Polizeigewerkschaft verlangt Lösungen von der Politik

Wie können Vorkommnisse wie in Köln in der Silvesternacht in Zukunft verhindert werden? Der Soester Kreisverband der Polizeigewerkschaft GdP sieht jetzt die Politik in der Pflicht.
+
Wie können Vorkommnisse wie in Köln in der Silvesternacht in Zukunft verhindert werden? Der Soester Kreisverband der Polizeigewerkschaft GdP sieht jetzt die Politik in der Pflicht.

Kreis Soest -  Kein „Gesetzesdefizit“, sondern ein „Vollzugsdefzit“ sieht der Kreisvorsitzende der Polizeigewerkschaft GdP, Siegfried Pfenninger, nach den „verheerenden Übergriffen in Köln“.

Die Politik versuche den Bürgern „Sand in die Augen zu streuen, um von eigenen Versäumnissen abzulenken“, kritisiert Pfenninger, der darauf hinweist, dass bundesweit in den vergangenen Jahren 16 000 Polizeistellen abgebaut worden seien.

Von der Politik würden jetzt Lösungen erwartet. „Die missbrauchten Frauen erwarten endlich eine Antwort von der Politik darauf, wie die Polizei sie in Zukunft besser gegen sexuelle Übergriffe schützen kann, und wie die Täter schneller überführt und konsequent abgeurteilt werden können“, so Pfenninger. „Massive Defizite bei der Verfolgung kriminell gewordener junger Zuwanderer“ seien von allen Parteien ignoriert worden. Das betreffe sowohl die „viel zu geringe Personalausstattung bei Polizei und Justiz“ als auch die „geringe Sanktionierung selbst schwerer Straftaten“.

Um ähnliche Vorfälle wie in Köln in Zukunft zu verhindern, hält die GdP mehrere Maßnahmen für vordringlich. Bei Zuwanderern, die straffällig geworden sind, müsse das bereits geltende Strafmaß „endlich konsequent“ angewandt werden, Serientäter müssten schneller abgeschoben werden. Für Angriffe auf Polizisten, Rettungssanitäter und Feuerwehrleute fordert die GdP zudem eine Mindeststrafe. Und „überfällig“ sei auch die Ausstattung der Polizei mit sogenannten Body-Cams, die bei der Strafverfolgung hilfreich sein könnten. - kim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare