Der Neue ist da: Polizeidirektor Jochen Brauneck übernimmt Leitung

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Polizeidirektor Jochen Brauneck leitet seit einigen Tagen die Soester Kreispolizei.

Kreis Soest -  So neu ist der Neue gar nicht – schon mal gar nicht im Polizeidienst: In Soest hat Polizeidirektor Jochen Brauneck die Leitung der Kreispolizei zwar erst vor einigen Tagen übernommen, die Uniform trägt der Salzkottener aber bereits seit über 40 Jahren. Und auch in der Börde kennt sich der 58-jährige Familienvater schon ziemlich gut aus.

Hier hat er nämlich, immerhin acht Monate lang, schon 2013 als Leiter des Leitungsstabes gearbeitet und dabei sowohl die Führungsstrukturen als auch deren Effizienz im Alltagsgeschäft eingehend studieren können. Allerdings sind die handelnden Personen, mit denen er damals besonders intensiv zusammen arbeitete, inzwischen zum größten Teil nicht mehr in Soest.

„Wir haben ja hier einen ziemlich kompletten Austausch der Führungsebene in den vergangenen Monaten erlebt“, erklärte er gestern bei einem ersten Pressegespräch gegenüber dem Anzeiger – neben seinem Vorgänger Manfred Dinter sind auch Michael Schrage (Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz) und Ellen Dante (Direktion Kriminalität) in den Ruhestand gegangen, Kerstin Montag (Direktion Verkehr) wird Soest bald in Richtung Dortmund verlassen.

Dennoch: „Die Behörde ist hervorragend aufgestellt, dafür bin ich Manfred Dinter sehr dankbar und darauf können wir hier in den nächsten Jahren auch aufbauen“, so Brauneck, der zuletzt einige Jahre in Bielefeld gearbeitet hat. Um sowohl den Kreis, als auch die Mitarbeiter in den Wachen (noch) besser kennenzulernen, wird er erst einmal alle fünf Wachen in seinem Zuständigkeitsbereich besuchen.

Klar ist für ihn aber bereits, dass sich an den erfolgreich entwickelten Konzepten und Strategien erst einmal nicht viel ändern wird – auch wenn das natürlich nicht ausschließe, dass sie permanent hinterfragt und bei Bedarf weiterentwickelt würden.

Brauneck weist aber auf Erfolge der Polizei in den vergangenen Jahren hin, unter anderem im Bereich Einbruchkriminalität, die, wie im ganzen Land, auch im Kreisgebiet spürbar gesunken ist.

Wobei dem erfahrenen Beamten wichtig ist, sich nicht „mit fremden Federn zu schmücken“, also diese Entwicklung ausschließlich mit der polizeilichen Arbeit zu begründen. Da spiele natürlich auch die erhöhte Wachsamkeit und Sensibilität in der Bevölkerung eine wichtige Rolle – und eine, die er sowieso für besonders wirkungsvoll hält: „Wenn wir alle ein bisschen aufeinander achten und Bürger bei Bedarf entschlossen und schnell die Polizei alarmieren, dann haben wir schon sehr viel gewonnen“, definiert er eine Art Partnerschaft von Polizei und Bürgern, die auch bereits von seinem Vorgänger Manfred Dinter gepflegt worden war.

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