Smartphone-Besitzer sollten genau hinschauen

Achtung gefährlicher Trojaner: Polizei warnt vor üblen Betrugs-SMS im Kreis Soest

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Wer hier jetzt eine falsche Handbewegung macht, riskiert unter Umständen ein Vermögen.

Die Polizei im Kreis Soest warnt vor Betrugsversuchen per SMS- oder WhatsApp-Nachrichten. Wer jetzt etwas falsch macht, riskiert schlimme Folgen, schlimmstenfalls ein leeres Konto.

Kreis Soest - Derzeit erhalten viele Smartphone-Besitzer eine SMS- oder eine WhatsApp-Nachricht mit dem Hinweis auf eine angeblich verpasste Sprachnachricht. Sie werden aufgefordert einem angehängten Link zu öffnen der in weiterer Folge eine
App installieren will.

Die Polizei sagt: „Diese ist ein Trojaner und späht SMS -Daten, Bank- und Kreditdaten sowie Kontaktdaten auf dem Handy aus. „Wurde der Link bereits aufgerufen oder die getarnte Schadsoftware installiert, sollte das Endgerät aus dem Mobilfunknetz genommen werden (Flugmodus)“, rät die Polizei.

So sieht eine der betrügerischen Nachrichten aus.

Die Schadsoftware könne dann beispielsweise durch Zurücksetzen des Mobiltelefons auf Werkseinstellungen entfernt werden, aber „ein einfaches Löschen der Applikation reicht nicht aus.“

Wer eine solche SMS- oder WhatsApp-Nachricht jetzt noch bekommt, „sollte vor allem den Link nicht öffnen, keine App-Installation bestätigen, die Nachricht löschen und die Telefonnummer blockieren“, rät Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper.

Unterdessen haben es andere Gauner im Kreis Soest in den vergangenen Tagen noch mit einer ganz anderen Betrugsmasche versucht und das „erfolgreich“. Der entstandene Schaden liegt im vierstelligen Bereich.

Von Mittwoch bis Freitag (16. Juli) wurde ein Mann im Kreis Soest nach Angaben der Polizei mehrfach von Betrügern angerufen. Sie sagten ihm, dass er 39.000 Euro bei der Lotterie „Euromillionen“ gewonnen hätte. Um den Transport des Geldes an seine Anschrift absichern zu können, sollte er einen vierstelligen Betrag mit Gutscheinkarten bezahlen.

Die Code-Nummer der zu erwerbenden Karten sollte er dann an eine E-Mail-Adresse übersenden. Als er darauf tatsächlich einging und die Betrüger Beute witterten, erklärten sie ihm, dass sie sich mit der Summer vertan hätten und er nun 390.000 Euro gewonnen hätte. Hierdurch würde sich natürlich auch der „Sicherungsbetrag“ noch einmal erhöhen.

Da er nicht bereit war die Summe mit den Code-Nummer zu überweisen, schlugen sie ihm vor, das Geld auch überweisen zu können, und zwar ins Ausland. Ende vom Lied laut Polizeisprecher Holger Rehbock: „Geld weg und kein Gewinn.“

Die Polizei rät: „Geben Sie niemals Geld aus, um einen vermeintlichen Gewinn einzufordern, zahlen Sie keine Gebühren oder wählen gebührenpflichtige Sondernummern. Geben Sie niemals persönliche Informationen weiter: keine Telefonnummern und Adressen, Kontodaten, Bankleitzahlen, Kreditkartennummern oder Ähnliches.

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