Stichwahl vermieden

Eva Irrgang bleibt weiter Landrätin

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Die Siegerin: Eva Irrgang (CDU) wurde im Amt der Landrätin bestätigt. Ihr gratulierten die Parteifreunde (v.l.) Heinrich Frieling, Guido Niermann, Ulrich Häken und Ehemann Hubert Irrgang.

Kreis Soest – Die neue und alte Landrätin heißt Eva Irrgang. Die Amtsinhaberin wurde mit 56,81 Prozent der Stimmen von den Wählern des Kreises Soest in ihrem Amt bestätigt.

Die 50-Prozent-Marke überstieg Irrgang damit locker, so dass eine Stichwahl in zwei Wochen ausbleibt.

 „Ich bin natürlich sehr zufrieden und sehr glücklich über dieses tolle Ergebnis“, sagte Eva Irrgang gestern am späten Sonntagabend.

 „So ein Wahlabend ist immer spannend. Dass es so deutlich war, hat mich gefreut“, so Irrgang. Als Amtsinhaberin, die ihr Amt als Landrätin schon viele Jahre ausübt, habe man ein Gefühl für die Themen der Wähler. 

„Ich bin mit vielen Bürgern ins Gespräch gekommen und habe mit meinen Schwerpunkten im Wahlkampf den Nerv getroffen“, sagt die alte und neue Landrätin. 

Trend früh erkennbar

Schon früh am Abend habe sich der Trend gezeigt, dass sie als Landrätin bestätigt würde. Den Wahlabend verbrachte sie in ihrem Büro im Kreishaus in kleinem Kreis: Nur ihr Ehemann, der CDU-Fraktionsvorsitze Ulrich Häken sowie Heinrich Frieling, Vorsitzender des CDU-Kreisverbands, begleiteten die Landrätin am Abend.

„Ich habe sehr bedauert, dass wegen Corona das Kreishaus nicht geöffnet war, sonst gibt es im Kreishaus immer eine Wahlparty. Der Abend war schon ein bisschen einsam“, so die Gewinnerin. Viele hätten zu Hause die Wahl online verfolgt und mit ihr über Social Media kommuniziert. „Das war leider nicht so persönlich wie bei anderen Wahlen.“ 

Den Abend ließ Irrgang gemütlich zu Hause mit einem Glas Wein ausklingen. „Ich wollte es ganz ruhig, denn die langen Wochen des Wahlkampf waren schon stressig. Und morgen geht es wieder los, da wird gearbeitet.“

Stimmen der Herausforderer

23,82 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme Christian Klespe von der SPD. „Meine Erwartungshaltung war von vornherein niedrig, sodass ich jetzt über mein Ergebnis nicht enttäuscht bin“, zeigte sich der Rechtsanwalt am gestrigen Wahlabend gelassen. Ebenso wie bei den Grünen bestimme oft der Bundestrend, wo der Wähler sein Kreuzchen auch auf kommunaler Ebene mache. Zufrieden zeigte er sich darüber, dass die SPD im Kreistag zweitstärkste Kraft bleibt.

Mit 20,35 Prozent hätten die Sozialdemokraten zwar gut 7 Prozent gegenüber der Kreistagswahl von 2014 eingebüßt, doch man bliebe über 20 Prozent und läge damit noch vor den Grünen, die in manchen Parlamenten zweitstärkste und sogar stärkste Kraft seien. „Der Verlust ist natürlich kein Grund zum Jubeln, aber verkraftbar“, so Klespe. Das Wahlergebnis habe ihm auch gezeigt, dass die Bedeutung von Klimaschutz in der Bevölkerung offenbar doch nicht das Thema Nummer eins sei, so Klespe. 

Im neuen Kreistag wird er vertreten sein und – so ist es geplant, wird aber von der Fraktion entschieden – auch den Fraktionsvorsitz von Wilfried Jäger, der seit 31 Jahren Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion war, übernehmen.

 Mit 19,66 Prozent reichte es für Ilona Kottmann-Fischer, Kandidatin der Grünen, nur zum dritten Platz im Landräte-Ranking. „Ich hätte mir schon eine Stichwahl gewünscht“, gibt sie zu. „Doch mit meinen knapp 20 Prozent liegt das Resultat im Bundestrend. Es ist ein gutes persönliches Ergebnis für mich.“ Zuvor hatte die Grünen-Kandidatin auf ihrer Wahlparty im Alten Schlachthof in Soest noch gehofft, vor SPD-Konkurrent Klespe zu landen. Kottmann-Fischers Rückstand auf Klespe betrug konstant etwa fünf Prozent. „In den Städten bist du aber stark“, ermutigten sie ihre Parteifreunde vor Ort, doch auch das half am Ende nicht. Weder im Rennen um Platz zwei, noch im Rütteln an Eva Irrgangs absoluter Mehrheit und dem Amt der Landrätin im Kreis Soest.

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