Großprojekt mit 200 Arbeitsplätzen:  Kreis Soest hat gute Karten

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Für das zentrale  Chemische und Veterinärtersuchungsamt Westfalen  wird ein Standort gesucht. Der Kreis Soest hat gute Chancen.  

Soest - Kommt das zentrale Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen (CVUA) in den Kreis Soest? Die Chancen stehen nicht schlecht. Das meint Prof. Dr. Wilfried Hopp, Leiter des Veterinärdienstes beim Kreis Soest. Er informierte jetzt  im Fachausschuss über die Suche nach einem geeigneten Grundstück, bei der die Wirtschaftsförderung des Kreises geholfen habe. 

Man sei fündig geworden: Werl empfehle sich mit gleich vier Auswahlmöglichkeiten, auch Ense gehe mit einer Fläche ins Rennen.

 Die Investition in das Groß-Laboratorium mit 200 Arbeitsplätzen liege immerhin bei 35 Millionen Euro, führte Hopp aus.  Der Kreis Soest ist an dieser Einrichtung beteiligt, die vor vier Jahren aus dem Zusammenschluss der Chemischen Untersuchungsämter der Städte Bochum, Hagen und Hamm sowie aus dem Chemischen und Lebensmittel-Untersuchungsamt Dortmund und dem Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt Arnsberg entstanden ist. Der Sitz ist in Bochum, weitere Stellen liegen noch in Arnsberg, Hagen und Hamm in angemieteten Objekten. 

Allerdings war schon bei der Gründung auch eine räumliche Zusammenführung spätestens bis 2025 beschlossen worden, um die Abläufe zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit weiter zu erhöhen. Auch ein gemeinsamer Standort sollte in Betracht gezogen werden. Um eine gute Lösung zu finden, wurden Gutachter eingeschaltet, die ihre Ergebnisse inzwischen dem Verwaltungsrat vorgestellt haben. Die Fachleute empfehlen einen Neubau auf der grünen Wiese. In die Bewertung flossen Kriterien wie Kosten-/ Nutzenrechnung, Zukunftsprognose, passende Lage und Verkehrsanbindung ein. Da haben Werl und Ense offenbar gute Karten, weil sie – als großer Trumpf – günstig zu erreichen sind, sowohl für die Beschäftigten, als auch für die Nutzer der Institution, die ihre Proben anliefern und aus dem weiten Einzugsgebiet drumherum kommen.

Schon im April werde sich der Verwaltungsrat der CVUA mit den Vorschlägen beschäftigen, berichtete Prof. Dr. Wilfried Hopp im Ausschuss für Umwelt, Veterinärwesen und Verbraucherschutz. Voraussichtlich im Juni sei mit einer Entscheidung zu rechnen.

Auch Arnsberg macht sich Hoffnungen und möchte gern den Zuschlag für die Untersuchungsanstalt erhalten. Ein Großteil der Mitarbeiter ist dort tätig und schätzt natürlich die kurzen Wege. Über die Autobahn gelangen sie aus dem Hochsauerlandkreis zügig nach Werl oder Ense, wesentlich schlechter wäre es für sie, wenn sie täglich bis ins Ruhrgebiet fahren müssten. 

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