Coronavirus im Kreis Soest: Alle Entwicklungen im Ticker

Das Coronavirus hat enorme Auswirkungen auf den Kreis Soest.
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Das Coronavirus hat enorme Auswirkungen auf den Kreis Soest.

Kreis Soest: Das Coronavirus ist im Kreis Soest angekommen. Wir berichten hier im Ticker.

  • Coronavirus im Kreis Soest angekommen.
  • Mehrere Infizierte.
  • Veranstaltungen abgesagt.

Hier lesen Sie unsere fortlaufende Berichterstattung ab dem 21. März

Coronavirus im Kreis Soest: Die bisherige Berichterstattung

Update, 20. März, 19.43 Uhr: Es ist eine Mischung aus Machtwort und Zuversicht, womit sich Dr. Peter Liese, südwestfälischer Europaabgeordneter, an die Öffentlichkeit wendet. „Die nächsten Tage entscheiden über Katastrophe oder Sieg“, schreibt Liese (CDU), der selber Arzt ist, und macht dies am Beispiel der Zahlen aus dem Hochsauerlandkreis deutlich, die im Prinzip so auch auf den Kreis Soest und alle anderen Landstriche übertragbar sind. 

„Am Dienstag, 10. März, hatten wir den ersten bestätigten Fall. Jetzt (Stand Freitagnachmittag) sind es schon 85 und fast jede Stunde kommen neue Fälle hinzu. Innerhalb von elf Tagen werden es 90-mal so viele Fälle. Wenn sich das Virus in dieser Geschwindigkeit weiterverbreitet, könnten theoretisch schon in weniger als drei Wochen alle 260 000 Einwohner des Hochsauerlandkreises befallen sein. Und wenn nur 1 Prozent davon im Krankenhaus behandelt werden müsste, wäre das schon eine riesige Katastrophe. Natürlich ist dies eine theoretische Rechnung, aber es zeigt mit welcher Geschwindigkeit wir es zu tun haben“, sagt Liese. „Viele übertragen das Virus ohne überhaupt etwas zu merken“, erklärt Liese. Er appelliert deswegen an alle, die Gefahr nicht zu unterschätzen.

Corona im Kreis Soest: Wuhan macht Hoffnung

Gleichzeitig macht Liese Hoffnung. In der chinesischen Stadt Wuhan sei die Ausbreitung des Virus gestoppt worden. Am Donnerstag meldete Wuhan null neue Infektion. „Ich bin immer sehr skeptisch was Informationen aus China angeht, aber ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass China schon medizinische Geräte und Schutzmasken nach Europa, zum Beispiel nach Italien, bringt und dass sogar Ärzte aus China in Europa helfen“, äußert sich Liese. Dies sei ein klares Indiz dafür, dass die Zahlen stimmen. 

Das heiße, dass man mit drastischen Maßnahmen die Verbreitung des Virus stoppen könne und man vielleicht in einigen Wochen schon da wäre, wo Wuhan jetzt ist, nämlich bei null Neuinfektionen. Liese: „Dafür muss aber wirklich jeder mitmachen: Abstand halten, Hände waschen und so weiter“. Liese bedankt sich bei Pflegern, Ärzten und anderen, die sich um Kranke kümmern. „Aber wir werden auch mit jeder Woche, die wir die Ausbreitung des Virus verlangsamen können, bessere Therapien bekommen. Die Europäische Arzneimittelagentur koordiniert die Heilversuche, die überall in Europa stattfinden und natürlich arbeiten wir mit Hochdruck an einem Impfstoff“, sagt Liese.

Corona im Kreis Soest: Anstieg auf 62 Fälle

Update, 19 Uhr: Das Infotelefon des Kreises Soest zum Thema Coronavirus ist unter der Telefonnummer 02921/303060 auch an diesem und dem nächsten Wochenende erreichbar. Am Samstag, 21. und 28. März, sowie am Sonntag, 22. und 29. März, jeweils von 10 bis 12 Uhr.  Unter der Woche ist das Infotelefon montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, und freitags von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

Update, 17.43 Uhr: Die Fallzahl bestätigter Corona-Fälle im Kreisgebiet ist von Donnerstag auf Freitag weiter angestiegen, und zwar von 55 auf 62 Fälle. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. 

Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 7, Erwitte 2, Geseke 6, Lippetal 2, Lippstadt 12, Möhnesee 8, Rüthen 3, Soest 9, Warstein 5, Welver 2, Werl 4. 

Coronavirus im Kreis Soest: Zahlen kein Indikator

Dabei seien die Zahlen keineswegs ein Indikator dafür, wie sich das Virus tatsächlich momentan im Kreis ausbreitet, erklärt Wilhelm Müschenborn, Sprecher des Kreises Soest. Die Labore seien momentan alle mehr als ausgelastet. Liegen dort mehr Proben vor, als ein Labor an täglicher Test-Kapazität hat, verzögert sich die Zustellung der Ergebnisse entsprechend. Insofern bedeutet ein nur geringer Anstieg der Infizierten-Zahl nicht, dass sich die Ausbreitung des Virus verlangsamt hat, sondern, dass viele Proben noch unbearbeitet im Labor liegen.

Update 16.52 Uhr: Große Hilfsbereitschaft im gesamten Kreisgebiet: Innerhalb von zwei Tagen haben sich bereits rund 460 Freiwillige per Online-Formular beim Kreis Soest gemeldet und sich als Nachbarschafts- oder Spontanhelfer eingetragen. „Es hat mich wirklich beeindruckt, wie groß die Hilfsbereitschaft im Kreisgebiet ist. Vielen Dank, dass sich innerhalb so kurzer Zeit so viele Menschen gemeldet haben und helfen wollen“, wird Landrätin Eva Irrgang, die aktuell selber in Quarantäne sitzt, in einer Mitteilung aus dem Kreishaus zitiert. „Das ist ein starkes Zeichen von Solidarität. Im Kreis Soest sind wir in schweren Zeiten füreinander da.“

Am Donnerstagabend standen die ersten Zahlen fest: 316 Personen aus dem Kreisgebiet hatten sich für die Nachbarschaftshilfe und 143 Personen für die Spontanhilfe gemeldet – und es werden mehr.

Coronavirus im Kreis Soest: Formular für alle, die jetzt Hilfe brauchen

Der Kreis Soest hat nun ein weiteres Formular online gestellt, in das sich die Menschen eintragen können, die Hilfe benötigen. Unter www.kreis-soest.de/coronahilfe können sich nun auch  Bürger eintragen, die beispielsweise Unterstützung beim Einkaufen, Botengängen oder Gassi gehen mit dem Hund benötigen. Die Daten der Hilfesuchenden und Hilfebietenden werden beim Kreis Soest gesammelt und an die jeweiligen Kommunen weiter gegeben, die die Personen anschließend in Zusammenarbeit mit den zahlreichen ehrenamtlichen Initiativen vor Ort passend vermitteln. 

Wer mit Online-Formularen nicht so gut zu Recht kommt, kann sich natürlich auch beim Infotelefon des Kreises Soest melden. Die Mitarbeiter füllen auf Wunsch für die Anrufer das jeweilige Formular aus. Das Infotelefon ist montags, dienstags und mittwochs von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 02921/303060 erreichbar. Auch an den nächsten zwei Wochenenden steht das Infotelefon-Team für Anfragen bereit: am Samstag, 21. und 28. März, sowie am Sonntag, 22. und 29. März, von 10 bis 12 Uhr.

Update, 15.30 Uhr: Die große Frage, die derzeit im Raum steht: Wird es eine Ausgangssperre geben? Von der Landesregierung liegen dazu noch keine offiziellen Informationen oder Ankündigungen vor. Weil aber beispielsweise im Münsterland bereits einige Kommunen von sich aus diese Maßnahme ergreifen, haben wir bei der Stadt und in den Gemeinden nachgefragt, ob es auch im Kreis Soest ähnliche Überlegungen gibt. 

Coronavirus im Kreis Soest: Bürgermeister rechnet mit Ausgangssperre

Einen Alleingang schließen sowohl die Stadt Soest als auch die Gemeinde Welver definitiv aus: Kreisweit habe keine Kommune Bestrebungen, selbst eine Ausgangssperre zu verhängen, so Welvers Bürgermeister Uwe Schumacher. Seine persönliche Meinung: „Ich gehe davon aus, dass kurzfristig, vielleicht noch an diesem Wochenende in NRW eine Ausgangssperre ausgesprochen wird.“ Thorsten Bottin als Sprecher der Stadt Soest teilt mit, dass die Verwaltung eine Ausgangssperre zeitnah umsetzen werde, sobald die Landesregierung etwas in der Richtung erlässt.

Update, 15.12 Uhr: Die Ruhrtalklinik als Reha-Klinik für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen weist darauf hin, dass die Rehabilitation uneingeschränkt weiterläuft und damit auch nach wie vor Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet hier für eine Reha-Maßnahme angemeldet werden können. Eingeschränkt ist gegenwärtig lediglich wie bei anderen Einrichtungen auch der Zugang für externe Besucher. Angehörigen, Freunden oder etwa Betreuern darf gegenwärtig zur Schutz vor Corona-Infektionen kein Zutritt gewährt werden. 

