News-Ticker

Coronavirus im Kreis Soest: Erster Todesfall in Warstein - Zahl der Infizierten nur leicht gestiegen

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Es gibt den ersten Corona-Toten im Kreis Soest.

Es gibt den ersten Corona-Toten im Kreis Soest. Er kommt aus Warstein. 216 Personen aus dem Kreis Soest haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Polizei und Ordnungsämter kontrollieren die Einhaltung des weitgehenden Kontaktverbots. Wir berichten hier im News-Ticker.

  • Im Kreis Soest gibt es jetzt 216 bestätigte Coronavirus*-Fälle, es gibt einen Toten.
  • Einige Personen wurden aber auch schon aus der Quarantäne entlassen.
  • Wir berichten über die Entwicklung im Kreis Soest im News-Ticker.

+++ News-Ticker aus dem Kreis Soest hier aktualisieren +++

+++ Hier geht es zum aktuellen Newsticker für  NRW +++

Update, 17.43 Uhr:  Im Kreis Soest gibt es 216 bestätigte Corona-Fälle, davon gelten 70 Menschen als genesen (Stand Donnerstag, 2. April, 16 Uhr). Der Anstieg der Fallzahlen fällt damit relativ gering aus. Gestern wurden 214 Infizierte gezählt. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht. 12 Personen befinden sich aktuell allerdings in stationärer Behandlung, niemand ist jedoch intensivpflichtig. Ein Mann aus Warstein war gestern an COVID-19 verstorben. Die Anzahl der mit Coronavirus infizierten Personen verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Kreisgebiet: Anröchte 4 (davon 1 genesen), Bad Sassendorf 10 (davon 10 genesen), Ense 3 (davon 1 genesen), Erwitte 4 (davon 2 genesen), Geseke 24 (davon 6 genesen), Lippetal 9 (davon 3 genesen), Lippstadt 52 (davon 14 genesen), Möhnesee 13 (davon 6 genesen), Rüthen 9 (davon 4 genesen), Soest 22 (davon 11 genesen), Warstein – nach weiterer statistischer Bereinigung – 43 (davon 7 genesen und 1 Todesfall), Welver 6 (davon 2 genesen), Werl 12 (davon 4 genesen), Wickede 5 (davon 0 genesen).

Update, 2. April, 17.08 Uhr: Der Naturpark Arnsberger Wald wird den Möhneseeturm in Abstimmung mit der Gemeinde Möhnesee ab Freitag, 3. April, für Besucher schließen. Zum Schutz der Besucher hatte das Ordnungsamt der Stadt Warstein den Lörmecketurm sowie den Skywalk Möhnetal bereits am Samstag, 21. März, gesperrt. 

Der notwendige Abstand zwischen den Besuchern kann beim Turmauf- und abstieg sowie bei der Begehung des Skywalks nicht eingehalten werden. "Wir haben zunächst von einer Schließung des Möhneseeturms abgesehen, da bei einer angemessenen Besucherzahl die Möglichkeit gegeben ist, sich auf den einzelnen Ebenen aus dem Weg zu gehen. Dies ist aber bei dem starken Besucheraufkommen im Moment nicht gegeben und wird in Anbetracht der Ferien und des guten Wetters voraussichtlich in den kommenden Tagen zu Problemen führen", erläutert Jens Hoheisel, Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Arnsberger Wald. "In Abstimmung mit der Gemeinde Möhnesee werden wir daher auch den Möhneseeturm bis auf weiteres für Besucher schließen."

Update, 2. April, 17 Uhr: Seit gut zwei Wochen stehen auf der Internetseite des Kreises Soest www.kreis-soest.de/coronahilfe Formulare bereit, über die sich inzwischen 281 Personen für die Spontanhilfe und 641 für die Nachbarschaftshilfe eingetragen haben, sechs Personen baten auf diesem Weg um Hilfe. Nun startet der Krisenstab des Kreises Soest erneut einen Aufruf, der sich diesmal explizit an freiwillige Helfer mit Qualifikationen im Bereich Pflege richtet. „Denn sollte sich die Lage weiter zuspitzen, ist die Unterstützung von Spontanhelfern insbesondere im medizinischen Bereich besonders wichtig. Diese Spontanhelferinnen und -helfer bieten im Katastrophenfall ihre Arbeitskraft an. Im Krisenstab haben wir nun entschieden, dass das Spontanhelfer-Formular um den Bereich Pflege erweitert wird, denn auch dieser Bereich benötigt im Ernstfall jede helfende Hand“, erklärt Kreisdirektor Dirk Lönnecke. 

Ab sofort können sich nun auch freiwillige Helferinnen und Helfer mit einer pflegerischen Ausbildung, beispielsweise als Altenpfleger oder Altenpflegehelfer per Online-Formular als Spontanhelfer beim Kreis Soest registrieren. Die Bürger, die sich bereits registriert haben, brauchen dies natürlich nicht erneut machen.

Da der Unterschied zwischen Spontanhilfe und Nachbarschaftshilfe nicht immer auf Anhieb klar ist, hier noch einmal eine Kurzerklärung: Spontanhelfer sind Personen mit medizinischer oder pflegerischer Qualifikation und entsprechender Erfahrung, die, falls sich die Lage im Kreis Soest weiter zuspitzen sollte, für die medizinische und pflegerische Versorgung im Kreisgebiet eingesetzt werden können – koordiniert vom Kreis Soest. Anstatt als Spontanhelfer könnten sie auch als Katastrophenschutzhelfer bezeichnet werden. Wichtig: Wer sich als Spontanhelfer meldet, darf kein Mitglied einer Feuerwehr oder einer Hilfsorganisation sein. Nachbarschaftshelfer sind Personen, die anderen Menschen bei täglichen Aufgaben, wie Einkäufen oder mit dem Hund spazieren gehen, helfen. Es sind keine medizinischen Vorkenntnisse nötig, sondern eher der Wunsch anderen Menschen zu helfen. Wer seine Hilfe anbieten möchte, als Spontanhelfer oder als Nachbarschaftshelfer, aber auch, wer Nachbarschaftshilfe benötigt, kann sich beim Kreis Soest per Online-Formular unter www.kreis-soest.de/coronahilfe oder auch per Infotelefon unter der Nummer 02921/303060 melden.

Coronavirus im Kreis Soest: Gewinneinbruch bei Hella

Update, 2. April, 10.17 Uhr:  Beim Licht- und Elektronikspezialisten Hella hat sich die Corona-Krise bereits im dritten Geschäftsquartal (bis Ende Februar) bemerkbar gemacht. Umsatz und Ergebnis waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig, wie der Autozulieferer am Donnerstag im westfälischen Lippstadt bei der Vorlage ausführlicher Zahlen mitteilte. Während die Erlöse um 4 Prozent auf rund 1,54 Milliarden Euro zurückgingen, brach der Gewinn unterm Strich um fast ein Viertel auf 51 Millionen Euro ein. 

Hella hatte schon Mitte März mitgeteilt, dass die ursprünglich angepeilten Jahresziele aufgrund der Coronavirus-Pandemie verfehlt werden dürften. Die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 werde wegen nachlassender Kundennachfrage und möglicher Unterbrechungen der globalen Lieferketten voraussichtlich nicht erreicht. Die genaue Höhe der negativen Corona-Effekte ließe sich aber aktuell aufgrund der hohen Unsicherheiten nicht beziffern, hieß es nun. Konzernchef Rolf Breidenbach bezeichnete die Covid-19-Pandemie als "eine enorme Herausforderung" für die gesamte Autoindustrie. Er zeigte sich aber dennoch zuversichtlich, dass Hella die Krise meistern könne. Der Zulieferer leidet unter dem Produktionsstopp der Autobauer infolge der Virus-Krise und hatte schon zuvor die seit geraumer Zeit anhaltende Schwäche der Automärkte zu spüren bekommen.

Update, 1. April, 18.18 Uhr: Im Kreis Soest gibt es, Stand 16 Uhr am Mittwoch, 1. April, 214 bestätigte Corona-Fälle, davon gelten 66 Personen als genesen. Innerhalb eines Tages ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle um sieben angestiegen. 

In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 17 Patienten befinden sich aktuell allerdings in stationärer Behandlung. Das sind drei mehr als am Dienstag, teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Eine Person sei demnach an dem Virus verstorben.

Die Anzahl der bisher gemeldeten bestätigten Corona-Fälle, inklusive der wieder genesenen Personen, verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Kreisgebiet:

  • Anröchte 4 (davon 1 genesen)
  • Bad Sassendorf 10 (davon 10 genesen)
  • Ense 3 (davon 1 genesen)
  • Erwitte 4 (davon 2 genesen)
  • Geseke 24 (davon 6 genesen)
  • Lippetal 8 (davon 3 genesen)
  • Lippstadt 52 (davon 11 genesen)
  • Möhnesee 12 (davon 5 genesen)
  • Rüthen 9 (davon 4 genesen)
  • Soest 22 (davon 10 genesen)
  • Warstein 45 (davon 7 genesen und ein Todesfall)
  • Welver 6 (davon 2 genesen)
  • Werl 10 (davon 4 genesen)
  • Wickede 5 (davon 0 genesen)

Bei zehn Personen waren die durch ein Labor zunächst als positiv gemeldeten Testergebnisse nicht korrekt. Entsprechend werden diese Personen nicht mehr unter den infizierten Personen gezählt und die Statistik wurde dahingehend korrigiert.

Coronavirus im Kreis Soest: Video-Botschaft von Soests Bürgermeister

Update, 17.45 Uhr: Zwischen allen Einschränkungen und schlechten Nachrichten infolge der Corona-Pandemie gibt es immer wieder auch Grund für Hoffnung, findet Soests Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer. So sind zehn der bislang positiv auf Corona getesteten 22 Personen in der Stadt mittlerweile wieder gesund. Die Krankenhäuser in Soest seien ihrerseits gut auf die Versorgung schwerkranker Infizierter vorbereitet, sie halten Betten für diese Menschen frei, von denen es zurzeit glücklicherweise noch keine Fälle mit Beatmungsbedarf gebe. 

„Sie können sicher sein, dass die ärztliche Versorgung im Klinikum sichergestellt ist und natürlich alle Notfälle wie bislang sehr gut behandelt werden“, sagt Dr. Ruthemeyer in seiner wöchentlichen Videobotschaft an die Soesterinnen und Soester.

Coronavirus im Kreis Soest: Erster Todesfall

Update, 15.09 Uhr: Im Kreis Soest ist der erste Todesfall im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu beklagen. Ein 82-Jähriger aus Warstein, der mit dem Virus infiziert war und an diversen Vorerkrankungen litt, ist in der Nacht zum 1. April im Krankenhaus Maria Hilf verstorben. „Wir sind tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. Wir trauern mit ihnen“, erklären Landrätin Eva Irrgang und der Warsteiner Bürgermeister Dr. Thomas Schöne in einer Mitteilung aus dem Kreishaus gemeinsam. Alle Personen, mit denen der allein lebende Senior Kontakt hatten, sind bekannt und wurden durch das Gesundheitsamt ermittelt und informiert. „Der erste Todesfall im Kreis Soest macht uns den Ernst der Lage noch einmal in einer besonders tragischen Weise klar. Dieses traurige Ereignis führt uns allen vor Augen, welche Konsequenzen das Virus für jeden einzelnen von uns haben kann“, so Landrätin Eva Irrgang. „Er mahnt uns alle zu einem noch konsequenteren Handeln und einem strikten Einhalten der verordneten Regeln und des Kontaktverbots. Das ist die Solidarität, die wir in dieser schweren Zeit brauchen und die jeder leisten kann und muss. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger: Halten Sie sich bitte unbedingt weiterhin an die Vorgaben und schützen Sie sich und die Menschen in Ihrem Umfeld vor Ansteckung.“

Update, 1. April, 14.34 Uhr: Der DORV-Laden in Möhnesee-Völlinghausen schließt ab heute für zwei Wochen bis einschließlich Dienstag nach Ostern, 14. April, weil Mitarbeiter in Quarantäne sind.

Coronavirus im Kreis Soest: Laden wegen Quarantäne zu

Zum Schutz des Personals und der Kunden sei daher die vorübergehende Schließung notwendig. Dies gilt auch für den Sonntagsbackwarenverkauf sowie den Lieferdienst. Der Laden soll ab Mittwoch, 15. April, wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein.

Update, 1. April, 11.33 Uhr: Das Infotelefon des Kreises Soest zum Thema Coronavirus ist unter der Telefonnummer 02921/303060 auch am kommenden Wochenende erreichbar: Am Samstag und Sonntag, 4. und 5. April, jeweils von 10 bis 12 Uhr. Unter der Woche ist das Infotelefon montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar. Die Bürger können sich auch an das „Bürgertelefon Coronavirus“ des Gesundheitsministeriums NRW richten, das montags bis freitags zwischen 7 und 20 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr unter der Nummer 0211/91191001 erreichbar ist.

Update, 1. April, 10.50 Uhr: Wie an jedem Morgen hat das NRW-Gesundheitsministerium vermeintlich aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus aus den 53 Landkreisen und kreisfreien Städten veröffentlicht. 15.999 bestätigte Infektionen und 169 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie werden ausgewiesen, wie wir ja auch aktuell in unserem NRW-Ticker berichten.

Am Beispiel des Kreises Soest wird hier einmal mehr deutlich, welch' gravierende Verzögerung es in der Kommunikation der Fallzahlen an das Ministerium gibt. Denn während der Krisenstab der Kreisverwaltung bereits gestern für den Stand 16 Uhr von 207 bestätigten Fällen berichtete, werden aus Düsseldorf satte 18 Stunden später (Stand 10 Uhr) "nur" 205 Fälle bestätigt.

Coronavirus im Kreis Soest: BG Möhnesee übt massive Kritik

Update, 1. April, 8.19 Uhr: Trotz Kontaktsperre herrschte an den vergangenen Schönwetter-Tagen am Möhnesee Gedränge. Insbesondere die touristischen Ziele Seetreppe und Staumauer waren stark frequentiert. 

