In sozialen Netzwerken kursieren Gerüchte und Falschmeldungen

Coronavirus: Unruhe im Kreis Soest - so klar positionieren sich die Behörden

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In sozialen Netzwerken kursieren aktuell "Nachrichten", nach denen es Coronavirus-Erkrankungen im Kreis Soest geben soll. Klare Antwort am Freitagmittag: Das ist falsch! (Symbolbild).

In sozialen Netzwerken kursieren aktuell "Nachrichten", nach denen es Coronavirus-Erkrankungen im Kreis Soest geben soll. Klare Antwort am Freitagmittag: Das ist falsch!

Kreis Soest - Bisher gibt es keine "begründeten Verdachtsfälle" im Kreis Soest oder in Arnsberg. Das sagt die Sachgebietsleiterin Infektionsschutz beim Kreis Soest, Dr. Ute Gröblinghoff, auf aktuelle Anfrage unserer Redaktion. 

"Allerdings erleben wir gerade große Unruhe: Viele Menschen melden sich besorgt bei uns und verweisen auf andere, die möglicherweise eine Gefahr darstellen könnten", so die Medizinerin.

Zum Beispiel die Teilnehmer einer Reise nach Venedig - die Soester Gruppe "Firlitanz". Gröblinghoff: "Von ihnen geht kein Risiko aus, sie waren schon wieder zurück, bevor es in Venetien den ersten Fall gab." 

Außerdem gibt es Bürger, die sich unwohl fühlen und testen lassen möchten. Da gelte es dann zu entscheiden, wann ein Abstrich Sinn macht - oder auch nicht. 

Coronavirus: Atemschutzmasken zu teuer - und sinnlos

Unterdessen warnen die örtlichen Apotheken vor Preiswucher bei der Vorsorge: Atemschutzmasken seien sinnlos, weil sie nicht davor schützen, sich zu infizieren. Trotzdem sind sie ausverkauft, letzte Exemplare seien viel zu teuer.

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Dass die Einkaufspreise für Masken derzeit aufgrund der hohen Nachfrage explodiert sind, ärgert die Apotheker in Westfalen-Lippe. „Das zeigt, dass die Gesundheitsversorgung der Bürger nicht uneingeschränkt den Gesetzen des freien Marktes und Preiswettbewerbs unterworfen werden darf“, so Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

Coronavirus im Kreis Soest: So läuft das Prozedere ab

Begründete Verdachtsfälle müssen dem Kreisgesundheitsamt umgehend gemeldet werden, wo dann das weitere Vorgehen koordiniert wird, betonte Pressesprecher Frank Beilenhoff vom Klinikum Stadt Soest. 

Wenn sich eine Infektion mit dem Coronavirus bestätigen sollte, würden vom Kreisgesundheitsamt weitere Maßnahmen wie die Information der Öffentlichkeit in die Wege geleitet.

Generell ist es mit Verdachtsfällen so, dass hier eine rege Fluktuation bestehen kann, erläuterte Judith Wedderwille von der Pressestelle des Kreises Soest. Verdachtsfälle können kommen – und auch schnell wieder erledigt sein, wenn sich die Diagnose Coronavirus nicht bestätigt.

Bei der Vorgehensweise orientiert sich der Kreis an den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts. Für Verdachtsfälle gilt danach die Empfehlung:

Coronavirus im Kreis Soest: Falls es Verdachtsfälle gibt... 

Personen, die sich in einem der Risikogebiete in China, Iran, Italien oder Südkorea aufgehalten haben oder Kontakt mit einer am Coronavirus erkrankten Person hatten und die innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollten ihren Hausarzt telefonisch kontaktieren

Ganz wichtig: Diese Personen sollten nicht direkt zur Praxis oder ins Krankenhaus gehen, weil dann die Gefahr besteht, dass sie weitere Personen anstecken. Also: Vorher anrufen und dem Arzt die Hinweise auf Kontakte und Krankheitszeichen erläutern. Dann kann der Arzt die weitere Vorgehensweise festlegen.

So würde bei einem begründeten Verdachtsfall geprüft, ob ein ambulantes Management möglich ist. Fall dies nicht der Fall ist, erfolgt schon zu diesem Zeitpunkt die stationäre Einweisung. Wenn sich hier oder bei der ambulanten Diagnostik eine Corona-Infektion bestätigt, muss der Patient isoliert werden. Zudem sind dann die entsprechenden Hygiene-Vorschriften einzuhalten.

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