Update, 12.55 Uhr: Jetzt steht fest, welche Funktion genau das Corona-Behandlungszentrum in Soest übernehmen soll und was potenzielle Patienten tun sollen. Dr. Hans-Heiner Decker, Leiter der Bezirksvertretung Arnsberg der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe erklärt: Zu den üblichen Öffnungszeiten der Hausarztpraxen bleibt der Hausarzt der erste Ansprechpartner für die Patienten. Patienten kontaktieren den Hausarzt telefonisch, der Arzt entscheidet über das weitere Vorgehen. Außerhalb der Praxis-Öffnungszeiten und am Wochenende ist das Behandlungszentrum Ansprechpartner. Patienten, die dort hinkommen, rufen die an der Tür ausgehangene Nummer an, warten dann in ihrem Auto auf einen Rückruf der Praxis und kommen erst dann nach Aufforderung in die Praxisräume. Dies soll verhindern, dass sich zu viele Patienten gleichzeitig in den Räumen aufhalten und sich und das Personal in Gefahr bringen.

Coronavirus im Kreis Soest: Keine weiteren Abstrichzentren

Das Behandlungszentrum ist ausdrücklich keine Anlaufstelle für alle, die einfach nur mal aus reinem Interesse wissen wollen, ob sie infiziert sind oder nicht. Behandlungszentrum und Ärzte sollen sich ausschließlich um die Patienten kümmern können, die bereits erkrankt sind. Insofern gelte laut Decker auch für Rückkehrer aus den Risikogebieten, die Quarantänebestimmungen strikt einzuhalten, den Arzt aber erst zu kontaktieren, sollten sich wirklich Symptome einstellen. In Werl wird es ein solches Behandlungszentrum nicht geben, in Lippstadt wohl auch nicht. Von dem ursprünglichen Plan, im Kreis Soest vier Abstrichzentren einzurichten sei man mittlerweile abgekommen, erklärt Decker, und das aus zwei Gründen: Erstens machten reine Abstrichzentren jetzt schon bald keinen Sinn mehr, weil der Anteil der Infizierten an der Bevölkerung recht schnell so hoch sein werde, dass alle Ressourcen gebraucht werden, um die wirklich Erkrankten zu behandeln. Das genaue Wissen darüber, wer infiziert ist und wer nicht, habe zum Beginn der Pandemie noch dazu gedient, mögliche Infektionswege zu kappen, das sei bei einem mutmaßlich bald ohnehin hohen Anteil an Infizierten überflüssig.

Zweitens würden vier Zentren im Kreis Soest auch einen vierfachen Verbrauch an Personal und Schutzkleidung bedeuten, beides gleich knappe Ressourcen.

Update, 11.38 Uhr: Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dieter Tometten empfiehlt den Kirchengemeinden eine frühzeitige Absage der für Ende April geplanten Konfirmationsfeiern: „Dass es für eine geordnete Durchführung der Konfirmationen keine Aussicht mehr gibt, müssen wir bei näherem Überlegen eingestehen. Selbst wenn nach den Osterferien einige der aktuellen Beschränkungen gelockert werden sollten, ist eine Entwarnung wegen des Infektionsrisikos ausgeschlossen. Das gilt für die Konfirmationsgottesdienste wie für die Familienfeiern. Darum empfehle ich dringend, die Konfirmationen konsequent auf den Herbst zu verschieben. Das schafft bei allem Verdruss wenigstens Planungsklarheit.“

Da im Moment gemeinsame Gottesdienste nicht stattfinden können und die meisten Kirchen geschlossen bleiben, wollen Katholische wie Evangelische Kirche gemeinsam in ökumenischer Verbundenheit allabendlich ein hörbares Zeichen setzen. "Die Glocken rufen die Gemeinde zum Gottesdienst und mahnen zum Gebet", heißt es in der westfälischen Kirchenordnung. Nicht nur am Sonntagmorgen, sondern auch zu anderen Zeiten können Glocken zum Gebet rufen. Das gemeinsame Glockengeläut soll jeweils um 19.30 Uhr fünf Minuten lang akustisch die Verbundenheit der Gläubigen miteinander zeigen. 

Update, 10.37 Uhr: Weitere Infos zum Corona-Behandlungszentrum in Soest: Patienten können  bei einem Verdacht alternativ zum Hausarzt auch die Telefonnummer 02921/344447 1 anrufen. So steht es auf einem Aushang, der direkt am Behandlungszentrum am Riga-Ring angebracht ist. 

Update, 9.52 Uhr: Jetzt gibt es konkrete Angaben zum Corona-Behandlungszentrum: Wie die Kassenärztliche Vereinigung auf Nachfrage unserer Redaktion erläutert, wird das Behandlungszentrum am Riga-Ring  morgen (Samstag, 21. März) an den Start gehen. Ausdrücklich werden keine Patienten angenommen, die dort spontan um Untersuchung bitten. Der Weg in das Behandlungszentrum führt IMMER über die Hausarztpraxis.  Im Klartext: Wer den Verdacht hat, mit Corona infiziert zu sein, meldet sich telefonisch - und nur telefonisch - in seiner Hausarztpraxis. Der Hausarzt entscheidet dann, ob der Verdacht begründet ist und macht für den Patienten einen Termin im Behandlungszentrum ab. Das sagt die Kassenärztliche Vereinigung jetzt ebenfalls: Für den Bereich Werl gibt es aktuell noch keine abschließenden Informationen. Weder, ob und wann auch dort ein Behandlungszentrum eingerichtet wird, noch, ob die Patienten aus dem Werler Raum ebenfalls an das Soester Zentrum verwiesen werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Behandlungszentrum in Soest wird eingerichtet

Update, 8.47 Uhr: In Soest wird ein Corona-Behandlungszentrum eingerichtet: Wie genau der Ablauf sein wird und wie man dort einen Termin bekommt, wird noch abgeklärt. Wir berichten hier weiter. Fest steht: Die Notdienstpraxis am Riga-Ring für Erwachsene wird in ein Corona-Behandlungszentrum umgewandelt. Es ist zuständig für die Behandlung von erkrankten Patienten und auch für die Diagnostik von begründeten Verdachtsfällen. Das teilt die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe soeben mit. Patienten mit anderen Diagnosen, die den Notfalldienst aufsuchen, werden an andere Notdienstpraxen in Lippstadt oder Warstein oder an die umliegenden Krankenhäuser verwiesen. Die Krankenhäuser in Soest werden ab sofort nicht mehr als Diagnosezentren für Testungen auf das Coronavirus zur Verfügung stehen. 

Die Notdienstpraxis Soest am Riga-Ring für Kinder wird mit sofortiger Wirkung – vorübergehend – aufgelöst. Der kinderärztliche Notfalldienst wird ab sofort wieder dezentral organisiert,  Eltern, deren Kinder außerhalb der Praxisöffnungszeiten eine medizinische Behandlung benötigen, müssen den diensthabenden Kinderarzt beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 11 6 11 7 erfragen. Die Notfalldienstzeiten bleiben indes unverändert. 

Weiter heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung: "Die Versorgung der Bevölkerung in Lippstadt in einem Corona- Behandlungszentrum für ambulante Patienten ist Gegenstand weiterer aktueller Überlegungen der Stadt Lippstadt, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen."

In Warstein hat das erste Corona-Abstrichzentrum im Kreis Soest am Mittwoch seinen Betrieb aufgenommen. Wir haben die Ärzte für eine Reportage begleiten und zeigen, wie die Behandlung abläuft.

Update, 20. März, 7.55 Uhr: In einigen Soester Fenstern hat man gestern Abend schon die Kerzen gesehen: Die christlichen Kirchen laden in einer Zeit des Versammlungs-Verbots ein, an jedem Abend gemeinschaftlich Andacht zu halten: "Stellen Sie von 19.45 Uhr bis 20 Uhr eine Kerze ins Fenster, sprechen ein Vaterunser und ein Gebet für die, die besonders vom Corona-Virus betroffen sind, für die medizinischen Pflegekräfte und für die Liebe und Solidarität der Menschen miteinander", heißt es in einer Mitteilung der Soester Kirchen. 

Update, 19. März, 18.10 Uhr: Das Landeskabinett hat als Maßnahme zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie unter anderem Betretungsverbote für Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen sowie weitere Einrichtungen verfügt. Das trifft im Kreis Soest neben allen Tagespflege-Angeboten auch die Werkstätten des Perthes-Werkes. Ebenso gibt es Betretungsverbote für Pflege- und Reha-Einrichtungen sowie heilpädagogische Praxen.

Update, 17.22 Uhr:  Jetzt müssen alle Rückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne. Das ist ab sofort keine Empfehlung mehr, sondern eine Anordnung. Die Stadt Soest ergänzt ihre Allgemeinverfügungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie durch eine Quarantäne-Anordnung für Menschen, die aus bekannten Risikogebieten - insbesondere aus bestimmten Skigebieten - zurück nach Soest kommen. Die Stadt Soest setzt damit die Fortschreibung des Erlasses der NRW-Landesregierung um, alle anderen Städte und Kommunen werden das Gleiche tun müssen.

Für die Reiserückkehrer gilt nun, dass sie nach der Rückkehr 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben müssen, und zwar unabhängig davon, ob sie Krankheitssymptome haben oder nicht. Das bedeutet: Es ist ihnen in dieser Zeit untersagt, ihre Wohnung ohne die ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsamtes Kreis Soest zu verlassen. Sie dürfen auch keine Personen empfangen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. 

Coronavirus im Kreis Soest: Nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes vor die Tür.

