Reichsbürgerszene im Kreis: "Mittlerer zweistelliger Bereich"

Ein Heft mit dem Aufdruck "Deutsches Reich Reisepass" ist zu sehen.
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Ein Heft mit dem Aufdruck "Deutsches Reich Reisepass" ist zu sehen.

Soest - „Die BRD ist kein Staat und nicht souverän. Die BRD ist immer noch besetzt.“ Dieser Kommentar eines Users zur Berichterstattung über die Reichsbürgerszene im Kreis Soest war am Donnerstag auf der Facebook-Seite des Anzeigers zu lesen. Wer noch weitere Beweise für die Existenz einer größeren Gruppe von Reichsbürgern im Kreisgebiet sucht, bekommt dies nun auch von offizieller Seite bestätigt.

Nachdem am Mittwoch eine Anfrage an das für politische Straftaten zuständige Dortmunder Polizeipräsidium zunächst unbeantwortet blieb, wird die Größe der Reichsbürgerbewegung im Kreis nun etwas klarer. „Wir gehen von einer Anzahl im mittleren zweistelligen Bereich aus“, sagte eine Sprecherin der Dortmunder Polizei am Donnerstag. 

Insgesamt wird die Szene in NRW auf etwa 2200 Personen beziffert. Auch die Dortmunder Polizei geht aber von einer sehr dynamischen Bewegung und einer hohen Dunkelziffer aus. Die tatsächliche Größe der Gruppe lasse sich daher nicht festmachen.

Die konkrete Beobachtung der Reichsbürger im Kreis Soest liegt auch nicht bei der Polizei, sondern in den Händen des Verfassungsschutzes. Die Einschätzung dieser Behörde, der Kreis Soest sei einer der Schwerpunkte der Szene in NRW, liegt bereits seit dem vergangenen Sommer vor.

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