Auffahrunfall sorgt für mehrstündige Vollsperrung

Lkw-Kollision auf A 44: Rettungsgassen-Chaos und zwei Verletzte

+

[Update] Soest - Schwerer Lkw-Unfall auf der A 44 in Fahrtrichtung Dortmund zwischen der Anschlussstelle Erwitte/Anröchte und dem Rastplatz Völlinghauserflur: Die Autobahn war für mehrere Stunden voll gesperrt. Ein Lkw-Fahrer zeigte sich unbelehrbar und sorgte für Chaos in der Rettungsgasse. Dafür wurde er zur Kasse gebeten.

Ein Lkw war gegen 12.20 Uhr frontal in einen vorausfahrenden Lkw gekracht, beide beteiligten Fahrer wurden verletzt und kamen in Krankenhäuser in Soest und Lippstadt. 

Der Fahrer des hinteren Lkw wurde in seinem Führerhaus eingeschlossen und musste von der Feuerwehr befreit werden. Jedoch sei dafür kein hydraulisches Werkzeug nötig gewesen, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Rafael Schmidt. "Wir haben die Fahrertür entfernt und den Fahrersitz verstellt. Dadurch wurde eine patientenschonende Rettung möglich." 

Rettungshubschrauber landet an der Einsatzstelle

Auch ein Rettungshubschrauber war an der Einsatzstelle gelandet, konnte aber ohne Patienten wieder abheben. Die Verletzungen seien weniger gravierend gewesen, als zunächst angenommen. Der Unfallhergang sei ein "klassischer Auffahrunfall" gewesen, erklärte die Polizei Dortmund. 

Ersten Erkenntnissen zufolge war ein 45-Jähriger aus Polen mit seinem Sattelzug auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Dortmund unterwegs. Kurz hinter der Anschlussstelle Erwitte/Anröchte musste er sein Fahrzeug verkehrsbedingt abbremsen. Aus bislang ungeklärter Ursache erkannte dies ein dahinter fahrender 50-Jähriger aus Hennstedt (Schleswig-Holstein) offenbar zu spät. 

Mit seinem Sattelzug fuhr er nahezu ungebremst auf den des Polen auf und wurde dadurch zunächst in seinem Führerhaus eingeklemmt. Nachdem die Feuerwehr den 50-Jährigen befreien konnte, brachte ihn ein Rettungswagen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Lkw-Fahrer fährt in die Rettungsgasse und sorgt für Chaos

Wegen der Vollsperrung der Autobahn in Richtung Dortmund bildete sich ein kilometerlanger Stau. Das wollte ein Lkw-Fahrer so nicht hinnehmen und sorgte für Chaos. Offensichtlich hielt er es für möglich, der Vollsperrung zu entgehen, lenkte seine Maschine aus dem Stau heraus in die Rettungsgasse und wollte durch die Einsatzstelle fahren. Er blieb stecken und blockierte damit die Rettungsgasse komplett. Und das, obwohl noch Rettungskräfte auf dem Weg zu den Verletzten waren. 

Feuerwehr muss Einsatzfahrzeuge versetzen - Anzeige gegen Fahrer

Damit er sich überhaupt wieder in den Stau einreihen konnte, musste sogar die Feuerwehr ihre Einsatzfahrzeuge nach vorne versetzen, um entsprechenden Platz zu schaffen. Trotz mahnender Worte zeigte der Mann keine Einsicht. Die Polizei offenbarte ihm die Konsequenzen: Gegen ihn läuft nun eine Ordnungswidrigkeitsanzeige.

Die Autobahn war in Fahrtrichtung Dortmund voll gesperrt, seit etwa 15.50 Uhr ist wieder eine Spur befahrbar. Der Verkehr wurde über den Autobahnzubringer über die B 55 und bereits ab der Anschlussstelle Geseke von der Polizei abgeleitet. 

Die aktuelle Verkehrslage

Bereits zwei Unfälle zuvor auf dieser Strecke

Bereits um 9.40 Uhr hatte es einen ersten Unfall auf der Strecke, an der Raststätte "Soester Börde" (zwischen den Anschlussstellen Soest-Ost und Soest), gegeben. Nach Angaben der Autobahnmeisterei hatte ein Lkw einen Baum, der an der Raststätte "Soester Börde" stand, leicht touchiert. Der Baum stürzte daraufhin um. 

 Der Lkw-Fahrer, ein 59-jähriger Mann aus Mönchengladbach, wurde dabei leicht verletzt. Die Mitarbeiter der Autobahnmeisterei kümmerten um die Beseitigung des Verkehrshindernisses - dafür war die rechte Fahrspur etwa eine Stunde lang gesperrt. Sie konnte um kurz vor 11 Uhr wieder freigegeben werden.

Sattelzüge kollidieren, keine Verletzten

Wenig später, um 11 Uhr kollidierten dann zwei Sattelzüge auf Höhe Bad Sassendorf in Fahrtrichtung Dortmund miteinander. Ein Rettungswagen war im Einsatz, konnte den Unfallort aber schnell wieder verlassen - niemand wurde verletzt. 

Nachdem die Fahrzeugtrümmer von der rechten Fahrspur beseitigt worden waren, konnte die rechte Spur wieder freigegeben werden. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare