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Amtliche Unwetterwarnung: Auch Orkan „Zeynep“ trifft den Kreis Soest - Züge fallen aus

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Von: Matthias Staege, Daniel Schröder

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Sturm Ylenia hat den Kreis Soest durchgerüttelt und am Freitag droht mit „Zeynep“ bereits das nächste Orkantief. Die Feuerwehren waren seit der Nacht im Dauereinsatz. Etliche Straßen sind gesperrt, viele Züge fahren auch am Freitag nicht. Wir berichten hier live.

+++ Unsere Berichterstattung in diesem Ticker endet an dieser Stelle. Alle Infos zu Orkan „Zeynep“ lesen Sie hier. +++

Update vom Freitag, 18. Februar, 7.37 Uhr: Die Eurobahn-Linie RB59 zwischen Soest und Dortmund bleibt auch heute komplett eingestellt. Eigentlich sollten die Züge heute ab 16 Uhr wieder fahren. Jetzt heißt es von der Eurobahn: Früheste Abfahrt ist Samstagmorgen, 6 Uhr. Ein Busnotverkehr ist eingerichtet (siehe Update vom 17. Februar, 20.49 Uhr).

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 21.52 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst legt sich fest: Auch Orkantief „Zeynep“ soll den Kreis Soest schwer treffen. Wie aus der aktuellen Warnkarte hervorgeht, wird besonders der Bereich nördlich der Lippe unter dem nächsten Sturmtief zu leiden haben.

Für die in der Warnkarte in rot eingefärbten Bereiche gilt von Freitag , 18. Februar, 16 Uhr, bis Samstag, 19. Februar, 2 Uhr, wieder die zweithöchste Warnstufe (rot). Das bedeutet, „es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 90 und 115 Kilometern pro Stunde aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 120 Kilometer pro Stunde gerechnet werden“, heißt es vom DWD.

Unwetter Kreis Soest DWD
Ausschnitt aus der aktuellen Warnkarte des DWD (Stand Donnerstag, 17. Februar, 21.37 Uhr). Für die roten Bereiche ist bereits die zweithöchste Warnstufe aktiv. © Deutscher Wetterdienst (DWD)

Für die schraffierten Bereiche gilt weiterhin die Vorwarnung zur Stufe 3, zusätzlich eine bereits amtliche Warnung der Stufe 2 (orange) vor schweren Sturmböen. Die dringende Warnung des DWD auch für den Freitagnachmittag und -abend im Kreis Soest also:  „Es können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 20.49 Uhr: Das müssen Bahnpendler jetzt wissen: Auf der Eurobahn-Linie RB 59 (Soest -Dortmund) bleibt der Verkehr nicht nur am Donnerstag komplett eingestellt, die Eurobahn geht davon aus, dass auch am Freitag bis voraussichtlich 16 Uhr dort kein Zug fahren wird. Ein sogenannter  „Busnotverkehr“ der Firma „Bernie-Reisen“ ist beidseitig zwischen Soest und Dortmund eingerichtet.

Etwas besser sieht es auf den Linien RB 89 (Münster - Hamm - Soest - Lippstadt - Paderborn - Warburg) und RB 89 (Bielefeld - Hamm - Münster) aus. Da heißt es aktuell: „Die Züge verkehren wieder zwischen Bielefeld/Paderborn und Münster auf dem Regelweg.“ Aber: „Verspätungen und vereinzelte Teil- und Komplettausfälle sind möglich.“ Zwischen Altenbeken und Warburg fahren derzeit keine Züge der Line RB 89.

Im gesamten Bahnverkehr ist also weiterhin mit Störungen und Zugausfällen zu rechnen. Vor Reiseantritt lohnt auf jeden Fall ein Blick auf die Seite „Zuginfo.nrw.“

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 20 Uhr: Kreisbrandmeister Thomas Wienecke bilanziert gegenüber unserer Redaktion: Am Donnerstag gab es 220 Sturmeinsätze für die Feuerwehren im Kreis Soest. 450 ehrenamtliche Einsatzkräfte rückten zur Bekämpfung der Sturmfolgen aus. Einsatz-Anlässe waren „Bäume, Bäume, Bäume“, „Dachpfannen, Dachpfannen, Dachpfannen“ sowie „Ausreißer“ wie die lockere Kirchturmspitze in Rüthen oder der Zug, der in Erwitte-Böckum vor einen Baum gefahren war.

Wichtig sei unterm Strich: Es wurde niemand verletzt! Mit Blick auf den morgigen Freitag stellt Wienecke sich darauf ein, dass seine Feuerwehrleute im Kreisgebiet wieder einiges zu tun bekommen dürften: „Der Kreis Soest wird auch am Freitag betroffen sein von Gewitter, Sturm- und Orkanböen zwischen 18 und 23 Uhr.“ Wie stark das Kreisgebiet jedoch getroffen wird, sei weiterhin unklar. In einer Besprechung am Freitagmorgen um 10 Uhr sollen nähere Maßnahmen, wie beispielsweise die Besetzung des Einsatzstabes im Rettungszentrum, geklärt werden. Wienecke betont: „In der Ruhe liegt die Kraft.“

Wienecke erklärte: „Es könnte am Freitag mehr werden als am Donnerstag. Viele Bäume wurden am Donnerstag locker gemacht. Zudem soll der Wind morgen schneller werden. Wir werden es sehen - wir sind vorbereitet.“

Wie stark schlägt „Zeynep“ zu? Das sagt der Deutsche Wetterdienst

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 18 Uhr: Ab 18 Uhr ist die amtliche Unwetterwarnung, die vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Nachmittag schon von Stufe 3 (rot) auf Stufe 2 (orange) abgeschwächt wurde, auf Stufe 1 (gelb) herabgestuft. Bis Mitternacht gilt nunmehr eine „amtliche Warnung vor Windböen“ mit Geschwindigkeiten von 60 bis 70 Kilometern pro Stunde.

