Freibad, Feiern, Fitness

Neue Lockerungen im Kreis Soest: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

Der Kreis Soest gehörte vor fast zwei Wochen zu den ersten Kreisen in ganz Nordrhein-Westfalen, in denen die Bundesnotbremse außer Kraft trat. Jetzt folgen bereits weitere Lockerungen. 

Kreis Soest - Die vom Robert Koch-Institut (RKI) angegebene Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch nur noch bei 35,5 – der drittniedrigste Wert in NRW. [News zum Coronavirus]

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LandrätinEva Irrgang

Die 50er-Marke ist auch am Donnerstag und damit am fünften Werktag in Folge unterschritten, sodass ab Samstag neue Regeln gemäß der Landesverordnung in Kraft treten.

Lockerungen im Kreis Soest: Die Änderungen im Überblick

Während es in Nachbarstädten wie Hamm derzeit immer noch eine Ausgangssperre gibt, ist in Soest dann wieder deutlich mehr erlaubt. Doch nicht alle Lockerungen werden schon am Pfingstwochenende genutzt. 

Der Außenbereich des Aquafuns. Die Schwimmbäder in Soest und Werl warten mit der Öffnung noch.
  • Kontaktbeschränkungen: Treffen sind im öffentlichen Raum wieder mit höchstens zehn Personen (plus Kinder bis 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene) aus bis zu drei Haushalten möglich. Sind alle Personen vollständig geimpft oder als genesen anzusehen, besteht für die Zusammenkunft keine Begrenzung der Personenzahl oder Haushalte.
  • Privatveranstaltungen: Im Außenbereich dürfen zu Feiern bis zu 100 Menschen eingeladen werden, im Innenbereich 50. Alle müssen ein negatives Testergebnis vorweisen. Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt.
  • Kultur: Konzerte und Aufführungen sind wieder zulässig – auch im Innenraum, jedoch unter Einhaltung des Abstands und mit Testpflicht. Kino-Fans im Kreis Soest gehen vorerst allerdings leer aus: Im „Schlachthof“-Kino laufen Filme erst ab 1. Juli, wenn das gesamte Kulturhaus wieder geöffnet wird. Diesen Termin hat auch das Universum auf Empfehlung des Branchenverbands in den Blick genommen. Eine Öffnung brauche wenigstens sechs Wochen Vorlauf, sagt Programm-Macher Marcus Königsdorfer. Zudem sei eine gewisse Planungssicherheit wichtig. Man könne nicht nach 14 Tagen wegen steigender Inzidenz wieder schließen.
  • Freizeit: Wichtig für heiße Sommertage: Freibäder dürfen wieder öffnen – mit Testpflicht. Gleiches gilt für den Betrieb von Spielhallen und Wettbüros. Das Aquafun bleibt aber vorerst geschlossen. Geschäftsführer Timo Schirmer erklärt, dass das Bad von den Möglichkeiten, die sich durch die Lockerung ergeben, keinen Gebrauch machen wird. Man hoffe auf weitere Lockerungen, sodass das gesamte Bad ab Anfang oder Mitte Juni wieder geöffnet werden könnte. Das Freizeitbad in Werl peilt unterdessen eine Eröffnung nach Pfingsten an.
  • Sport: Hier gibt es wohl die gravierendsten Lockerungen. Im Freien ist Sport wieder ohne Personenbegrenzung erlaubt. Fußballmannschaften können somit wieder trainieren. Hallensport ist mit Testpflicht und Nachverfolgung möglich. Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, ebenfalls mit Testpflicht. Für Kontaktsport gelten im Innenraum die allgemeinen Beschränkungen (10 Personen aus drei Haushalten pro Gruppe).
  • Zuschauer: Was wäre Amateurfußball ohne Publikum? Bei Sportveranstaltungen sind Zuschauer unter freiem Himmel auch ohne Test erlaubt, auf Sitzplätzen mit bis zu 20 Prozent der Kapazität, maximal aber 500 Personen. Im Innenraum sind höchstens 250 Zuschauer nur mit negativem Testergebnis erlaubt.
  • Einzelhandel: Alle Geschäfte sind geöffnet, weiterhin mit Personenbegrenzung. Nachdem mittlerweile schon kein Termin mehr nötig ist, entfällt auch die Testpflicht. Bis auf die Maskenpflicht wäre Shoppen also wieder fast wie vor Corona möglich.
  • Gastronomie: Der Betrieb ist auch im Innenbereich wieder erlaubt - wie bereits draußen mit Testpflicht. Das dürfte vor allem für Kneipen eine große Erleichterung sein. Für die Beherbergung gilt: Die Kapazitätsbegrenzung bei Hotels fällt weg.
  • Events: Große Festveranstaltungen wie Volksfeste, Schützenfeste und Weinfeste sind mindestens bis zum 30. Juni untersagt. Die Hoffnung auf die Allerheiligenkirmes lebt weiter.

Zuletzt hatte die neue NRW-Coronaschutzverordnung für Verwirrung und Ärger im Kreis Soest gesorgt; immerhin konnten Kunden hier bereits wieder ohne Test, aber mit Termin einkaufen gehen. Doch die Landesregierung verfügte kurzerhand: Bei einer Inzidenz unter 100, aber über 50, ist ein Test Pflicht - wenn auch der Termin entfällt.

Rubriklistenbild: © Peter Dahm

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