Die BG Möhnesee möchte diesem ihrer Ansicht nach gefährlichen Treiben jetzt einen Riegel vorschieben und bestimmte Bereiche notfalls ganz sperren.

"Am vergangenen Wochenende, dem ersten nach Inkrafttreten der Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen, waren enorme Besucherströme zu beobachten, Spaziergänger, Radfahrer, Motorräder und Autos. An und um die Parkplätze traten Besucher in Gruppen auf, von Krisensensibilität keine Spur", klagt Christian Wolf, Rechtsanwalt und stellvertretender Fraktionvorsitzender der BG Möhnesee. Demgegenüber seien die Gewerbetreibenden, insbesondere die Gastronomen, verpflichtet, ihre Betriebe zu schließen.

Coronavirus im Kreis Soest: Möhneseer Verwaltung gefordert

„Es ist diesen nicht zu vermitteln, auf nicht absehbare Zeit finanzielle Einbußen bis hin zum Existenzverlust zu erleiden, wenn wir mit unserer touristischen Infrastruktur nach wie vor Anlaufstellen bieten, bei deren Besuch die Regeln des Infektionsschutzes ad absurdum geführt werden“, sagt Wolf und fragt: "Kinderspielplätze werden geschlossen, warum gilt dies nicht zumindest an den Wochenenden für den Seepark und die Infrastruktur, wie Parkplätze und dergleichen, die das Entstehen eines erhöhten Personenaufkommens ermöglichen?" 

Menschen zieht es raus in die Sonne: "Corona-Flucht" an den Möhnesee

Widersprüche, dass städtische Zoos geschlossen werden, der Möhneseer Wildpark aber nach wie vor Besuchern offen steht, ließen sich kaum auflösen. Die BG Möhnesee fordert von der Verwaltung die Einleitung geeigneter Maßnahmen, um einen überörtlichen Besucherstrom zu reglementieren. Wolf: "Es geht auch um die Sicherheit der Einwohner Möhnesees."

Coronavirus im Kreis Soest: Videosprechstunde am Marienkrankenhaus

Update, 1. April, 7.38 Uhr: Das Marienkrankenhaus Soest führt jetzt den virtuellen Arztbesuch ohne Corona-Ansteckungsrisiko ein. Möglich machen es die Online-Sprechstunden. Den Anfang macht die Abteilung für Plastische, Hand- und Wiederherstellungschirurgie.

Ab Montag, 6. April, können Patienten mit (entzündeten) Wunden, Gesundheitsproblemen an der Hand oder tumorverdächtigen Gewebeveränderungen die virtuelle Sprechstunde nutzen. Vorher müssen - wie bei einem Termin für eine „echte“ Sprechstunde - einige Formalitäten mit dem Patienten abgeklärt werden. 

Mit der Kamera seines Handys oder Tablets filmt der Patient dann zuhause jetzt das erkrankte Körperteil. Der Arzt sieht die gesendeten Bilder live an und kann anhand der Anamnese die weitere Diagnostik und Therapie planen. In der Online-Sprechstunde erläutert der Arzt dem Patienten am Bildschirm die weitere Behandlung.  Bei Bedarf können sich Patienten im Marienkrankenhaus unter der Telefon 2921/3917645 melden.

Coronavirus im Kreis Soest: Das war der Dienstag

Update, 31. März, 17.33 Uhr: Im Kreis Soest gibt es, Stand 16 Uhr am Dienstag, 31. März, 207 bestätigte Corona-Fälle, davon gelten 62 Personen als genesen. Innerhalb eines Tages ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle um 10 angestiegen. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 14 Patienten befinden sich aktuell allerdings in stationärer Behandlung. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit.

Die Anzahl der bisher gemeldeten bestätigten Corona-Fälle, inklusive der wieder genesenen Personen, verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Kreisgebiet:

  • Anröchte 4 (davon 1 genesen)
  • Bad Sassendorf 10 (davon 10 genesen)
  • Ense 3 (davon 1 genesen)
  • Erwitte 3 (davon 2 genesen)
  • Geseke 22 (davon 5 genesen)
  • Lippetal 8 (davon 2 genesen)
  • Lippstadt 47 (davon 11 genesen)
  • Möhnesee 10 (davon 5 genesen)
  • Rüthen 10 (davon 2 genesen)
  • Soest 22 (davon 10 genesen)
  • Warstein 50 (davon 7 genesen)
  • Welver 6 (davon 2 genesen)
  • Werl 8 (davon 4 genesen)
  • Wickede 4 (davon 0 genesen)

Update, 16.31 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium meldet ganz aktuell (Stand 16 Uhr) für den Kreis Soest 199 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Es ist aus der Erfahrung der letzten Tage und Wochen allerdings davon auszugehen, dass der Krisenstab des Kreises selbst in Kürze noch höhere Zahlen vermelden wird. Denn dort lag die Zahl der Fälle schon gestern bei 197.

Coronavirus im Kreis Soest: Verzicht auf Gas- und Stromsperren

Update, 12.43 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie haben einige Energieversorger angekündigt, freiwillig vorübergehend auf Gas- und Stromsperren zu verzichten. Darüber hinaus gilt eine neue gesetzliche Vorgabe: Haushalte, die fortlaufende Zahlungsverpflichtungen wie die Abschläge für Strom und Gas nicht bedienen können, erhalten in der akuten Krise einen maximal dreimonatigen Zahlungsaufschub. 

Das gilt jedoch höchstens bis zum 30. Juni und nur für Verträge, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Außerdem muss der Zahlungsverzug auf die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen sein. Neben Energieverträgen gilt das auch für Wasser-, Telefon- und Internetverträge.

 „Auch wenn ein Zahlungsaufschub gewährt wird, bedeutete das keine Zahlungsbefreiung für die Kunden“, betont Holger Okken, Leiter der Beratungsstelle Soest der Verbraucherzentrale NRW. Spätestens wenn die Corona-Krise abklinge, könne im Energiebereich auch das Abdrehen der Gas- oder Stromversorgung wieder zum Thema werden. Er empfiehlt deshalb, bei Zahlungsschwierigkeiten den Energieversorger zu kontaktieren, die eigene Situation zu schildern und Lösungen zu besprechen

Update, 31. März, 8.20 Uhr: Wegen der Einreisebeschränkungen fehlen in der Seniorenbetreuung bald tausende Arbeitskräfte aus Osteuropa, die betagte Menschen rund um die Uhr in den eigenen vier Wänden versorgen. Wir haben mit Betroffenen gesprochen, den Bericht lesen Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: "Arbeiten in der Krise"

Update, 31. März, 8.08 Uhr: Unternehmen, die jetzt dringend Arbeitskräfte brauchen und Arbeitnehmer, die in Kurzarbeit sind und die damit verbundenen Einkommensverluste abfedern wollen, möchte die Arbeitsagentur Soest schnell und unkompliziert zusammenbringen. 

Ziel der Kampagne "Arbeiten in der Krise" sei, in der derzeitigen Krise unterstützend tätig zu sein, heißt es von der Agentur. Durch die Corona- Pandemie fehlen in vielen Branchen wie im Lebensmittel-Einzelhandel oder in der Gesundheitsbranche viele Hände zur Unterstützung der Region. Gleichzeitig könnten viele Menschen, die beispielsweise in der Gastronomie oder im Textileinzelhandel beschäftigt sind, nicht arbeiten. Die Agentur für Arbeit will damit ganz neue Wege gehen.

„Auf unkomplizierte Art und Weise bieten wir die Gelegenheit, Ihr Stellen- bzw. Jobangebot als auch Ihr Arbeitsgesuch aufzunehmen und Sie miteinander in Verbindung zu bringen“, wird Andreas Goesmann, Projektmitarbeiter der Agentur für Arbeit Meschede-Soest, in einem Schreiben der Agentur zitiert. Durch Neuregelungen ab dem 30. März können Bezieher von Kurzarbeitergeld durch eine Nebentätigkeit in systemrelevanten Bereichen ihre Leistung aufstocken

Diese Regelungen soll helfen die Verluste durch Kurzarbeit auszugleichen. Die Informationen erfolgen ausschließlich über digitale Wege, da die Arbeitsagenturen zurzeit persönlich nicht aufgesucht werden können. Arbeitgeber können ihren Bedarf mit einem einfachen Formular melden. Bewerber tragen in dem Online-Formular lediglich ihren Namen und die Mail-Adresse sowie die Branche und den Ort ein, in dem sie arbeiten möchten. Sie bekommen dann Stellen nach ihren Vorstellungen per Mail zugestellt. Nähere Informationen finden sich auf: https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/meschede-soest/content/1533736204108

Coronavirus im Kreis Soest: Das war der Montag

Update, 30. März, 17.47 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet liegt am Montag, 30. März, Stand 16 Uhr, bei 197 und ist damit innerhalb eines Tagesum 16 Fälle angestiegen. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 16 Patienten befinden sich allerdings in stationärer Behandlung.

55 Personen konnten mittlerweile als gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 4, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 22, Lippetal 7, Lippstadt 44, Möhnesee 10, Rüthen 10, Soest 22, Warstein 46, Welver 6, Werl 8, Wickede (Ruhr) 2.

Update, 15.32 Uhr: Das Beratungsangebot der Handwerkskammer zum Thema Coronavirus wird stark nachgefragt.  400 Handwerker, Unternehmer und Auszubildende hätten sich schon allein seit Freitag bei de Hotline der Kammer gemeldet. Den stärksten Beratungsbedarf gab es zu den Themen NRW-Soforthilfe und Förderanträge, Kurzarbeit, Öffnungsrichtlinien, Weiterbeschäftigungen sowie Hygienemaßnahmen im Unternehmen. Alle Informationen zu Hotlines und weiteren Fragestellungen zur Corona-Krise unter www.hwk.do.de.

Update, 14.45 Uhr: Landrätin Eva Irrgang wird morgen (Dienstag, 31. März) wieder an ihren Arbeitsplatz im Soester Kreishaus zurückkehren. Für die Landrätin endet damit die zweiwöchige Zeit in häuslicher Quarantäne, die sie antreten musste, nachdem ein Mitglied des Krisenstabes der Kreisverwaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden war.  

Update, 14.29 Uhr: Die Corona-Krise belastet die Landwirtschaft: Viele land- und gartenbauliche Betriebe stehen vor dem Problem, dass ihnen Saisonarbeitskräfte für Pflanz- und Pflegearbeiten und insbesondere für die kommende Spargel- und Erdbeerernte fehlen. In einigen Betrieben fehlt es außerdem an fachlich qualifizierten Mitarbeitern für Feld und Stall. Der Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen hat daher einen Aufruf an die Studenten gerichtet, sich auf einen der vielen freien Jobs zu bewerben. Darüber hinaus sind in Einzelfällen auch ungelernte Kräfte willkommen.  

Viele Studenten der Agrarwirtschaft arbeiten bereits in der Praxis und sind damit besonders geeignet, da sie die Branche kennen und „Anpacken in der Landwirtschaft“ für sie selbstverständlich ist. Der Studienbetrieb ist bis zum 19. April eingestellt und wird ab dem 20. April höchstwahrscheinlich in digitaler Form aufgenommen werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Jetzt 193 Infizierte

Update, 12.32 Uhr:  Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten ist weiter gestiegen. Nach Angaben  des NRW-Gesundheitsministeriums (Stand 30. März, 10 Uhr) sind im Kreis Soest 193 Personen infiziert, 12 mehr als gestern. Am Nachmittag wird der Kreis Soest weitere Zahlen und Details veröffentlichen.

Update, 11.49 Uhr: Sorgen bereiten die in den vergangenen Wochen aufgetretenen „Hamsterkäufe“ von Toilettenpapier nicht nur denen, die keine Vorräte gelagert haben, sondern auch den Abwasserfachleuten vom Ruhrverband: Der Mangel an Klopapier könnte nämlich dazu verleiten, zu Alternativen wie Küchenpapier, Papiertaschentüchern oder feuchten Hygienetüchern zu greifen und diese über die Toilette zu entsorgen. Anders als herkömmliches Toilettenpapier lösen sich diese Tücher jedoch im Abwasser nicht auf, sondern verknoten sich in der Kanalisation zu meterlangen Zöpfen, die schlussendlich die Pumpwerke des Ruhrverbands lahmlegen.

Dann müssen die Störungsteams ausrücken, um die Verstopfung händisch zu beseitigen und das Pumpwerk wieder in Gang zu bringen. Die Beschäftigten auf den Betriebsanlagen des Ruhrverbands arbeiten jedoch derzeit im rollierenden Zweischichtbetrieb, um Infektionsketten so gut wie möglich zu unterbinden und die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Es sind daher aktuell weniger Mitarbeiter zeitgleich im Einsatz als sonst. „Gerade in der jetzigen Situation sollten wir alle durch unser Verhalten dazu beitragen, dass der Betrieb unserer wasserwirtschaftlichen Anlagen reibungslos funktioniert und unsere Beschäftigten in den reduzierten Betriebsteams nicht noch mehr Arbeit haben“, appelliert der Vorstandsvorsitzende Prof. Norbert Jardin daher an die Bevölkerung. Zwar werden aktuell noch keine Störungen aus den Pumpwerken gemeldet, doch kann sich die Situation bei unsachgemäßem Gebrauch von Papierrolle, Hygienetuch und Co. ganz schnell ändern.

Coronavirus im Kreis Soest: Hilfe für die Arbeitsagentur

Update, 11.10 Uhr: Die Regionalagenturen werden ab sofort die Bundesagentur für Arbeit im Hinblick auf die Erstberatung zum Thema Kurzarbeitergeld entlasten. Interessierte Unternehmen erhalten erste Informationen zu den Voraussetzungen und dem Verfahren bei der Regionalagentur. Die Voraussetzungen für Kurzarbeit sind, dass der Arbeitsausfall mit Entgeltausfall wirtschaftliche Ursachen hat oder auf einem unabwendbaren Ereignis beruht. Beispielsweise, wenn Zuliefererteile aus China fehlen oder eine Schließung des Betriebs nach behördlicher Anordnung erfolgte. Wegen des hohen Beratungsbedarfes von Unternehmen unterstützt die Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland nun die Arbeitsagentur Meschede-Soest in der Klärung erster Fragestellungen zum Thema Kurzarbeitergeld und dem notwendigen Anzeigeverfahren. Ansprechpartner sind montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 02921/303499 Ursula Rode-Schäffer und Thomas Henke.