Der DWD hat aber bereits die nächste sogenannte „Vorabinformation“ veröffentlicht. Das ist eine bereits begründete Vorwarnung, dass ein Unwetter eintreten könnte. Diese Warnung gilt dem Sturmtief „Ceynep“, das sich anschickt, „Ylenia“ zu folgen und mindestens ähnliche Schäden anzurichten.

Noch sind sich die Meteorologen des DWD nicht sicher, welchen Weg genau „Ceynep“ einschlagen wird. Fest steht, dass es die Nordseeküste Samstagnacht mit voller Wucht und Windgeschwindigkeiten über 140 Kilometern pro Stunde treffen wird. Auch die Mitte Deutschlands und damit NRW werden betroffen sein, die Frage ist bislang nur, wie stark.

Wie stark schlägt „Zeynep“ zu? Böen mit Tempo 120 am Freitagabend möglich

Aktuell gilt die Vorwarnung des DWD für den Kreis Soest von Freitag, 18. Februar, 16 Uhr, bis Samstag, 19. Februar, 2 Uhr. In der Vorabinformation heißt es über den entsprechenden Zeitraum: „Im Tagesverlauf frischt der Südwestwind kräftig auf und erreicht am frühen Nachmittag bereits Sturmböen. Im weiteren Nachmittagsverlauf und am Abend nimmt der Wind weiter zu und erreicht Böen zwischen 90 und 110 Kilometern pro Stunde, stellenweise sind auch Orkanböen um 120 Kilometer pro Stunde aus westlichen Richtungen nicht ausgeschlossen.“

Das würde den Einwohnern des Kreises Soest und besonders der Feuerwehr von Freitag auf Samstag die nächste unruhige Nacht bescheren. Ob es so wird, entscheidet sich unter Umständen in den nächsten Stunden. Vom DWD heißt es „Akute Warnungen wahrscheinlich noch im Laufe des Abends.“

Unwetter im Kreis Soest: Feuerwehr rettet Autos

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 14 Uhr: Hier konnte die Feuerwehr Soest größeren Schaden verhindern: Vom Hammer Weg in unmittelbarer Bahnhofs-Nähe wurde den Einsatzkräften aus der Innenstadt ein Baum gemeldet, der sich gefährlich neigte und im Falle eines Umsturzes Autos unter sich begraben hätte. Die Feuerwehrleute rückten den Baum aus dem Drehleiterkorb heraus mit der Kettensäge zu Leibe und beseitigten die Gefahr. Feuerwehrsprecher Kai Weets berichtete, dass der Einsatz schnell beendet werden konnte.

Am Hammer Weg wäre ein Baum fast auf parkende Autos gestürzt.
Am Hammer Weg wäre ein Baum fast auf parkende Autos gestürzt. © Feuerwehr Soest

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 13.20 Uhr: Zwar gab es keine riesigen Wellen, dennoch hinterließ Ylenia ihre Spuren klar sichtbar auf dem Großen Teich in Soest. Die Lichtkunst-Installation auf dem Wasser kenterte. Bevor sie den großen Teich wieder leuchtend in Szene setzen, wird zunächst einiges an Arbeit nötig sein.

Auch am Großen Teich in Soest hinterließ Ylenia ihre Spuren.
Auch am Großen Teich in Soest hinterließ Ylenia ihre Spuren. © Peter Dahm

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 12.30 Uhr: Die Feuerwehr Soest zählt bislang 24 Einsätze im Soester Stadtgebiet.

Bei diesem Einsatz in Soest kippte ein Baum auf ein Haus.
Bei diesem Einsatz in Soest kippte ein Baum auf ein Haus. © Feuerwehr Soest

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 12 Uhr: Die Feuerwehr Erwitte wurde am Morgen um 7.14 Uhr zu den Bahnschienen in Böckum alarmiert, da dort ein Zug mit einem Baum kollidiert war.

„Die Bahnstrecke wurde gesperrt und 17 Gäste durch den Rettungsdienst gesichtet. Es wurde niemand verletzt, es entstand nur Materialschaden am Zug“, so die Feuerwehr. So wurde unter anderem die Frontscheibe beschädigt. Im Anschluss wurde die Bahnstrecke nach dem Baum abgesucht. Als er gefunden war, wurde er von den Gleisen entfernt.

Die Frontscheibe des Zuges wurde beschädigt.
Die Frontscheibe des Zuges wurde beschädigt. © Feuerwehr Erwitte

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 11.36 Uhr: Die Feuerwehr Rüthen gibt eine Warnung heraus: Der Bereich um die St. Johanneskirche in Rüthen musste weiträumig abgesperrt werden. Der Kirchturm sei nach aktuellen Einschätzungen zwar nicht einsturzgefährdet. Allerdings drohe der 200 Kilogramm schwere Wetterhahn abzubrechen, so ein Feuerwehrsprecher.

Der 200 Kilogramm schwere Wetterhahn droht abzubrechen.
Der 200 Kilogramm schwere Wetterhahn droht abzubrechen. © Feuerwehr Rüthen

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 11.25 Uhr: Rund 250 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Kreis Soest waren bei bislang 149 Einsätzen in allen Städten und Gemeinden gefordert, Fahrbahnen von umgestürzten Bäumen und verwehten Gegenständen zu befreien oder teilweise abgedeckte Dächer zu sichern. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke zieht eine erste Bilanz: „Es gab keine Schwerpunkte und keine Bündelung. Die Ereignisse verteilten sich in der Fläche und auf die ganze Nacht, so dass die Feuerwehren vor Ort die Einsätze gut abarbeiten konnten.“

Folgende Bundes- und Landstraßen im Kreis Soest sind nach Sturmauswirkungen derzeit noch gesperrt: L 735 „Lattenberg“ zwischen Warstein-Hirschberg und Arnsberg-Oeventrop (Abschnitt 9); L 856 „Hirschberger Weg“ zwischen Meschede und Warstein-Hirschberg (Abschnitt 1).

