Fahrraddiebe haben schon angeradelt: 275 Anzeigen in drei Monaten

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Ohne Schloss sollte niemand sein Fahrrad unbeaufsichtigt lassen.

Kreis Soest – Am kommenden Wochenende wird die ganze Börde anradeln. Na ja, nicht die ganze: Die Diebe in der Börde haben das schon hinter sich, sie ließen sich in den ersten drei Monaten weder von Wind noch Wetter abschrecken und haben eine Menge Zweiräder mitgehen lassen. Das belegt auch die einschlägige Statistik der Soester Kreispolizei. 

Bis Ende März wurden dort 275 Fahrraddiebstähle angezeigt, zum Vergleich: Im Verlaufe des kompletten Jahres 2018 waren es 1 367. Dabei beweisen viele der Täter offensichtlich, dass sie ihre schmutzigen Finger am Puls der Zeit haben – der Trend geht zu hochwertigen Rädern, die illegal die Besitzer wechseln. So werden auch immer öfter Zweiräder mit einem zusätzlichen Elektroantrieb entwendet, also Pedelecs, die bei der Anschaffung durchaus ein vierstelliges Euro-Loch ins persönliche Budget gerissen haben. 

Entsprechend hoch dürfte ihr „Wiederverkaufswert“ für die Diebe sein, vorausgesetzt sie haben aus finanziellen Motiven zugeschlagen. 

Das trifft für viele zu – dafür spricht unter anderem, dass die Beute nur selten wieder auftaucht – aber nicht für alle: Es gibt auch, so Polizeipressesprecher Wolfgang Lückenkemper, die Fälle, wo Täter schlicht aus Bequemlichkeit und spontan ein Fahrrad klauen und es wieder abstellen, wenn sie es nicht mehr brauchen. In diesen Fällen gibt es immerhin glückliche Gesichter, wenn die rechtmäßigen Besitzer ihr Eigentum zurück bekommen. 

Allerdings ist das eher die Ausnahme als die Regel: Fahrraddiebstähle werden nur selten aufgeklärt: Im vergangenen Jahr sank die Quote von 17 auf 11 Prozent.

Das rät die Polizei

Wer für viel Geld ein Fahrrad kauft, sollte nicht an einem guten Schloss sparen, rät Wolfgang Lückenkemper. Und natürlich sollte das Rad damit nach Möglichkeit irgendwo angekettet werden: Das nimmt Dieben die Chance, ihre Beute einfach wegzutragen. Wärmstens empfohlen wird auch die Fahrrad-App der Polizei, die es kostenlos im App-Store gibt. Mit ihr können alle wichtigen Daten erfasst und gespeichert werden – gerne auch mit Fotos des Rades. Im Falle eines Diebstahls liegen so zumindest alle wichtigen Informationen bei der Polizei vor.

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