Fahrer wollte von nichts wissen

Schlag gegen Waffenhandel im Kreis Soest: 18 illegale Schrotflinten beschlagnahmt

Waffenfund auf A44 Soest Anröchte - Schrotflinten sichergestellt
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Diese Waffen stellte der Zoll auf der A44 bei Anröchte sicher.

Auf der A44 im Kreis Soest ist dem Zoll offenbar ein Schlag gegen den illegalen Waffenhandel gelungen.

Anröchte - Auf der A44 bei Anröchte stoppten die Ermittler des Hauptzollamts Bielefeld einen polnischen Kleintransporter. Bei der Kontrolle, die bereits am 23. September stattfand, stellten die Beamten insgesamt 18 illegal eingeführte Schrotflinten sicher!

Der Fahrer des osteuropäischen Transporters, der sich als Antiquitätenhändler ausgab, beteuerte auf Nachfrage der Zoll-Fahnder, dass er auf dem Rückweg von Frankreich nach Polen sei und lediglich antike Möbel und weitere Antik-Gegenstände geladen zu haben.

Wie bei derartigen Kontrollen üblich, fragten die Beamten den Fahrer auch, ob er verbotenen Gegenstände, Waffen und Betäubungsmittel mitführe. Das verneinte der Pole.

Die Zöllner kontrollierten den Kleintransporter auf der A44 bei Anröchte.

Doch davon wollten sich die Zoll-Beamten mit eigenen Augen überzeugen und kontrollierten im Anschluss, was da tatsächlich an Bord des Transporters war. Zumindest das mit den Möbeln war nicht gelogen, die hatte der Mann nämlich wirklich dabei.

Waffenfund auf der A44: Flinten in Kommode

Doch beim Anblick einer alten Kommode stutzen die Zöllner: Durch einen Ritz in der Rückwand der Kommode sahen sie eine grüne Tasche. "Auf die Frage, was sich denn in der Kommode befinde, gab der Fahrer an, dass diese leer sein", schilderte Zollsprecherin Heike Sennewald.

Um auch dieser Behauptung des ertappten Fahrers nachzugehen, räumten die Zöllner die Kommode frei und kontrollierten den Inhalt. In ihr befanden sich drei Einkaufstaschen mit insgesamt 37 Gewehrteilen. "Zusammengesetzt ergaben die Waffenteile 18 funktionsfähige französische Schrotflinten", so Heike Sennewald. 

Eine Genehmigung für den Waffentransport nach dem deutschen Waffengesetz konnte der Fahrer nicht vorweisen. 

Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Die 18 Flinten wurden sichergestellt. Das Zahlfahndungsamt Essen hat die Ermittlungen übernommen.

Bei einer anderen Kontrolle auf der A44 im Kreis Soest entdeckten Zoll-Beamte knapp eine halbe Million Euro. Jetzt wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt.

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