Sperrungen der B 63 zwischen Wickede und Wickede-Wimbern, der B 229 zwischen Arnsberg-Breitenbruch und Möhnesee-Delecke sowie der L 776 „Rennstrecke“ zwischen Bestwig-Nuttlar und Rüthen-Kallenhardt sind mittlerweile wieder aufgehoben worden. Außerdem ist die Kreisstraße 42 zwischen Hellinghausen und Lippstadt gesperrt. Wieder aufgehoben ist die Sperrung der K 64 von Uelde nach Mellrich. Der Baubetriebshof des Kreises ist derzeit noch unterwegs, alle Strecken in seinem Zuständigkeitsbereich auf Schäden zu kontrollieren. 

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 10.56: Die Einsätze in Wickede setzen sich fort: In Echthausen bedroht Wasser ein Neubaugebiet und läuft hangabwärts auf Wohnhäuser an der Ruhrstraße zu. Die Feuerwehr pumpt ab, der Bauhof liefert Sandbarrieren zu, bis das Bauunternehmen im Laufe des Vormittags die provisorische Sicherung weiter ausbaut. Unterdessen ist die Sperrung der B 63 aufgehoben.

Unwetter Kreis Soest
Bei Wickede-Echthausen pumpt die Feuerwehr Wasser ab und errichtet Sandbarrieren. © Martin Michalzik

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 10.52 Uhr: Der Morgen nach dem Sturm ist die Stunde der Dachdecker. Dachdeckermeister Frank Droste aus Soest hat schon 25 Einsätze hinter sich. „Die Hausdächer sind bei Wind mit bis zu 100 Kilometern in der Stunde meist standfest“, erklärt er. Wenn sich dann doch mal die Dachpfannen lösen, kann er sich aber nicht einfach die Leiter schnappen und ausrücken, denn das „wäre schon kriminell.“ Um genau zu sein, sehr gefährlich. Deswegen sollte bei Sturm das Dach notdürftig von Innen abgedichtet und die Schäden aufgenommen werden.

Weil die Dachdecker bei Sturm zu vielen Einsätzen gerufen werden, hat Droste für die wartenden Hausbesitzer ein paar Tipps: „Wer kann, sollte sich erst einmal selbst helfen. Am besten an der Stelle, wo das Loch klafft eine Folie auslegen oder eine Wanne aufstellen, damit das Wasser keine Folgeschäden anrichtet.“ Weiterhin sollten Hausbesitzer für die Versicherung Fotos vom Schaden machen und anschließend ein wenig Geduld mitbringen. Denn Droste garantiert: „Es wird jedem geholfen und niemand wird vergessen.“

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 10.26 Uhr: Trampolin auf der Straße: Diese Einsatzmeldung stach bei der Feuerwehr Lippetal am Morgen gegen 7.05 Uhr aus den bis dahin schon absolvierten Einsätzen wegen umgestürzter Bäume heraus. Das Trampolin war von einem Grundstück auf die Straße „Alter Hellweg“ bei Bünninghausen geweht. Da das Gerät eine Gefahr für den Verkehr darstellte und sich so schnell nicht bewegen ließ, griffen die Feuerwehrleute zur Akkusäge, zerlegten das eigenwillige Spielgerät und sicherten es auf einer nahe gelegenen Wiese.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9.50 Uhr: Die Bundesstraße 63 ist aktuell in Wickede zwischen der Gaststätte Korte am Ortsausgang Wickede und der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Wimbern voll gesperrt. Grund hierfür sind Bäume, die auf die Fahrbahn zu stürzen drohen. Die Bundesstraße 63 in Wimbern ist wieder frei befahrbar. In der Nacht kam zu insgesamt sieben Einsätzen für die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde. Laut Einsatzmeldungen drohten Bäume auf Fahrbahnen zu stürzen, Ziegel von Dächern herabfallen und Gegenstände in den öffentlichen Verkehrsraum wehen. Personen kamen nicht zu Schaden. „Die Unwetterlage sollte weiterhin mit Umsicht und Achtsamkeit verfolgt werden. Unnötige Wege sollten vermieden werden“, heißt es aus dem Wickeder Rathaus.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9.46 Uhr: Zu zahlreichen Sturmeinsätzen rückte die Werler Feuerwehr bis zum Donnerstagmorgen aus. Und immer noch fegen immer wieder Orkan-Böen über die Wallfahrtsstadt hinweg. Auch aktuell ist die Wehr noch im Einsatz.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9.38 Uhr: Die Feuerwehr Ense zählte in der Nacht und am Morgen sechs Einsätze. „Es handelt sich jeweils um technische Hilfeleistungen, weil Bäume auf Fahrbahnen oder Telefonleitungen lagen. Beim letzten Einsatz musste ein Dach gesichert werden“, berichtet Elmar Kettler, Sprecher der Feuerwehr Ense. Aktuell ist die Feuerwehr der Gemeinde noch auf der Kreisstraße vom Landfahrerplatz in Richtung Lüttringen im Einsatz. Die Straße ist wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

Update vom Donnerstag, 17 Februar, 9.29 Uhr: In der Gemeinde Lippetal ist am Morgen gegen etwa 7.50 Uhr in einigen Ortsteilen der Strom ausgefallen. Aktuell ist die Stromversorgung in allen Bereichen wieder hergestellt.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9.17 Uhr: In der Gemeinde Möhnesee mussten während der Nacht und auch am Morgen noch Einsatzkräfte der Feuerwehr ausrücken, um Sturmschäden zu beseitigen. Leiter Christian Böddeker zog am Morgen eine erste Zwischenbilanz. Insgesamt 16 Einsätze waren zu verzeichnen, neben vielen umgestürzten Bäumen kam am Morgen noch ein Alarm in Wippringsen hinzu. Offenbar war es dort in einer Produktionshalle zu einem Wassereintritt gekommen, der Einsatz lief noch um 9 Uhr. Gesperrt sind derzeit noch die Zufahrten nach Neuhaus durch den Arnsberger Wald, weil die Gefahr durch weitere umstürzende Bäume als zu hoch eingeschätzt wurde. Nur Anlieger dürfen dort derzeit noch passieren.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9.06 Uhr: Die Feuerwehr Soest ist aktuell am Westenhellweg im Einsatz. Das Dach des ehemaligen Opel-Autohauses droht, sich selbstständig zu machen und muss gesichert werden.