Wenn der Kontakt mit anderen Personen von außen zwingend notwendig ist, muss dies mit dem Kreisgesundheitsamt abgestimmt werden und es sind entsprechende Schutzmaßnahmen zu treffen. Je nachdem, wie sich der Gesundheitsverlauf entwickelt, kann die häusliche Isolierung verlängert werden. 

Ein Ende der Quarantäne kann zum Ende der Frist nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt erfolgen. In jedem Fall müssen die Betroffenen dann aber seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Wer sich in häuslicher Quarantäne befindet, muss zweimal täglich die Körpertemperatur messen und ein Tagebuch zu den Symptomen und Kontakten führen.

Coronavirus im Kreis Soest: So geht Quarantäne

Soweit möglich, sollte eine Unterbringung in einem gut belüfteten Einzelzimmer erfolgen. Zahl und Enge der Kontakte zu anderen Menschen sind bestmöglich zu begrenzen, insbesondere zu Angehörigen der bekannten Risikogruppen (Immungeschwächte oder chronisch Kranke oder ältere Personen). Wohnen weitere Personen im Haushalt, sollten sich diese möglichst in anderen Räumen aufhalten und einen Mindestabstand von 1 bis 2 Metern einhalten. 

Bei gemeinsam genutzten Räumen ist eine zeitlich getrennte Nutzung sinnvoll, indem beispielsweise die Mahlzeiten nacheinander eingenommen werden. Grundsätzlich sollten alle Räume, die von mehreren Personen genutzt werden, wie zum Beispiel Küche und Bad, regelmäßig gelüftet werden. Eine ausreichende Handhygiene sowie Abstand beim Husten und Niesen sind weitere wichtige Maßnahmen. Zum Trocknen der Hände sollten außerdem Einwegpapiertücher verwendet oder die Handtücher regelmäßig ausgetauscht werden, wenn sie feucht sind. Aktuelle Risikogebiete sind laut Robert-Koch-Institut 

  • Italien, 
  • Iran 
  • In China: Provinz Hubei (inklusive Stadt Wuhan)  In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) 
  • In Frankreich: Region Grand Est (diese Region enthält Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) 
  • In Österreich: Bundesland Tirol 
  • In Spanien: Madrid 
  • In den USA: Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York.
  • sowie die sich im weiteren Verlauf herausstellenden Risikogebiete eingeschlossen (www.rki.de).

Update, 16.21 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Mittwoch auf Donnerstag weiter angestiegen, und zwar von 49 auf 55 Fälle. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldeten bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 2, Bad Sassendorf 6, Erwitte 2, Geseke 4, Lippetal 2, Lippstadt 8, Möhnesee 7, Rüthen 3, Soest 10, Warstein 5, Welver 2, Werl 4.

Update, 14.38 Uhr: Auch in Soest sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes in der Stadt unterwegs und führen Kontrollen im Einzelhandel und in der Gastronomie durch. Dabei wurden auch einzelne Verstöße festgestellt. "Diese werden heute noch nicht geahndet, wenn es zum Beispiel um Hygieneregeln oder Abstandsregeln in Restaurants geht, klären die Kollegen die Betreiber auf und beraten sie hinsichtlich der korrekten Maßnahmen", erklärt Thorsten Bottin, Sprecher der Stadt Soest.

 "Sollten diese Regeln dann bei erneuten Kontrollen heute oder allerspätestens morgen nicht eingehalten sein, werden auch Schließungen angeordnet werden müssen", ergänzt Bottin. Grundsätzlich habe sich die Abteilung im Schichtbetrieb für diese Arbeit organisiert, auch für das Wochenende. Teilweise wurden Kollegen aus dem Urlaub zurückgeholt und bei Bedarf werden zusätzliche Personalkapazitäten aus anderem Abteilungen hinzugezogen werden, heißt es aus dem Rathaus

Update, 13.55 Uhr: Wegen des Coronavirus liegen in Werl aktuell drei Restaurant-Neueröffnungen auf Eis.

Update, 13.50 Uhr: 17 Häftlinge der JVA Werl müssen "vorsorglich" in Quarantäne. Sie hatten Kontakt zu einem externen Mitarbeiter, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Coronavirus im Kreis Soest: Stadt geht gegen gewisse Händler vor

Update, 13.26 Uhr: Die Stadt Werl geht gegen Händler vor, die trotz aller Verbote ihre Läden nicht geschlossen haben. Bislang sind auch tatsächlich schon einige Verstöße aktenkundig. Mal sei es „Unvernunft“, mal „Unwissenheit“: Die Stadt hat bei den Kontrollen der Allgemeinverfügung gleich mehrere Verstöße gegen die Vorgaben festgestellt und greift nun durch. „Da gibt es leider immer noch einige, die entgegen der Vorgaben ihre Geschäfte geöffnet haben“, sagt Stadtsprecher Ulrich Canisius. Die Mitarbeiter des Ordnungsamts, aufgestockt durch weitere Verwaltungsmitarbeiter, ziehen nun durch die Stadt und kontrollieren die Einhaltung der Vorgaben, die es aufgrund der Corona-Pandemie gibt.

Update, 12.30 Uhr: Der Ärztliche Notfalldienst organisiert sich aufgrund der Corona-Pandemie neu: Ab Donnerstag, 20. März ist der Notdienst für Kinder nicht mehr in der zentralen Notdienstpraxis am Riga Ring 12 in Soest, sondern dezentral. Der Notdienst findet in den jeweiligen Praxen der diensthabenden Kinderärzte statt. „Das soll die Ansteckungsgefahr zwischen Erwachsenen und Kindern minimieren“, teilt Kinderarzt Andreas Vogel mit. Um einen möglichst geordneten Ablauf, mit so wenig Kontakten wie möglich unter den Kindern zu gewährleisten, bitten die Ärzte vor dem Aufsuchen der Praxis telefonisch einen Termin zu vereinbaren. Außerhalb des Notdienstes ist der ärztliche Bereitschaftsdienst weiter über die Nummer 116 117 zu erreichen. Die Dienstzeiten bleiben jedoch unverändert: Mittwoch und Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Samstag, Sonntag sowie an Feiertagen von 9 bis 12 Uhr und 17 bis 19 Uhr. Der Notdienst für Erwachsene wird derzeit ebenfalls überarbeitet.

An folgenden Tagen haben folgende Ärzte Dienst in ihren Praxen: 

  • 20. März: Gemeinschaftspraxis Barth/Aydincioglu, Unnaerstrasse 8, Werl, Tel. 02922 / 83333 oder 02922/ 3677
  • 21./22. März: Dr. Karl, Wilhelmstrasse 4, Bad Sassendorf, Tel. 02921 / 52588
  • 25. März: Dr. Karl, Wilhelmstrasse 4, Bad Sassendorf, Tel. 02921 / 52588
  • 27. März: Dr. Hußmann, Thomaestrasse 25, Soest, Tel. 02921 16174
  • 28./29. März: Gemeinschaftspraxis Barth/Aydincioglu, Unnaerstrasse 8, Werl, Tel. 02922 / 83333 oder 02922/ 3677
  • 1. April: Gemeinschaftspraxis Barth/Aydincioglu, Unnaerstrasse 8, Werl, Tel. 02922 / 83333 oder 02922/ 3677
  • 3. April: Dr. Karl, Wilhelmstrasse 4, Bad Sassendorf, Tel. 02921 / 52588
  • 4./5. April: Dr. Deisel, Windmühlenweg 22, Soest, Tel. 02921 / 36510
  • 8. April: Dr. Deisel, Windmühlenweg 22, Soest, Tel. 02921 / 36510
  • 10. April: Dr. Hußmann, Thomaestrasse 25, Soest, Tel. 02921 / 16174
  • 11. April: Dr. Deisel, Windmühlenweg 22, Soest, Tel. 02921 / 36510
  • 12. April: Gemeinschaftspraxis Barth/Aydincioglu, Unnaerstrasse 8, Werl, Tel. 02922 / 83333 oder 02922/ 3677
  • 13. April: Dr. Leicht, Rigaring 15, Soest, Tel. 02921 / 76402 
  • 15. April: Dr. Westphal, Rigaring 15, Soest, Tel. 02921 / 76402
  • 17., 18. und 19. April: Gemeinschaftspraxis Barth/Aydincioglu, Unnaerstrasse 8, Werl, Tel. 02922 / 83333 oder 02922/ 3677

Update, 11.50 Uhr: Die Polizei im Kreis Soest will auch unter den Gegebenheiten der Coronavirus-Pandemie die Sicherheit im Kreis Soest gewährleisten: "Die Pandemievorsorgeplanungen sind bereits vor Wochen aktualisiert worden und auf die aktuelle Lage angepasst. Die Polizei ist dabei auch in der Lage, flexibel auf größere Personalausfälle zu reagieren", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper. "Wenn Sie eine Anzeige erstatten wollen, nutzen Sie hierzu gerne das Onlineangebot der Polizei NRW."

Coronavirus im Kreis Soest: Lange Schlangen vor Eisdielen am Möhnesee

Update, 10.49 Uhr: Teils lange Schlangen bildeten sich am Mittwoch vor den Eisdielen am Möhnesee. Jetzt reagiert der Bürgermeister mit klaren Worten - zeigt aber auch Verständnis für die Situation.