Update, 30. März, 11 Uhr: Die Polizei im Kreis Soest zieht auch nach dem Wochenende eine positive Bilanz in Sachen Kontaktverbot. Bis auf wenige Ausnahmen mussten die beamten nicht einschreiten. Am Samstag gegen 16.20 Uhr, wollte die Polizeisieben Jugendliche auf einem Sportplatz in Lipperbruch in der Richthofenstraße kontrollieren. Als die Jugendlichen den Streifenwagen sahen, liefen sie weg. Vier von ihnen konnten die Beamten dennoch festhalten. Gegen alle wurden Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot geschrieben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde gegen 0.35 Uhr eine Gruppe von sieben Personen im Milchweg in Wippringsen angetroffen. Auch sie erhielten Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Kontaktverbot. Am Sonntag, gegen 12.30 Uhr wurden in Schmerlecke circa 14 Teilnehmer an der Soester Straße in einem früheren Tanzlokal angetroffen. Die Räume werden zurzeit zu einer Art Kirche umgebaut. Nach eigenen Angaben wollten die Teilnehmer dort beten. Die Beamten erläuterten den Anwesenden die Tragweite der aktuellen Krise und die damit verbundenen Kontaktverbote. Daraufhin verließen sie das Gebäude. Auch hier wurde eine Anzeige gefertigt.

Coronavirus im Kreis Soest: Das war der Sonntag

Update, 29. März, 17.52 Uhr: Die Fallzahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet lag am Sonntag bei 181 und ist damit innerhalb eines Tages um 11 Fälle angestiegen. In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 17 Patienten befinden sich allerdings in stationärer Behandlung.

42 Personen konnten mittlerweile als gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 4, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 22, Lippetal 7, Lippstadt 43, Möhnesee 10, Rüthen 7, Soest 21, Warstein 36, Welver 5, Werl 8, Wickede (Ruhr) 2.

Update, 29. März, 16.16 Uhr: Blutspenden in Zeiten des Coronavirus: Die aktuelle Situation scheint zahlreiche Werler animiert zu haben, zur Blutspende zu gehen. Sehr groß war der Andrang an der Stadthalle.

Der Werler Blutspendebeauftragte Michael Bäcker war mit den ersten beiden Tagen mehr als zufrieden. Am Donnerstag und Freitag kamen insgesamt 380 Blutspender in die Werler Stadthalle. „Das war ein sehr gutes Ergebnis“, freute sich Michael Bäcker. 25 Blutspender kamen an den Tagen zum ersten Mal.

Im Januar erschienen an allen drei Tagen 390 Spender. Diese Zahl lässt Michael Bäcker hoffen, dass er Montag die 500er Marke knackt. Am Montag, 30. März, gibt es von 17 bis 20.30 Uhr noch mal die Möglichkeit zur Blutspende in der Stadthalle. Am 3. April ist die Blutspende von 17.30 bis 20.30 Uhr in der Schützenhalle Holtum.

Update, 29. März, 15.10 Uhr: Es geht um das Schützen. Und um die Schützen. Beides kombiniert die Werler Ärzteschaft nun in dem Bemühen, einen Mundschutz so umfangreich wie möglich unters Werler Volk zu bringen. Ab Montag können Bürger eine der kochfesten Masken per Telefon bestellen; sie werden dann von Schützen geliefert.

Update, 29. März, 13.35 Uhr: In Soest gibt es offensichtlich immer mehr Einzelhändler, die Kindern, die in Begleitung der Eltern das Geschäft besuchen wollen, den Eintritt verwehren. Dabei berufen sich die Geschäftsleute auf eine Anordnung des Ordnungsamtes der Stadt Soest, die wiederum auf den Erlass der Landesregierung vom 22. März basiert.

Die Stadt Soest stellt jedoch klar, dass es ein diesbezügliches Zutrittsverbot für Kinder im Stadtgebiet nicht gibt. Gleichwohl können die Betriebe ihrerseits Einschränkungen oder Kontrollen per Hausrecht ausüben.

Update, 29. März, 13.10 Uhr: Damit der Rettungsdienst des Kreises Soest auch weiterhin für die Bevölkerung da sein und helfen kann, hat Hans-Peter Trilling, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Soest, Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeordnet. Das Rettungsdienstpersonal hat sich während der Einsätze mit einer Atemschutzmaske und einer Schutzbrille zu schützen. Trilling: "Für manche mag das verstörend wirken. Es gibt bei unseren derzeitigen Einsätzen entsprechende Reaktionen. Wir wollen aber nicht verunsichern, sondern uns angesichts der Corona-Pandemie schützen. Deshalb weisen wir noch einmal auf diese wichtige und unerlässliche Schutzmaßnahme für unser Personal hin."

Update, 29. März, 12.07 Uhr: Das NRW-Gesundheitsministerium meldet für den Kreis Soest inzwischen 176 bestätige Coronavirus-Fälle. Diese Zahlen gab das Ministerium am Sonntag (Stand 11.30 Uhr) auf Grundlage der Meldungen der Kreisgesundheitsämter an.

Coronavirus im Kreis Soest: Das war die Lage am Samstag (28. März)

Update, 28. März, 19.56 Uhr: Die Gemeinde Wickede (Ruhr) hat sich am Samstagabend über ihre Facebookseite zu den ersten beiden bestätigten Coronavirus-Fällen in ihrem Zuständigkeitsbereich geäußert, ohne aber Details zu nennen. 

Der Wickeder Bürgermeister Martin Michalzik hat sich am Samstagabend zu den ersten beiden bestätigten Coronavirus-Fällen in Wickede geäußert.

"Ich wünsche allen Erkrankten baldige Genesung, Ihnen, Ihren Angehörigen und uns allen Kraft, Geduld und Zuversicht", wird der Wickeder Bürgermeister Martin Michalzik zitiert.

Update, 28. März, 18.25 Uhr: Zuhause wollten viele Menschen bei dem sonnigen Wetter am Samstag offensichtlich nicht bleiben. Hunderte von Ausflüglern genossen am Nachmittag die milden Temperaturen am Möhnesee. 

Coronavirus im Kreis Soest: Hunderte fahren zum Möhnesee

Viele nahmen Platz auf den Bänken an der Seetreppe in Körbecke, viele spazierten am Seeufer entlang oder über die Talsperre in Günne. Radler, Skater und Läufer machten sich auf die Strecke. Unterwegs waren vor allem zahlreiche Motorradfahrer aus der gesamten Region. An den bekannten Treffpunkten rund um den See waren immer wieder Gruppen von Bikern anzutreffen, die ins Gespräch über dies und das vertieft waren. 

Weil es ja nicht ausdrücklich verboten ist, nutzten auch viele Leute aus Hagen, aus Unna, Warendorf oder dem tiefsten Sauerland das schöne Wetter für eine Ausfahrt mit dem Auto. Die für Publikum freien Plätze und die Wege rund um den See waren insgesamt allerdings nicht überfüllt. Der Sicherheitsabstand wurde mal mehr und mal weniger eingehalten.

Update, 28. März, 17.32 Uhr: Der Kreis Soest hat am späten Samstagnachmittag mitgeteilt, dass es im Kreisgebiet - Stand 16 Uhr - 170 bestätigte Corona-Fälle gibt. Damit sei die Fallzahl gegenüber dem Vortag um 14 angestiegen

"In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 18 Patienten befinden sich allerdings in stationärer Behandlung. 34 Personen konnten mittlerweile als gesund aus der Quarantäne entlassen werden", so der Kreis unter Bezug auf den Krisenstab der Kreisverwaltung.

Wickede (Ruhr) hat jetzt auch die ersten beiden Fälle. Die bisher gemeldeten bestätigten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest:

  • Anröchte 4
  • Bad Sassendorf 10
  • Ense 3
  • Erwitte 3
  • Geseke 21
  • Lippetal 7
  • Lippstadt 43
  • Möhnesee 10
  • Rüthen 6
  • Soest 20
  • Warstein 30
  • Welver 5
  • Werl 6
  • Wickede (Ruhr) 2

Update, 28. März, 16.01 Uhr: Jetzt hat es mit Michael Grossmann auch den ersten Bürgermeister im Kreis Soest erwischt. Der 71-jährige Werler ist doch mit dem Coronavirus infiziert. Das hat ein dritter Test ergeben. Alle Infos dazu hier.

Update, 28. März, 14.30 Uhr: Die Börde shoppt und werkelt - und lenkt sich damit vielleicht auch ein bisschen ab von den Einschränkungen durch das Coronavirus. 

In einer langen Schlange warten die Kunden dieses Soester Baumarkts darauf, dass sie ihn betreten dürfen.

Das Wetter fordert es auch förmlich heraus: Gartenarbeit ist angesagt, die Gartencenter und Baumärkte haben am Samstag Hochkonjunktur. Dort gelten allerdings auch Beschränkungen, mancherorts regeln Sicherheitsdienste die Anzahl an Besuchern. Die Menschen tragen es mit Fassung und stehen an. 

Nur noch mit Einkaufswagen bewaffnet darf man in dieser Lebensmittelladen - der Wagen garantiert eine Mindestdistanz zwischen den Kunden. Andersorts gelten auch andere Regeln.

Einkaufsregeln gibt es übrigens mittlerweile in fast allen Geschäften, die noch aufhaben. Der Anzeiger berichtete unlängst aus einem Markt in Ense. Auch die meisten Läden in Soest haben gewisse Regeln aufgestellt.

Update, 28. März, 12.45 Uhr: Reisen ist derzeit ja ohnehin nur gut begründet möglich. Daher und zum Schutz aller Beteiligten sind auch die Reisezentren in den Bahnhöfen der Börde geschlossen. 

Automaten sind weiterhin im Betrieb, außerdem stehen den Reisenden natürlich auch die Online-Services zur Verfügung.

Update, 28. März, 11.22 Uhr: Die Regierung hat gestern beschlossen, dass die Abitur-Prüfungen trotz der derzeitigen Schulschließungen aufgrund des Coronavirus stattfinden sollen. Die Termine werden in NRW verschoben. Während einige Schüler im Kreis Soest das für "moralisch nicht vertretbar" halten, begrüßen die heimischen Rektoren die Entscheidung.

Update, 27. März, 21 Uhr: Muss die Möhne-Sperrmauer dicht gemacht werden? Das steht nun durchaus zur Diskussion.

Update, 27. März, 17.40 Uhr: Jetzt gibt es detailliertere Zahlen für den Kreis Soest: Die Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle im Soester Kreisgebiet liegt am Freitag, 27. März 2020, Stand 16 Uhr, bei 156 und ist damit innerhalb eines Tages um 15 Fälle angestiegen. "In den meisten Fällen ist der Krankheitsverlauf leicht, 18 Patienten befinden sich allerdings in stationärer Behandlung. 28 Personen konnten mittlerweile als gesund aus der Quarantäne entlassen werden", teilte der Krisenstab der Kreisverwaltung am späten Nachmittag mit. 

Coronavirus im Kreis Soest: Die Kommunen und ihre Erkrankten-Zahlen

Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 3, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 21, Lippetal 7, Lippstadt 37, Möhnesee 10, Rüthen 6, Soest 20, Warstein 25, Welver 5, Werl 6.

Immer noch Corona-frei bleibt damit die Gemeinde Wickede. Für Bürgermeister Dr. Martin Michalzik ist das aber kein Grund, jetzt übermütig zu werden. 

Update, 27. März, 16.43 Uhr: Laut Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind im Kreis Soest - Stand 27. März, 16.30 Uhr - 153 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Eine genaue Aufschlüsselung, in welcher Kommune es wie viele Erkrankte gibt, wird im Laufe des späten Nachmittags erwartet.

Update, 27. März, 16 Uhr: Die Gottesdienste werden in der Soester Krypta des Patrokli-Domes von den Priestern des Pastoralverbundes gefeiert, sie werden täglich per Livestream im Internet unter www.pr-soest.de übertragen. Die Zeiten sind: Sonntags um 11 Uhr, werktags um 18 Uhr, samstags um 9 Uhr. Am heutigen Freitag (27. März) wird um 18 Uhr zunächst per Link auf die Übertragung des päpstlichen Ostersegens „Urbi et orbi“ aus Rom verwiesen; die Hl. Messe aus der Domkrypta schließt sich unmittelbar an.

Coronavirus im Kreis Soest: Schutzausrüstung für Pflegepersonal

Update, 27. März, 13.20 Uhr: Ob Bund, Land oder Kommunen, auf allen Ebenen wird intensiv daran gearbeitet, in der Corona-Krise die Versorgung der Einrichtungen im Gesundheits- und Pflegewesen mit Schutzausrüstung für das Personal zu gewährleisten und auch in den kommenden Wochen sicherzustellen. Daneben melden sich auch Gewerbetreibende und Unternehmen, die eine solche Ausstattung für ihre Geschäftstätigkeit vorhalten und helfen wollen. 

Um diese Hilfsbereitschaft zu bündeln, hat der Kreis ein Webformular online gestellt. Es können auf diesem Weg Materialspenden in Aussicht gestellt werden. Die mit Hilfe des Webformulars auf www.kreis-soest.de/coronahilfe eingehenden Meldungen werden geprüft. Wenn die angebotenen Schutzausrüstungen, zum Beispiel Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel, geeignet erscheinen, werden sie mit Hilfe der Hilfsorganisationen abgeholt. 

Dr. Arne Dahlhoff, Leiter des Versuchs- und Bildungszentrums Landwirtschaft Haus Düsse, stellte bereits Masken, Handschuhe und Infektionsschutzanzüge zur Verfügung. Die Schutzausrüstung wurde von Mitarbeitern der DLRG-Ortsgruppe Erwitte abgeholt.

