Schulen 

Jetzt dürfen auch Gymnasiasten und Gesamtschüler wieder zur Schule

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Damit die Abstandsregeln eingehalten werden, sind die Ein- und Ausgämge am Aldegrever-Gymnasium streng getrennt. 

Soest/Werl – Seit gestern darf an den Gymnasien und den Gesamtschulen wieder mehr Präsenzunterricht erteilt werden. Jede Schule erstellt dabei auf ihr Gebäude individuell zugeschnittenes Konzept.

 „Dazu gab es keine einheitliche Handreichung der Arbeitsgruppe Schule der Stadt Soest. Basis sind die Handreichungen des Schulministeriums. Darüber hinaus steht die Verwaltung natürlich in permanenten Gesprächen mit den Schulen, zum Beispiel wenn es um die Reinigung der Räume geht“, sagt Stadtsprecher Thorsten Bottin.

Coronavirus im Kreis Soest: Klassen werden geteilt

 „Alle Schüler und Eltern haben eine Mail bekommen, in der genau geregelt wird, wie der Stundenplan für die Kinder bis zu den Sommerferien aussieht“, sagt Martin Fischer, Direktor des Aldegrever-Gymnasiums. Jede Klasse wurde nach dem Alphabet geteilt – „da haben wir auf Freundschaften keine Rücksicht genommen“, so Fischer. Es gibt A und B Gruppen und A und B Wochen. Nach diesem rollierenden System ist heute Gruppe A für einen kompletten Schultag in der Schule, morgen folgt Gruppe B der Klasse. Durch dieses System schafft es die Schule, dass alle Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien – Zeugnisse gibt es am 26. Juni – eine komplette Schulwoche an der Schule erhalten.

 Eine komplette Schulwoche nach Stundenplan wird so auf vier Wochen verteilt. Der Nachmittagsunterricht fällt komplett aus. Ganz konkret sah der Schultag gestern am Alde so aus: Jeweils die Hälfte der 6. und 7. Klassen sowie die Hälfte der Q1 waren in der Schule. Heute darf die andere Hälfte im Klassenraum Platz nehmen. Die Abiturienten finden in der Turnhalle und der Aula ausreichend Platz. 

Coronavirus im Kreis Soest: Nur 150 Schüler pro Tag an der Schule 

Nach diesem System besuchen rund 150 Jungen und Mädchen pro Tag die Schule, wo sich in normalen Zeiten gut 800 junge Leute tummeln. Auch die Pausen finden versetzt statt, so dass nicht mehr als 50 Schüler gleichzeitig auf dem Schulhof sind. „Wir haben doppelt so viele Aufsichten, bei erheblich weniger Kindern.“ 

Mit Sprühfarbe sind die Ein- und Ausgänge gekennzeichnet. „Dort stehen wir Lehrer morgens und schauen, dass jeder Schüler schon auf dem Schulhof seine Maske aufsetzt und sich am Eingang an einem der zahlreichen Desinfektionsspendern die Hände säubert. Da sind wir sehr streng, damit nichts passiert“, so Fischer. Wenn die Kinder an ihrem Platz in der Klasse sitzen, dürfen sie die Masken abnehmen. 

Coronavirus im Kreis Soest: Werler Ursulinengymnasium verfügt über viel Platz

.„Wir sind räumlich in einer glücklichen Lage: Wir verfügen über drei große Schulgebäude und ein weitläufiges Schulgelände. Aus diesem Grund konnten unsere Klassen 5 bis 10 und die Q1 bei uns schon in der vergangenen Woche beschult werden“, sagt Anne-Kristin Brunn, Leiterin des Ursulinengymnasiums Werl. Dies sei mit dem Schulträger, dem St. Ursula-Stift bzw. dem Erzbistum Paderborn abgesprochen. In drei Gebäuden befinden sich das Gymnasium sowie die Ursulinen-Realschule. 

Alles zum Coronavirus im Kreis Soest

Je nach Größe des Klassenraums wird die Klasse halbiert oder, ab 27 Kindern, auch gedrittelt, so dass in einem Klassenraum zwischen zehn und maximal 13 Schüler unterrichtet werden. Das gilt fürs Gymnasium sowie für die Realschule. Jeweils an einem Tag in der Woche werden die Jahrgangsstufen 6,7,8, 9, 10 und die Q1 nach dem rollierenden System beschult. Gestern zum Beispiel waren alle Kinder der Stufe fünf zeitgleich wieder in der Schule. Die drei Klassen des Gymnasiums fanden aufgeteilt in neun Gruppen in jeweils neun Klassenräumen Platz. 

Damit sind alle Jahrgänge bereits einmal in der Schule gewesen, unter Einhaltung der Hygieneverordnungen, getrennten Laufwegen und Schulhöfen sowie der Maskenpflicht. Gestern waren zum Beispiel die Schüler der Q1, die Abiturienten sowie die fünften Klassen im Haus.

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