Eltern erbost

Seepferdchen im Aquafun? Damit ist jetzt erst einmal Schluss

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Im Aquafun gibt's Ärger: Einige Eltern sind erbost, weil der Seepferdchen-Kursus für ihre Kinder nicht fortgeführt wird.

Soest - Mehrere Eltern aus Möhnesee, die sich mit ihren Kindern morgens auf den Weg nach Soest zum Aquafun gemacht hatten, sind erbost: Erst an der Kasse erfuhren sie zu ihrer Verblüffung, dass der Seepferdchen-Kursus wegen Personalmangels fürs Erste gestrichen ist und auch nicht fortgesetzt wird.

Das soll auch für andere Angebote gelten. Dabei hatte der Nachwuchs erst die Hälfte des Trainings geschafft. 

Drei Termine von insgesamt sechs standen noch aus – doch die fallen ins Wasser. „Die Kinder sind natürlich sehr traurig“, berichtet Mutter Sabrina Nölle. Bei einem der kleinen Schwimmer seien sogar Tränen geflossen. Sie erzählt von ihrem Sohn, der seine anfängliche große Scheu vor dem Wasser im Aquafun schnell überwunden und sich dort so wohl gefühlt habe, dass er sich auf die Stunden riesig freute. 

"Wir wollen unser Geld zurück - und zwar komplett"

Auch die Väter Hubertus Vorwerk und Patrick Lohre machen deutlich, wie verärgert sie sind. Hubertus Vorwerk findet klare Worte: „Wir wollen unser Geld zurück – und zwar komplett. Es geht hier um eine nicht erbrachte Leistung. Ziel des Kurses war die Seepferdchen-Prüfung, die können die Kinder jetzt nicht, wie vorgesehen, ablegen.“ 

Die Eltern haben für insgesamt sechs Wochenenden um die 100 Euro gezahlt, sagte Sabrina Nölle auf Nachfrage. 

So äußert sich das Aquafun

Dirk Sellger, Geschäftsführer des Bades, äußerte im Gespräch mit unserer Zeitung sein Bedauern über die Situation und nannte als Grund mehrere Krankheitsfälle im Team. 

Dass die Kinder wieder weggeschickt werden mussten, sei extrem schade, „denn sie sind unsere Kunden von morgen und sollen zufrieden sein.“ Doch habe man sich angesichts der Personalsituation zu einem klaren Schnitt entschieden.

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Das bedeute: Lieber den kompletten Kursus absagen, statt die Teilnehmer von Woche zu Woche zu vertrösten, ohne zu wissen, ob dann alles wieder im Lot ist. „Es tut uns sehr leid“, betont Dirk Sellger, „aber es lässt sich in diesem Fall nicht ändern.“ 

So lange soll die Pause andauern

Er geht von einer Pause bis Mai aus, dann soll das Unterrichts-Programm in gewohnter Qualität wieder starten. Der Geschäftsführer kündigte an, den Familien das Geld zu erstatten. Die Eltern, deren E-Mail-Adresse bekannt sei, bekämen in der Regel rechtzeitig eine Nachricht über einen Ausfall. 

Die Möhneseer dagegen sagen, sie seien nicht informiert worden. An fehlenden Kontaktdaten könne das nicht liegen: „Die haben wir – wie gewünscht – bei der Anmeldung mit angegeben.“

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