Salons machen das Licht an

Corona-Lockdown: Friseure wollen am 15. Februar wieder öffnen - FDP unterstützt Aktion im Kreis Soest

Louisa Bott ist der beste Friseur-Azubi im Kammerbezirk Dortmund.
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Friseurin Louisa Bott bei der Arbeit in Soest. das Bild entstand vor dem Lockdown.

[Update] Die einen müssen nur mit etwas längeren Harren kämpfen, die anderen kämpfen um ihre Existenz. Und mit jedem Tag im Lockdown wird die Luft dünner für die Friseure. Sie wollen bald wieder ihre Salons öffnen und mit einer großen Aktion auf ihre dramatische Lage aufmerksam machen.

Kreis Soest - Die Friseursalons im Kreis Soest schließen sich einer bundessweiten Aktion unter dem Titel „Licht an, bevor es ganz ausgeht!“ an.

„Die rund 80.000 Salons des deutschen Friseurhandwerks sind seit dem 16. Dezember 2020 im zweiten Lockdown geschlossen. Viele Familienbetriebe im Friseurhandwerk können die damit verbundenen Umsatzverluste nicht mehr überbrücken, sie stehen vor dem existenziellen Aus“, heißt es dazu in einer Mitteilung des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerks, die derzeit auch die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe an ihre Mitgliedsbetriebe weiterleitet.

Friseure wollen wieder öffnen: Licht soll 24 Stunden brennen

Demnach wollen die Friseure in der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar ein Zeichen setzte und das Licht in ihren Salons anmachen. „Das Licht soll 24 Stunden in den Salons brennen, um die Bevölkerung auf die dramatische Situation des Friseurhandwerks im zweiten Lockdown aufmerksam zu machen“, heißt es vom Zentralverband..

„Wir wollen für unsere Kundinnen und Kunden sichtbar bleiben und geben nicht auf“, so Harald Esser, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Friseurhandwerks. „Wir kämpfen um unsere Existenz und wollen arbeiten. Unsere Kundinnen und Kunden warten auf uns.“, so Esser.

Friseure wollen wieder öffnen: Die 4 Forderungen der Friseure

Die 4 Kernforderungen des Friseurhandwerks: „1. Die Überbrückungshilfen müssen passgenau gestaltet und schnell und unbürokratisch gewährt werden. 2. Eine nachhaltige Förderung der Ausbildungsleistung , um die duale Berufsausbildung zu sichern. 3. Auch der Chef oder die Chefin als wichtigster Mitarbeiter des Betriebs muss berücksichtigt werden. Wir gehen in den aktuellen Regelungen noch leer aus. 4. Schwarzarbeit muss gestoppt werden. Sichere Friseurdienstleistungen können nur wir Profis unter Wahrung der Hygiene- und Arbeitsschutzstandards in den Salons bieten.“

Die Friseure wollen dafür kämpfen, ab dem 15. Februar wieder die Salons zu öffnen, heißt es außerdem in dem Schreiben des Zentralverbandes.

Unterstützung aus der Politik

Die bundesweite Forderung vieler Friseursalons, die Arbeit Mitte Februar wieder aufnehmen zu dürfen, findet auch im Kreis Soest Unterstützung: Die Kreis-FDP stellt sich auf die Seite der Unternehmer.

Sebastian Rasche, selbst unternehmerisch tätig und Wirtschaftssprecher der FDP: „Viele Friseursalons haben bereits im ersten Lockdown unter großer finanzieller Anstrengung Schutzmaßnahmen umgesetzt und teilweise Räume verändert und Trennwände eingebaut. Wir wünschen uns eine Perspektive für die Unternehmer. Mit guten Hygiene-Konzepten sollten die Salons, sobald es vertretbar ist, wieder geöffnet werden dürfen. Dies gilt natürlich auch für andere Bereiche, in denen Hygienemaßnahmen eingehalten werden können.“

Der 29-Jährige ergänzt: „Mit einer geregelten Öffnung würde auch verhindert werden, dass die Unternehmer irgendwann dazu gezwungen werden, ihre Dienstleistungen in Privaträumen anzubieten. Dort können Corona-Regeln erst recht nicht beachtet werden.“

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