Die Materialspenden sind ausdrücklich nicht für Zwecke des Kreises gedacht. Es wird eine Liste erstellt, welche Einrichtungen einen akuten, vordringlichen und vor allem anderweitig nicht zu befriedigenden Bedarf haben. Ausschließlich und streng an diesen Kriterien orientiert entscheidet der Krisenstab über die Weitergabe, die mit Hilfe der örtlichen Feuerwehren organisiert wird. Der Rettungsdienst des Kreises wird Kontingente als schnelle Hilfe an die Abstrichzentren und Arztpraxen verteilen.

Coronavirus im Kreis Soest: Keine Ansteckungsgefahr am Behandlungszentrum

Update, 27. März, 13 Uhr: Das Corona-Behandlungszentrum am Riga-Ring läuft und wird seinen Standort dort auch behalten. Warum die Fachleute dagegen keine Bedenken haben und warum Kunden der umliegenden Märkte nicht fürchten müssen, sich anzustecken, lesen Sie hier.

Update, 27. März, 11.27 Uhr: Der Hausärzteverband Westfalen-Lippe richtet einen Spendenaufruf für Schutzmasken an Industrie und Einzelhandel: Der Verband vermutet, dass in vielen Nagelstudios, Tattoo-Studios, bei Lackierern oder Schreinern womöglich noch Schutzmasken vorrätig sein könnten, die diese Unternehmen aktuell nicht benötigen. 

Auf der anderen Seite sei in vielen Arztpraxen die Schutzausrüstung mittlerweile knapp, zum Teil sogar bereits vergriffen. Der Nachschub laufe trotz großer Bemühungen nur schleppend. Der Hausärzteverband möchte daher die Ärzte und ihre Praxisteams vor Ort unterstützen, damit sie die Versorgung der Patienten weiter bestmöglich leisten können. Das Team des Hausärzteverbandes holt gespendete Masken, je nach Standort, entweder direkt ab oder organisiert die Weiterverteilung an Praxen oder Behandlungszentren vor Ort. 

Unternehmen, die Masken spenden möchten, können sich bei Claudia Diermann unter Telefon 02303/ 94292-100 oder per E-Mail unter claudia.diermann@hausaerzteverband-wl.de melden.

Coronavirus im Kreis Soest: Einigen ist die Kontaktsperre egal

Update, 27. März, 10.23 Uhr: Einige haben schon die Nase voll von der Kontaktsperre. Nach anfangs eher ruhigen Tagen musste die Polizei jetzt häufiger zum Strafzettel greifen. Ein Überblick: In Soest wurden am Donnerstag gegen 12 Uhr drei Männer im Alter von 31 bis 51 Jahren am Bahnhof auf die Kontaktsperre hingewiesen. Gegen 13.45 Uhr standen sie aber wieder zu dritt zusammen, woraufhin die Polizeibeamten jedem eine Anzeige (200 Euro) mit auf den Weg gaben.

In Welver wurde am Donnerstag gegen 18.15 Uhr die Bestreifung eines Polizeibeamten zur Überwachung des Kontaktverbotes auf dem Parkplatz der Bördehalle für einen 19-jährigen Autofahrer zum Verhängnis. Er befand sich mit zwei weiteren Personen in dem Wagen. Nachdem der Beamte den 19-jährigen Lippetaler ansprach, fiel ihm der süßliche Geruch im Wagen auf. Im Fahrzeug befanden sich kleinere Tütchen mit Betäubungsmitteln. Diese wurden sichergestellt. Ein Drogenvortest bei dem Autofahrer verlief positiv, worauf der Polizeibeamte eine Blutprobe anordnete.

In Warstein-Hirschberg fanden am Donnerstag gegen 19.30 Uhr drei junge Männer im Alter von 16 bis 19 Jahren im Rodelweg die Idee des Grillens am Lagerfeuer gut. Auch hier fertigte die Polizei drei Anzeigen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 1 Uhr wurde die Polizei über vier Personen im Alter von 18 bis 55 Jahren informiert, die sich verdächtig in der Straße Wisor in Warstein-Allagen aufhielten. Hier war der Grund die versuchte Rückgabe eines zuvor gekauften Autos, das der Käufer beanstanden wollte. Neben der Nichteinhaltung des Kontaktverbotes erhielt zudem ein 20-jähriger Mann aus der Gruppe eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch, Verstoß gegen das Pflichtversicherungs- und Kraftfahrzeugsteuergesetz. Er hatte den Wagen mit nicht zugelassenen Autokennzeichen zurück gebracht, einen Führerschein hatte er auch nicht.

Update, 27. März, 9.55 Uhr: Dass es wegen der Kontaktsperre in diesem Jahr keine Osterfeuer geben wird, dürfte jedem klar sein. Was aber machen die Veranstalter dieser Brauchtumsfeiern mit dem ganzen Strauchschnitt, der sich mancherorts schon auf den Feldern türmt und nicht angezündet werden darf? 

"Üblicherweise werden Osterfeuer als Brauchtumsveranstaltung genehmigt. Damit bilden sie eine Ausnahme von dem grundsätzlichen Verbot, Pflanzenschnitt abzubrennen. Da diese Ausnahmeregelung nun entfällt, gilt die grundsätzliche Untersagung des Abbrennens von pflanzlichen Abfällen – insbesondere im privaten Bereich", stellt die Stadt Soest in einer Mitteilung klar. Sollte dies in Einzelfällen zu Problemen führen, weil bereits Grün- und Strauchschnitt aufgeschichtet wurde und gleichzeitig die Kompostierungsanlagen und Wertstoffhöfe im Kreisgebiet für Privatanlieferungen geschlossen sind, bemüht sich die Abteilung Bürger- und Ordnungsangelegenheiten um individuelle Lösungen in Absprache mit den Veranstaltern von Osterfeuern. Die Veranstalter können sich in dieser Angelegenheit unter Telefon 02921/103-2112 oder per E-Mail bei  j.weinelt@soest.de melden.

Coronavirus im Kreis Soest: So sieht es in den Praxen aus

Update, 27. März, 8.30 Uhr: Die Hausärzte sind im Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front. Wir haben in Praxen im Kreis Soest nachgefragt, wie dort jetzt der Alltag aussieht und was Patienten jetzt wissen müssen. Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Update, 27. März, 8.19 Uhr: Trotz Coronavirus: Auf Baustellen laufen viele Arbeiten weiter. "Die Baubranche im Kreis Soest arbeitet mit einem Großteil ihrer Kapazität weiter", bilanziert Friedhelm Kreft von der Gewerkschaft BAU Westfalen Mitte-Süd. 2620 Beschäftigte zählt die Baubranche im Kreis Soest. „Viele haben in den letzten Tagen zugepackt und machen das auch weiterhin", sagt Kreft. Die Baubranche zeige sich in der Corona-Krise insgesamt deutlich Immuner gegen die Krise als viele andere Branchen. Damit leisteten die Beschäftigten einen entscheidenden Beitrag zur Stützung der regionalen Wirtschaft. Zugleich appelliert der Gewerkschafter an die Arbeitgeber, die strikte Einhaltung der Hygieneregeln sicherzustellen. Große Frühstücksrunden im Baucontainer seien aktuell ebenso tabu wie die Fahrt im vollbesetzten Bulli zur Baustelle. Jede Baufirma müsse hier ihren eigenen Pandemie-Plan erstellen. „Gesundheit steht an oberster Stelle. Der Mindestabstand, eine ganze Zollstocklänge, müsse auch auf dem Bau gelten. Sollte das bei speziellen Arbeiten nicht gehen, müsse der Chef spätestens dann auch Masken und Schutzhandschuhe bereitstellen. 

Coronavirus im Kreis Soest: Das war der 26. März

Update, 26. März, 19.40: Flatterband, Acrylglas und Wagenzwang. Um Abstände einzuhalten, lassen sich Supermärkte einiges einfallen. In einem Markt in Ense beispielsweise sind jetzt sogar Bierkästen vor der Wursttheke aufgereiht, um Kunden auf Distanz zu halten. Wie das funktioniert und welche Ideen die Marktbetreiber noch haben, lesen Sie hier.

Update, 26. März,19.29 Uhr: In Werl haben viele große Firmen für ihre Mitarbeiter bereits Kurzarbeit angemeldet. Einige sind optimistisch, die Krise überstehen zu können, andere sehen ganz schwere Zeiten aufziehen. Wir haben uns bei den Unternehmen umgeschaut. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Jetzt 141 Infizierte

Update, 26. März, 17.23 Uhr: Die Zahl bestätigten Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Mittwoch auf Donnerstag, 26. März, Stand 16 Uhr, um 20 angestiegen, und zwar von 121 auf 141 Fälle. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 19, Lippetal 7, Lippstadt 33, Möhnesee 10, Rüthen 6, Soest 18, Warstein 20, Welver 5, Werl 5.

Mittlerweile sind auch einige Patienten wieder genesen. Genaue Zahlen dazu liegen aber noch nicht vor, erklärt die Kreisverwaltung auf Nachfrage. Das liege daran, dass noch nicht alle Krankenhäuser im Kreis die Zahlen entlassener Patienten weiterleiten. Das werde sich aber in den kommenden Tagen ändern, erklärt Kreis-Sprecher Wilhelm Müschenborn. Dann werde der Kreis regelmäßig auch die Zahlen der genesenen Patienten veröffentlichen.

Update, 26. März, 14.20 Uhr: Bei der Agentur für Arbeit Meschede-Soest heißt es im Moment „alle Mann an Bord“. Die Zahl der Anrufe von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite ist derzeit auf ein Vielfaches angestiegen. Die Arbeitsagentur hat deshalb verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Erreichbarkeit sicherzustellen. So wurden kurzfristig Vermittler, Berufs- und Rehaberater geschult, um die telefonische Beratung zum Thema Kurzarbeitergeld vornehmen zu können, denn hier sei der Beratungsbedarf derzeit am höchsten, sagt Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur. 

Betriebe mit Fragen rund um das Thema Kurzarbeitergeld können telefonisch unter 0800/4555520 mit der Agentur Kontakt aufnehmen. Die Bundesagentur für Arbeit hat unter www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit alle wichtigen Informationen zusammengestellt. Die Antragsstellung kann nach telefonischer Anzeige bei der Arbeitsagentur auch online vorgenommen werden. Die Arbeitsagentur Meschede-Soest ist weiterhin für den öffentlichen Publikumsverkehr nicht zugänglich. Alle Geschäftsstellen sind aber für Arbeitnehmer zusätzlich unter der lokalen Telefonnummer 02921/106200 erreichbar. Hiermit soll die Arbeitnehmerhotline (0800/4555500) entlastet werden. 

Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen. Diese Termine müssen auch nicht telefonisch abgesagt werden. Eine Arbeitslosmeldung kann online über www.arbeitsagentur.de gestellt werden, eine persönliche Meldung ist zur Zeit nicht erforderlich. Die Familienkasse ist weiterhin für alle Anliegen unter Telefon 0800/4555530 erreichbar.

Coronavirus im Kreis Soest: Bauern bangen um die Ernte

Update, 26. März, 13.55 Uhr: Lange hatte es so ausgesehen, als könnte es Sonderregelungen zur Einreise ausländischer Saisonkräfte für die Landwirtschaft geben, seit gestern sind die Grenzen aber ausnahmslos dicht. Dieser Beschluss der Bundesregierung wird die heimischen Landwirten vor große Probleme stellen. Das sagt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Soest, Josef Lehmenkühler. „Durch die Entscheidung des Bundesinnenministers, die Einreise von ausländischen Saisonarbeitskräften aus Drittstaaten vollständig zu verbieten, fehlen die Arbeitskräfte auf den Höfen.“ 

Erdbeeren werden oft von Saisonkräften geerntet. Können die nicht einreisen, droht die Ernte zu verfaulen.

Erfreut seien die heimischen Erdbeer- Obst- und Gemüsebetriebe über das Angebot vieler Menschen, die durch die fehlenden Saisonarbeitskräfte entstandenen Lücken zu schließen. „Doch der Ausfall erfahrener und eingearbeiteter Kräfte in so großer Zahl lässt sich nicht ohne Weiteres folgenlos ausgleichen“, sagt Lehmenkühler. Viele osteuropäische Arbeitskräfte kämen seit Jahren auf „ihre“ Höfe: „Sie kennen die Arbeitsabläufe, arbeiten Vollzeit und stehen der gesamten Saison zur Verfügung“. 

Würden jetzt wenige Vollzeitarbeitskräfte durch viele einheimische Teilzeitkräfte auf den Höfen ersetzt, sei das zudem aus Gründen des Infektionsschutzes äußerst problematisch. Und auch für die Saisonarbeitskräfte und ihren Familien, die auf das Geld angewiesen seien, bedeute es erhebliche finanzielle Einbrüche. Es sei nicht hinnehmbar, dass Nahrungsmittel auf dem Feld verderben würden, weil sie nicht geerntet werden könnten.

Coronavirus im Kreis Soest: 2000 Schutzmasken vom Busunternehmen

Update, 10.45 Uhr: Das Busunternehmen Regionalverkehr Ruhr-Lippe (RLG) hat dem Klinikum Stadt Soest 2000 Mundschutze gespendet. Das Unternehmen erklärt dazu: "Wir sind nach Absprache mit unseren Kollegen der Überzeugung, dass diese Mundschutze bei Ihnen erheblich notwendiger gebraucht werden als bei uns. Wir haben sowohl im Fahrdienst als auch in den Werkstätten und in der Verwaltung Maßnahmen getroffen, die dazu führen, dass keine unmittelbaren persönlichen Kontakte stattfinden. Wir können Abstand halten - Ihr Personal nicht."

Mitarbeiter des Klinikums mit der Mundschutz-Spende des Verkehrsunternehmens RLG.

"Wir möchten uns im Namen aller Mitarbeiter ganz herzlich bei der RLG für die Spende bedanken", sagt Frank Beilenhoff, Sprecher des Klinikums.