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Das Dach des ehemaligen Opel-Autohauses in Soest muss gesichert werden. © Peter dahm

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 9 Uhr: Erwartungsgemäß hat es die Höhenlagen noch schlimmer getroffen als das Flachland. Bei der Warsteiner Feuerwehr standen ab der zweiten Nachthälfte die Kettensägen kaum still. Einer der größten Einsätze. Auf dem Stimm Stamm (Bundesstraße 55) war die Feuerwehr am Morgen noch im Einsatz. Ein Baum hatte sich auf die wichtige Verkehrsverbindung gelegt. Die Straße musste gesperrt werden.

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Für den einsetzenden Berufsverkehr auf der Bundesstraße 55 war auf dem Stimm Stamm Endstation. © Feuerwehr Warstein

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 8.29 Uhr: Aktuell laufen im Kreis Soest noch 30 Feuerwehreinsätze über das gesamte Kreisgebiet verteilt. In Schauernähe und im Umfeld von Gewittern, die momentan durch den Süden des Kreises gezogen sind, treten weiterhin schwere Sturmböen auf.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 8.18 Uhr: Die Feuerwehr Soest war, seit um 1.21 Uhr der erste Alarm einging, bisher zwölf Mal im Einsatz. Schwerpunkt der Einsätze sei der Kernstadtbereich gewesen, so Feuerwehrsprecher Kai Weets. Einsatz-Anlässe waren umgestürzte Bäume, lose Dachpfannen und eine zusammengestürzte Gartenhütte. Verletzte gibt es bislang nicht zu beklagen.

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In der Jakobi-Nötten-Wallstraße hat sich diese Linde niedergelegt. © Peter Dahm

Und dieser Einsatz kommt jetzt noch dazu. Vor wenigen Minuten ist eine der Wall-Linden auf die Jakobi-Nötten-Wallstraße gekracht. Zum Glück war genau in diesem Moment kein Auto an der Stelle unterwegs.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 7.35 Uhr: Die schlimmsten Orkanböen sind durchgezogen. Aktuell sind noch Böen bis 80 Stundenkilometer im Kreis Soest drin. Auf diesem Niveau, wenn auch mit abschwächender Tendenz, bleibt es allerdings noch in den nächsten Stunden. Die Warnstufe 3 (rot) gilt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) noch bis 15 Uhr.

Das bedeutet, dass auch vor den damit einhergehenden Gefahren gewarnt wird. Für manchen Baum, der noch nicht umgekippt ist, reichen unter Umständen nach einer Nacht, in der ohne Pause starke Winde an ihm gezerrt haben, jetzt auch leichtere Böen, um ihn umzustürzen.

Die Warnung des DWD: „Es können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 6.04 Uhr: Die Bahn stellt den Verkehr auf ersten Zuglinien komplett ein. Betroffen sind unter anderem die Linien RB 89 (Münster-Hamm-Soest-Lippstadt-Paderborn-Warburg), RB 50, RB 61, RB 65 und RB 69 (Bielefeld-Hamm-Münster). Auf diesen Strecken wird voraussichtlich den ganzen Donnerstag über kein Zug fahren. Zurzeit gesperrt ist wegen eines Baumes auf den Gleisen auch die RB 59 zwischen Soest und Dortmund. Alle Infos zu Zugausfällen gibt es hier.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 5.36 Uhr: Aktuell zieht noch ein starkes Regengebiet mit erneut schweren Böen über den Kreis Soest. Ab etwa 6 Uhr soll es vorübergehend zumindest einigermaßen trocken bleiben.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 5.21 Uhr: Die Leitstelle der Feuerwehr berichtet von bislang zwischen 40 bis 50 Einsätzen im gesamten Kreisgebiet. Aktuell laufen noch 10 Einsätze. In der Mehrzahl aller Einsätze, die sich über den gesamten Kreis Soest verteilen, handelt es sich um umgestürzte Bäume. In Warstein hat der Sturm auch eine Ampel erwischt.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 5.02 Uhr: Umgestürzter Baum auf den Gleisen: Die Bahnstrecke zwischen Soest und Unna ist zur Zeit gesperrt. Betroffen sind die Linien RB 59 (Soest-Dortmund), RB89 (Münster-Hamm-Soest-Lippstadt) und RE11 (Düsseldorf-Hamm-Kassel). Zur Dauer der Sperrung liegen noch keine Informationen vor. Auch auf weiteren Strecken in NRW kann es zu Ausfällen und Störungen kommen. Bahnreisende sollten sich hier informieren, bevor sie sich auf den Weg zum Bahnhof machen.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 4.35 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt jetzt zusätzlich vor schweren Gewittern. Die Warnung wurde um 4.31 Uhr aktualisiert und gilt bis 5.15 Uhr. Die Gewitter scheinen aber aktuell knapp nördlich am Kreis Soest vorbeizuziehen.

