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"Grobe Corona-Sünden" auf den Baustellen im Kreis Soest

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Von: Matthias Staege

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Betreten verboten. Wer die Baustellen trotzdem betritt, der sieht jede Menge Verstöße gegen Corona-Regeln, sagt die Gewerkschaft. © IG BAU

Sammeltransporte von Arbeitern, Mittagspausen "dicht an dicht", oft nicht einmal Möglichkeiten zum Händewaschen: Die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt ist entsetzt über das, was sie auf den Baustellen im Kreis Soest sieht - und das gerade jetzt, da die Infektionszahlen wieder ansteigen.

Kreis Soest - Die "Corona-Disziplin" auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen im Kreis Soest werde gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). "Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, wird der Vorsitzende der IG BAU Westfalen Mitte-Süd, Friedhelm Kreft, in einem Schreiben der Gewerkschaft zitiert.

Immer häufiger werde wieder "im alten Trott" gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie. Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus inzwischen einfach aus. Bei Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf "grobe Corona-Sünden": 

"Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen", wird Kreft weiter zitiert.

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