ABU empört: Sperber vergiftet

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Der Sperber, den die ABU fand, ist vergiftet worden.

Kreis Soest - Die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz (ABU) ist sich nun sicher: Der am 11. Februar auf einer Wiese zwischen Bad Westernkotten und dem Muckenbruch tot, aber äußerlich unversehrt entdeckte Sperber ist vergiftet worden.

Das ergab eine toxikologische Untersuchung des Beutestücks. Das Veterinäramt hat bei der Polizei in dieser Angelegenheit Anzeige erstattet. Dazu Dr. Margret Bunzel-Drüke von der ABU: „Es ist zu befürchten, dass das Gift zur illegalen Dezimierung von Greifvögeln eingesetzt wurde. Das hochtoxische Nervengift haftete an dem Fleischstück im Schnabel des Sperbers und führte offenbar sofort zum Tod durch Herz-Kreislaufversagen.“ 

Das nachgewiesene Insektizid sei in der EU seit 2008 als Pflanzenschutzmittel streng verboten. Der Wirkstoff könne auch beim Menschen allein durch Hautkontakt tödlich wirken. Mit diesem Gift versehene Köder oder dadurch umgekommene Tiere stellten also auch für spielende Kinder oder auch Haustiere eine ernste Gefahr dar, gibt Margret Bunzel-Drüke zu bedenken. Ungewöhnlich sei, dass ein Sperber das Gift angenommen habe, obwohl er meist nur frisch erbeutete Nahrung fresse.

Die bisherigen Vergiftungsfälle von Greifvögeln im Kreis Soest betrafen nach Angaben des Tierarztes Dr. Dieter Hegemann meist Greifvögel wie Mäusebussard und Rotmilan, die gerne Aas aufnähmen. Allerdings fielen den letzten beiden ähnlichen Vergiftungen im Kreis Soest im Jahr 2012 bei Bad Waldliesborn und Bönninghausen Rohrweihen zum Opfer, eine Greifvogelart, die selten Aas frisst.

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