Entwicklung des ländlichen Raumes

Grüne nehmen auf Haus Düsse das Landleben in den Fokus

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Für den „Heimat-Kongress“ der Grünen war der Veranstaltungsort Haus Düsse auch ein „Nach-Hause-Kommen“: Friedrich Ostendorff (MdB), Sven Lehmann, Barbara Steffens und Anton Hofreiter (von links) konnten über 200 Teilnehmer begrüßen.

Kreis Soest -  Die Grünen und das Land – das gehört für die Partei einfach zusammen. Deshalb, und wohl auch mit einem Auge auf die Landtagswahlen im kommenden Jahr, widmeten sie der Entwicklung des ländlichen Raumes im Bundesgebiet am Samstag bereits zum dritten Mal einen ganztägigen Kongress – und zum zweiten Mal fand der auf Haus Düsse statt.

Die Mitwirkung politischer Schwergewichte auf dem Podium unterstrich nur die Bedeutung des Themas für die einst als Öko-Partei entstandenen Grünen bei der Veranstaltung, die unter dem Motto „Heimat.Land.Grün“ über 200 Teilnehmer angelockt hatte – aus dem ganzen Land und bei weitem nicht nur Parteigänger. Was wiederum den Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Anton Hofreiter, ebenso freute wie die grünen NRW-Minister Johannes Remmel (Umwelt) und Barbara Steffens (Gesundheit) und den NRW-Parteivorsitzenden Sven Lehmann.

An Selbstbewusstsein mangelte es dem Quartett während einer Pressekonferenz in der kurzen Mittagspause nicht. „Auf dem Land gibt es eigentlich nur zwei große politische Bewegungen von Bedeutung“, erklärte Hofreiter, selber aus einem kleinen bayerischen Dorf stammend: die Konservativen und die Grünen. Und beide stünden für gegensätzliche Konzepte für die Entwicklung des ländlichen Raumes, der gleichzeitig mit großen Problemen zu kämpfen habe und dabei doch auch „Innovationsmotor“ sei, weil hier Lösungen gesucht und gefunden werden müssten, die später auch für die urbanen Zentren anwendbar seien.

Auf die Entwicklungen in der Landwirtschaft alleine, das machte die grüne Führungsriege klar, wolle sich weder die Partei noch der Kongress beschränken – das verdeutlichte auch die Themenpalette der Foren, die am Nachmittag auf dem Programm standen: Da ging es neben Konzepten für die Agrarwirtschaft um Themen wie Gesundheitsversorgung und Pflege, die Digitalisierung des Lebens auf dem Land, die Qualität des öffentlichen Verkehrs und viele andere.

Einen grundsätzlichen Gegensatz zwischen Stadt und Land wollten Hofreiter und Steffens nicht konstatieren. Der werde in der Politik zwar im Verteilungskampf um Fördergelder immer wieder gerne attestiert, tatsächlich aber gehörten beide Räume zusammen und profitierten auch voneinander. „Beide stehen allerdings für unterschiedliche Lebensentwürfe von Menschen“, räumte die NRW-Gesundheitsministerinjedoch ein.

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