Update vom Donnerstag, 17. Februar, 1.40 Uhr: Die ersten Bäume im Kreis Soest halten den starken Sturmböen nicht mehr stand. Vielerorts sind die Feuerwehren im Einsatz - unter anderem in Soest, Werl, Warstein, Ense, Möhnesee. Die Einsätze verteilen sich dabei quer durch das Kreisgebiet, ein Schwerpunkt ist noch nicht erkennbar. Autofahrer sollten entsprechend vorsichtig sein, den Anweisungen der Einsatzkräfte dringend Folge leisten und nach Möglichkeit Wald-nahe Strecken oder Strecken, an denen viele Bäume stehen, meiden.

Die Feuerwehren im Kreis Soest sind zu den ersten Einsätzen ausgerückt. (Archivfoto)
Die Feuerwehren im Kreis Soest sind zu den ersten Einsätzen ausgerückt. (Archivfoto) © Daniel Schröder

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 21.52 Uhr: Tempo 80 ist in der Börde erreicht, Tendenz weiter steigend. Schon gegen 22.30 Uhr ist mit Böen um 90 Stundenkilometer zu rechnen. Unterdessen steigen die Temperaturen. In Werl werden exakt 13 Grad gemessen, im höher gelegenen Arnsberg-Neheim sogar 13,3 Grad. In Folge der Kaltfront, die nach Mitternacht die heftigsten orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometer mit sich bringt, purzeln dann die Temperaturen wieder.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 20.39 Uhr: Der Wind frischt jetzt deutlich auf. Aktuell liegen die Windgeschwindigkeiten in Böen laut Wetterdienst „Wetteronline“ bereits bei 70 Stundenkilometern. Schon innerhalb der nächsten Stunde wird der Sturm auf Tempo 80 erhöhen. Und es wird wärmer: Aktuell werden in der Börde 10 Grad gemessen, bis Mitternacht kann das Quecksilber auf frühlingshafte 13 Grad steigen. Danach zieht die vom DWD prognostizierte Kaltfront (siehe Update von 19.55 Uhr) durch und mit ihr kommen dann die stärksten Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometern.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 19.55 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung der Stufe 3 (rot) für den Kreis Soest noch einmal nachgeschärft (Stand 19.45 Uhr). Die Warnung vor orkanartigen Böen gilt von Mittwoch, 16. Februar, 22 Uhr, bis Donnerstag, 17. Februar, 15 Uhr. Der DWD warnt: „Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 110 Stundenkilometern aus westlicher Richtung auf.“

In Schauernähe sowie in exponierten Lagen müsse „mit Orkanböen bis 120 Stundekilometern“ (Windstärke 12) gerechnet werden. Der Sturm kommt zunächst aus Südwest, später aus West. Die stärksten Böen werden in der Nacht mit dem Durchzug einer Kaltfront erwartet. Dann sind vorübergehend Böen bis 120 Stundenkilometer möglich.

Aber auch nach der unruhigen Nacht ist noch keine Besserung in Sicht. Der DWD erwartet: „Am Donnerstagmorgen vorübergehende Abschwächung des Windes, aber im Tagesverlauf wieder verbreitet Böen zwischen 90 und 110 km/h, in Schauernähe auch um 120 km/h aus West.“ Und für Freitag kündigt sich sogar schon das nächste Sturmtief an.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 18.40 Uhr: Der Wind lebt jetzt deutlich auf, das ist aber allenfalls ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Nacht voraussichtlich bringen wird. Aktuell zieht ein Regengebiet durch den Kreis Soest, in Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 55 Stundenkilometer. Das wird sich im Laufe des Abends deutlich steigern. In der zweiten Nachthälfte muss ab 1 Uhr bis etwa 6 Uhr morgens durchgängig mit schweren Böen um 100 Stundenkilometer gerechnet werden. In höheren Lagen, wie etwa in Warstein oder am Möhnesee, werden diese Orkanwerte schon ab etwa 23 Uhr erreicht. In Höhenlagen sind dann Windgeschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometer drin.

Unwetter im Kreis Soest: Westnetz in „erhöhter Alarmbereitschaft“

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 18.12: Der Netzbetreiber Westnetz hat seine Mitarbeiter in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Das gab das Unternehmen, das für viele Stromnetze im Kreis Soest verantwortlich ist, am Abend bekannt. „Bei Unwetterwarnungen sind wir sensibilisiert und vergrößern die Bereitschaftsteams. So sind wir gut vorbereitet und können bei Versorgungsunterbrechungen eine schnellstmögliche Wiederversorgung gewährleisten“, sagt Jens Viefhues, Leiter des Regionalzentrums Arnsberg. Die Netzmonteure aus dem Regionalzentrum Arnsberg sind in vielen Städten und Gemeinden im Hochsauerlandkreis, in Teilen des Kreises Soest, des Märkischen Kreises und des Kreises Paderborn für den Netzbetrieb verantwortlich.

Starker Wind sei für Stromleitungen in der Regel kein Problem. Jedoch könnten Bäume oder Äste zu einer Versorgungsunterbrechung führen, wenn diese bei Sturm in die Freileitungen geraten. Bei solchen Ereignissen schalten Sicherheitssysteme die betroffene Leitung ab., heißt es von Westnetz. Stromausfälle  können unter der kostenfreien Störungsnummer 0800-4112244 oder über www.Störungsauskunft.de gemeldet werden.  