Update, 8.48 Uhr: Seit letzter Woche sind die Schulen geschlossen. Wie Lehrer und Schüler mit dem Lernen auf Distanz zurecht kommen, lesen Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: 200 Euro Strafe für drei junge Leute


Update, 8.39 Uhr: Nicht immer geht es ohne Strafe. Drei junge Leute aus Lippstadt dürfen jetzt - pro Person - 200 Euro zahlen, weil sie gegen das Kontaktverbot verstoßen haben. Am Mittwochabend gegen 22 Uhr, traf die Polizei in der Graf-Adolf-Straße drei Personen im Alter von 19 bis 20 Jahren an, die sich auf einem Parkplatz nicht an das Kontaktverbot hielten. Die Beamten sprachen einen Platzverweis aus und schrieben drei Anzeigen. Die jungen Männer müssen nun mit einem Bußgeld in Höhe von 200 Euro rechnen. 

Im Kreisgebiet wurden ansonsten einige wenige Kleinstgruppen, insbesondere von jüngeren Menschen, gemeldet, die sich ebenfalls nicht an das Kontaktverbot halten würden. Bei Eintreffen der Polizei hatten sich diese aber schon entfernt, heißt es im Polizeibericht.

Update, 6.55 Uhr: Die Corona-Krise ist auch für das Soester Tierheim eine Katastrophe. Wie die Tierschützer um das Überleben der Einrichtung kämpfen, lesen sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Schulpsychologische Beratungsstelle arbeitet weiter

Update, 26. März, 6.18 Uhr: Die Schließung der Schulen führt nicht nur zu neuen Wegen bei der Lernstoffvermittlung, sondern auch bei der sozialpädagogischen Beratung der Schülerinnen und Schülern und deren Familien. An den neun Schulen in Kreisträgerschaft ist ab sofort eine telefonische Sprechstunde eingerichtet, in der die Kinder und Jugendlichen Fragen und Sorgen mit den Fachkräften der Schulsozialarbeit ihrer Schule besprechen können. Die Telefonnummern und die Namen der Ansprechpersonen sind auf den jeweiligen Schul-Homepages zu finden. Hierüber hinaus bietet die Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Soest ebenfalls eine telefonische Sprechstunde an. Wer schulpsychologische Beratung wünscht, wendet sich bitte an das Sekretariat der Beratungsstelle unter der Telefonnummer 02921/303691.

Update, 25. März,19.28 Uhr: Die ersten Corona-Patienten sind bereits in den Soester und Werler Krankenhäusern in Behandlung, einige haben auch schon wieder den Heimweg antreten können. Lesen sie hier, wie die Krankenhäuser sich vorbereitet haben.

Coronavirus im Kreis Soest: Hilfe von der Handwerkskammer

Update, 19.20 Uhr: Die Handwerkskammer (HWK) Dortmund, zu deren Bezirk auch der Kreis Soest gehört, sichert ihren 20000 Mitgliedsbetrieben im Kammerbezirk ihre Unterstützung zu und will den unter der Corona-Krise leidenden Unternehmen dabei helfen, schnellstmöglich an Soforthilfen zu kommen. Das erklärt Carsten Harder, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer in einer Mitteilung seines Hauses. 

Für die Beantwortung aller Fragen rund um das Soforthilfeprogramm für in Not geratene Betriebe, das NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart heute vorgestellt hat, ist das HWK-Beraterteam montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr unter Telefon 0231/ 5493397 erreichbar. Die Soforthilfe gibt es im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist nach der Zahl der Beschäftigten gestaffelt und beträgt für drei Monate 9000 Euro für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer mit bis zu 5 Beschäftigten, 15000 Euro für Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten und 25000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Weitere Informationen auch auf der Internetseite der Handwerkskammer Dortmund, www.hwk-do.de.

Coronavirus im Kreis Soest: Jetzt 121 Menschen infiziert

Update, 17.35 Uhr: 121 Menschen im Kreis Soest sind jetzt mit dem Coronavirus infiziert, 11 mehr als gestern. Das teilte der Kreis Soest soeben mit. Nach Kenntnis des Gesundheitsamtes sind bislang allerdings keine schweren Fälle zu beklagen, eine intensivmedizinische Betreuung oder gar Beatmung sei aktuell bei keinem Patienten nötig. Drei Patienten gelten mittlerweile bereits wieder als genesen. Die bisher gemeldeten bestätigten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 10, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 14, Lippetal 6, Lippstadt 29, Möhnesee 10, Rüthen 5, Soest 15, Warstein 14, Welver 5, Werl 5.

Update, 15.23 Uhr: Jetzt äußert sich auch der Kreis Soest zu den Kita-Gebühren: Die Landrätin und die  Bürgermeister im Kreisgebiet haben sich darauf geeinigt, ab dem 1. April auf die Erhebung der Beiträge für Kitas und für die Kindertagespflege zu verzichten. Ein entsprechender Vorschlag soll den politischen Gremien als Dringlichkeitsbeschluss zur Beschlussfassung vorgelegt werden. „Uns allen war ein schnelles und kreiseinheitliches Vorgehen in dieser drängenden Frage wichtig“, wird  Landrätin Eva Irrgang in einer Mitteiung aus dem Kreishaus zitiert.  Man wolle "Eltern in dieser Krise entlasten.“ 

Irrgang erwartet jetzt vom Land bis zum Freitag, 27. März, eine landesweite Regelung. Diese müsse auch mit einer "auskömmlichen finanziellen Unterstützung für die kommunale Familie" verbunden sein. Kreise, Städte und Gemeinden hätten die Kosten für alle Einrichtungen schließlich weiter zu tragen.

Für Beiträge für den Offenen Ganztag an Grund- und Förderschulen soll kreiseinheitlich ebenso verfahren werden. Sämtliche Regelungen sollen für alle Eltern gelten, also auch für diejenigen, die eine Notbetreuung in Anspruch nehmen.

Coronavirus im Kreis Soest: Eltern bleiben Kita-Beiträge erspart

Update,15.10 Uhr: Jetzt also doch: Sollte bis Freitag, 27. März, keine landeseinheitliche Regelung für den Umgang mit den Elternbeiträgen gefunden worden sein, will die Soester Verwaltung der Politik vorschlagen, ab dem 1. April auf die Beiträge für Kitas, Kindertagespflege und für die Offene Ganztagsschule in Soest zu verzichten. Dies soll bis zum Ende der coronavirusbedingten Schließung dieser Einrichtungen gelten. Ähnlich soll in allen weiteren Kommunen des Kreises Soest verfahren werden.

der Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer hat sich laut einer Mitteilung aus dem Rathaus mit seinen Amtskollegen der weiteren Kommunen im Kreis Soest sowie mit dem Kreis Soest selber auf ein schnelles, einheitliches Vorgehen im Falle der Erhebung von Elternbeiträgen für Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschulen geeinigt. Diese Einrichtungen sind wegen der Corona-Krise momentan geschlossen, betreut werden nur noch Kinder von Eltern, die in sogenannten „Schlüsselberufen“ arbeiten. Das Land und die Stadt Soest stellen aber die Finanzierung der Kitas und Schulen trotz deren Schließung weiter sicher. Schulpädagogen, Erzieherinnen sowie Kindertagespflegepersonen werden momentan aus den öffentlichen Haushalten weiter bezahlt. „Bürgermeister Ruthemeyer ist überzeugt, dass neben dieser Unterstützung auch die betroffenen Eltern entlastet werden müssen“, heißt es in der Mitteilung.

Coronavirus im Kreis Soest: Digitaler Assistent beantwortet viele Fragen

Update, 14.55 Uhr: Die aktuelle Lage zur Bewältigung des Coronavirus ist sehr dynamisch, die Infos sind vielfältig, täglich kommen neue hinzu. Auf der anderen Seite ist das Informationsbedürfnis groß. Der Kreis Soest hat deshalb schon seit Tagen ein Infotelefon geschaltet. Als Unterstützung kommt nun ein digitaler Informationsassistent hinzu.

Dieser virtuelle Ansprechpartner, auf digitaldeutsch „Chatbot“ genannt, antwortet auf unterschiedliche Fragen, indem er auf umfangreiche Datenbestände zugreift und diese im Dialog zur Verfügung stellt. Unter www.kreis-soest.de und in Kürze auch auf der Facebook-Seite des Kreises Soest erscheint der digitale Assistent mit dem Hinweis „Fragen zu Corona?“. Der Assistent ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr verfügbar. Er gibt Auskünfte zum persönlichen Verhalten und darüber hinaus zu lokalen Besonderheiten im Kreis Soest. 

Die Aussagen basieren vor allem auf den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, auf aktuellen bundes- oder landesrechtlichen Vorgaben und den Anordnungen der lokalen Behörden vor Ort. Der digitale Helfer antwortet zwar automatisch auf die Fragen, kann jedoch keine Meldungen von Coronavirus-Infektionen aufnehmen und auch keine Diagnosen stellen. Dank seiner künstlichen Intelligenz lernt er aber aus jeder Frage, auf die er keine Antwort hat, und passt sich so ständig an. Der Kreis Soest testet mit diesem Informationsassistenten, wie ein digitales Werkzeug das starke Bedürfnis nach gezielten Informationen unterstützen kann. 

Der Assistent soll auch zur Entlastung des Infotelefons beitragen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. „Wir bitten um Verständnis, dass unser Chatbot noch nicht perfekt sein kann. Er wird inhaltlich fortlaufend weiterentwickelt. Alternativ steht unsere FAQ-Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen auf der Internetseite www.kreis-soest.de, die auch weitere Infos und Links bietet, zur Verfügung“, schreibt Kreissprecher Wilhelm Müschenborn.

Coronavirus im Kreis Soest: Bislang keine Bußgelder

Update, 10.58 Uhr: Zumindest bislang sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes Soest ohne Bußgelder ausgekommen. In einer Zwischenbilanz zu den ersten beiden Tagen, in denen die Ordnungsbehörden vor Ort die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen überwachen, heißt es aus dem Soester Rathaus, dass alle Streifen bislang „aus unserer Sicht unkritisch verlaufen“ sind. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten nur vereinzelt Gespräche geführt und Gründe und Regeln der Kontaktsperre erläutert, am Dienstag zum Beispiel einigen wenigen Jugendlichen. 

Auf Straßen und Plätzen seien insgesamt nur sehr wenige Menschen unterwegs. Die Geschäfte für die Grundversorgung würden frequentiert, „aber die Menschen und die Betriebe halten sich an die Abstands- und Hygieneregeln.“ Ansonsten nutzen zwar viele Leute das schöne Wetter zu Spaziergängen, „dann aber wirklich alleine oder nur mit der Familie, oder zum Sport im Freien“, erklärt Stadtsprecher Thorsten Bottin. Das sei schon insgesamt alles „sehr lobenswert.“ So lange es so weitergeht, könne man in Soest sehr zufrieden sein.

Update, 25. März, 8.32 Uhr: Beim Kreis Soest haben sich schon mehr als 600 Bürger als Helfer angemeldet. Bürger, die innerhalb ihrer Gemeinde anderen Menschen helfen wollen, in dem Sie beispielsweise den Hund des Nachbarn ausführen oder bei den Einkäufen helfen, können sich auf der Internetseite www.kreis-soest.de/ichwillhelfen in ein Onlineformular eintragen und sich zur Nachbarschaftshilfe melden. Die Daten werden an die zuständigen Ordnungsämter weitergeleitet, die dann den Kontakt aufnehmen werden. Wer sich als Spontanhelfer melden möchte, kann dies ebenfalls in dem Formular machen. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, ist die Unterstützung von Spontanhelfern insbesondere im medizinischen Bereich besonders wichtig. Mit dem Eintrag im Onlineformular als Spontanhelfer werden die Personen registriert, die im Katastrophenfall ihre Arbeitskraft anbieten.

Coronavirus im Kreis Soest: Lob vom Bürgermeister

Update, 24. März, 18.40 Uhr: Der Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer lobt in einer aktuellen Videobotschaft die Besonnenheit der Menschen, die sich an die aktuelle Kontaktsperre halten und somit ihren Teil dazu beitragen, die Ausbreitung der Coronavirus-Infektion zu verlangsamen. „Distanz ist das Gebot der Stunde“, sagt Ruthemeyer. „Wir brauchen jetzt Geduld und Optimismus für die nächsten 14 Tage. Ich persönlich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.“ Die Videobotschaft ist auf dem Vreithof im Zentrum der Altstadt aufgezeichnet worden. Die Menschenleere des Platzes stehe sinnbildlich für die „unglaubliche Dynamik“ der Entwicklung, wie Ruthemeyer meint: „Vor 14 Tagen gab es noch keinen einzigen Corona-Fall im Kreis Soest, heute sind es mehr als 100 und die ersten Erkrankten befinden sich in der Klinik, einige sogar auf der Intensivstation.“

Der Bürgermeister wendet sich auch an jene Menschen, die in den noch geöffneten Geschäften die Grundversorgung der Bevölkerung aufrecht halten. „Ich danke dafür allen Verkäuferinnen und Verkäufern wie beispielsweise in den Lebensmittelgeschäften.“ Die Stadtverwaltung werde ebenfalls ihren Anteil leisten, damit die Arbeit weitergeht, versichert er. „Sie können sich auf uns verlassen. Wir sind erreichbar.

Update, 17.27 Uhr: Im Kreis Soest sind jetzt 110 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Gestern waren es noch 99. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit hat sich die Zahl der Infizierten innerhalb von fünf Tagen seit Donnerstag vergangener Woche - damals waren 55 Menschen infiziert - exakt verdoppelt. Vor zehn Tagen, am 14. März, waren erst zehn Personen positiv auf das Virus getestet worden.

Die bisher gemeldeten bestätigten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 8, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 12, Lippetal 5, Lippstadt 26, Möhnesee 10, Rüthen 5, Soest 15, Warstein 12, Welver 4, Werl 5.

Coronavirus im Kreis Soest: Legionellen-Gefahr in geschlossenen Schulen

Update, 16.21 Uhr: Die Corona-Krise legt das öffentliche Leben so gut wie still. Dieser Stillstand ist zur Eindämmung des Virus wichtig, doch nicht immer gut. So muss das Trinkwasser in den kilometerlangen Hausinstallationen der zurzeit ungenutzten Einrichtungen bewegt werden. „Wenn das nicht alle drei Tage passiert, ist die Trinkwasserqualität gefährdet. Bakterien wie Legionellen vermehren sich in stehendem Wasser gut“, warnt das Gesundheitsamt des Kreises Soest und appelliert an die Betreiber von Schulen, Kitas, Sporthallen, Hotels, Gaststätten und Jugendherbergen sowie allen anderen nicht oder nur wenig genutzten Einrichtungen, diese Verantwortung wahrzunehmen. 

