IHK Frühjahrsumfrage zeigt: Die Börde boomt wie nie zuvor

Sie stellten die Ergebnisse der IHK-Frühjahrsumfrage vor (von links): Hubertus Gössling, Andreas Knappstein, Daniela Tigges, Johannes Lehde, Andreas Rother, IHK-Volkswirt Stefan Severin, Dr. Ilona Lange und Alexander Koch.
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Sie stellten die Ergebnisse der IHK-Frühjahrsumfrage vor (von links): Hubertus Gössling, Andreas Knappstein, Daniela Tigges, Johannes Lehde, Andreas Rother, IHK-Volkswirt Stefan Severin, Dr. Ilona Lange und Alexander Koch.

Kreis Soest -  Allen Unkenrufen und Schreckensnachrichten über Kriege, Krisen und Katastrophen auf den Kontinenten zum Trotz: In der Börde brummt die Wirtschaft – und zwar so sehr, dass genau dieser Boom seine ganz eigenen Herausforderungen für die Unternehmen kreiert. Beide Seiten dieser ganz schön glänzenden Medaille werden deutlich in der aktuellen Konjunkturumfrage der IHK Arnsberg.

Es wird gebaut und produziert, dass sich die Balken in vielen Unternehmen biegen und die Auftragsbücher randvoll sind – und die Erträge stimmen auch. Kein Wunder also, dass der „Konjunkturklimaindikator“, der aus den Ergebnissen einer groß angelegten Frühjahrsumfrage unter den Unternehmen im Kammerbezirk um die Jahreswende herum errechnet wurde, mit 135 Punkten fast an das „Allzeithoch“ aus dem Jahr 2011 heranreicht – und ihn in einer Hinsicht sogar in den Schatten stellt.

„Der Aufschwung hat alle Branchen erfasst, ist nicht nur konsumgetrieben und so stabil, dass auch dieses Jahr hervorragend werden wird“, fasste IHK-Geschäftsführererin Dr. Ilona Lange die Stimmung in der heimischen Wirtschaft zum Start ins neue Jahr zusammen.

„Ein solches Ergebnis hat es bei einer Konjunkturumfrage der IHK Arnsberg noch nie zuvor gegeben.“ Mit Letzterem bezieht sie sich auf die Zahl von 55 Prozent der Unternehmen, die ihre eigene Lage als „Gut“ bezeichnen, und auf den Wert von 29 Prozent, die sogar mit einer weiteren Verbesserung im Jahresverlauf rechnen. Das toppt noch einmal die Ergebnisse aus dem vergangenen Herbst, die ohnehin schon von viel Optimismus gezeugt hatten.

Ihren Niederschlag finden diese Werte auch in den geäußerten Investitionsabsichten: Fast 90 Prozent aller Betriebe wollen noch mehr als im vergangenen Jahr oder zumindest ebenso viel Geld ins Unternehmen stecken, sowohl für Ersatzzwecke, als auch um Kapazitäten für weitere Expansionen zu schaffen.

Motor dieser Zuversicht sind eine unverändert positive „Konsumlaune“ im Inland, aber auch eine kräftige Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen auf den Weltmärkten – trotz aller oben bereits erwähnten Widrigkeiten. „Da gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt“, demonstrierte unter anderem der Wickeder Unternehmer Alexander Koch (HEKO Ketten GmbH) Gelassenheit.

Zurücklehnen und die goldenen Zeiten genießen ist dennoch ein Luxus, den sich die Vertreter der unterschiedlichen Branchen bei der Vorstellung der Konjunkturumfrage nicht leisten wollen und können. Vor allem der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern droht den Boom früher oder später abzuwürgen – wenn er ihn nicht schon jetzt dämpft.

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