Dirk Lönnecke wechselt zu ESG

Kreisdirektor wird nach 15 Jahren abberufen - Nachfolge noch offen

Eva Irrgang und Dirk Lönnecke.
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Dirk Lönnecke wechselt zur ESG. Der Kreis Soest muss einen neuen allgemeinen Stellvertreter für Landrätin Eva Irrgang bestimmen.

[Update] Der Kreis Soest muss sich einen neuen Direktor suchen. Dirk Lönnecke scheidet nach 15 Jahren aus dem Amt aus.

Kreis Soest - Kreisdirektor Dirk Lönnecke übernimmt zum 1. Juli die Position des Geschäftsführers der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG).

Die Stelle ist unerwartet vakant geworden, weil der bisherige Geschäftsführer Jürgen Schrewe seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter wahrnehmen kann.

Kreisdirektor hört auf: Abberufung am 24. Juni

Damit Dirk Lönnecke sich seiner neuen Aufgabe widmen kann, muss der Kreistag ihn in seiner Sitzung am 24. Juni als Kreisdirektor abberufen, und zwar zum 30. Juni.

Lönnecke hatte nach der Wahl durch den Kreistag Ende 2005 am 1. Februar 2006 das Amt des Kreisdirektors angetreten. 2014 wurde er für eine zweite achtjährige Wahlperiode wiedergewählt. Die Wahlzeit läuft Ende Januar 2022 ab. Bei einer erneuten Wiederwahl würde der amtierende Kreisdirektor vor Ablauf der Wahlzeit sein Pensionsalter erreichen.

Kreisdirektor hört auf: Stelle wird neu ausgeschrieben

Die Stelle des Kreisdirektors ist jetzt neu auszuschreiben, um die Neuwahl in der Sitzung des Kreistags am 25. Oktober durchführen zu können. Der Kreisausschuss bringt die Ausschreibung in seiner Sitzung am 17. Juni auf den Weg. Außerdem bestimmt er einen neuen allgemeinen Stellvertreter für die Landrätin.

Wer die Leitung des Corona-Krisenstabs übernimmt, ist bereits geregelt. Wie Kreis-Sprecher Wilhelm Müschenborn bestätigte, übernimmt Gesundheitsdezernentin Maria Schulte-Kellinghaus diesen Posten.

Lönneckes Vorgänger im Amt als ESG-Geschäftsführer, Jürgen Schrewe, sagt: „Die Neubesetzung durch den kommunalen Gesellschafter Kreis Soest erfolgte schneller als erwartet, aber ermöglicht eine umfassende und reibungslose Übergabe.“

Schrewe war seit April 2015 Geschäftsführer der ESG sowie weiterer verbundener Unternehmen. In den vergangenen sechs Jahren hat er mit einem starken Fokus auf den Klimaschutz wichtige Weichen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft in der Region gestellt.

Kreisdirektor hört auf: Das sagt der ESG-Geschäftsführer

Die Feststellung und Operation eines Gehirn-Tumors zwang ihn im August 2020 dazu, seine Aufgaben ruhen zu lassen und zu delegieren. Georg Wind, langjähriger Prokurist bei der ESG, hat ihn seither als Generalbevollmächtigter vertreten und wird auch Dirk Lönnecke unterstützen, also die Gesellschaft ab Juli gemeinsam mit ihm führen.

„In den letzten Monaten hat sich gezeigt, dass ich zwar viel Glück hatte, aber mein gesundheitlicher Zustand lässt die weitere Tätigkeit als Geschäftsführer leider nicht zu. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Mir hat die Arbeit bei der ESG mit meinem ausgezeichneten Team immer sehr viel Spaß gemacht. Die Vielfalt der Aufgaben und insbesondere die letzten Jahre als Geschäftsführer beinhalteten spannende Herausforderungen, denen ich mich mit viel Herzblut gestellt habe“, so Jürgen Schrewe. „Der Wechsel der Geschäftsführung ist aber für meine Gesundheit und die ESG die richtige Entscheidung.“

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