„Sie müssen sicherstellen, dass zum Beispiel durch Einführung und Organisation eines Spülmanagements das Trinkwasser regelmäßig ausgetauscht wird. Besonders wichtig ist, dass jeder Wasserhahn und jeder Duschkopf sowohl im Kalt- als auch im Warmwasserbereich der Installation berücksichtigt werden. So kann garantiert werden dass bei wieder Inbetriebnahme der Einrichtung einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Gesundheitsamt.

Coronavirus im Kreis Soest: Rehaklinik stellt Betten zur Verfügung

Update, 15.40 Uhr: Die Klinik Möhnesee hat ihre Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus zugesagt. Die Rehaklinik stellt dazu einen großen Teil ihrer Betten bereit. „Wir sind ein Teil des Gesundheitssystems und wir tun alles, um dieses im Angesicht dieser Krise zu stärken und die Krankenhäuser zu entlasten“, wird Bastian Liebsch, Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe, zu der auch die Klinik Möhnesee gehört, in einer Mitteilung seines Hauses zitiert. „Wir möchten in jedem Fall verhindern, dass unsere Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt werden, weil nicht ausreichend Betten zur Verfügung stehen – wie wir es leider momentan in Italien sehen müssen.“ 

Die Klinik Möhnesee schafft Kapazitäten, um im Krisenfall Krankenhauspatienten aufnehmen und versorgen zu können. 

Die Dr. Becker Kliniken haben daher Kapazitäten für die Unterbringung und Versorgung von Krankenhauspatienten in ihren Einrichtungen zur Verfügung gestellt. „Wir sind gut vorbereitet, ausgestattet und aufgestellt, um im Krisenfall auch Krankenhauspatienten aufzunehmen und zu versorgen“, wird Franziska Lea Reitspieß, Verwaltungsdirektorin der Klinik Möhnesee im gleichen Schreiben zitiert. Angeboten hat die Klinik die Aufnahme von Patienten mit leichten Krankheitsbildern, zum Beispiel aus dem Bereich der Geriatrie mit maximalem Pflegegrad 2 bis 3 sowie von Patienten, die nicht bettlägerig und desorientiert sind. Enttäuscht zeigt sich die Verwaltungsdirektorin momentan von der Politik. „Herr Spahn hat uns hundertprozentige Rückendeckung versprochen. Sein durch das Kabinett gebrachtes Gesetz sieht aber keinerlei Finanzierung für unseren Leerstand vor. Das ist absurd“, so Reitspieß. 

Alle Rehakliniken in Nordrhein-Westfalen hätten Betten freigemacht wie vom Ministerium gewünscht. Außerdem hätten einige Patienten ihre Reha verschoben „Unsere leeren Betten werden momentan von niemandem vergütet. Für die Krankenhäuser hat Jens Spahn hier ja auch eine Regelung gefunden. Das muss jetzt auch für die Rehakliniken passieren.“

Coronavirus im Kreis Soest: "Jetzt habt Ihr Corona"

Update 12.20 Uhr: In Lippstadt haben junge Männer gestern gegen 23 Uhr auf der  Beckumer Straße  Leute angepöbelt und im Vorbeigehen mit den Worten "jetzt habt ihr Corona" angehustet. Das meldet die Polizei im Kreis Soest heute in der Bilanz zu den ersten Einsätzen zur Überwachung der Kontaktsperre. Ansonsten meldeten alle Wachen im Kreis Soest heute durchweg positive Ergebnisse der Streifenfahrten. "Bei den oft gemeinsam mit den örtlichen Ordnungsämtern durchgeführten Kontrollen, fielen nur sehr wenige Bürger auf", bilanziert Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. "Abstände wurden eingehalten und Ansammlungen von mehreren Personen waren relativ selten. Nach Ansprachen unserer Kollegen lösten sich solche Ansammlungen in allen Fällen sofort und ohne Umstände auch auf."

Zu dem Vorfall in Lippstadt sagt Lückenkemper: "Die Polizei ist recht fassungslos über diesen Vorfall. Darum bitten wir Zeugen, die Hinweise zu den drei Männern geben können, sich unter der Telefonnummer 02941/91000 zu melden."

Update, 11.51 Uhr: Der Kinderschutzbund im Kreis Soest rechnet wegen der Corona-Krise mit vermehrten Anrufen auf seiner "Nummer gegen Kummer". Zahlreiche Einschränkungen im täglichen Leben "führen mitunter zu Spannungen, Stress, und Streit. Umso größere Bedeutung bekommt in diesen Tagen das Sorgentelefon für Kinder und Jugendliche", betont Hans Meyer, Vorsitzender des Kinderschutzbundes in einer Mitteilung seines Vereins. Bereits jetzt berichten die ehrenamtlichen Berater von zunehmenden Anrufen. „An dieser Stelle möchten wir nochmal deutlich aufzeigen, dass wir für die Kinder und Jugendlichen da sind“, sagt Meyer.

Die jungen Anrufer können über alle Sorgen und Probleme anonym und kostenlos reden. Ob übers Festnetz oder Handy, unter der bundesweiten Nummer 116111 oder 0800 111 0 333 ist die "Nummer gegen Kummer" montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr erreichbar. Die Ehrenamtlichen nehmen sich Zeit und hören zu. Falls jemand lieber schreiben möchte, kann es das auch tun, einfach unter www.nummergegenkummer.de einloggen und eine E-Mail schreiben.

Update, 9.55 Uhr: Klopapiervorräte schön und gut. Aber was, wenn kein Wasser mehr aus der Spülung kommt. Hier erklären die Stadtwerke Soest, warum die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas auch in der Krise sicher bleibt.

Coronavirus im Kreis Soest: Flughafen stellt Betrieb ein

Update, 9.28 Uhr: Der Flughafen Paderborn-Lippstadt hat seinen Flugbetrieb einstweilen eingestellt. Gestern war das vorerst letzte Flugzeug gelandet, ein Überführungsflug aus Berlin. Davor kamen noch einige Maschinen mit Urlaubsrückkehrern an, seitdem ist Ruhe auf dem Rollfeld. Wie Flughafensprecher Stefan Hensel auf Anfrage unserer Redaktion erläutert, sei für einen großen Teil der 200 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt.

Update, 7.25 Uhr: Das Kreisjugendamt bietet auch während der Coronakrise allgemeine Schwangerenberatungen und Schwangerschaftskonfliktberatungen an. Trotz Schließung des Kreishauses können sich Frauen an die Beraterinnen des Kreises Soest unter den Telefonnummern 02921/30-3628 und 30-2384 wenden. Ein Beratungsschein für eine Schwangerschaftkonfliktberatung kann anschließend zugestellt werden. 

„Wir stehen für Schwangerschaftskonfliktberatungen weiterhin zur Verfügung und stellen die Möglichkeit einer unverzüglichen Beratung von schwangeren Frauen sicher“, erklärt Gudrun Hengst, Leiterin des Kreisjugendamtes. Möglich macht dies ein neuer Erlass des Familienministeriums vom 17. März. Demnach sind auch telefonische Beratungen ausreichend, um die notwendige Beratungsbescheinigung nach Paragraph 218a Strafgesetzbuch zu erhalten. Das Kreisjugendamt kann den Beratungsschein per Fax, E-Mail oder Post zustellen. Frauen mit Beratungsbedarf werden gebeten, nicht ohne telefonische Absprache zur Beratungsstelle zu kommen. „Wir werden individuelle Lösungen finden“, erklärt Hengst. Dies gilt auch für die Beantragung von finanziellen Hilfen aus der „Bundesstiftung Mutter und Kind“.

Update, 24. März, 06.15 Uhr: Der Tag beginnt mit einer freundlichen Nachricht: Das Team des Klinikums Stadt Soest dankt dem Toom-Baumarkt. Der hat jetzt 60 Atemschutzmasken sowie sechs Pakete Einmalhandschuhe gespendet. "In Zeiten, in denen es äußerst schwierig ist, Schutzkleidung zu erhalten, ist uns das eine besonders große Hilfe, wofür wir uns ganz herzlich bedanken möchten", schreibt Frank Beilenhoff, Sprecher des Klinikums.

Mitarbeiter der zentralen Notaufnahme des Klinikums danken für die Spende.

Update, 23. März, 20.30 Uhr: Viele Regeln, viele Kontrollen, harte Strafen. Wir fassen hier einmal zusammen, was jetzt erlaubt ist und verboten, was geöffnet und geschlossen hat:

  • Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen sind ab sofort untersagt. Alle Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen im eigenen Haushalt sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. 
  • Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen werden streng bestraft. Dies gilt auch für Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen.
  • Geldbußen sind von den zuständigen Behörden auf mindestens 200 Euro festzusetzen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeiten darüber hinaus mit einer Geldbuße bis zu 25000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt werden.
  • In der Öffentlichkeit, beim Einkaufen oder Spazierengehen ist, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Metern, besser noch zwei Metern, einzuhalten.
  • Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts erlaubt.
  • Der Weg zur Arbeit, mit dem eigenen Auto oder mit dem Öffentlichen Personennahverkehr, zur Notbetreuung, zu Einkäufen, Arztbesuchen, zur Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, zur Hilfe für andere oder zum individuellen Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie zu anderen notwendigen Tätigkeiten bleibt weiter möglich.
  • Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Mensen, Kantinen und andere gastronomische Einrichtungen sind geschlossen. Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf sind zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Der Verzehr ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist.
  • Medizinisch notwendige Behandlungen von Physio- und Ergotherapeuten bleiben weiter möglich, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden.
  • In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
  • Besuche in stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sind grundsätzlich untersagt, wenn sie nicht der medizinischen oder pflegerischen Versorgung dienen oder aus Rechtsgründen erforderlich sind. Handwerker und Dienstleister können ihrer Tätigkeit mit Vorkehrungen zum Schutz vor Infektionen weiterhin nachgehen.
  • Der Betrieb von Bau- und Gartenbaumärkten bleibt zur Versorgung von Gewerbetreibenden und Handwerkern zulässig. Anderen Personen darf der Zutritt nur gestattet werden, wenn zum Schutz vor Infektionen geeignete Vorkehrungen getroffen sind. Das betrifft insbesondere Maßnahmen zur Sicherstellung von Mindestabständen und Schutzvorrichtungen für das Kassenpersonal. Unter diesen Voraussetzungen dürfen auch Floristen ihren Betrieb fortsetzen.
  • Veranstaltungen und Versammlungen sind untersagt.
  • Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und -vorsorge dienen. Dazu gehören insbesondere Blutspendetermine.
  • Versammlungen zur Religionsausübung unterbleiben.
  • Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete haben im engsten Familien- und Freundeskreis zu erfolgen.
  • Bibliotheken einschließlich Bibliotheken an Hochschulen haben den Zugang zu ihren Angeboten zu beschränken und nur unter strengen Schutzauflagen zu gestatten. Die Kontaktdaten der Besucher sind zu registrieren, die Besucherzahl ist zu reglementieren, zwischen den Lese- und Arbeitsplätzen ist ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten, alle erforderlichen Hygienemaßnahmen sind zu treffen und es ist auf sie hinzuweisen.
  • Diese Maßnahmen sollen vorerst eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Corona im Kreis Soest: Rettungsdienst nur noch mit Maske

Update, 19.50 Uhr: Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes des Kreises Soest tragen ab sofort Infektionsschutzmasken. Dieses mag für den ein oder anderen befremdlich und bedrohlich wirken, heißt es vom Kreis Soest, angesichts der steigenden Fallzahlen von mit dem Coronavirus infizierten Personen diene diese vorsorgliche Maßnahme aber dem Schutz der Rettungsdienstbesatzungen und jedes einzelnen Patienten. „So wird sichergestellt, dass sich die Bevölkerung des Kreises Soest auch in Zeiten des Coronavirus weiterhin auf den Rettungsdienst verlassen kann“, wird Hans-Peter Trilling, der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, in einer Mitteilung aus dem Soester Kreisaus zitiert. Der Rettungsdienst hatte sich bereits im Januar (siehe Update, 22. März,9.05 Uhr) mit entsprechender Schutzausrüstung versorgt.

Update, 19.20 Uhr: Wie Ordnungsämter und Polizei im Kreis Soest die neuen Corona-Regeln durchsetzen, lesen sie hier.

Update, 18.32 Uhr: In der Verwaltung der Stadt Warstein gibt es einen ersten Infektionsfall mit dem Coronavirus, das teilte die Verwaltung jetzt mit. „Die Person und alle Kontaktpersonen ersten Grades befinden sich in häuslicher Quarantäne. Es greift nun der Pandemieplan der Stadt Warstein“, erläutert der Warsteiner Bürgermeister Thomas Schöne. Die Verwaltung teilt weiter mit: „Der Pandemieplan der Stadt Warstein hat das Ziel, alle erforderlichen Bürgerdienste aufrecht zu erhalten. Dazu ist vorgesehen, Mitarbeiter räumlich und zeitlich noch weiter voneinander zu trennen, um das Risiko einer Übertragung zu minimieren. Dabei ist eine „Verschlankung“ der Dienstleistungen unerlässlich. Bürger werden nach der Schließung des Rathauses und aller Dienststellen jetzt möglicherweise weitere Einschränkungen spüren, beispielsweise indem Bearbeitungszeiten sich verlängern“, so Thomas Schöne.

Corona im Kreis Soest: Jetzt 99 Fälle

Update, 17.32 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von gestern auf heute (Montag, 23. März, Stand 16 Uhr) um 10 angestiegen, und zwar von 89 auf 99 Fälle. Das teilt soeben der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 7, Ense 3, Erwitte 3, Geseke 10, Lippetal 5, Lippstadt 22, Möhnesee 10, Rüthen 5, Soest 15, Warstein 8, Welver 4, Werl 5.