Coronavirus im Kreis Soest: Diese Vorgaben gelten für Handwerksbetriebe

Update, 8.37 Uhr: Die Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe erklärt, dass angesichts der Corona-Pandemie und der von amtlicher Seite beschlossenen Maßnahmen Handwerksbetriebe grundsätzlich weiterhin geöffnet und für die Kunden ansprechbar bleiben; Verkaufsstellen müssen jedoch geschlossen werden. Generell ist ein Geschäftsbetrieb nur unter Beachtung der allgemeinen Sicherheitsmaßnahmen möglich. Diese Maßnahmen sind unter anderem: Einhaltung eines Abstands zu den Kunden, gegebenenfalls Reduzierung der Personenzahl, die sich gleichzeitig im Geschäft aufhält, und Beachtung der Hygienestandards sowie die Vermeidung von Warteschlangen. Für die rund 2600 Handwerksbetriebe der 39 Innungen der Kreishandwerkerschaft gelten die folgenden Vorgaben:

  • Bäckereien/ Konditoreien: Verkaufsflächen dürfen weiter betrieben werden, aber Verkaufs-Cafés müssen geschlossen werden
  • Baugewerbe: keine Schließung
  • Bildhauer- und Steinmetz-Betriebe: keine Schließung
  • Buchbinder- und Drucker-Betriebe: keine Schließung
  • Dachdecker: keine Schließung
  • Elektrotechniker und Informationstechniker: keine Schließung, jedoch kein Verkauf in einem Ladenlokal
  • Fleischereien: keine Schließung
  • Fliesen-, Platten- und Mosaikleger: keine Schließung
  • Friseure: keine Schließung
  • Kraftfahrzeuggewerbe: Verkaufsfläche muss geschlossen werden, Werkstatt darf weiter betrieben werden
  • Land- und Baumaschinentechnik: Verkaufsfläche muss geschlossen werden, Werkstatt darf weiter betrieben werden
  • Maler/ Lackierer: keine Schließung
  • Metall-Betriebe: keine Schließung
  • Raumausstatter-, Sattler- und Schneider-Betriebe: keine Schließung, jedoch kein Verkauf in einem Ladenlokal
  • Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik-Unternehmen: keine Schließung
  • Schneidwerkzeugmechaniker: keine Schließung, jedoch kein Verkauf in einem Ladenlokal
  • Schuhmacher: keine Schließung, jedoch kein Verkauf in einem Ladenlokal
  • Stuckateure: keine Schließung
  • Tischlereien: keine Schließung
  • Uhrmacher: keine Schließung, jedoch kein Verkauf in einem Ladenlokal
  • Zimmerer: keine Schließung

Coronavirus im Kreis Soest: das tun Wirtschaftsförderung und Banken jetzt in der Krise

Update, 19. März, 8 Uhr: Die Coronavirus-Krise schlägt voll auf die heimische Wirtschaft durch. Nur wenige Unternehmen sind nicht in irgendeiner Form betroffen, vielen geht es an die Existenz. Was Wirtschaftsförderung und heimische Banken jetzt tun, lesen sie hier.

Update, 18. März, 19.50 Uhr: Keine Rettung, aber ein kleines Signal für Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer Dortmund im Kreis Soest: Heute wurde von der Führungsspitze der Kammer die Entscheidung getroffen, die Beitragsbescheide bis auf Weiteres zurückzustellen. Da der Publikumsverkehr derzeit ruhen muss, werden zudem für alle wichtigen Fachbereiche Hotlines frei geschaltet. Die Hotline-Nummern sowie die FAQ’s stehen in Kürze auf der HWK-Homepage: www.hwk-do.de.

Coronavirus im Kreis Soest: Erstes Abstrichzentrum im Kreis Soest öffnet in Warstein

Update, 19.50 Uhr: Im Kreis Soest hat das erste Coronavirus-Abstrichzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Wir waren dabei und haben den ersten Tag begleitet. Hier lesen Sie, wie der erste Arbeitstag für die Ärzte und Mitarbeiter unter Vollschutz lief.

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Update, 18.35 Uhr: Der Kreis Soest koordiniert jetzt Hilfsangebote und ist Ansprechpartner für alle Menschen, die jetzt anderen helfen wollen, sogenannte Nachbarschaftshelfer. Gleichzeitig sucht der Kreis auch Freiwillige, die als Spontanhelfer eingesetzt werden sollen, wenn sich die Lage weiter zuspitzen sollte. "Neben den hauptamtlichen Mitarbeitern der Krisenstäbe, den verschiedenen Einsatzkräften und dem medizinischen Personal ist auf lange Sicht auch das Engagement sogenannter Spontanhelfer vonnöten, um bestimmte Infrastrukturen aufrecht zu erhalten, und auch Nachbarschaftshelfer sind mehr und mehr gefragt", heißt es. Daher hat der Kreis Soest nun ein Onlineformular für freiwillige Helfer freigeschaltet. Bürger, die innerhalb ihrer Gemeinde schnell und unkompliziert anderen Menschen helfen wollen, indem Sie beispielsweise den Hund des Nachbarn ausführen oder bei den Einkäufen helfen, können sich auf der Internetseite www.kreis-soest.de/ichwillhelfen in ein Onlineformular eintragen und sich zur Nachbarschaftshilfe melden. Die Daten werden an die zuständigen Ordnungsämter weitergeleitet, die dann den Kontakt aufnehmen werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Spontanhelfer für den Katastrophenfall

Update, 18.20 Uhr: Wer sich als Spontanhelfer melden möchte, kann dies ebenfalls in dem oben genannten Formular machen. Sollte sich die Lage weiter zuspitzen, ist die Unterstützung von Spontanhelfern insbesondere im medizinischen Bereich besonders wichtig. Mit dem Eintrag im Onlineformular als Spontanhelfer werden die Personen registriert, die im Katastrophenfall ihre Arbeitskraft anbieten. Unter anderem werden im Formular medizinische Qualifikationen abgefragt, die vielleicht in der Vergangenheit erworben wurden und eingesetzt werden können. Auf den Eintrag erfolgt keine unmittelbare Antwort. Im Bedarfsfall meldet sich der Kreis Soest bei den gemeldeten Spontanhelfern. Sofern diese dann nach Weisung und Auftrag des Kreises zum Einsatz kommen, sind sie in ihrer Tätigkeit unfall- und haftpflichtversichert. Wichtig: Spontanhelfer dürfen kein Mitglied in einer Feuerwehr oder Hilfsorganisation sein, da diese anderweitig gebunden sind.

Coronavirus: Deutlich mehr Infizierte im Kreis Soest

Update, 17.02 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Soest ist noch einmal deutlich gestiegen. Inzwischen gibt es bereits 49 bestätigte Fälle, am Dienstag waren es noch 35. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Die Fälle verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Kommunen: Anröchte 2, Bad Sassendorf 6, Erwitte 2, Geseke 3, Lippetal 1, Lippstadt 8, Möhnesee 5, Rüthen 2, Soest 9, Warstein 5, Welver 2 und Werl 4.

Update, 16.27 Uhr: Die nächste gute Nachricht: Stadt Soest ruft die Aktion „Soest solidarisch“ ins Leben, um angesichts der Coronavirus-Krise ein Netzwerk aus ehrenamtlichen Akteuren zu bilden, die besonders gefährdete Bürger unterstützen. „Jetzt ist die große Solidarität der Menschen unserer Stadt gefragt“, wird  Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer in einer Mitteilung aus dem Rathaus zitiert. „Wir benötigen Freiwillige, die nicht zu Risikogruppen gehören, und die für ältere und vorerkrankte Menschen beispielsweise Einkäufe oder Botengänge erledigen.“ Wer nicht zu einer Risikogruppe gehört und zeitliche Kapazitäten anbieten will, kann sich bei ihr unter Telefon 02921/103-2212 melden (montags bis freitags 9 bis 12 Uhr). Im Gegenzug können Menschen, die zu Risikogruppen gehören und Unterstützung brauchen, ebenfalls unter dieser Nummer melden. 

Coronavirus im Kreis Soest: Caritas unterstützt mit Einkaufsservice

Update, 16.20 Uhr: Die Caritas im Kreis Soest unterstützt die rund 4000 Patienten ihrer Sozialstationen mit einem Einkaufs-Service. „Menschen, die zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören, sollten nicht in Supermärkte gehen müssen“, sagt Georg Karbowski, der das neue Angebot für die Caritas koordiniert. Denkbare Hol- und Bringdienste seien der Einkauf von Lebensmitteln, das Abholen von Rezepten oder Medikamenten in der Apotheke sowie sonstige Tätigkeiten in der Öffentlichkeit. "Es handelt sich um ein befristetes Angebot und niemand geht dabei eine vertragliche Vereinbarung ein", sagt Karbowski. Wer Hilfe benötigt, kann sich an Caritas-Koordinator Georg Karbowski wenden: Telefon: 02921 / 359015; Mail: karbowski@caritas-soest.de.

Coronavirus im Kreis Soest: Katholische Kirchen in Soest jetzt ganz geschlossen

Update, 15.46 Uhr: Der Patrokli-Dom hat jetzt ganz geschlossen. Gestern hieß es noch, die Kirche bleibe zum stillen Gebet geöffnet, jetzt sind die Türen zu. Auf einem Schild am Eingang heißt es: "Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Gottes Segen in dieser Zeit". Ferdinand Kauerz- von Lackum, Geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands, erklärte, dass diese Regelung ab sofort für alle katholischen Gotteshäuser im Pastoralen Raum Soest gelte.

