Uhr: Die ersten Folgen von Sturmtief Ignatz sind auch im Kreis Soest spürbar: In einigen Teilen des Kreises musste die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Die Anzahl sei jedoch noch überschaubar, ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Soest spricht von etwa zehn Einsätzen bisher. Los ging es gegen 5 Uhr in Werl. Weitere Bäume fielen in Ense, Rüthen, Geseke und Lippstadt.

Große Auswirkungen hat ein Sturmschaden in Rüthen: Dort stürzte ein Baum auf eine Stromleitung, riss sie in die Tiefe. Das sorgte für einen Stromausfall und einen rund 20 Quadratmeter großen Flächenbrand, der sich jedoch nicht einfach so löschen ließ, weil unklar war, wie nah die Feuerwehr sich dem Brand aufgrund des Stroms nähern kann.

Sturmtief Ignatz sorgt für Stromausfall in Rüthen: „Reduzieren Sie den Stromverbrauch über Akkus und Batterien“

Wegen des Stromausfalls wurde die Bevölkerung über die Warn-App „Nina“ gewarnt: Demnach ist der Strom in Teilen von Rüthen, Meiste und Kneblinghausen ausgefallen. „Informieren Sie Ihre Nachbarn und leisten Sie im Bedarf Hilfe. Halten Sie die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für Notrufe frei“, heißt es. Der Stromverbrauch über Akkus und Batterien sollte nach Möglichkeit reduziert werden. Wie lange die Störung andauern wird, ist unklar.

Update, 17 Uhr: Die ersten stürmischen Vorboten pfeifen bereits durch den Kreis Soest. Nennenswerte Arbeit für die Feuerwehren gab es allerdings noch nicht, sagte ein Sprecher der Soester Rettungsleitstelle. „Wir sind tiefenentspannt“, berichtete er zufrieden. Die Hoffnung auf eine ruhige Nacht für die Disponenten in der Leitstelle und die Einsatzkräfte in den einzelnen Kommunen - sie besteht.

Update, 15.45 Uhr: Die Wälder im Kreis Soest sollten derzeit nicht mehr betreten werden. Im Hochsauerlandkreis wird bereits auf offiziellem Wege davor gewarnt. So verkündete die Stadt Brilon: „Jede Waldbetretung ist möglichst zu vermeiden und erfolgt aktuell auf eigenes Risiko. Es ist, auch im Zusammenhang mit der Borkenkäferproblematik, mit unerwartet umstürzenden Bäumen und vor allem herabfallenden, auch starken Ästen zu rechnen. Auch in den Tagen nach dem Sturm ist vom Herabstürzen von während des Sturms gelöstem Astwerk aus Baumkronen auszugehen.“ Die Warnung gilt zunächst ohne Befristung.

Kreis Soest - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Mittwoch (20. Oktober) eine amtliche Warnung für den Kreis Soest und weitere Teile der Region herausgegeben. Demnach drohen ab Mitternacht (21. Oktober) über den gesamten Donnerstag bis etwa 18 Uhr schwere Sturmböen, berichtete der DWD in seiner Warnung, die unter anderem über die Warn-App „Nina“ verteilt wurde. Damit dürfte mit „Ignatz“ der erste größere Herbststurm dieses Jahres in den Kreis Soest ziehen.

Laut DWD sei damit zu rechnen, dass schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 75 km/h und 90 km/h auftreten sollen. Anfang sollen die Sturmböen aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung kommen. „In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden, so der DWD.

Die Sturmböen sollen vielerorts von Regen begleitet werden. Laut Angaben der „Stormchaser Sauerland“ sei beispielsweise im südöstlichen Teil des Sauerlandes mit 50 bis 60 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden zu rechnen.

Unwetterwarnung für den Kreis Soest: DWD gibt Handlungsempfehlungen

In seiner Warnung für den Kreis Soest warnt der DWD vor möglichen Gefahren: „Demnach können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.“

Auch die „Stormchaser Sauerland“ warnen vor einer „erhöhten Gefahr von Baum- und Astbruch“. Demnach sei es empfehlenswert, bereits am Mittwoch „alles sturmfest“ zu machen. Ebenso sollten Arbeiten oder Spaziergänge im Wald vermieden werden.

Die Stormchaser Sauerland erklären ebenso, warum die Gefahr von umfallenden Bäumen derzeit hoch sei: Der Boden sei demnach aktuell sehr feucht und somit locker. Weil viele Bäume noch Blätter tragen, bieten sie dem Wind eine gute Angriffsfläche.

Unwetter im Kreis Soest: 2021 gab es schon mehrere Unwetter-Lagen

Das Wetter erwischte den Kreis Soest in diesem Jahr bereits mit verschiedenen Breitseiten: Im Februar brachten unendliche Schneemassen weite Teile des Kreises zwischenzeitlich zum Erliegen. Mitte März war es Sturm-Tief „Klaus“, das den Einsatzkräften der Feuerwehr eine „unruhige Nacht“ bescherte. Mitte Juli folgte dann das Hochwasser, das für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr sorgte.

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