Hochbetrieb beim Bauernmarkt auf Haus Düsse

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Die Tiere standen vor allem bei den Kindern hoch im Kurs. Hier ist Niklas mit einem Kälbchen zu sehen.

Kreis Soest. Als die Jagdhornbläser  um 11 Uhr das Signal zum Sammeln gaben, herrschte bereits reger Betrieb auf dem Bauernmarkt. Auf Haus Düsse stellte sich die Landwirtschaft als grüne Branche mit unterschiedlichen Zweigen vor. „Feld, Wald und Wasser“ zogen die Besucher in Scharen an. 

Das Versuchs- und Bildungszentrum erwies sich am sonnigen September-Sonntag wieder als Publikumsmagnet für die ganze Familie. Tausende kamen, um übers Gelände zu schlendern, sich in den Ställen und an den Ständen umzusehen. In Bad Sassendorf-Ostinghausen standen ihnen viele Türen offen. Jedes Jahr machen sich zahlreiche Stammbesucher auf den Weg, die die beliebte bunte Mischung aus interessanten Informationen, fachkundigen Erklärungen und lockerer Unterhaltung rund ums ländliche Leben – von der reinen Handarbeit bis zur modernen Technik – schätzen. 

Die bildschöne Jutta eroberte die Herzen vieler Verehrer. Wer ihren lieben Blick und die großen, glänzenden Augen sah, geriet ins Schwärmen und konnte ihr nicht widerstehen. Die Venus im Kuhstall gehört zur Rasse der Jerseys. Diese seien etwas kleiner im Wuchs, aber höchst leistungsfähig, erfuhren die Besucher. Sie lernten auch die hübsche Flora kennen. Sie ist in freudiger Erwartung und wird in wenigen Monaten sicher ein tolles Kälbchen zur Welt bringen. Fürs körperliche Wohlbefinden der werdenden Mutter sei gesorgt, vernahmen die Zuschauer am Vorführring. Sie hörten auch, wie wichtig ein reichhaltiges Menü mit bedarfsgerechten Rationen voller wertvoller Inhaltsstoffe ist.

 Ein paar Schritte weiter gingen die Kinder mit Feuereifer ans Werk. In der Mitmachwerkstatt „Vom Korn zum Brot“ – eine Aktion in Zusammenarbeit mit Bückers Backhaus – kneteten und rollten sie Teig. Hier entstand schmackhaftes Düsser Dinkelbrot, das auch als Kostprobe begeisterte Abnehmer fand. Übereinstimmendes Urteil: „Hm, lecker!“

Ob Bienen, Hühner, Schweine, Rinder – die Tiere gipfelten ganz oben in der Gunst des Publikums. Doch eine im wahrsten Sinne des Wortes herausragende Rolle spielte Ed Wood als wandelnder Baum auf Stelzen. Am Stand des Landesbetriebs Wald und Holz waren Muskelkraft und vor allem ein gutes Augenmaß gefragt. An einer von Josef Leiße entwickelten und gebauten Eigenkonstruktion galt es, in die Pedale zu treten, um eine Säge in Bewegung zu setzen, die dann passgenau ein Stück vom Baumstamm trennte. 

Dr. Arne Dahlhoff, Leiter auf Haus Düsse, nannte das Ziel jedes Einsatzes und der täglichen Arbeit: die Erzeugung und den Umgang mit Lebensmitteln – Produkte aus der Landwirtschaft – zu vermitteln. Als er die Besucher  zur Eröffnung willkommen hieß, verriet er, wie groß die Sorge der Mitarbeiter am Samstag beim Aufbau war und wie gut es war, dem Wetterbericht zu vertrauen: Die grauen Wolken samt Dauerregen hatten sich pünktlich zum Start der Veranstaltung verzogen. 

Wer später nach einem ausgiebigen Rundgang nach Hause fuhr, hatte das ein oder andere Mitbringsel in der Hand. Besonders häufig waren darunter mittags die farbenfreudigen Herbststräuße eines morgens noch üppigen Blütenmeeres mit Astern und Artischocken zu sehen. Für den Bauernmarkt regen sich fleißige Hände, um die Kundenwünsche zu erfüllen. „Drei Damen pflücken, fünf binden“ hieß es beim Anbieter Peter Viertmann. 

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