15 stationäre Radargeräte „knipsten“ 25. 000 Fotos im Kreisgebiet

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Die neuen Radar-Säulen mit mit neuester Laser-Technik ausgerüstet. Der Kreis hat bislang vier Geräte angeschafft.

Kreis Soest - Kurz nicht aufgepasst oder den Fuß zu spät vom Gas genommen und – klick – geblitzt!

Für den Einzelnen ist dies sicherlich ärgerlich und teuer – aus Sicht der Ordnungsbehörden notwendig gegen zu schnelles Fahren. Für die stationären Radargeräte ist der Kreis Soest zuständig. Die Polizei führt in der Regel die mobilen Geschwindigkeitsmessungen durch, der Kreis selbst verfügt über zwei mobile Anlagen, die im Schichtbetrieb auf den Straßen zwischen Werl und Rüthen im Einsatz sind.

15 stationäre Radargeräte sind im Kreis Soest aufgestellt – 13 betreibt der Kreis, zwei die Stadt Lippstadt in eigener Regie. Per Gesetz dürfen nur Städte ab einer bestimmten Größe eigene – im Volksmund so genannte – „Starenkästen“ betreiben.

In Deutschland wurden im Januar 1957 – vor genau 60 Jahren – die ersten stationären „Radarfallen“ aufgestellt. „Ein dummer Begriff“, findet Anne Hauschild, Leiterin des Sachgebiets Verkehrssicherheit beim Kreis Soest. Denn man wolle die Fahrer schließlich nicht „in die Falle“ locken, sondern für mehr Sicherheit der Bürger sorgen, damit an gefährlichen Stellen nicht zu schnell gefahren wird.

Neun Anlagen noch mit alter Technik

Neun der Starenkästen sind noch mit der alten Technik ausgerüstet: Ende 2015 und im Jahr 2016 wurden aber vier neue stationäre Radarstationen vom Typ Traffistar S 350 der Firma Jenoptik mit moderner Lasertechnik aufgestellt. Solche modernen, etwa drei Meter hohen Säulen stehen am Ortseingang Hultrop (von Soest kommend), in Oestinghausen, an der B 475 in Soest (Ecke Weslarner Weg) und seit 2015 in Erwitte-Westernkotten. Die Radarsäule kostet rund 29.000 Euro, die Kamera noch einmal 48.000 Euro. Im Augenblick gibt es zwei Radartechniken im Kreis Soest: Die moderne Säule und den herkömmlichen „Starenkasten“, der als Modell Traffiphot S ebenfalls von der Firma Jenoptik (früher Robot) digitale Fotos schießt. Diese herkömmlichen Apparate sind in die Jahre gekommen, die Technik läuft aus, die Kameras sind teilweise noch aus dem Jahr 1992. Deshalb werden sie im Kreis Soest schrittweise durch die modernen Radarsäulen ersetzt.

Durch die Bußgelder der stationären Radaranlagen hat der Kreis Soest im vergangenen Jahr rund 450.000 Euro eingenommen. „Davon muss man die Kosten für die Technik, Wartung und Personal wieder abziehen“, sagt Anne Hauschild. Gut 25.000-mal hat es im vergangenen Jahr im Kreis Soest „geblitzt“.

Säulen messen in zwei Richtungen

„Spitzenreiter“ der stationären Radaranlagen ist zurzeit die neue Anlage an der B475 in Hultrop. „Hier liegt die Quote bei zwei zu schnell gemessenen Autos pro Stunde. Normalerweise liegt diese Quote bei einem Auto auf zwei bis drei Stunden“, sagt Anne Hauschild. Das habe mehrere Gründe. Zum einen sei der Standort ganz neu und viele kennen die Anlage noch nicht, zum anderen führe auch die moderne Technik der Säule zu mehr Effektivität: Sie kann nicht nur in eine Richtung „blitzen“, sondern in beide Fahrtrichtungen.

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