Landesweiter Warntag

Nur nicht erschrecken: Darum heulen gleich die Sirenen im Kreis Soest

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Kreis Soest – Auf Initiative des Innenministeriums NRW findet am heutigen Donnerstag zum zweiten Mal der landesweite „Warntag“ statt. In ganz Nordrhein-Westfalen werden dann um 10 Uhr vorhandene Warnmittel getestet. Dazu zählen die Sirenen in den Kommunen des Kreises. 

Außerdem versendet die Leitstelle im Rettungszentrum des Kreises wieder über die Warn-App „NINA“ eine Probewarnmeldung.

In elf von 14 Kommunen im Kreisgebiet sind bereits flächendeckend Sirenen montiert, die nacheinander die drei Alarmtöne Entwarnung (eine Minute Dauerton) – Warnung (eine Minute auf- und abschwellender Heulton) – Entwarnung (eine Minute Dauerton) abgeben sollen. 

In Soest werden in weiten Teilen Sirenen ertönen. In einigen Ortsteilen sind bereits seit längerem Geräte installiert, nur in der Kernstadt wartet das hiesige Ordnungsamt weiter auf die Installation neuer Sirenen durch eine beauftragte Fachfirma, die derzeit Aufträge aus ganz NRW abarbeitet. 

Trotzdem sollen auch hier viele Bürger Warntöne zu hören bekommen, denn für den nächsten Warntag hat die Stadt eine erste Sirene auf der Feuerwache am Florianweg installiert. 

In Möhnesee bleibt es still

Still bleibt es in Lippstadt und Möhnesee. Lippstadt arbeitet derzeit noch an dem Aufbau eines Sirenennetzes. Und in Möhnesee sind alle Sirenen grundsätzlich voll einsatzfähig, aber noch nicht für den Probealarm programmiert. Die Gemeinde möchte noch weitere Sirenen errichten und die Programmierung dann in einem Schritt gleich mit erledigen. 

Der landesweite Warntag findet jährlich statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Zusammen warnen“, denn beim Thema Warnung sind neben der Feuerwehr viele weitere beteiligt, unter anderem der Deutsche Wetterdienst und die Kommunen. „Im Ernstfall arbeiten der Kreis und die Kommunen eng zusammen“, bestätigt Dennis Pingel von der Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises. 

Das war die Premiere

„Wenn zum Beispiel in einer Kommune eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärft werden muss und die Menschen hierfür ihre Häuser verlassen müssen, informiert meist das örtliche Ordnungsamt die Bevölkerung über die Warnapp NINA.

Beispiel Aachen: So klingen Entwarnung und Warnsignal

Zeitplan: So läuft der Warntag konkret ab

  • Um 10.00 Uhr wird das erste Signal ausgelöst: ein einminütiger Dauerton, der im Ernstfall "Entwarnung" bedeutet. 
  • Danach folgt eine fünfminütige Pause.
  • Anschließend ist ab 10.06 Uhr ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton zu hören. Dabei handelt es sich um das eigentliche Warnsignal, das bei einem Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. 
  • Nach einer weiteren fünfminütigen Pause schließt um 10.12 Uhr ein einminütiger Entwarnungsdauerton den Probealarm ab.

Was passiert eigentlich im Ernstfall?

  • Die Bürger sollen im Ernstfall bei einer Auslösung der Sirenen geschlossene Räume aufsuchen, Türen und Fenster geschlossen halten und das Radio einschalten.
  • Bei akuten Gefahren werden über Hörfunk sowie über die Warn-App "Nina" Informationen und Verhaltenshinweise gegeben.
  • Die Notrufnummern 110 und 112 sind nur in Notfällen zu wählen.

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