Fallschirmspringen mit dem Awo-Bewohnerzentrum Soest

"Megacool!" Jugendliche wagen Sprung aus den Wolken

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Einstieg ins Flugzeug: Gleich geht’s los!

Bad Sassendorf/Soest - Lea ist die Erste, die wieder festen Boden unter den Füßen spürt. Sie hat den Absprung geschafft und ist sicher gelandet. Felix folgt, und beide sind sich einig: Es ist megacool, mit dem Fallschirm durch die Luft zu schweben. „Der erste Moment war krass“, meint Felix. Aber dann habe er das Feeling und die spektakuläre Aussicht einfach nur genossen. 

Mittags um 12 Uhr im Lohner Klei vor der Skydive-Halle: Pilot Heinrich Wegener sitzt startklar in der Maschine, und die Spannung steigt. An zwei Tagen haben die Teilnehmer der vom Awo-Bewohnerzentrum in Soest organisierten Ferienaktion gelernt und geübt.

Jetzt wird’s ernst. Die Stimmung schwankt zwischen abenteuerlustig, aufgeregt und angespannt, doch da sie sich nun einmal auf den ultimativen Nervenkitzel eingelassen haben, sind Lea, Felix, Marcel, Julie, Jenny, Kevin, Yousef und Michael fest entschlossen, auch wirklich ins Flugzeug zu steigen, sich in 1500 Meter Höhe bringen zu lassen, sich dann selbst zu überwinden und ins Ungewisse zu springen. 

„Auf geht’s“, ruft Trainer Uwe Steinbrecher. Nun nehmen alle ihre Plätze ein, wer sitzt, streckt auf Wunsch des Anzeiger-Fotografen erfolgssicher den Daumen hoch. Dann schließt sich die Tür, noch ein zaghaftes Winken aus dem Kabinen-Fenster und schon dröhnen Motorengeräusche. 

Familien sehen staunend vom Boden aus zu

Vater, Mutter, Geschwister wollen sich das besondere Erlebnis nicht entgehen lassen und mit eigenen Augen sehen, wie mutig ihre Kinder sind und dass sie sich trauen, abzuheben und sich fallen zu lassen. Auch Großmutter Ursula Dauksch ist gekommen und gerät ins Schwärmen: „Mein Enkelkinder machen, was ich nicht geschafft habe.“

Vereins-Vorsitzender Norbert Meier hat die Anfänger, die am Himmel als kleine Punkte zu erkennen sind, sicher im Blick. Per Funk verständigt er sich mit ihnen, dirigiert sie nach rechts oder nach links, bis sie die richtige Richtung erreicht haben. „Das machen sie wirklich gut“, zollt er ihnen ein dickes Lob. Er ist ein „alter Hase“, freut sich aber jedes Mal, wenn er das Strahlen in den Gesichtern der Neulinge sieht.

Glückwünsche für jeden Einzelnen

Zu ihnen gehört Jenny Alteköster, Mitarbeiterin im Awo-Bewohnerzentrum. Soll ich wirklich?, hat sie sich wohl die ganze Zeit gefragt und sich dann doch dazu durchgerungen, sich fallen, vom Schirm auffangen und sich tragen zu lassen. Als sie nach gut vier Minuten am Horizont wieder auf der Erde steht, ist sie stolz: Schön war’s, sagt sie, „gar nicht so schlimm, wie ich es mir erst vorgestellt habe.“ 

Maik Glormann, Leiter des Awo-Bewohnerzentrum, gratuliert jedem Einzelnen aus der der Truppe. Er ist selber schon mehrere Male gesprungen, diesmal allerdings begnügt er sich mit dem Zuschauen. Er weiß um den besonderen pädagogischen Wert solcher Projekte. „Wer das geschafft hat“, betont er der schafft auch vieles andere.“ Ein breites Grinsen nach gelungener Landung könne mehr sagen als tausend Worte, meint er und fügt hinzu: „Davon werden sie noch lange erzählen. 

Felix jedenfalls würde es am liebsten gleich noch einmal wagen. Er hat sich gewundert, wie klein die Welt doch aus der Vogelperspektive wirkt. Der Flugplatz sei ihm von dort oben wie ein kleiner Flecken vorgekommen, und er habe sich gefragt, ob er „diese Mini-Wiese“ tatsächlich ansteuern soll. Weder Höhe noch Geschwindigkeit hat er wahrgenommen, der pure Wahnsinn.

Fallschirmsprung der 80Jährigen Christa Besa in Lohne

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