Neues Konzept für den Bücherbus

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Der Bücherbus, hier eine ältere Aufnahme, fährt nur noch nach einem sehr eingeschränkten Fahrplan.

Soest - Wie geht es weiter mit dem Bücherbus? Wenn sich am Mittwoch die Mitglieder des Kreisausschusses für Bildung, Integration, Schule und Sport ab 18 Uhr zur Sitzung im Börde-Berufskolleg treffen, steht dazu auch ein Antrag der Kreistagsfraktion „Bündnis 90/Die Grünen“ auf der Tagesordnung.

Die Grünen stellen Fragen zur Zukunft des Busses, denn sie wollen die „personelle Situation und konzeptionelle Neuausrichtung der Fahrbücherei im Kreis Soest“ thematisieren. Zudem fordern sie, dass eine „interfraktionelle Projektgruppe“ eingerichtet wird, die sich mit einem neuen Konzept beschäftigen soll. 

Wieder in den Blick nehmen die Grünen auch ein mögliches Sponsoring oder die Wiederbelebung der Interessengemeinschaft. Zurzeit fährt der Bücherbus nur nach einem eingeschränkten Fahrplan und fährt die bekannten Touren im zweimonatigen Rhythmus an. Hintergrund ist, dass der Leiter der Fahrbücherei, Nils Bald, zum Jahresende kündigte und nun die Nachfolge zu klären ist.

 Die Grünen im Kreis wollen nun beantragen, dass die Kreisverwaltung „Anstrengungen unternimmt, die bestehende und nun vakante Personalstelle in der Fahrbücherei neu zu besetzen“. Weitergehen soll es dann im nächsten Schulausschuss. Die Grünen schreiben in ihrer Begründung zum Antrag, dass vor dem Hintergrund der Kündigung des Leiters und dem Alter des Fahrzeugs „dringender Handlungsbedarf“ bestehe, über eine Neuausrichtung der Fahrbücherei nachzudenken – und zwar „bevor durch fehlendes Personal oder Versagen der Technik Fakten geschaffen sind“. 

Zwar seien durch die Veränderungen der medialen Welt die Anforderungen an eine Bibliothek auf vier Rädern neu zu bedenken, dennoch sei der Bücherbus ein „wichtiger und fester Bestandteil des kulturellen Lebens im ländlichen Raum“. Ziel dieser Einrichtung sei es, die Menschen zu erreichen, die nicht so mobil sind. Ebenso wichtig sei es, die Ortsteile zu stärken. 

Vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und der Tatsache, dass in einigen Ortsteilen Bücherschränke aufgestellt worden sind, sei es „wichtig und notwendig, den sich verändernden Bedingungen Rechnung zu tragen“.

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