Umfangreiche Gehölzarbeiten

Kahlschlag oder Pflege? Straßen.NRW setzt wieder die Säge an

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Klotzen statt kleckern: Das Kappen von Bäumen ist jetzt wieder an vielen Straßen zu beobachten.

Kreis Soest - Kahlschlag oder Pflege? Diese Frage stellt sich Autofahrern in diesen Wochen wieder angesichts der umfangreichen Gehölzarbeiten entlang von Straßen an Autobahnen. Für Straßen.NRW ist die Antwort klar: Hier wird gepflegt – weil gepflegt werden muss.

Weil Bäume und Sträucher entlang von Landes- und Bundesstraßen und Autobahnen nur solange ungestört wachsen dürfen, wie sie die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht gefährden, ist die regelmäßige Pflege der Gehölze gesetzlich vorgeschrieben. 

Straßen.NRW wendet dafür alleine in diesem Jahr rund 23 Millionen Euro auf – ein Teil dieses Geldes wird natürlich auch im Kreis Soest ausgegeben. 

Dabei soll mittelfristig dazu übergegangen werden, das abschnittsweise „auf den Stock setzen“, also das Kappen wenige Zentimeter über dem Boden, durch eine „selektivere Pflege“ zu ersetzen, erklärt der Landesbetrieb. Die ist allerdings mit höherem Aufwand, sprich Kosten, verbunden und sei auch nicht, so Straßen-NRW, in allen Fällen sinnvoll. 

Der weitaus größte Teil des Holzes wird als gehäckselte Biomass energetisch genutzt, also verbrannt, oder bei der Produktion von Spanplatten verarbeitet. Nur ein geringer Teil eignet sich als klassisches Brennholz. Reich werde er damit aber nicht, versichert der Landesbetrieb. Dafür sei der Aufwand beim Schlagen des Holzes viel zu groß. 

Kaum erfüllbar ist der Wunsch vieler Autofahrer, diese Arbeiten wegen der damit verbundenen Behinderungen des Verkehrs nachts durchzuführen. Die Dunkelheit erhöhe sowohl das Verletzungsrisiko für die Mitarbeiter, so Straßen-NRW, als auch das für die Autofahrer, die sich auf Wanderbaustellen einstellen müssten.

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