Immer mehr Flüchtlinge kehren freiwillig nach Hause zurück

+
Mehr als dreimal so viele Flüchtlinge wie im Jahr zuvor kehrten 2016 im Kreisgebiet freiwillig in ihre Heimatländer zurück.

Kreis Soest - Kaum eine Diskussion zum Thema Flüchtlinge kommt ohne sie aus – die Forderung nach konsequenter „Rückführung“ abgelehnter Asylbewerber, entweder als „freiwillige Ausreise“ oder aber durch Abschiebung. Das NRW-Innenministerium hat Zahlen veröffentlicht, nach denen im vergangenen Jahr landesweit mit 26.611 Menschen im Vergleich zum Jahr davor mit 15.842 Personen bereits ein deutlicher Zuwachs bei den freiwilligen Ausreisen zu verzeichnen war. Dieser Trend gilt auch für das Soester Kreisgebiet.

Wie ein Sprecher der Kreisverwaltung auf Anfrage bestätigte, hat sich der Anteil der Asylbewerber, die 2016 nach der Ablehnung ihrer Anträge freiwillig in ihre Heimatländer zurückgekehrt sind, im Vergleich zum Jahr davor mehr als verdreifacht: Waren es 2015 noch 133 Flüchtlinge gewesen, stieg ihre Zahl im Jahresverlauf auf 468. Keine Angaben machte der Sprecher zu den Ländern, in die die Personen zurückkehrten.

Ebenfalls stark gestiegen ist im vergangenen Jahr auch die Zahl der Abschiebungen im Kreisgebiet – nach 58 im Jahr 2015 hat sie sich 2016 mehr als verdoppelt auf 120. Eingerechnet sind in dieser Statistik auch die Personen, die straffällig wurden und nach Verbüßung ihrer Haftstrafe in der Werler Justizvollzugsanstalt das Land verlassen mussten.

Im Kreisgebiet verbleiben dagegen aktuell 418 Personen, deren Asylanträge zwar abgelehnt wurden, die aber aus einer Reihe von ganz unterschiedlichen Gründen geduldet werden. Dieser Personenkreis umfasst Menschen aus 45 verschiedenen Staaten. Die meisten von ihnen kommen aus Albanien (48), Serbien (40) und dem Kosovo (38) sowie aus Marokko (37), Bangladesch (21) und Indien (20).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare