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Nachgebauter Knight Rider zieht alle Blicke auf sich

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Von: Vanessa Moesch

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Mit seinem umgebauten „KITT“ zieht Timo Klemp die Blicke auf sich.
Knight Rider.jpg © Peter Dahm

Was Timo Klemp in nur acht Monaten geleistet hat, kann sich auf der Straße sehen lassen und sorgt für neugierige Blicke. Wer Glück hat, kann bei gutem Wetter seinen Nachbau des Knight Riders aus der gleichnamigen Fernsehserie auf den Straßen des Kreises Soest bewundern.

Kreis Soest – „Ich wurde schon häufig gefragt, ob man ein Foto mit dem Auto machen kann. Sogar an Tankstellen“, sagt Klemp. Dabei liegt seine Leidenschaft für dieses Auto bereits in seiner Kindheit, als Freitag Abend die Kultserie aus den 80ern im Fernsehen lief. „Für andere war Benjamin Blümchen der Held der Jugend. Für mich ist es der Knight Rider“, sagt Klemp und aus der Begeisterung wuchs der Wunsch, das Auto irgendwann einmal in der Realität zu sehen. Dieser Wunsch verblasste mit zunehmendem Alter bis Klemp vor zwei Jahren die Serie wiederentdeckte. Aus dem Wunsch sollte nun Realität werden.

„Ich habe letztes Jahr im November auf einer Internetplattform das Basis-Fahrzeug, einen Pontiac Firebird, gefunden“, erklärt Klemp und ergänzt: „Ich hatte wirklich Glück mit dem Auto, weil es gut in Schuss ist, was bei einem 32 Jahre alten Oldtimer selten vorkommt.“

Eine kostspielige Leidenschaft

Der Kauf des Wagens kostete Klemp jedoch einige Nerven. Für eine Probefahrt und die Abholung legte er insgesamt 2000 Kilometer zurück. Doch war er froh, als das gute Stück dann bei ihm zu Hause stand. „Bis jetzt habe ich mit einem Kollegen acht Monate daran gearbeitet. Die Außenausstattung ist vor kurzem fertig geworden.“ Auch Rückschläge musste er verkraften, denn die Teile für den Umbau bestellte er über das Internet. Einige passten nicht, bei anderen funktionierte die Mechanik nicht fehlerfrei und vieles mehr.

„Es ist nicht einfach nur kaufen und anbauen. Es muss vieles angepasst werden“, stellt Klemp klar. Doch der Umbau des Wagens ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kostspielig. Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der 28-jährige 35 000 Euro in seinen Traum investiert.

Innenausstattung wird Winterprojekt

Und vollendet ist sein Projekt noch lange nicht. „Die komplette Innenausstattung muss noch gemacht werden. Die ist im September geplant und wenn sie fertig ist, soll der Knight Rider auch sprechen können“, so der gebürtige Enser. Da der Wagen aufgrund seines Alters und seiner Bauweise nicht für Ausflüge im Winter geeignet ist, soll die Innenausstattung ein Winterprojekt werden. Einen persönlichen Hauch soll das Fahrzeug dennoch bekommen, denn der Innenraum soll statt beige schwarz werden.

„Den Wagen habe ich für mich persönlich gebaut. Mir geht es nicht um die Aufmerksamkeit, sondern um die Leidenschaft und die Freude, die ich anderen bereiten kann“, betont Klemp. So könne er sich vorstellen, mit seinen Knight Rider verschiedene Institutionen wie Kindergärten oder Behinderteneinrichtungen zu besuchen, um den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

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