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Das Norovirus ist zurück im Kreis Soest - aktuelle Zahlen

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Die Zahl der Norovirus-Infektionen im Kreis Soest stieg zuletzt wieder.
Die Zahl der Norovirus-Infektionen im Kreis Soest stieg zuletzt wieder. © Symbolbild: dpa

Die Norovirus-Infektionszahlen sind im Kreis Soest aktuell wieder angestiegen und haben in etwa das Niveau von 2019 erreicht.

Kreis Soest – Nach einem deutlichen Rückgang aufgrund der verstärkten Hygieneregeln im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurden seit Anfang November 2021 wieder steigende Infektionszahlen gemeldet. Das teilte die AOK-Nord-West auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. Danach wurden im Kreis Soest von Anfang November bis Mitte Dezember insgesamt 42 Infektionsfälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres 2020 gab es keine Fälle und im Vergleichszeitraum 2019 insgesamt 48 Fälle. Aktuell gebe es zumindest in Altenheimen des Kreises Soest keinen Norovirus-Fall, teilt Kreissprecher Wilhelm Müschenborn mit.

„Die Corona-Pandemie hatte spürbare Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen. Der Lockdown im Frühjahr 2020 und vor allem Ende des vergangenen Jahres sowie die strengen Hygienemaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hatten einen positiven Nebeneffekt und ließen die Infektionszahlen deutlich purzeln.

Mit den Lockerungen der Maßnahmen und den flächendeckenden Öffnungen von Schulen und Kitas sowie vielen öffentlichen Einrichtungen und Freizeitangeboten nach den Sommerferien hat sich die Situation nun wieder deutlich verändert“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Dirk Schneider.

Noroviren können sich immer dort schnell ausbreiten, wo viele Menschen zusammen sind, wie beispielsweise in Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen. „Da es keine Impfung gegen Noroviren gibt, ist es umso wichtiger, bestimmte Hygieneregeln zu beachten, die vor den Erregern schützen können“, sagt Schneider.

Infektion verläuft normalerweise kurz und heftig

Noroviren sind für einen Großteil der nicht-bakteriellen Durchfallerkrankungen verantwortlich. Die Infektion verläuft in der Regel kurz und heftig: Sie beginnt plötzlich mit schwallartigem Erbrechen oder starkem Durchfall. Betroffene fühlen sich schwach und matt, haben oft Bauch-, Kopf- und Gliederschmerzen, gelegentlich leichtes Fieber. Dann heißt es: Bettruhe einhalten, viel trinken und sich mit Schonkost begnügen.

Damit ist die Infektion nach ein bis zwei Tagen meistens überstanden. Kinder und Senioren können bei länger anhaltenden Durchfällen Kreislaufprobleme bekommen, weil sie über geringere Flüssigkeitsreserven verfügen.

Die Viren werden hauptsächlich über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder verunreinigte Gegenstände übertragen. Die Erreger können auch über die Luft durch kleine Tröpfchen übertragen werden. Um niemanden anzustecken, sollten die Betroffenen deshalb bis zwei Tage nach Abklingen der Symptome möglichst abgeschirmt bleiben. Das heißt, Kontakte mit anderen Menschen auf ein Minimum reduzieren, eigene Handtücher und Hygieneartikel nutzen, wenn möglich auch eine eigene Toilette.

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