Update, 13.44 Uhr: Von innen liegen die Riegel immer vor. Nun aber riegelt sich die Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl auch nach außen ab – und verschärft die Maßnahmen gegen das um sich greifende Coronavirus. Ab sofort sind Besuche in der Haftanstalt mit ihren über 1.000 Insassen untersagt. Nun noch in Ausnahmefällen wie wichtigen Verteidigerbesuchen oder zur Suizidprophylaxe ist der Zugang möglich, sagt die Sprecherin der JVA, Verona Voigt.

Update, 13.37 Uhr:Die Gastronomiebetriebe unterliegen strengen Hygiene-Auflagen - die Öffnungszeiten sind von 6 Uhr bis 15 Uhr begrenzt. In Bad Sassendorf sollen sich Restaurants zusammenschließen und einen Abhol- und Lieferservice anbieten - auch nach 15 Uhr. 

Update, 13.13 Uhr: Um einem Wildwuchs an kleinen und unkoordinierten, wenn auch gut gemeinten Corona-Hilfsaktionen zu vermeiden, hat die Stadt Werl eine Hilfsaktion für Bedürftige ins Leben gerufen. Die Stadt hat dazu eine Hotline eingerichtet, an die sich Bürger wenden können, die zum Beispiel Hilfe beim Einkaufen oder bei der Versorgung mit Medikamenten benötigen. Menschen zum Beispiel, die zu den Risikogruppen gehören und das Haus besser nicht verlassen sollten. Sie sollen nicht von der Außenwelt abgeschnitten werden.

Update, 11.17 Uhr: Die für den heutigen Abend vorgesehene Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) der Gemeinde Möhnesee hat Bürgermeister Hans Dicke jetzt doch abgesagt. Er begründet die Entscheidung mit der aktuellen Entwicklung beziehungsweise Verbreitung des Coronavirus und den damit aktualisierten „Verhaltensanweisungen“.

Coronavirus im Kreis Soest: Das ist in Soest jetzt noch geöffnet

Update, 11.05 Uhr: Die Stadt Soest setzt neuen Erlass der Landesregierung zu Schließungen von Spiel- und Sportplätzen sowie von weiteren Einzelhandelsgeschäften um Soest. Das Landeskabinett hatte gestern weitere umfangreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus beschlossen. Die Stadt Soest setzt diese verpflichtenden Erlassvorgaben durch eine Ergänzung zu der am Montag ergangenen Allgemeinverfügung um. 

Zu diesem Zweck werden weitere Einrichtungen und Geschäfte geschlossen sowie Auflagen für den Weiterbetrieb enger gefasst. Konkret für Soest bedeutet dies:

  • Geöffnet oder in Betrieb bleiben nur Lebensmittelgeschäfte, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Tankstellen, Banken und Sparkassen, Poststellen, Frisöre, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungsverkauf, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte, sowie der Großhandel. Alle anderen Verkaufsstellen des Einzelhandels sind heute (18. März) zu schließen. Die Abteilung für Bürger und Ordnungsangelegenheiten hat damit begonnen, diese Einschränkungen an die betroffenen Einrichtungen und Betriebe zu kommunizieren.
  • Zugleich wird für wichtige Angebote des täglichen Bedarfs die Öffnung an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr gestattet, um die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Hierzu zählen Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Apotheken, außerdem Geschäfte des Großhandels. Diese Regelung gilt nicht Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag.
  • Dienstleister und Handwerker können ihren Tätigkeiten weiter nachgehen.
  • Alle Spiel- und Bolzplätze werden geschlossen. Dies gilt nicht nur für städtische, sondern auch für private Anlagen. Die städtischen Sportanlagen in Soest werden an den Eingängen entsprechend als geschlossen beschildert. Die Sportvereine mit Vereinssportanlagen wurden durch die Verwaltung informiert, dass sie ihre Anlagen ebenfalls zu schließen haben. Die Abteilung Jugend lässt außerdem die städtischen Spielplätze als geschlossen beschildern. Die Schließung gilt auch für Spiel- und Sportanlagen auf Schulgeländen.
  • Es sind nur noch Übernachtungsangebote zugelassen, die ausschließlich nichttouristischen Zwecken dienen.
  • Alle Kneipen, Cafés, Konzerthäuser, alle Messen, Ausstellungen, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen, Reisebusreisen, jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen, Spielhallen, Wettbüros und ähnlichen Einrichtungen, Prostitutionsstätten und ähnliche Einrichtungen müssen den Betrieb einstellen.
  • Der Zugang zu Bibliotheken (außer Bibliotheken an Hochschulen), Mensen, Restaurants und Speisegaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen wird beschränkt und ist nur unter strengen Auflagen (sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich) zu gestatten. Auflagen sind die Besucherregistrierung mit Kontaktdaten, die Reglementierung der Besucherzahl, Vorgaben für Mindestabstände zwischen Tischen von zwei Metern, Hygienemaßnahmen sowie Aushänge mit Hinweisen zu richtigen Hygienemaßnahmen. Restaurants und Speisegaststätten dürfen frühestens ab 6 Uhr öffnen und müssen spätestens um 15 Uhr schließen.
  • Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt. Das gilt auch für Versammlungen unter freiem Himmel wie Demonstrationen. Ausgenommen sind Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung dienen oder der Daseinsfürsorge wie Wochenmärkte. Auch Versammlungen zur Religionsausübung haben zu unterbleiben.

Update, 10.46 Uhr: In einer außerordentlichen Vorstandssitzung hat der Vorstand des Schützenvereins Schallern in Erwitte entschieden, das Schützenfest vom 24. bis 26. April abzusagen. "Dieser Schritt ist uns wirklich nicht leicht gefallen. Wir sehen ihn allerdings als einzig möglichen und als die richtige Entscheidung an. Nach Absprache mit unserem König, wird dieser seine Regentschaft um ein Jahr verlängern. Hierfür sind wir ihm und seiner Königin nebst Königsoffizieren sehr dankbar", so der Schallerner Vorsitzende Thorben Schwarz.

Update, 10.18 Uhr: Baumärkte erleben einen Ansturm, Möbelhäuser sind geschlossen. Es geht um die Frage, ob Geschäfte wichtig sind für die Grundversorgung oder nicht. Wir fassen hier für den Kreis Soest zusammen, was geöffnet ist und was geschlossen.

Coronavirus im Kreis Soest: Solidarisch miteinander umgehen

Update, 8.49 Uhr: Angesichts der zunehmenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens ruft der Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer in einer Videobotschaft zu Solidarität auf. „Die Folgen des Coronavirus haben unser Leben in den letzten Tagen erheblich beeinträchtigt. Wir können heute noch nicht voraussehen, was in den nächsten Tagen und Wochen passiert. Aber wichtig ist, dass wir jetzt solidarisch miteinander umgehen.“ 

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Es komme darauf an, den Anstieg der Infektionen zu verlangsamen, damit das Gesundheitssystem die Krankheitsfälle behandeln könne. Insbesondere ältere sowie vorerkrankte Menschen sind nun auf Unterstützung angewiesen, damit sie einerseits direkten Kontakt zu anderen Menschen und damit das eigene Ansteckungsrisiko reduzieren können, andererseits aber im Alltag weiter versorgt bleiben. 

Coronavirus im Kreis Soest: "Stadtgesellschaft funktioniert"

„Ich danke allen, die sich bereit sind, sich anzubieten und für Menschen, die das Haus nicht verlassen können, Besorgungen zu machen“, erklärt  Ruthemeyer. „Das zeigt, dass unsere Stadtgesellschaft auch in dieser Zeit funktioniert.“ 

Gleichzeitig warnt er davor, bereits infizierte Menschen zu stigmatisieren oder in die Rolle von Sündenböcken zu drängen. „Jeden kann die Krankheit treffen. Wir müssen verantwortungsbewusst miteinander umgehen und uns gegenseitig stützen.“ Die Videobotschaft ist online zu sehen über die Website soest.de, über den Instagram-Kanal „StadtSoest“ sowie auf YouTube im Kanal „Stadt Soest“.

Coronavirus im Kreis Soest: Fraktionen formulieren Anträge

Update, 8.35 Uhr: Ähnlich wie die CDU in Möhnesee stellt jetzt die Fraktion "Welver 21" im Rat der Gemeinde Welver den Antrag, "Steuer- und Abgabenforderungen und Vorauszahlungen, die die Gemeinde Welver selbst erhebt, ab sofort für Unternehmen, Händler, Gewerbetreibende und Freiberufler auf Antrag auszusetzen, um die Betroffenen zumindest temporär finanziell zu entlasten", formuliert Fraktionsvorsitzender Kay Philipper. 

Es sei absolut damit zu rechnen, dass die Corona-Krise für viele Unternehmen existenzbedrohend ist. Bund und Land haben bereits angekündigt, Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen. Als verantwortliche Kommunalpolitiker wolle man sich dieser Vorgehensweise anschließen. Philipper: "Deswegen schlagen wir vor, dass der Verwaltungsvorstand kurzfristig mit den Fraktionsvorsitzenden eine telefonische Konferenz einberuft, um die weitere Vorgehensweise zu beraten."

Coronavirus im Kreis Soest: Wechsel auf Sommerreifen gestrichen

Update, 18. März, 8.15 Uhr: Die ATU-Filiale an der Werler Landstraße wird heute, wie alle anderen Filialen der Kfz-Kette, ihren Betrieb schrittweise einstellen. Zunächst würden alle bestehenden Kundenaufträge abgearbeitet und die in den Werkstätten befindlichen Kundenfahrzeuge an die Kunden übergeben. Anschließend wird der Filialbetrieb vorübergehend ausgesetzt, heißt es aus der Unternehmenszentrale in Weiden. 

