Mehr junge Leute wollen Ausbildung, aber noch mehr Betriebe wollen ausbilden

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Goldene Zeiten für Bewerber, immer größere Probleme für Unternehmen, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen: Diese Situation kennzeichnet auch die aktuelle Zwischenbilanz im Kreis Soest. 

Kreis Soest – Schon vor einigen Jahren hat sich die Waage auf dem heimischen Ausbildungsmarkt zugunsten der Bewerberseite geneigt, und das wird auch im laufenden Ausbildungsjahr so sein: Ende März gab es insgesamt 1 885 gemeldete Stellen im Kreisgebiet für 1 286 Bewerber – macht ein Verhältnis von 1,47 Stellen pro Bewerber. In NRW ist das Verhältnis nur im Kreis Siegen (1,66) noch ungünstiger für die Betriebe. Dabei gab es sowohl mehr junge Leute, die eine Ausbildung absolvieren möchten als auch Stellen für sie. 

Bei seiner Halbzeitbilanz (das Ausbildungsjahr läuft von Ende September bis Anfang Oktober) hatte Oliver Schmale, Chef der Soester Arbeitsagentur, eine Fülle weiterer Zahlen im Angebot. 

So suchen aktuell noch 677 junge Menschen eine Ausbildungsstelle, etwas weniger als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig ist aber die noch verfügbare Zahl von offenen Stellen deutlich gestiegen, und zwar um fast 24 Prozent auf 1 253. 

Der Zuwachs bei den Bewerbern erstreckt sich über alle Schulformen, vom Hauptschulabschluss (plus 18,3 Prozent) bis zur Hochschulreife (plus 17 Prozent). 

In der Hitliste der Ausbildungsberufe, in denen es noch die meisten Stellen gibt, liegen die Verkäufer (95), Kaufleute im Einzelhandel (69) und die Kaufleute im Groß- und Außenhandel (44) auf den ersten drei Plätzen, bei den noch unversorgten Bewerbern sind es die Kaufleute im Einzelhandel (56) vor den Kaufleuten für Büromanagement (46) und den Medizinischen Fachangestellten (35). 

Einigermaßen ausgewogen ist das Verhältnis von Auszubildenden, die für ihre Arbeit von außerhalb der Kreisgrenzen einpendeln (22,2 Prozent), und den Auszubildenden, die im Kreis wohnen, aber ihre Ausbildungsstelle außerhalb haben (25,8).

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