Unwetter im Kreis Soest: Aquafun und Turnhallen zu

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 17.06 Uhr: Auch das Aquafun in Soest geht auf Nummer sicher und schließt am Mittwochabend den kompletten Betrieb bereits um 20 Uhr. Am Donnerstagvormittag bleiben Bad und Sauna ebenfalls geschlossen, wieder geöffnet wird erst um 13.30 Uhr.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 17.03 Uhr: Neben Turnhallen, Sportplätze und VHS bleiben auch die Treffpunkte am Donnerstag in Soest geschlossen. Das gab die Stadt Soest jetzt bekannt. Den Sportvereinen mit eigenen Sportanlagen hat die Stadt empfohlen, ihre Anlagen ebenfalls geschlossen zu halten. Darüber hinaus wurden die Träger der Kindertagesstätten in Soest darüber informiert, dass das NRW-Familienministerium alle Eltern von KiTa-Kindern bittet, ihre Kinder morgen zu Hause zu betreuen und nicht in die Kindertagesbetreuung zu bringen. Alle Schulen und Förderschulen haben ohnehin am Donnerstag geschlossen.

Unwetter im Kreis Soest: Orkan bis Tempo 140 möglich

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 16.29 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) legt noch einmal nach - und das so richtig: Nach der Unwetterwarnung vom Morgen, die sich auf das aktuelle Sturmtief bezieht, das den Kreis Soest in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometern durchpusten soll, kündigt sich der nächste Orkan an - und der könnte noch einmal ein Schüppchen drauflegen.

Bislang war klar, dass nach der kommenden Sturmnacht im Verlauf des Donnerstags zwar mit einer vorübergehenden Wetterberuhigung zu rechnen ist, aber auch bereits ein weiteres Sturmtief Anlauf nimmt. Nur dessen Bahn war zunächst weiter nördlich vermutet worden. Jetzt werden die Wettermodelle konkreter und damit auch die Hinweise, dass ein weiteres Orkantief in der Nacht von Freitag aus Sonntag im Kreis Soest einschlagen könnte.

Der DWD hat eine entsprechende „Vorabinformation vor Orkanböen“ veröffentlicht (Stand 16.22 Uhr) und warnt von Freitagabend, 18. Februar, 18 Uhr, bis Samstag,19. Februar, 3 Uhr, vor Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern im Kreis Soest. Das würde noch einmal deutlich in den Schatten stellen, was ohnehin schon für die kommende sehr ungemütliche Nacht erwartet wird.

Unwetter im Kreis Soest: Wochenmarkt fällt aus

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 16.03 Uhr: Auch der Wochenmarkt in Soest fällt am Donnerstag aus. Wirtschaft und Marketing Soest als Veranstalter informiert am Mittwochnachmittag alle Händler entsprechend.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 16.01: Wegen der Sturmwarnung fallen am Donnerstag auch alle Veranstaltungen der Soester Volkshochschule aus. Die Geschäftsstelle der VHS in der Nöttenstraße bleibt geschlossen, die Mitarbeiterinnen sind aber während der Geschäftszeiten telefonisch erreichbar.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 15.46 Uhr: Die RLG will an ihren Bus-Fahrplänen festhalten. Das berichtete Sprecherin Annette Zurmühl gegenüber unserer Redaktion. Demnach wolle man den normalen Fahrplan nach Möglichkeit aufrechterhalten. Der Schul-Ausfall am Donnerstag hat somit keine Auswirkungen für die RLG. Zurmühl betont jedoch: „Wir können natürlich nicht ausschließen, dass die Witterungsverhältnisse sich so entwickeln, dass es kurzfristig Beeinträchtigungen oder im Einzelfall auch Ausfälle von Fahrten geben kann.“

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 15.39 Uhr: Die Stadt Soest hält wegen des Unwetters am Donnerstag sämtliche Turnhallen und Sportplätze geschlossen.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 14.47 Uhr: Angesichts der Wetterlage fällt der Wochenmarkt in Möhnesee-Körbecke am Donnerstagnachmittag aus.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 14.45 Uhr: „Wir sind vorbereitet, wenn der Melder geht“, sagt Werls Feuerwehrchef Karsten Korte mit Blick auf die sich entwickelnde Sturm-Lage. Dass da wirklich etwas kommt, zeichne sich inzwischen ab. Wie heftig es Werl Mittwochnacht und am Donnerstag trifft, sei aber noch nicht genau abzusehen. 

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 13.48 Uhr: Wegen der aktuellen Sturmwarnung bleibt der Impfbus am Marienkrankenhaus in Soest am 16. und 17. Februar geschlossen. 

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 13 Uhr: Müssen Arbeitnehmer eigentlich trotzdem pünktlich im Betrieb sein? Und müssen Kinder in die Schule? Ein Rechtsanwalt klärt auf über Rechte und Pflichten bei Sturm.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.59 Uhr: Es kommt zu ersten Störungen im Bahnverkehr. Die Eurobahn meldet zwischen Werl und Holzwickede Gegenstände in der Oberleitung. Betroffen sind die Linien RE 7 (Rheine-Hamm-Krefeld), RE 13 (Hamm-Venlo) und die RB 59 zwischen Soest und Dortmund. Die Eurobahn rechnet mit Teilausfällen und Verspätungen und rät allen Fahrgästen, sich vor reiseantritt auf der Homepage der Eurobahn zu informieren.

Nicht besser sieht es auf der RB 89-Strecke zwischen Soest und Hamm aus. Dort befinden sich laut Eurobahn Gegenstände auf der Fahrbahn.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.53 Uhr: Der Bürgerbus Bad Sassendorf wird am Donnerstag und am Freitag vormittags nicht fahren. Grund: Die Unwetterwarnungen für den Kreis Soest. Wenn das Wetter es zulässt, könnte der Bus dann wieder am Freitagnachmittag zum Einsatz kommen, heißt es von den Verantwortlichen.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.48 Uhr: Die Stadt Soest schließt wegen der Unwetterwarnung für die nächsten Tage den Osthofenfriedhof von Donnerstag, 17. Februar, bis einschließlich Samstag, 19. Februar, für Besucher. Lediglich für die Teilnehmer der Beisetzungen, die bereits terminiert sind und die nicht verschoben werden können, ist der Haupteingang am Nottebohmweg geöffnet.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.44 Uhr: In ganz Nordrhein-Westfalen fällt am Donnerstag wegen des Orkans die Schule aus. Das gab das Schulministerium NRW jetzt offiziell bekannt. Alle Einzelheiten und Hintergründe zu der Entscheidung gibt es hier.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.39 Uhr: Der Sturm nimmt an Fahrt auf. Auf dem Möhnesee schaukelt der Wind das Wasser zu ordentlichen Wellen auf. Aloys Koch aus Körbecke hat sich das Schauspiel angesehen und dieses Foto gemacht.

