Ab jetzt wird wohl doof gelaufen..

Auf Flucht vor der Polizei: Betrunkener Radfahrer kracht in Streifenwagen

Der Radfahrer entzog sich der Kontrolle und machte seine Lage damit nur schlimmer.
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Der Radfahrer entzog sich der Kontrolle und machte seine Lage damit nur schlimmer. (Symbolbild)

Diese Flucht vor der Polizei hat sich ein Radfahrer am späten Dienstagabend gaaaanz anders vorgestellt. Für ihn endete sie im Krankenhaus, für das Fahrrad und einen Streifenwagen in der Werkstatt.

Lippstadt - Am Hogrebenweg ist ein 44-jähriger Radfahrer am Dienstag gegen 23.10 Uhr in das Heck eines Streifenwagens gekracht und anschließend gestürzt. 

Nach Angaben von Polizeisprecherin Maike Wolf war der Mann einer Streife auf der Overhagener Straße aufgefallen. "Beim Anblick des Polizeifahrzeugs beschleunigte der Lippstädter sein Pedelec und versuchte, einer Kontrolle zu entkommen", so die Polizeisprecherin. 

Betrunkener Radfahrer auf der Flucht: Auch Lautsprecherdurchsagen bringen nichts

Bei seiner Flucht ignorierte er Haltezeichen der Polizei. Auch, als die Streifenbeamten den Mann per Lautsprecherdurchsage zum Anhalten aufforderten, reagierte er nicht.

Auf dem Hogrebenweg konnte der Streifenwagen den Radler schließlich überholen. Nach dem Überholmanöver wurde der Polizeiwagen langsam abgebremst. So wollten die Beamten den renitenten Zweiradfahrer zum Stillstand bringen.

Alkoholvortest bringt hohen Wert ans Licht

Doch im Gegensatz zum Streifenwagen bremste der Radfahrer nicht und krachte in das Heck des Polizeiautos. Beim anschließenden Sturz verletzte sich der Lippstädter leicht. Ein Alkoholvortest brachte ans Licht, warum der Fahrradfahrer wohl so wenig Lust auf ein Gespräch mit den Ordnungshütern hatte - Ergebnis: 2,04 Promille!

Damit lag er weit über der Promillegrenze für Radfahrer, die mit 1,6 Promille grundsätzlich schon sehr hoch angesetzt ist.

Alkohol auf dem Fahrrad: Das sagt der Bußgeldkatalog

Wer auf dem Fahrrad mit mehr als 1,6 Promille unterwegs ist, riskiert laut Bußgeldkatalog drei Punkte in Flensburg und eine Geldstrafe, die nach dem Einkommen gemessen wird. Außerdem kann eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) fällig werden, bei der ein längerfristiger Führerscheinverlust drohen kann. Dabei kann Radfahrern auch verboten werden, künftig ein Fahrrad zu benutzen.

Der Mann wurde mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Schaden an Fahrrad und Streifenwagen wird von der Polizei auf 850 Euro geschätzt.

Auch die Polizei im Kreis Soest ist jetzt auf Fahrrädern unterwegs. Das soll auch die Kontrolle von Radfahrern vereinfachen. 

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