Warntag: An einer Stelle blieb es still

Sirenen heulen im ganzen Kreis: 15 Personen wählen den Notruf

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Im Kreis Soest heulten am Donnerstag die Sirenen.

Kreis Soest - Im Kreis Soest ertönten am Donnerstag kreisweit die Sirenen. Hintergrund war der landesweite Warntag. Doch offenbar wussten im Vorfeld nicht alle von der Aktion. Zudem gab es im Kreis eine Stelle, an der es still blieb.

Pünktlich um 10 Uhr hat Dennis Pingel von der Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Soest beim landesweiten Warntag am Donnerstag in der Leitstelle im Rettungszentrum die Sirenen ausgelöst. Im Anschluss hat er alle Kommunen abtelefoniert. 

"Danach sind überall die verfügbaren Sirenen gelaufen. Ausnahme: die Anlage auf dem Rathaus Welver. Wahrscheinlich ist die Programmierung fehlerhaft. Das Ordnungsamt Welver will das überprüfen und für Abhilfe sorgen", erklärte der Kreis Soest.

„Spannend war, dass sich 15 Bürgerinnen und Bürger über den Notruf 112 gemeldet und gefragt haben, was los sei“, berichtet Dennis Pingel. „Wir haben sie natürlich über den Warntag aufgeklärt. Im vergangenen Jahr hatten wir diese Anrufe nicht.“ 

In elf von 14 Kommunen im Kreisgebiet sind bereits flächendeckend Sirenen montiert. Sie haben nacheinander die drei Alarmtöne Entwarnung (eine Minute Dauerton) – Warnung (eine Minute auf- und abschwellender Heulton) – Entwarnung (eine Minute Dauerton) abgegeben. 

Dennis Pingel bittet um Nachricht, wenn es irgendwo Aussetzer gegen haben sollte. Auch die Ordnungsämter vor Ort können direkt darüber informiert werden. Nach dem landesweiten Warntag, der jeweils von PR-Aktionen begleitet wird, gibt es am ersten Donnerstag im kommenden März dann wieder einen reinen Sirenenprobenlarm im ganzen Land.

Das Lagezentrum des Landes hat parallel zum Sirenenalarm zum Warntag über die Warn-App NINA eine Probewarnmeldung verschickt. Dennis Pingel als Fachmann für Katastrophenschutz hält es für wichtig, dass NINA auf möglichst vielen Smartphones installiert wird. 

Er weiß aber auch, dass die Warn-App manchmal nerven kann. Er hat deshalb einen Tipp: „Über die Einstellungen lässt sich steuern, ab wann die App bei kritischem Wetter warnt. Wem die Nachrichten zu viel werden, sollte man einfach nur die Stufen rot und lila für Unwetter beziehungsweise extremes Unwetter aktivieren.“

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