Sturm Kreis Soest Orkan
Der Sturm schaukelt das Wasser des Möhnesees zu Wellen auf. © Aloys Koch

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.29 Uhr: Da der Orkan verstärkt in höheren Lagen wüten soll, hat sich die Feuerwehr in Warstein besonders auf die Lage vorbereitet. Damit rechnet die Feuerwehr.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 12.01 Uhr: Der deutsche Wetterdienst (DWD legt sich fest: Um 11.43 hat die Bundesbehörde aus der bisherigen Vorabinformation eine „Amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen“ gemacht. Diese 3. Warnstufe (rot) gilt ab Mittwoch, 16. Februar, 22 Uhr, bis Donnerstag, 17. Februar, 15 Uhr.

Der DWD geht von orkanartigen Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 110 Stundenkilometern aus. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen bis 120 Stundenkilometern gerechnet werden. Der Sturm weht in der Nacht zunächst aus Südwest, später aus West. Eine weitere Sturmlage naht am Freitagnachmittag, wenn Orkan Zeynep auf NRW trifft.

Die eindringliche Warnung des DWD: „Es können zum Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Bis 22 Uhr gilt weiterhin die amtliche Warnstufe 2 (orange) vor starken Sturmböen bis 85 Stundenkilometern. Auch die reichen bereits aus, um Äste herabfallen zu lassen.

Sturm NRW Warnung
Auf den Kreis Soest kommt ein kräftiges Sturmtief zu. © dpa / Bernd Thissen / Montage: wa.de

Unwetter im Kreis Soest: Notruf der Polizei ausgefallen

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 10.23 Uhr: Der Notruf der Polizei (110) ist ab sofort wieder erreichbar.

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 9.55 Uhr: Das hat zwar nicht unmittelbar mit dem Sturm zu tun, ist aber dennoch sehr wichtig. Wie die Polizei im Kreis Soest soeben mitteilt, ist die Notrufnummer 110 aufgrund technischer Probleme derzeit nicht erreichbar. Die Polizei rät: „Sofern Sie mit uns Kontakt aufnehmen wollen, wählen Sie bitte die 02921/91000 an.“

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 8.05 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine amtliche Warnung der Warnstufe 2 am Mittwochmorgen (Stand 7.51 Uhr) zeitlich eingegrenzt. Sie gilt jetzt bereits ab heute, Mittwoch, 16. Februar, 9 bis 22 Uhr. In diesem Zeitraum ist bereits mit Sturmböen von 60 bis 85 Stundenkilometern zu rechnen.

Der DWD warnt vor herabstürzenden Ästen und sonstigen herabfallenden Gegenständen. Dass die Unwetterwarnung um 22 Uhr ausläuft, bedeutet allerdings keine Entspannung der Lage - im Gegenteil. Für die Zeit ab 22 Uhr gilt eine „Vorabinformation Unwetter vor Orkanböen“ in der dritten (roten) Warnstufe. Orkanböen bis 120 Stundenkilometer sind dann im Laufe der Nacht insbesondere in höheren Lagen möglich. Die Bundesbehörde DWD rät: „Bitte verfolgen Sie die weitere Wetterentwicklung sehr aufmerksam!“

Update vom Mittwoch, 16. Februar, 6.47 Uhr: Die Unwetterzentrale NRW hat die Unwetterwarnung für den Kreis Soest am Mittwochmorgen (Stand 5.45 Uhr) auf die Stufe „Rot - Unwetterwarnung vor Sturm/Orkan“ hochgesetzt. Diese zweithöchste Warnstufe gilt ab Donnerstag, 17. Februar, 1 Uhr, bis Donnerstag, 17. Februar, 11 Uhr.

Insbesondere in den südlichen Teilen des Kreises, südlich eine Linie Welver-Lippstadt und in Höhenlagen ab 200 Metern ist mit schweren Sturmböen von 100 Stundenkilometern zu rechnen. Aktuell liegen die Windgeschwindigkeiten im Kreis Soest noch in Böen bei etwa 45 Stundenkilometern. Bis zum Abend werden 80 Stundenkilometer erreicht, bevor der Sturm dann in der zweiten Nachthälfte seinem Höhepunkt entgegen steuert.

Update vom Dienstag, 15. Februar, 20.43 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stuft die Vorwarnung vom Nachmittag am Dienstagabend auf eine amtliche Warnung der Stufe 2 hoch. Sturmtief „Vera“ scheint es dazu noch besonders eilig zu haben. Der DWD rechnet in der amtlichen Warnung jetzt bereits schon für den Mittwochmorgen, 16. Februar, 9 Uhr, mit ersten schweren Sturmböen.

Ab 9 Uhr muss demnach mit Böen von zunächst bis zu 85 Stundenkilometern gerechnet werden. Den ganzen Mittwoch über soll der Sturm dann weiter zunehmen. Die bereits am Dienstagmittag (siehe Erstmeldung um 13.29 Uhr) veröffentlichte Vorwarnung wurde zudem noch einmal verschärft, was die Windgeschwindigkeiten angeht.

Mittlerweile ist in der Vorwarnung für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auch für das Flachland von Böen bis zu 110 Stundenkilometern die Rede. In höheren Lagen könne nach derzeitiger Prognose von „durchweg orkanartigen Böen oder Orkanböen zwischen 105 und 120 Stundenkilometern“ ausgegangen werden, heißt es vom DWD.