Die bei ATU eingelagerten Radsätze könnten bis zum 31. Mai eingelagert bleiben. Zusätzliche Kosten entstünden Kunden dadurch nicht. Kunden mit Terminvereinbarung würden kontaktiert, um eine Verschiebung des Termins zu vereinbaren. Für die von der zeitweiligen Schließung betroffenen Mitarbeiter in Deutschland will das Unternehmen die von der Bundesregierung beschlossenen Regelungen zur Kurzarbeit wahrnehmen.

Coronavirus im Kreis Soest: Hotels in Schwierigkeiten

Update, 17. März: 21.58 Uhr: Die strengen Auflagen und die Stornierungen in Folge der Corona-Krise lösen im Gastgewerbe große Existenzsorgen aus. Das erste Hotel in der Region stellt den Betrieb komplett ein.

Update: 19.24 Uhr: Jetzt fällt auch das erste Schützenfest in Soest dem Coronavirus zum Opfer. Der Vereinigte Schützenverein zu Soest sagt sein Fest für dieses Jahr ab. Das Vogelschießen hätte am 9. Mai, das Fest vom 15. bis 17. Mai stattfinden sollen. In der Geschichte des Vereins ist es erst das zweite Mal, dass das Fest ausfällt. Das erste Mal übrigens auch wegen einer ansteckenden Erkrankung, als sich in den 60er Jahren die Kinderlähmung ausbreitete.

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Update, 18.40 Uhr: Ambulante Abstriche auf das Coronavirus werden ab dem morgigen Mittwoch in Warstein genommen. Dort öffnet das erste von insgesamt vier so genannten „Corona-Untersuchungszentren“ im Kreis Soest. Weitere Standorte sind Werl, Lippstadt und Soest - diese sollen jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt öffnen. Notwendig für einen Abstrich ist eine Anmeldung durch den Hausarzt. Der bespricht zuvor mit dem Patienten, ob es notwendig ist, einen Coronatest durchzuführen. „Nur der Hausarzt bekommt diesen Termin, und ohne Termin wird der Patient rigoros abgewiesen“, machen Krankenhaus-Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner und der niedergelassene Arzt Dr. Matthias Becher deutlich. 

Coronavirus im Kreis Soest: Versichertenkarte mitbringen

Für das Abstrich-Zentrum in Warstein bedeutet das: Der Patient fährt dann zum vereinbarten Termin zum Abstrich-Zentrum in der ehemaligen Gutenbergschule in der Warsteiner Bergenthalstraße, wird auf dem Schulhof eingewiesen und bleibt bei geschlossenen Fenstern im Auto sitzen. Das könne auch mal etwas dauern. 

„Man darf auf keinen Fall aussteigen“, so Klaus Wohlmeiner, auch ein Gang auf die Toilette sei dort nicht möglich. Der Abstrich aus der Nase erfolgt auf dem Schulhof durchs geöffnete Fenster, während der Patient im Auto bleibt. „Direkt danach kann er wieder nach Hause fahren und in häuslicher Quarantäne bleiben.“ 

Wichtig ist, dass die Patienten auch ihre Versichertenkarte mitbringen. Nach Auskunft von Klaus Wohlmeiner dauert es bis zum Abend des nächsten Tages, ehe das Ergebnis dann da ist, das der Hausarzt weitergibt.

Update, 18.15 Uhr: Das Coronavirus sorgt dafür, dass die werdenden Großeltern Brigitte und Christian Neumann aus Soest wahrscheinlich nicht bei der Geburt ihres ersten Enkelkindes dabei sein können. Den Grund und die ganze Geschichte lesen Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Stadt wartet auf Erlass

Update, 17.26 Uhr: Die Stadt Soest wartet noch auf den Erlass aus Düsseldorf: Stadt-Sprecher Thorsten Bottin: "Zu den von Bund und Land angekündigten Schließungen in Einzelhandel und Gastronomie sowie von Spiel- und Bolzplätzen liegen der Verwaltung aktuell noch keine genaueren Informationen und auch kein Erlass der Landesregierung vor. Nach wie vor besteht für sogenannte Hamsterkäufe kein Anlass, da auch nach den jüngsten Ankündigungen von Bund und Land alle wichtigen Güter des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel weiter produziert und im Einzelhandel angeboten werden."

Update, 15.50 Uhr: In einer Reaktion zum jungen Wickeder, der keinen Corona-Test bekommt, ließ der Kreis Soest am Dienstag erkennen, dass die Gesundheitsvorsorge angesichts der gegenwärtigen Situation an ihre Leistungsfähigkeit geraten sei. Unsere ausführliche Berichterstattung zu diesem Thema lesen Sie an dieser Stelle.

Update 17.05 Uhr: Die Arbeitsagentur Soest hat in Sachen überlasteter Telefonleitungen (siehe Update 10.35 Uhr) Abhilfe geschaffen und eine lokale Telefonnummer eingerichtet. für Arbeitnehmer: Unter Telefon 02921/106 200 ist die Agentur zu den üblichen Geschäftszeiten zu erreichen oder alternativ auch Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter der bundesweiten Hotline für Arbeitnehmer 0800/ 4 5555 00. Arbeitgeber erreichen die Agentur unter Telefon 0800/ 4 5555 20.Umfangreiche Informationen zum Thema Kurzarbeit für Arbeitgeber gibt es auch unter www.arbeitsagentur.de/Kurzarbeit.

Coronavirus im Kreis Soest: Das Interview mit der Landrätin

Update, 15.23 Uhr: "Niemand ist gefeit", sagt die derzeit isolierte Landrätin Eva Irrgang jetzt im Anzeiger-Gespräch. Das ganze Interview zur Coronavirus-Krise im Kreis Soest lesen Sie hier.

Update 14.35 Uhr: Das Land NRW hat die Maßnahmen noch einmal verschärft: Ab Mittwoch werden Spielplätze gesperrt, Cafés und Restaurants um 15 Uhr geschlossen (siehe News-Ticker aus NRW). Auf die Frage, wie sich die immer neuen Erlasse aus Düsseldorf vor Ort umsetzen ließen, heißt es aus dem Soester Rathaus, dass bereits jetzt "dank der Öffentlichkeitsarbeit in allen Medien das Verantwortungsbewusstsein der Bürger gestiegen" ist. Man beobachte eine Sensibilität, sich an die Maßnahmen zur Kontaktreduzierung zu halten, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. "Zur Durchsetzung der aktuellen Allgemeinverfügung werden die örtlichen Ordnungsbehörden Kontrollen durchführen. Dies wird immer im Rahmen der personellen Ressourcen geschehen und unter Berücksichtigung der weiteren Rahmenbedingungen zum jeweiligen Zeitpunkt. Falls Verstöße gegen die Verfügung festgestellt werden, kommen Verwarnungen, Bußgeldverfahren oder ordnungsbehördliche Anordnungen, wie Schließungen oder Platzverweise in Frage."

Update, 14.20 Uhr: Fast alle Kommunen im Kreis Soest lassen ihre politischen Gremien vorerst ruhen und sagen alle Rats- sowie Ausschuss-Sitzungen ab.In der Gemeinde Möhnesee jedoch soll am Mittwochabend der Hauptausschuss tagen. Die CDU um den Fraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Weigt hat das beantragt und möchte über mögliche Maßnahmen zur Unterstützung der Bürger und Betriebe während der Coronavirus-Krise beraten. Unter anderem wird vorgeschlagen, die Grund- und Gewerbesteuern bis zum Jahresende zu stunden. Die Entscheidung, ob die Sitzung tatsächlich stattfindet, liegt schlussendlich bei Bürgermeister Hans Dicke. Nach aktuellem Stand wird Termin nicht abgesagt wird. 

Coronavirus im Kreis Soest: Betrüger lernen schnell

Update, 13.21 Uhr: Eine neue perfide Variante des Enkeltricks findet nun immer mehr Anwendung, meldet die Soester Polizei. Die Betrüger geben sich bei dieser neuen Masche als Angehörige aus, die sich mit dem Coronavirus infiziert hätten und nun in einem Krankenhaus liegen würden. Sie benötigten auf Grund ihrer Erkrankung dringend Geld für die Behandlung oder teure Medikamente. Da sie selbst im Krankenhaus liegen würden, könnten sie nur einen Boten schicken, der das Geld oder auch die Wertsachen abholt. Um ältere Menschen zu schützen, sollten die neuen Methoden der Trickbetrüger in der Familie und dem Freundeskreis thematisiert werden, rät die Polizei.

Coronavirus im Kreis Soest: 35 Fälle bestätigt

Update, 13.09 Uhr:  Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Montag auf Dienstag weiter angestiegen, und zwar von 25 auf 35 Fälle. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldete bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 1, Bad Sassendorf 5, Erwitte 2, Geseke 2, Lippetal 1, Lippstadt 5, Möhnesee 4, Rüthen 1, Soest 9, Warstein 1, Welver 1, Werl 3.

Update, 12.35 UhrMöbel Wiemer in Soest folgt dem Beispiel des Branchenkollegen Turflon aus der Nachbarstadt Werl. Das Möbelhaus  ist ab sofort geschlossen. Das Geschäft hätte um 10 Uhr geöffnet, bereits seit 8 Uhr habe man in der Geschäftsleitung die Frage diskutiert und dann zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern entschieden, die Türen geschlossen zu lassen, berichtet Unternehmenssprecherin Dagmar Kipke. Wichtig für alle Kunden: Der Verkauf ist zwar geschlossen, im Hintergrund werden die Aufträge aber abgearbeitet. Bestellte Möbel werden wie vereinbart auch zum Kunden geliefert.

