„Kraft soll in Kommunen bleiben“

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Landrätin Eva Irrgang und Kämmerer Volker Topp verkündeten gestern, dass der Hebesatz für die Kreisumlage im kommenden Jahr deutlich sinken soll.

Soest - Euphorie sieht sicher anders aus, aber die Sorgenfalten auf der Stirn von Kreiskämmerer Volker Topp waren schon mal deutlich tiefer als bei der am Dienstag vorgestellten ersten Planungen für den Haushalt 2018. Vor allem dank der nach wie vor brummenden Konjunktur konnte er erst den Bürgermeistern im Kreis und dann der heimischen Presse relativ entspannt gegenüber treten. Was auch für seine Chefin, Landrätin Eva Irrgang, galt.

Gesetzlichen Vorgaben entsprechend hatte das Duo die Rathaus-Chefs der 14 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet eingeladen, um sie „ins Benehmen“ darüber zu setzen, wie die Finanzplanung fürs kommende Jahr aussehen soll – und welche Ausgaben das für die Kommunen mit sich bringen würde. Die müssen ja schließlich über die Kreisumlage einen wesentlichen Teil der Kosten aufbringen. 

Und da hatte Topp eine durchaus gute Nachricht: Mit 160,8 Millionen Euro sollen die Städte und Gemeinden exakt die gleiche Summe aufbringen wie im laufenden Jahr – angesichts der gestiegenen Steuerkraft der Kommunen aus Sicht von Topp eine faktische Entlastung für die Zahler. Messbar wird das an den Hebesätzen, die wirksam werden, und die mathematischer Ausdruck der finanziellen Stärke einer Kommune sind. 

„Der Hebesatz für 2018 liegt in unserem Plan um 2,9 Prozent unter dem von 2017, die relative Belastung der Kommunen durch die Kreisumlage würde also sinken“, rechnete er vor. Diese „Großzügigkeit“ erklärt sich allerdings aus gleich mehreren positiven Effekten, die Topp in seine Planungen eingepreist hat. 

So überweist das Land mit 42,7 Millionen Euro voraussichtlich satte 4,7 Millionen mehr an Schlüsselzuweisungen ins Soester Kreishaus als ursprünglich angenommen, und auch die Umlageerhöhung an den Landschaftsverband fällt deutlich moderater aus als erwartet. Und schließlich steht überraschenderweise auch noch eine Ausgleichsrücklage zur Verfügung, aus der die 5,5 Millionen Euro genommen werden können, die bei dem Plan unterm Strich als Minus stehen. 

Diese Rücklage musste im vergangenen Jahr, entgegen der ursprünglichen Planungen, nicht in Anspruch genommen werden.

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