Kein Alkoholverbot

Feiertag und Notbremse: Das ist am 1. Mai im Kreis Soest erlaubt - das ist verboten

Auch in diesem Jahr wird es am 1. Mai solche Bilder nicht geben.
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Auch in diesem Jahr wird es am 1. Mai solche Bilder nicht geben.

Der Maigang, die Maifeier oder die Kundgebung gehören für viele zum 1. Mai dazu. In Zeiten von Corona ist alles anders.

[Update vom Samstag, 1. Mai, 6 Uhr] Kreis Soest - Wie bereits vor einem Jahr müssen auch an diesem 1. Mai die sonst üblichen Feiern und Wanderungen mit vielen Personen ausfallen. Grund sind die Bundesnotbremse und die angepasste Coronaschutzverordnung „Ich appelliere dringend an alle Bürgerinnen und Bürger, die Kontaktverbote einzuhalten und die Einschränkungen zu respektieren“, betont Kreisdirektor Dirk Lönnecke als Leiter des Kreis-Krisenstabes.

Weil die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner auch im Kreis Soest bis vor wenigen Tagen über 100 lag, greifen die Bestimmungen der Bundesnotbremse bis in den privaten Bereich durch. Ein Haushalt kann maximal eine weitere Person treffen. „Größere Treffen sind also nicht denkbar, auch die Grillparty mit Gästen im heimischen Garten ist untersagt“, betont Kreisdirektor Lönnecke.

1. Mai im Kreis Soest: Traditioneller Maigang muss ausfallen

„Die hohen Infektionszahlen auch im Kreis Soest erfordern die strikte Befolgung der bestehenden Kontaktverbote und die Verhinderung eines Treffens größerer Personengruppen“, wird Lönnecke in einer Mitteilung des Kreises Soest zitiert. So müsse auch der traditionelle Maigang, bei dem Gruppen durch die Feldflur und die Ortschaften ziehen, ausfallen.

Jeder einzelne von uns trage Verantwortung, dass das Corona-Virus nicht weiter verbreitet wird. So sei es ratsam und geboten, auch Spaziergänge nur alleine oder im engsten Familienkreis zu unternehmen.

1. Mai im Kreis Soest: Touristische Hotspots werden überwacht

Der Krisenstabsleiter weist darauf hin, dass die örtlichen Ordnungsämter und die Polizei touristische Hotspots und andere neuralgische Punkte im Kreisgebiet am Maifeiertag überwachen und Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung ahnden werden. Am besten sei es, auf Ausflüge ganz zu verzichten. Denn der Infektionsschutz erfordere es, Kontakte möglichst zu vermeiden. Ebenfalls sei es wichtig, Abstand zu halten, Hygieneregeln zu beachten und Maske zu tragen.

1. Mai im Kreis Soest: Keine Alkoholverbote oder Sperrungen von Hotspots

Alkoholverbote oder Sperrungen von Plätzen, an denen sich in normalen Jahren viele Menschen ansammeln, wird es im Kreis Soest jedoch nicht geben. Claudius Tomorug vom Ordnungsamt der Gemeinde Welver erklärte beispielsweise: „Seitens der Gemeinde Welver sind am 1. Mai keine gezielten Kontrollen im Gemeindegebiet geplant. Es ist auch keine Allgemeinverfügung mit ähnlichen Verboten wie in der Stadt Hamm in Vorbereitung.“ In der Stadt Hamm gibt es am ersten Mai-Wochenende an einigen Stellen in der Öffentlichkeit ein Alkoholverbot. Ebenso dürfen in Hamm Musikgeräte wie Lautsprecher, Boxen oder Ghettoblaster in der Öffentlichkeit nur über Kopfhörer genutzt werden - derartige Maßnahmen soll es im Kreis Soest nicht geben.

Dennoch unterstrich auch Claudius Tomorug: „Die wichtigste Regel zurzeit ist: Partys und vergleichbare Feiern sind generell untersagt. Das gilt auch für mobile Partys in Wald und Feld. Verstöße gegen die Regelungen werden bei Feststellungen durch die Polizei aufgenommen und vom Ordnungsamt der Gemeinde Welver weiter bearbeitet. Das Bußgeld liegt zwischen 50 und 500 Euro.“

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