Die Zahlen sind aber keineswegs ein Indikator dafür, wie sich das Virus tatsächlich momentan im Kreis ausbreitet, erklärt Wilhelm Müschenborn, Sprecher des Kreises Soest. Die Labore seien momentan mehr als ausgelastet. Liegen dort mehr Proben vor, als ein Labor an täglicher Test-Kapazität hat, verzögert sich die Zustellung der Ergebnisse entsprechend. Insofern bedeutet ein nur geringer Anstieg der Infizierten-Zahl nicht, dass sich die Ausbreitung des Virus tatsächlich bereits verlangsamt hat, sondern, dass eventuell viele Proben noch unbearbeitet im Labor liegen.

Corona im Kreis Soest: Appell, an die Alten zu denken

Update, 16.20 Uhr: Der Kreis Soest bittet, in der Krise mehr denn je, an die älteren Bürger zu denken. Einer der Gründe: Viele Senioren haben keinen Zugang zum Internet, wichtige Informationen könnten für sie so auf der Strecke bleiben. Der Krisenstab bittet deshalb alle Menschen im Kreis Soest, Senioren, wo gewünscht, auf dem Laufenden zu halten. „Die Informationslage entwickelt sich gerade minütlich weiter und ist extrem dynamisch. Wir sind deshalb bei der Wahl unserer Kommunikationsmittel stark auf das Internet angewiesen. Mit antiquierten Mitteln wie Postwurfsendungen könnten wir diese besonders schutzbedürftige Zielgruppe kaum auf dem aktuellen Stand halten“, erklärt Dirk Lönnecke, Leiter des Krisenstabs.

Lönnecke macht konkrete Vorschläge: „Helfen Sie sich gegenseitig in der Nachbarschaft und erkundigen Sie sich, ob sich Menschen in Ihrem sozialen Umfeld über Hilfe freuen würden. Bieten Sie regelmäßige Telefonate an. Installieren Sie sich die Warnapp NINA und informieren Sie bei neuen Meldungen Menschen ohne Smartphone per Telefon. Die Hygienevorschriften und aktuellen Regeln zur Kontaktsperre seien dabei natürlich zu beachten.

Corona im Kreis Soest: Infos für Nachbarschaftshelfer

Das Infotelefon der Kreisverwaltung ist bis auf weiteres montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 02921/303060 erreichbar. Auf www.kreis-soest.de/coronahilfe können Bürger Hilfe für Einkäufe oder Gassi gehen anfordern. Auf der gleichen Seite können sich auch Freiwillige als Nachbarschaftshelfer oder als Spontanhelfer mit besonderen beruflichen Qualifikationen beim Kreis Soest melden.

Corona im Kreis Soest: Stadt Soest spannt Rettungsschirm

Update,15.22 Uhr: Bundesweit ringen Krankenhäuser mit den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Das Klinikum Stadt Soest trifft das in einer ohnehin schwierigen Situation. Darauf hat die Stadt jetzt reagiert und spannt einen „Rettungsschirm“ für ihr Tochterunternehmen, der alle bisherigen finanziellen Unterstützungen in den Schatten stellt.

9,7 Millionen Euro beträgt das Gesamtvolumen des Kreditrahmens, den das Klinikum in Anspruch nehmen kann, um angesichts der anstehenden Herausforderungen handlungsfähig zu bleiben. Das bestätigte heute Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer. Diese Summe kommt zu dem bereits 2018 gewährten Darlehen über 2 Millionen Euro und einem weiteren, im vergangenen Januar beschlossenen Darlehen über 2,3 Millionen Euro hinzu.

Coronavirus im Kreis Soest: 9,7 Extra-Millionen für das Klinikum

Ruthemeyer hatte in einem Gespräch mit der Leitung des Klinikums den Eindruck gewonnen, unverzüglich handeln zu müssen. „Die Mitarbeiter des Hauses sind in dieser Zeit wirklich außergewöhnlich stark gefordert. Da ist es umso wichtiger, ein klares Zeichen zu setzen, damit sie sich nicht noch zusätzliche Sorgen um die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes machen müssen“, begründet er, warum er am Mittwochabend den Ältestenrat einberief und sich dort „mit einer sehr großen Mehrheit“ die Zustimmung für den Rettungsschirm holte – per Dringlichkeitsbeschluss, weil die Aprilsitzung des Rates ausfallen wird.

Der Bürgermeister betont, dass der Rahmen nicht notwendigerweise ausgeschöpft werden müsse – im Gegenteil: „Als wir den Beschluss am Mittwoch gefasst haben war die Hoffnung groß, dass Bund und Länder auf der Grundlage der von der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) entwickelten Vorschläge in die Bresche springen würden und wir hier vor Ort damit zumindest vorerst keine weitere Unterstützung leisten müssen“, erklärt Ruthemeyer. Das am Wochenende bekannt gewordene Hilfspaket hat aber heftige Kritik der DKG ausgelöst, weil die darin genannten Hilfen völlig unzureichend seien. 

Für die beiden Darlehen über 2,3 und 9,7 Millionen Euro wird ein Nachtragshaushalt nötig, der von der Kommunalaufsicht zwar nicht genehmigt, aber doch dort „angezeigt“ werden muss. 

Coronavirus im Kreis Soest: Bezirksbeamte auch ohne eigene Dienststellen präsent

Update, 13.36 Uhr: Die Büros der Bezirksdienstbeamten der Polizei  in den Kommunen des Kreises bleiben bis auf weiteres geschlossen. Dies ist eine Maßnahme die aus hygienischen Gründen ergriffen werden muss, heißt es von der Polizei. Die Bezirksdienstbeamten werden jedoch auch weiterhin den Dienst in den Gemeinden und ihren Stadtbezirken versehen. Als Stützpunkte dienen ihnen dabei die größeren Wachen in Lippstadt, Warstein, Geseke, Werl und Soest. 

Eine der Aufgaben der "lokalen Polizisten" wird in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich die Überprüfung der gesetzlichen Regelungen vor Ort sein, heißt es einer Mitteilung der Polizei. Diese werden sie gemeinsam mit den Ordnungsämtern der einzelnen Kommunen durchführen.

Coronavirus im Kreis Soest: Maßnahmen im Überblick

Update, 11.15 Uhr: Die Stadt Soest fasst noch einmal zusammen, was genau ab sofort für die Gastronomie gilt. 

  • Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen, Kneipen, Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt. 
  • Nicht öffentlich zugängliche Betriebskantinen dürfen zur Versorgung der Beschäftigten betrieben werden, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern gewährleistet sind. 
  • Abweichend von den oben genannten  Betrieben dürfen Restaurants, Gaststätten, Imbisse, Mensen, Cafés und Kantinen Speisen und Getränke zum Beispiel an Privathaushalte ausliefern sowie Speisen und Getränke Außer-Haus verkaufen, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden. Das bedeutet auch: Der Verzehr dieser Speisen ist in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung untersagt
  • Verstöße gegen diese Verordnung werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße bis zu 25000 Euro und als Straftaten mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren verfolgt. Dabei sind die zuständigen Behörden gehalten, Geldbußen auf mindestens 200 Euro festzusetzen.
  • Rückfragen gastronomischer Betriebe zu den Öffnungsmodalitäten beantwortet die Verwaltung unter Telefon 02921/ 1032113

Update, 10.45 Uhr: Bei der Stadt Soest ist bereits besprochen, wie die Kontaktverbote im öffentlichen Raum kontrolliert werden sollen. Zunächst werden sieben Mitarbeiter des Ordnungsamtes unterwegs sein, verstärkt von Kräften eines privaten Sicherheitsdienstes. Zusätzlich wird auch die Polizei verstärkt den öffentlichen Raum überwachen.

Absperrungen von öffentlichen Plätzen sind über die Spielplätze hinaus, für die bereits ein Betretungsverbot gilt, aktuell nicht geplant,  erklärt Stadt-Sprecher Thorsten Bottin.

Update, 23. März, 8.51 Uhr: Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden stimmen sich aktuell mit der Polizei ab, wie die gestern erlassenen Verbote in der Praxis durchgesetzt werden.

Im Laufe des Tages sind konkrete Antworten zu erwarten, wie die Behörden in den kommenden Tagen insbesondere das Kontaktverbot kontrollieren wollen, ob die Ordnungsämter dazu weiteres Personal aus anderen Verwaltungsbereichen mobilisieren und ob einzelne öffentliche Bereiche  ganz gesperrt werden, wie jetzt schon die Spielplätze. 

Update, 22. März, 21.12 Uhr: Das heute beschlossene Kontaktverbot bedeutet viel zusätzliche Arbeit für Polizei und Ordnungsämter. Siegfried Pfenninger, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), sieht die Polizisten vor großen Herausforderungen. „Wenn sich Menschen trotz des verhängten Kontaktverbots in größeren Gruppen versammeln sollten, ist es Aufgabe der Polizei, die Ansammlungen aufzulösen und die Beteiligten zur Rechenschaft zu ziehen. Sonst läuft das Kontaktverbot ins Leere“, sagt Pfenninger.

Coronavirus im Kreis Soest: Stunde der Solidarität

 Zugleich warnt er davor, die Rolle der Polizei zu überschätzen. „Wir können mit unseren Kontrollen im Kreis Soest einen Beitrag dazu leisten, dass alle, die den Ernst der Situation noch immer nicht verstanden haben, nicht permanent gegen das Kontaktverbot verstoßen und dadurch sich und andere gefährden. Mehr aber auch nicht“, erklärt Pfenninger. in einer Pressemitteilung seiner Gewerkschaft.

Pfenninger weiter: „Wenn wir die Verbreitung des Virus wirklich eindämmen wollen, brauchen wir die Unterstützung von jedem einzelnen, sich an die notwendigen Einschränkungen zu halten. Deshalb ist jetzt die Stunde der Solidarität und nicht die Stunde der Polizei. Der Solidarität mit allen Menschen, für die der Kontakt mit dem Corona-Virus eine unmittelbare Lebensgefahr bedeutet. Und mit den Krankenschwestern und Ärzten, den Polizisten und Feuerwehrleuten, den Verkäuferinnen und Busfahrern, die einen Beitrag dazu leisten, die Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten, und sich dabei selber in Gefahr begeben.“

Coronavirus im Kreis Soest: Polizei und Ordnungsämter bereiten sich vor

Update, 22. März, 18.05 Uhr: Wie genau die Kontaktsperre im Kreis Soest aussieht, das soll am Montag mit Polizei und Ordnungsämtern besprochen werden, kündigte Wilhelm Müschenborn, Sprecher des Kreises Soest, auf Nachfrage an. Fest steht, dass Restaurants und Gaststätten bundesweit schließen müssen; Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen verbobten sind - ausgenommen ist dabei die Kernfamilie. Neu ist auch, dass Dienstleistungen wie Friseure und andere Einrichtungen im Bereich der Körperpflege schließen müssen. Alles Wichtige zum Kontaktverbot gibt es hier.

Update, 22. März, 17.45 Uhr: Keine Ausgangssprerre, aber ein Kontaktverbot: Das haben Bund und Länder im Kampf gegen die Aubreitung des Coronavirus beschlossen. Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Angesichts dieser Einschränkungen der Freiheitsrechte wendet sich Landrätin Eva Irrgang mit einer Erklärung an die Bürger im Kreis Soest.

Update, 22. März, 17.30 Uhr: Familien- und Schulministerium NRW haben die Kriterien zur Betreuung der Kinder von so genannten Schlüsselpersonen erweitert. Um den Betrieb der kritischen Infrastruktur sicherzustellen, hat ab Montag, 23. März 2020 jeder Sorgeberechtigte, der in kritischer Infrastruktur tätig ist und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der Beschäftigung des Partners Anspruch auf ein Betreuungsangebot.

Voraussetzung ist, dass die Betreuung anderweitig nicht mehr sichergestellt ist. Bisher galt, dass beide Eltern eine Bescheinigung vorlegen mussten.

Eltern, die zu diesem Personenkreis gehören und daher einen Betreuungsbedarf haben, können sich an ihre Kindertageseinrichtung, Tagespflegestelle oder an das Kreisjugendamt Soest unter der Telefonnummern 02921/302026 und 02921/303961 sowie per Mail an beate.fricke@kreis-soest.de oder ruthsteffi.simon@kreis-soest.de wenden. Das Kreisjugendamt ist zuständig für elf Kommunen im Kreisgebiet. Lippstadt, Soest und Warstein haben ein eigenes Jugendamt. 

Personen die in kritischer Infrastruktur tätig sind, selbst Krankheitssymptome aufweisen, wissentlich im Kontakt zu Infizierten stehen (es sei denn, dass seit dem Kontakt mit der infizierten Person 14 Tage vergangen sind und sie keine Krankheitssymptome aufweisen) oder sich in einem Risikogebiet nach dem Robert Koch Institut aufgehalten haben, dürfen ihre Kinder nicht in die Einrichtungen bringen. Das Ministerium appelliert an die Verantwortung der Eltern selbst zu entscheiden, ob ihre Kinder betreut werden dürfen oder nicht. Es gelte auf jeden Fall, Ansteckungsmöglichkeiten zu vermeiden.

Update, 22. März, 16.00 Uhr: Kommt die Augangssperre oder kommt sie nicht? Um 16.30 Uhr hat die Staatskanzlei eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Armin Laschet angekündigt. Es wird erwartet, dass er sich auch zu Ausgangsbeschränkungen äußert. Die Soester haben sich am Wochenende vorbildlich verhalten. Hier lesen Sie, wie es am Samstag und Sonntag in der Innenstadt aussah. 

Update, 22. März, 15.20 Uhr: "Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bereits das dritte Wochenende durch. Die Kreisverwaltung konzentriert alle Kräfte auf den Kampf gegen das Coronavirus", das teilt die Verwaltung in einer entsprechenden Mitteilung mit. Landrätin Eva Irrgang wird wie folgt zitiert: "In dieser Ausnahmesituation tun wir alles für die Gesundheit der Menschen. Der Schutz und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger stehen an erster Stelle. Dafür arbeiten wir, ohne nachzulassen." Der Krisenstab tausche sich mittlerweile nicht mehr in Sitzungen aus, sondern bewerte die Lage und vergebe Aufträge mit Hilfe von Telefonkonferenzen. Ein Mitglied des Krisenstabs wurde in der vergangenen Woche - wie berichtet - positiv auf den Virus getestet. 