Update, 12.32 Uhr: In Soest haben "Inspiration am Vreithof" und "Michelle" geschlossen und machen ihre Kunden per Aushang darauf aufmerksam. Beide Geschäfte liegen am Vreithof. In der Brüderstraße haben noch alle Läden auf, wie lange noch, wissen die Verkäufer aber nicht. Man habe "schon ein komisches Gefühl", sagt eine Verkäuferin.

Coronavirus im Kreis Soest: Turflon lässt die Türen zu

Update, 11.50 Uhr: In Werl ist man schon einen Schritt weiter: Das Büdericher Möbelhaus Turflon hat heute Morgen alle 250 Mitarbeiter wieder nach Hause geschickt. Das Haus bleibt aufgrund einer behördlichen Anweisung bis auf weiteres geschlossen. Das hat Geschäftsführer Guido Münstermann auf Anfrage mitgeteilt. Er versichert aber: "Keiner muss sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen, wir machen wieder auf - solange es auch dauert." Wie die Mitarbeiter reagiert haben und was Sie als Kunde jetzt wissen müssen, lesen Sie hier. 

Update 11.44 Uhr: Wer macht auf, wer muss schließen? "Es herrscht eine große Verunsicherung", sagt Martin Jochem, Vorsitzender der Soester Kaufmannschaft. Niemand wisse so genau, wann und vor allem wer schließen muss. Jochem hofft, dass die Behörden schnellstmöglich verbindlich informieren können. Denn bei vielen Einzelhändlern in Soest sei die Existenzangst groß.

Coronavirus im Kreis Soest: Lokale Hilfsaktionen laufen an

Update, 11.36 Uhr: Auf lokaler Ebene kommen erste Hilfsaktionen in Gang: Ganz schnell hatte sich auch Welvers Pastor André Aßheuer an die Öffentlichkeit gewandt und vorgeschlagen, die  Messdiener könnten doch nun, da sie ja nun nicht mehr in die Schule gehen könnten, Hilfe anbieten. Unter anderem entstand die Idee, älteren Menschen, die zur besonders durch den Coronavirus gefährdeten Gruppe gehören, beiseite zu stehen. Das könne ein  Einkauf sein, natürlich unter der Beachtung der gebotenen Hygienemaßnahmen. Inzwischen habe es schon Anfragen gegeben, betonte Aßheuer. Geplant sei, dass die  Caritas-Sozialstation hier Anfragen und Angebote koordinieren könne, von ihnen sei auch der Impuls zu der Aktion gekommen. Sie sei sozusagen als Netzwerk vor Ort da.

Für alle Anfragen ist das Büro der Pfarrei St. Maria Welver zuständig und unter 02384/3470 zu erreichen.

Coronavirus im Kreis Soest: Kreistag sagt Sitzung ab

Update, 11.09 Uhr:  Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie sagt die Geschäftsstelle des Kreistages  den Kreisausschuss am Donnerstag, 19. März, 17 Uhr, im Sitzungszimmer 1 und den Kreistag, am Donnerstag, 26. März, 17 Uhr, im Sitzungssaal des Kreishauses ab.

Update, 10.53 Uhr: Erste Corona-Maßnahmen bei der Rossmann-Filiale in Welver. Die Drogerie am Markt hat die Foto-Automaten abgeschaltet, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Geräte werden per Hand-Berührung auf dem Bildschirm bedient.

Coronavirus im Kreis Soest: Wertstoffhöfe schließen morgen

Update, 10.40 Uhr: Wer die Corona-Auszeit nutzen will, um Keller und Dachboden zu entrümpeln, muss jetzt sehr schnell sein oder umdisponieren. Die Entsorgungswirtschaft Soest (ESG) weist daraufhin, dass alle Wertstoffhöfe im Kreis Soest, in Geseke, Lippstadt, Soest, Warstein und die Abfallwirtschaftszentren in Erwitte und Werl ab Mittwoch für private Einzelanlieferungen geschlossen bleiben. Davon betroffen sind auch Sammlungen von Elektroaltgeräten und Schadstoffen an den Wertstoffhöfen, die bis auf weiteres nicht stattfinden. 

Die Schließung der Wertstoffhöfe für private Anlieferer sei Teil eines Pandemieplans der ESG, heißt es von dem Unternehmen. Damit solle  ermöglicht werden, auch mit reduziertem Personalbestand langfristig die Kernaufgaben der Abfallwirtschaft aufrechtzuerhalten. Sobald die Anlagen wieder geöffnet werden, informiert die ESG darüber.

Coronavirus im Kreis Soest: Telefone überlastet

Update, 10.35 Uhr: Arbeitsagentur und Jobcenter sind seit gestern nur noch telefonisch oder per Mail, Post und Internet zu erreichen. Das hat eine Überlastung der Leitungen ausgelöst. "Das Telefonnetz unseres Providers ist derzeit überlastet. Wir bitten darum, Anrufe auf Notfälle zu beschränken", heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur. Die Behörde gibt folgende wichtige Hinweise:

  • Für alle Termine gilt: Kunden müssen den Termin nicht absagen. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen. Es gibt keine Nachteile. Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen.
  • Fristen in Leistungsfragen werden vorerst ausgesetzt. Die Kunden erhalten rechtzeitig eine Nachricht, wenn sich diese Regelungen ändern. 
  • Die Arbeitsagenturen und Jobcenter schalten derzeit auch lokale Rufnummern. Diese werden dann bekannt gemacht. 

Update, 10.24 Uhr: Für den Donnerstag dieser Woche hatte der Fahrradfilialist BOC eigentlich die  die Eröffnung seiner Filiale in Soest geplant. Wegen der Corona-Krise wird die Neueröffnung nun verschoben. Geschäftsführer Bernd Heumann wird in einer Mitteilung des Unternehmens mit den Worten zitiert: „Auch unabhängig von einem drohenden Shutdown haben wir beschlossen, die Eröffnung unserer Filiale in Soest zu verschieben. In Zeiten wie diesen müssen Prioritäten neu gesetzt werden. Wir möchten uns solidarisch mit Land und Bevölkerung zeigen und dazu beitragen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu vermeiden. Wir hoffen, dass sich die Situation bald stabilisiert und freuen uns, unser Fachgeschäft in Soest dann zu öffnen.“

Update, 9.50 Uhr: Aufgrund von Corona hat auch die Möhneseer Verwaltung den Publikumsverkehr auf ein Minimum reduziert. Die Telefonanlage der Gemeinde ist am Dienstagmorgen jedoch ausgefallen. Bis das Problem gelöst ist, sind die Rathaus-Mitarbeiter im Notfall unter der mobilen Nummer 0152/54596901 erreichbar. 

Coronavirus im Kreis Soest: Unsicherheit im Einzelhandel

Update, 9.33 Uhr: Große Unsicherheit herrscht heute auch in der Soester Innenstadt. Der Einzelhandel vor Ort reagiert ganz unterschiedlich auf die Corona-Krise. Während große Ketten wie "Nanu-Nana" ihre Filialen bereits geschlossen haben, ist beispielsweise der Buchladen Thalia noch geöffnet. 

Viel Kundenverkehr war in der City zunächst aber nicht, erst ab etwa 9 Uhr füllte sich die Fußgängerzone. Einzelne stationäre Geschäfte wie Juweliere versuchen zu öffnen. Überaus gut - sogar gefühlt besser als gewöhnlich - läuft wie schon am vergangenen Samstag wieder der Wochenmarkt.

Die Stadt sei jetzt gefordert, den Einzelhändlern eine Info über die (Nicht-)Schließung zu übermitteln. Bis dahin wollen die meisten Geschäfte den Verkauf aufrecht erhalten und die Türen geöffnet lassen.

Update, 6.15 Uhr: Die Entwicklung steht nicht still, schreibt Pfarrer Jochen Kosmann aus dem Lippetal über die Corona-Pandemie. Die Pfarrnachrichten, die seit Samstag, 14. März, in den Kirchen ausliegen hätten sich bereits wieder überholt. Das ist der aktuelle Stand im Pastoralem Raum im Lippetal

  1. Sowohl das Erzbistum Paderborn als auch das Bistum Münster haben verfügt, dass alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt sind. Dies gilt mit sofortiger Wirkung also auch in allen Dörfern Lippetals. 
  2. Die Feier von Gottesdiensten aus besonderem Anlass (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen) bleibt mit Einschränkungen möglich. Teilnehmen darf daran dann jedoch nur der allerengste Familienkreis.
  3. Die Kirchen bleiben zu den üblichen Zeiten zum persönlichen Gebet geöffnet.
  4. Alle sonstigen Veranstaltungen im kirchlichen Kontext sind ebenfalls ohne Ausnahme abgesagt.
  5. Die Pfarrbüros in Oestinghausen, Herzfeld und Lippborg bleiben geöffnet. Die Kontaktstelle im "Haus Biele" in Hovestadt ist momentan geschlossen.
  6. Die Büchereien in Oestinghausen, Lippborg, Hovestadt und Herzfeld bleiben geschlossen.
  7. Für alle Kindertagesstätten gilt grundsätzlich ein behördlich angeordnetes Betretungsverbot.
  8. Krankenbesuche (bspw. zur Krankensalbung oder zum Überbringen der Euchariste) durch die Priester sind bei kranken und betagten Gemeindemitgliedern weiterhin möglich. 
  9. Seelsorge bleibt selbstverständlich möglich. 

