Feuerwehr im Großeinsatz

Schwarze Rauchwolke über dem Kreis Soest: Mähdrescher brennt komplett nieder - sehr hoher Sachschaden

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Ein Übergreifen der Flammen auf das Feld konnte die Feuerwehr verhindern. Der Mähdrescher hingegen brannte komplett aus.

Der sternenklare Himmel über dem Kreis Soest wurde in der Nacht zu Freitag von einer tiefschwarzen Rauchwolke verdunkelt. Auf einem abgeernteten Rapsfeld im Rüthener Stadtteil Menzel brannte ein Mähdrescher in voller Ausdehnung. Die Feuerwehr war im Großeinsatz.

Rüthen-Menzel - Gegen 22.35 Uhr war die Erntemaschine auf einem abgeernteten Rapsfeld an der Menzeler Straße in Flammen aufgegangen. 

"Der 28-jährige Fahrer des Arbeitsgerätes sah kurz zuvor in den Außenspiegel des Gefährts und sah plötzlich Flammen. Er versuchte noch mittels eines Feuerlöschers selbständig den Brand zu löschen. Kurz darauf stand der gesamte Mähdrescher, bis auf das Mähwerk, komplett in Flammen", erklärte die Polizei.

Als die Feuerwehr wenige Minuten später vor Ort eintraf, stand der Mähdrescher bereits in Vollbrand. Trotz des dunklen Nachthimmels war die große, tiefschwarze Rauchwolke klar erkennbar. Sie zog in Richtung Drewer, stellte jedoch keine Gefahr für die Anwohner dar.

"Wir haben den umliegenden Bereich des Feldes umgehend stark gewässert, um eine Ausbreitung auf das Feld zu verhindern", erklärte Stefan Dünnebacke, Sprecher der Feuerwehr Rüthen. Die Taktik hatte Erfolg: Die sowieso noch grünen und somit feuchten Raps-Stoppeln fingen kein Feuer. Der größtmögliche Einsatz-Erfolg wurde somit erreicht.

Mähdrescher brennt komplett aus - die Fotostrecke

Schwarze Rauchwolke über dem Kreis Soest: Mähdrescher wird von einem Flammenmeer zerstört

Nachdem das Stoppelfeld "gesichert" war, konnte der Löschangriff auf den Mähdrescher konzentriert werden: Unter Atemschutz starteten zwei Trupps die Brandbekämpfung - zunächst mit Wasser, dann mit Schaum. 

Über drei Stunden zogen sich die Löscharbeiten. Im Einsatz waren der Löschzug 2 der Feuerwehr Rüthen mit den Löschgruppen Menzel, Drewer und Oestereiden, eine Löschgruppe des Löschzugs Rüthen und das Tanklöschfahrzeug TLF 3000 der Löschgruppe Kallenhardt, das eine ausreichende Wasserversorgung vor Ort garantierte. 

70 Einsatzkräfte der Feuerwehr Rüthen vor Ort

Feuerwehr-Angaben zufolge waren etwa 70 Einsatzkräfte vor Ort. Die Kriminalpolizei übernimmt nun die weiteren Ermittlungen. Nach dem bisherigen Erkenntnisstand könnte ein technischer Defekt als Ursache vorgelegen haben. Sicher ist jedoch: Der relativ neue Claas-Mähdrescher wurde von den Flammen vollständig zerstört.

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