Unwetter im Kreis Soest: Feuerwehr ist vorbereitet

Update vom Dienstag, 15. Februar, 19.22 Uhr: Die Feuerwehr Soest ist vorbereitet: Geräte und Mannschaft müssen ohnehin rund um die Uhr für den Einsatz bereit sein. Sollte die sogenannte „Flächenlage“ - so nennt man bei der Feuerwehr ein Schadensereignis, das weite Teile des Einsatzgebiets trifft, wie etwa der vorhergesagte Orkan - eintreten, dürfte es aber für die Feuerwehr Soest eine Premiere geben: Die örtliche Einsatzleitung aus dem neu errichteten Stabsraum in der Wache am Florianweg.

Zwar ist die neue Leitzentrale noch nicht komplett fertig, doch für den Einsatz ist sie gewappnet: „Die Technik – Fernseher, Rechner, Funkanlage – ist bereit. Sollte die Welt untergehen, können wir im neuen Stabsraum arbeiten“, berichtet Feuerwehrsprecher Kai Weets. Grundsätzlich verfolge die Feuerwehr die derzeitige Warnlage: „Wir warten den weiteren Verlauf ab. Wir sind vorbereitet.“   

Unwetter im Kreis Soest: Eindringliche Warnung vor dem Wald

Update vom Dienstag, 15. Februar, 17.18 Uhr: Wald und Holz NRW warnt während und nach dem Sturm vor dem Betreten der Wälder. „Durch die lange Regenperiode der letzten Wochen können Waldböden aufgeweicht sein. Wurzeln können daher weniger Halt im Boden haben und im Sturm leichter umfallen“, heißt es von der Landesbehörde.

Zahlreiche Bäume seien durch die vergangenen Dürrejahre und den Borkenkäferbefall geschädigt. „Daher ist - noch häufiger als sonst - mit herausbrechenden Ästen und umstürzenden Bäumen zu rechnen“, heißt es. Die Gefahr bleibe auch nach dem Sturm bestehen. „Angeknackste Bäume können oft erst nach dem Sturm umfallen oder in den Baumkronen verkeilte Äste können auch später noch hinabfallen.“

Mit Bäumen versperrte Waldwege sind auch für Rettungskräfte nicht passierbar und müssen erst aufwändig freigesägt werden. Daher der eindringliche Appell: „Bitte bringen Sie sich selbst und die Rettungskräfte nicht in Gefahr und verzichten Sie auf Waldbesuche im Sturm und in den Tagen danach.“ Waldbesitzenden und forstlichen Dienstleistungsunternehmen rät Wald und Holt NRW zudem, in den betroffenen Gebieten Personal und Maschinen aus dem Wald zu holen.

Unwetter im Kreis Soest: Warnungen werden konkreter

Update vom Dienstag, 15. Februar, 16.25 Uhr: Die Warnungen werden konkreter. Jetzt hat auch die Unwetterzentrale NRW für den Kreis Soest eine „Vorwarnung vor Sturm/Orkan“ ausgerufen. Die Warnung gilt ab Mittwoch, 16. Februar, 22 Uhr, bis Donnerstag, 17. Februar, 22 Uhr. Das entspricht dem Zeitfenster, vor dem auch die Experten des Deutschen Wetterdienstes warnen.

[Erstmeldung vom Dienstag, 15. Februar, 13.29 Uhr]: Kreis Soest - Ungemütlich windig ist es bereits jetzt draußen. Das ist aber nichts gegen das, womit der Deutsche Wetterdienst (DWD) in den den kommenden Stunden und Tagen im Kreis Soest rechnet. Sturmtief „Vera“ ist im Anmarsch und könnte den Kreis Soest empfindlich treffen.

Zwar sind sich die Meteorologen noch nicht zu 100 Prozent sicher, welchen Weg „Vera“ nimmt und ob der Sturm eventuell etwas weiter nördlich seine volle Wucht entfaltet, der DWD schickt aber bereits am Dienstag, 15. Februar, für den Kreis Soest eine sogenannte „Vorabinformation Unwetter“ mit dem Zusatz „Orkanböen“ heraus.

Unwetter im Kreis Soest: Schwerer Sturm in der Nacht zum Donnerstag

Demnach halten die DWD-Experten „in der Nacht zum Donnerstag von Westen rasche Windzunahme mit orkanartigen Böen oder Orkanböen“ für möglich. In höheren Lagen muss in diesem Fall mit Windgeschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometer gerechnet werden und auch im Tiefland sind noch Windgeschwindigkeiten bis 100 Stundenkilometer und darüber hinaus drin. In diesem Fall sollte man Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Haus, Garten, Auto und sich selbst zu schützen.

Zum Ende der Nacht rechnen die Wetterexperten damit, dass der Sturm leicht nachlässt, aber dann noch einmal so richtig Fahrt aufnimmt. Vom DWD heißt es: „Im Verlauf des Donnerstagvormittags im Tiefland verbreitet schwere Sturmböen bis orkanartige Böen aus West, im Bergland durchweg orkanartige Böen oder Orkanböen“, was wiederum Windgeschwindigkeiten teils deutlich jenseits der 100-Stundenkilometer-Marke bedeutet.

Unwetter im Kreis Soest: Nächste Orkanlage von Freitag aus Samstag

Erst ab Donnerstagabend kann der Sturm sich dann etwas abschwächen. Aber auch das ist leider noch keine Entwarnung: Der Deutsche Wetterdienst gibt bereits jetzt einen Hinweis und einen eindringlichen Rat an die Bevölkerung: „Von Freitag auf Samstag droht erneut eine schwere Sturm- oder Orkanlage. Bitte verfolgen Sie die weitere Wetterentwicklung in den kommenden Tagen sehr aufmerksam!“

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