Update, 22. März, 14.15 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist weiter angestiegen. Am Sonntag sind es bereits 89 Fälle, am Samstag waren es noch 73. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Die bestätigten Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Anröchte 2, Bad Sassendorf 7, Ense 2, Erwitte 2, Geseke 9, Lippetal 4, Lippstadt 20, Möhnesee 9, Rüthen 5, Soest 14, Warstein 6, Welver 4, Werl 5.

Update, 22. März, 13.38 Uhr: Sportstätten müssen bis auf Weiteres geschlossen bleiben, heißt es in der Corona-Verordnung. Für viele Pferdebesitzer ist eine Horrorvorstellung ihre Vierbeiner nicht regelmäßig besuchen zu dürfen. Daran soll aber auch eine mögliche Ausgangssperre nichts ändern, für Pferdebesitzer gibt es Ausnahmeregeln. Den Reitställen geht es trotzdem schlecht, wie schlecht, das leser sie hier.  

Update, 22. März, 11 Uhr: Vor der Brotmanufaktur Herr von Myra in der Soester Fußgängerzone stehen die Kunden vor dem Laden in der Schlange. Die eindrucksvolle Aufnahme hat uns Leser Uwe Brönstrup zukommen lassen. 

Abstand halten: Die Soester machen es beim Brötchen holen am Morgen richtig, hier vor der Brotmanufaktur Herr von Myra in der Soester Fußgängerzone. 

Update, 22. März, 9.05 Uhr: Die Krankenhäuser wurden gestern mit Atemmasken beliefert (siehe Update 21. März, 20.22 Uhr). Aber wie sieht es bei den Rettungsdiensten im Kreis Soest aus? Sie werden schließlich auch viele Kontakte zu Patienten haben, die entweder definitiv infiziert sind oder es - wie im Prinzip jeder - sein könnten. 

Wir haben nachgefragt. Die Antwort: Der Rettungsdienst habe das Problem bereits Anfang Januar kommen sehen und sich für seine Zwecke mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gut eingedeckt, heißt es aus dem Kreishaus.  "Derzeit sind wir gut aufgestellt und halten auch die nächsten Wochen durch. Noch besteht keine Maskenpflicht bei den Einsätzen (Infektionsgefahr besteht ja grundsätzlich), aber die Szenarien sind schon beschrieben und werden je nach Lageentwicklung kurzfristig umgesetzt. Es gelten auf jeden Fall die typischen Verhaltensregeln wie Abstand, Anamnese und zielgerichtete Schutzmaßnahmen und bei „invasiven Maßnahmen“ wie schon immer das Anlegen der gesamten PSA (Brille, Handschuhe, Kittel, Maske)."

Coronavirus im Kreis Soest: Atemmasken-Lieferung für die Krankenhäuser

Update, 21. März, 20.22 Uhr: Der DRK Kreisverband Hellweg-Lippstadt hat sich an der Auslieferung eines großen Postens Atemmasken an die Krankenhäuser im Kreis Soest beteiligt.  Im Zuge der aktuellen Lage hatte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW 113000 Schutzmasken beschafft. Diese galt es, umgehend den Kliniken und Krankenhäusern zur Verfügung zu stellen. Für den Kreis Soest wurde dazu das DRK Geseke alarmiert. Unverzüglich machten sich zwei Helfer auf den Weg nach Düsseldorf. Dort kamen insgesamt über 100 DRK-Kräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zur Entgegennahme der dringend benötigten Ausstattung zusammen. „Die Fahrt, die Annahme der Masken und die Auslieferung bei den Krankenhäusern in Soest und Lippstadt verliefen zügig und unproblematisch“, sagt der stellvertretende Kreisrotkreuzleiter Axel Klerx.

Update, 18.10 Uhr:  Das Rote Kreuz bereitet die nächsten B lutspenden in der Werler Stadthalle vor. In Zeiten des Coronavirus wird bei den drei Terminen am Donnerstag, Freitag und Montag allerdings einiges anders ablaufen als gewohnt. 

Es wird besonders darauf geachtet, dass die Blutspender nicht zu dicht zusammenstehen und den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand untereinander einhalten. Das kann im DRK-Haus, aufgrund der räumlichen Enge nicht eingehalten werden. In der Stadthalle ist dafür ausreichend Platz.

Corona im Kreis Soest: Blutspender werden untersucht

Anmeldebereich, Spende- und Ruhebetten, alles wird weiter auseinandergestellt. Direkt im Eingangsbereich wird bei jedem Spender die Körpertemperatur gemessen und nach dem Gesundheitszustand gefragt, sowie nach Reisen aus Risikogebieten. Besteht hier schon ein Risiko, wird der Spender sofort wieder nach Hause geschickt und aufgefordert sich, bei seinem Hausarzt zu melden. Außerdem stehen im Ein- und Ausgangsbereich Desinfektionsspender bereit. Au den Imbiss nach der Blutspende muss verzichtet werden. Da dies wieder zu einer Gruppenbildung unter den Spendern führen könnte. Daher bekommt jeder Spender am Ende ein Lunchpaket zum Mitnehmen. Die Termine in der Stadthalle Werl, Grafenstraße 27: Donnerstag, 26. März, von 17 bis 20.30 Uhr, Freitag, 27. März, von 13 bis 19 Uhr, Montag, 30. März, von 17 bis 20.30 Uhr

Update,16.45 Uhr: Seit heute funktioniert der Livestream von täglichen Messen für die katholische Kirche Soest, Möhnesee und Bad Sassendorf. Täglich um 18 Uhr, samstags um 9 und sonntags um 11 Uhr werden die Gottesdienste, die die Priester alleine feiern, live ins Netz gestellt. Sogar Musik ist dabei. Auf diesem Youtube-Kanal sind die Messen zu sehen.

Coronavirus im Kreis Soest: Die meisten halten sich an die Regeln, aber..

Update, 15.16 Uhr: Die meisten Bürger halten sich an die Regeln, aber einige haben es offensichtlich immer noch nicht begriffen. Das berichtet zumindest Möhnesees Bürgermeister Hans Dicke. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hätten die letzten Tage bereits konsequent kontrolliert und würden das heute und morgen fortsetzen. Hauptproblem nach Rückmeldung der Odnungsamtsmitarbeiter seien „sorglose Bürger“, wie Dicke es nennt, die in Gruppen zusammenstehen oder sich weiterhin zwanglos treffen, „weil sie ja gesund sind“. Andererseits sei festzustellen, dass die „von den angeordneten Schließungen oder Einschränkungen betroffenen Betriebe sich durchweg an die Anordnungen halten“, sagt Dicke. 

Weitere Konsequenzen hat die Corona-Krise auch für sein Rathaus. Der Rathausbetrieb werde ab Montag wechselweise durch zwei Arbeitsgruppen sichergestellt. „Die erste Gruppe wird die kommende Woche von zu Hause aus arbeiten und sich dann übernächste Woche mit der zweiten Gruppe abwechseln. Beide Gruppen sind in sich arbeitsfähig, sodass wir auch bei Ausfall einer Gruppe handlungsfähig bleiben“, erklärt Dicke diesen Schritt.

Cornavirus im Kreis Soest: Klopapier ist alternativlos

Update, 14.04 Uhr: Hamsterkäufe führen teilweise zu Engpässen bei Toilettenpapier, berichten die Verbraucherzentralen Soest und Lippstadt. Doch der Griff zu Küchenrollen, Tempos, Feucht- und Kosmetiktüchern sei keine Alternative für eine Entsorgung übers stille Örtchen. 

 „Diese Haushaltspapiere können aufgrund ihrer großen und festen Beschaffenheit die Toiletten verstopfen“, warnt die Verbraucherzentrale. „Nur das normale, trockene Toilettenpapier darf ins Klo. Alle anderen Haushaltspapiere müssen nach Gebrauch in die Tüte und dann ab in die Tonne.“ Die im Vergleich zu dünnem Toilettenpapier sehr dicken und festen Papiere lösen sich im Wasser nicht auf, sondern verstopfen die Rohre. Feuchttücher enthalten neben Papier zudem auch Kunstfasern, die nicht ins Abwasser gelangen sollten. 

Im schlimmsten Fall muss ein Fachmann ran, um den Abfluss wieder freizulegen. Auch die Pumpen im Abwassernetz können verstopfen und müssen kostenintensiv gereinigt werden. Fällt ein Pumpwerk aus, kann sich das Abwasser bis in die privaten Keller zurückstauen. „Solch ein Abpump- und Reinigungsaufwand sollte in der allgemein angespannten Lage möglichst vermieden werden, da er nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern auch zu einer zusätzlichen Belastung aufgrund der dann erforderlichen Beseitigung führt“, mahnt die Verbraucherzentrale.

Corona im Kreis Soest: Jetzt 73 Fälle

Update, 12.22 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Freitag auf Samstag  weiter angestiegen, und zwar von 62 auf 73 Fälle. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 7, Erwitte 2, Geseke 6, Lippetal 4, Lippstadt 15, Möhnesee 9, Rüthen 4, Soest 12, Warstein 6, Welver 2, Werl 4.

Update 11.12 Uhr: Der heimische Europaabgeordneten Dr. Peter Liese (CDU) zeigt sich in Bezug auf die so genannten "Corona-Partys" entsetzt über das Ausmaß an "Unverantwortlichkeit und Ignoranz" und fordert ein sofortiges Verbot der Veranstaltungen, um Ausgangssperren zu vermeiden.

Corona im Kreis Soest: "Trinken Sie Ihr Bier allein"

"Jeder der mich kennt weiß, dass ich kein Kind von Traurigkeit bin und gerne mal feiere. Dafür ist jetzt aber verdammt nochmal nicht die Zeit. Trinken Sie Ihr Bier lieber allein oder mit der Familie in den eignen vier Wänden. Wenn wir eine Ausgangssperre vermeiden wollen, muss sofort Schluss sein mit den Corona-Partys", so Liese.

Update, 10.58 Uhr: Was derzeit besonders für Unverständnis sorgt: Friseure dürfen weiterhin öffnen. Wir haben mit einer Salon-Besitzerin gesprochen, die selbst sagt: "Solange wir auf haben, nehmen die Leute die Lage nicht ernst." Mehr dazu hier

Update, 10,44 Uhr: Auch "der schönste Tag des Lebens" wird vom Coronavirus beeinträchtigt. Das bekamen jetzt zwei Werler zu spüren, die zwar heiraten durften, dabei aber auf einige Dinge verzichten mussten. Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Hier finden Sie alle Artikel zum Thema "Coronavirus im Kreis Soest"

Update, 9.30 Uhr: Während die Gastronomen kreisweit um ihre Zukunft bangen, gibt es in einer Gemeinde bereits erste Pläne, wie man der Wirtschaft vor Ort helfen will.

Update, 8.45 Uhr: "Und wo stehen Sie an?“ Das ist heute der am häufigsten gehörte Satz auf dem Soester Wochenmarkt. Da sich wirklich alle Kunden an die empfohlenen Abstandsregeln halten, bekommt der Einkauf eine ganz neue Choreografie. Mit mindestens zwei Metern Abstand reicht auch eine von der Personenzahl her durchaus übliche Schlange weit über den Marktplatz. 

Die Folge: Die Schlangen vor den einzelnen Ständen kreuzen sich gleich mehrfach. Hier die Orientierung zu behalten und sich zu vergewissern, dass man gerade auch wirklich beim Metzger und nicht beim Bäcker oder Obsthändler ansteht, verlangt trotz allem Abstand nach viel sozialer Interaktion. Zumindest hier führt die verordnete Distanz direkt zu einem Mehr an Verbundenheit. Und: Lächeln ist zwar auch ansteckend, aber völlig ungefährlich.

Update, 7.12 Uhr: Nicht nur blauer Himmel und Sonne schweben heute über dem Tag, sondern auch eine weiter drohende Ausgangssperre. Ob die kommt, dürfte nicht zuletzt davon abhängen, wie sich die Menschen jetzt am Wochenende verhalten. 

Corona im Kreis Soest: "Ausgangssperre sinnvoll"

Die Bürgermeister im Kreis Soest sind sich in der Sache bereits fast einig. Wie Hans Dicke, Bürgermeister aus Möhnesee, erklärt, hätten die Rathauschefs gestern in ihrer täglichen Telefonkonferenz darüber gesprochen. „Mehrheitlich wird eine solche Maßnahme für sinnvoll erachtet und erwartet“, erklärt Dicke. Aber: „Es kann keine Alleingänge einer Kommune geben.“ Dicke und sein Allgemeiner Vertreter Günter Wagner hatten bereits in der vergangenen Woche ihr Unverständnis darüber ausgedrückt, dass viele Menschen trotz aller Warnungen dicht gedrängt am Möhnesee in Freizeitanlagen und vor Eisdielen zusammenrückten.

Update, 21. März, 6.28 Uhr: Das Erzbistum Paderborn bietet ab Montag eine Telefonnummer für Menschen an, die sich in der derzeitigen Situation einsam fühlen und einfach mal mit jemandem sprechen wollen. Für viele Menschen bedeute die dringende Empfehlung, zuhause zu bleiben und soziale Kontakte zu vermeiden, Einsamkeit oder sogar Isolation, heißt es in einer Mitteilung aus Paderborn. „Für alle, die das Bedürfnis nach einem Gespräch oder einfach einer freundlichen Stimme haben, bietet das Erzbistum ab Montag eine Hotline an – ein offenes Ohr für Fragen, Ängste und Sorgen.“

Erreichbar ist die Hotline unter der Nummer 0 52 51 / 125 4444. Das Telefon ist besetzt mit Mitarbeitern aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, weiteren Seelsorgern und Geistlichen  Begleitern aus dem Erzbistum. Diese Personen stehen als Gesprächspartner zunächst werktags täglich von 9 bis 17 Uhr am Telefon zur Verfügung.

Hier lesen Sie unsere Corona-Berichterstattung für den Kreis Soest bis zum 20. März.

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