Nach verstörendem Fund nur noch wenige Tiere ohne neues Zuhause

Katzen aus Werler Messi-Wohnung: Vermittlung läuft wie am Schnürchen

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Katze Wem sucht ein Zuhause

Die meisten Katzen aus der Werler Messi-Wohnung konnten schnell vermittelt werden. Auch Lippstadt und Vlotho haben bereits Tiere vermittelt. Nur noch zwei der 21 Katzen aus Soest suchen ein Zuhause.

Soest/Werl – Das Soester Tierheim hat in den vergangenen Wochen 19 Katzen vermittelt – rascher als sonst üblich. „Die Anfragen kamen sehr schnell, weil so etwas die Leute aufwühlt“, erklärt Tierheimleiterin Birgit Oberg. 

Sie ist froh, dass von 21 Katzen bereits 19 eine liebevolle Familie gefunden haben, bei der sie zur Ruhe kommen können. Es kamen Familien mit Kindern im Alter von 14 und 15 Jahren, Paare ohne Kinder, Einzelpersonen und ältere Menschen, an die die Tiere abgegeben wurden. 

36 Katzen in einer Wohnung

Ende Januar waren aus einer Messi-Wohnung in Werl insgesamt 36 Katzen gerettet worden. Acht Tage hatte es gedauert, bis alle Katzen mit Hilfe von Lebendfallen gefangen werden konnten. 

Keine der Katzen war kastriert gewesen - und es folgten zwei Wochen, in denen die Tiere medizinisch versorgt und beruhigt werden mussten, bevor sie zur Vermittlung freigegeben werden konnten. Die Katzen aus der Werler Messi-Wohnung waren sehr verstört. Die jüngste war gerade einmal vier Monate alt, die älteste acht Jahre. 

21 kamen nach Soest, die weiteren Tiere nach Vlotho und Lippstadt. Auch die Tierheime dort haben bereits einige Tiere vermittelt. 

Das Soester Tierheim musste auch Anfragen ablehnen. „Das Tier hätte es bei der Dame sicherlich gut gehabt, aber sie hatte schon drei Katzen. Das konnten wir dann leider nicht zulassen.“ 

Die Werler Katzen wurden nur in Haushalte vermittelt, in denen es keine anderen Artgenossen und keine kleinen Kinder gibt. Doch es gab auch Ausnahmen.

Kater Wieso

Birgit Oberg erinnert sich: „Wir haben die Katzen, die sich lieb gehabt haben, nicht getrennt. Insgesamt wurden drei Doppelpacks vermittelt.“ Zwei Katzen warten noch auf ein Zuhause. 

Da alle Katzen aus Werl stammen, wurden sie mit dem Anfangsbuchstaben W benannt. Bei 21 Katzen war das „nicht schwierig“. Die Katzen hatten Todesangst, waren scheu und taten sich schwer, die Zuneigung der Tierpfleger anzunehmen, berichtet Birgit Oberg: „So etwas Extremes haben wir noch nie erlebt. Es war ein großer Schock.“

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