Karneval-Aus in Venedig

Nach Corona-Absage: Firlitanz-Gruppe gesund aus Venedig zurück

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Sie sind wohlbehalten zurück in Soest: die Virlitanzgruppe aus Soest.

Der Corona-Virus stoppte den Karneval in Venedig. Die Soester Tanzgruppe "Firlitanz" schaffte es aber wohlbehalten nach Hause.

Soest – Die acht Tänzerinnen und Tänzer der historischen Soester Tanzgruppe „Firlitanz“ sind wohlbehalten aus Venedig zurückgekehrt – schon vor dem Wochenende, als in Venetien die ersten zwölf Infektionen mit dem Corona-Virus bekannt wurden. Am Sonntag hatten sich die Behörden entschlossen, den Karneval in Venedig zu stoppen.

Der Anzeiger hatte in der gestrigen Ausgabe das Bild der Soester Tänzer – gekleidet in ihren schmucken Gewändern und abgelichtet vor dem Markusdom Venedigs – veröffentlicht. Prompt sorgten sich Leser, wie es den Reisenden ergeht.

Doch die haben ihr Augenmerk nicht auf das letzte Karnevals-Wochenende zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag gerichtet, sondern auf den den historischen Karneval, der eine Woche vorab in der Lagunenstadt gefeiert wird und an dem sie als einzige deutsche Gruppe teilgenommen hatten.

„Das Corona-Virus war überhaupt kein Thema während unseres fünftägigen Aufenthalts“, berichtet Jost Schwider von „Firlitanz“ gegenüber dem Anzeiger. Weder Einheimische noch Touristen hätten vergangene Woche und somit vor den Meldungen über erste Infektionen nur einen Gedanken daran verschwendet.

Aufgefallen sei den Soestern, die bereits zum vierten Mal nach Italien zum Karneval gereist waren, allenfalls das etwas geringere Besucheraufkommen. Schwider: „Das dürfte dem Hochwasser geschuldet sein.“ Ende vergangenen Jahres war Venedig über Gebühr geflutet worden; die Zahl der Touristen brach deutlich ein. Doch vom Hochwasser sei längst nichts mehr zu sehen. Ganz im Gegenteil: Derzeit steht der Wasserpegel eher unter dem Durchschnitts-Level.

In Sachen Virus hat eine Mail aus dem Bekanntenkreis Jost Schwider gleichwohl erreicht. Was habt Ihr da für ein tolles Hobby, aber wie könnt Ihr nur nach Venedig fahren?!, hieß es dort sinngemäß. Doch auch diese Mail kam erst, als die Tour längst zu Ende war.

Was die Verbreitung der Infektion in Europa angeht, bleibt Schwider gelassen: „Ich kann den Hype, der da gemacht wird, nicht nachvollziehen.“ So bedauerlich die Infektionen und erste Todesfälle sein mögen, es bestehe kein Grund zur Panik. Die Medien berichteten derzeit, welche Vorbereitungen die Kliniken hierzulande träfen, um gewappnet zu sein, falls auch tatsächlich Infizierte versorgt werden müssten. Dass hingegen die herkömmliche Grippe allein im Januar und in Deutschland rund 100 Tote gefordert habe, so Schwider, werde von den meisten Menschen komplett ausgeblendet.

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