Update, 21.47 Uhr: Als möglicher Corona-Verdachtsfall möchte sich ein Mann aus Wickede - aus einem Risikogebiet zurückgekehrt - angesichts seiner Symptome auf das Coronavirus testen lassen, findet aber keine Anlaufstation dafür. Die ganze Geschichte und die Stellungnahmen der Behörden gibt es hier in einem Bericht unserer Redaktion in Werl.

Update, 20.00 Uhr: Jetzt hat das Virus den Krisenstab des Kreises Soest erreicht. Und wie: Selbst Landrätin Eva Irrgang muss in Quarantäne - und mit ihr Teile des zurzeit wichtigsten Gremiums des Kreises Soest. 

Was war passiert? Nach der Sitzung des Krisenstabes des Kreises Soest am heutigen Nachmittag erhielt jetzt eine Person dieses Gremiums die Nachricht, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. Das wurde am Montagabend bekannt.

"Darauf erging die mündliche Anweisung des Gesundheitsamtes, dass sich die Teilnehmer und damit Teile des Krisenstabs als Kontaktpersonen ersten Grades in häusliche Isolierung zu begeben haben", heißt es in einer Meldung aus dem Kreishaus.

Coronavirus im Kreis Soest: Neue Leitung des Krisenstabes

"Die Leitung des Krisenstabes übernimmt ab sofort Ordnungsdezernent Ralf Hellermann. Die betroffenen Teilnehmer an der Krisenstabssitzung erledigen die anfallenden Arbeiten und erteilten Aufträge im Home-Office. Darunter auch die Landrätin und der Kreisdirektor", heißt es wörtlich in einer Mitteilung von Kreis-Sprecher Wilhelm Müschenborn. 

Pressekonferenz des Kreises zum Coronavirus

Es werde zurzeit recherchiert, ob es in der Kreisverwaltung weitere Kontaktpersonen ersten Grades gibt.

Coronavirus im Kreis Soest: Das ist in den Fitnessstudios los

Update, 18.10 Uhr: Die Notfallbetreuung in den Schulen läuft erst ab Mittwoch. Am Montag und Diestag können noch Kinder in die Schulen kommen, deren Eltern nicht in kritischer Infrastruktur beschäftigt sind. Die Zahlen sind aber gering. Die Schulen stellen sich für die nächsten Wochen auf. 

Update, 17.10 Uhr: Auch die Fitnessstudios müssen dicht machen. Der Montag ist der letzte Tag, wo Sportler Gewichte stemmen können. Der Anzeiger hat sich in den Studios umgehört und die wichtigsten Fragen gestellt. Unter anderem: Müssen Mitglieder weiter ihren Beitrag zahlen? Das Lesen Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Erst zum Telefon greifen!

Update, 16.38 Uhr: Die Stadt Warstein, das Krankenhaus Maria Hilf Warstein und die niedergelassenen Hausärzte in Warstein und Rüthen erklären, dass ab Mittwoch alle ambulanten Abstriche auf das Corornavirus im Gebäude der ehemaligen Johann-Gutenbergschule, Bergenthalstraße 3a in Warstein, stattfinden werden.

"Diese Maßnahme beruht auf der Anordnung des Kreisgesundheitsamtes Soest, im Kreis Soest vier zentrale Stellen für die ambulanten Abstrichuntersuchungen einzurichten. Die anderen 3 Zentren befinden sich in Soest, Lippstadt und Werl", hieß es. 

Weiterhin wird vom Krankenhaus und von den niedergelassenen Hausärzten darauf hingewiesen, dass sich die Patienten zunächst unbedingt telefonisch bei ihrem Hausarzt melden müssen, um über die Praxis einen Termin zur Untersuchung an der Gutenbergschule zu erhalten.

Coronavirus im Kreis Soest: Separater Eingang geschaffen

Update, 16.32 Uhr: Das Marienkrankenhaus in Soest hat eine Corona-Ambulanz eingerichtet. Ausdrücklich betont Sprecherin Karin Riedel, das es sich dabei keineswegs um eine allgemeine Anlaufstelle oder gar ein Abstrichzentrum handelt. 

Vielmehr soll mit dem Extra-Eingang verhindert werden, dass Menschen, die glauben, an Corona erkrankt zu sein, und damit in die allgemeine Notaufnahme wollen, möglicherweise das Virus im Krankenhaus verteilen. Bekanntlich sollen aber schnellstmöglich im Kreis Soest vier Abstrichzentren eingerichtet werden (siehe Update 11.32 Uhr).

Coronavirus im Kreis Soest: Quarantäne bei Infineon

Update, 16.28 Uhr:  Bei der Firma Infineon in Warstein-Belecke gibt es einen bestätigten Coronafall. Ein Mitarbeiter, der aus dem Urlaub gekommen war, sei erkrankt, bestätigte Unternehmenssprecher Jörg Malzon-Jessen. Die Mitarbeiter seien am heutigen Montag informiert worden. "Eine geringe Anzahl an Personen" hätten Kontakt zu dem Mitarbeiter gehabt und befinden sich nun ebenfalls in Quarantäne. Anzeiger-Informationen zufolge handelt es sich bei dem Erkrankten um einen Pendler, der demnach nicht in Warstein wohnt.

Update, 15.19 Uhr: In einer Zwickmühle befinden sich derzeit auch die Gerichte. Aktuell finden noch Verhandlungen statt, "aber wir warten auf eine überregionale Regelung, die es für diesen Fall einfach noch nicht gibt", so Thomas Schulze, Leiter des Soester Amtsgerichts. "Aber wenn die Ansage kommt, dass wir schließen müssen, dann schließen wir." 

Coronavirus im Kreis Soest: Prozess fallen aus

Bei Haftsachen könne man den Angeklagten ja nicht bis Ende der Pandemie in U-Haft sitzen lassen. "Bei Zivilsachen versuchen wir, die Termine aufzuheben und zu einem späteren Zeitpunkt zu verhandeln." Strafprozesse bleiben weiterhin öffentlich, die Öffentlichkeit auszuschließen verstieße gegen geltendes Recht und wäre ein Grund für die Verteidiger, in Revision zu gehen. Allerdings werde auch hier mit Blick auf die Dringlichkeit der Angelegenheit von Fall zu entschieden - alle Strafprozesse am Dienstag dieser Woche wurden verschoben. Insgesamt bittet Schulze die Bevölkerung jedoch darum, mit allen aufschiebbaren Angelegenheiten zu warten, bis die Warnung aufgehoben ist, und sich auch im Gebäude an die üblichen Hygieneregeln zu halten. Direkt im Eingang steht ein Gerät zur Handdesinfektion.

Update, 15.14 Uhr:  Der Krisenstab des Kreises Soest appelliert an die Kommunen und die Bevölkerung im Kreis Soest, alle Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus einzuhalten und umzusetzen. „Es handelt sich um eine Pandemie. Das bedeutet, dass etwa zwei Drittel der Deutschen mit dem Virus in Kontakt kommen werden“, verdeutlicht Krisenstabsleiter Dirk Lönnecke. „Wir müssen mit aller Energie zusehen, dass das Virus sich nicht so exponentiell verbreitet, dass es unser hiesiges Gesundheitssystem in kritischer Weise belastet.“

Coronavirus im Kreis Soest: Appell der Landrätin

Landrätin Eva Irrgang appelliert an die Bürger, die Lage sehr ernst zu nehmen. "Wir erleben eine Ausnahmesituation, in der jeder gefragt ist. Beschränken Sie Ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum. Dadurch schützen Sie mit einem ganz persönlichen Beitrag vor allem unsere älteren  Mitbürger, aber auch Menschen mit Vorerkrankungen. Jeder hat angesichts der Lage eine große persönliche Verantwortung. Daraus ergeben sich viele Einschränkungen für das eigene Leben und Verhalten. Diese müssen wir alle in diesen Tagen hinzunehmen. Wenn wir das gemeinsam schaffen, ist das ein großherziges Zeichen von Solidarität" wird die Landrätin in einer Mitteilung aus dem Kreishaus zitiert.

Die Versorgung mit Lebensmitteln, Bargeld, Bekleidung, Medikamenten und Dingen des täglichen Lebens bleibe im Kreis Soest weiterhin sichergestellt durch Öffnung von Banken, Einzelhandel (hier insbesondere Lebensmittelgeschäfte), Apotheken und Drogerien. Restaurants, Gaststätten und Hotels werden an strenge Auflagen gebunden, die eine Verbreitung des Corona-Virus verhindern sollen.

Coronavirus im Kreis Soest: Erste Kneipe macht zu

Update, 14.40 Uhr:  In Soest macht die erste Kneipe dicht. Jason Prickett von "Jasons Irish Pub" macht einstweilen seinen Laden zu. Auf seiner facebook-Seite schreibt er, dass er davon ausgehe, dass eine Schließung der Kneipen sowieso irgendwann angeordnet werde. "Auf dieses hin und her habe ich keine Lust mehr". Deswegen habe er beschlossen, bereits jetzt zu schließen.

Update, 13.34: Jetzt trifft es auch die Beerdigungen:  Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden im Bereich Soest haben sich auf eine gemeinsame Haltung  verständigt. Wenn Trauerfeiern behördlicherseits nicht verboten sind, sollen sie unter Einhaltung der behördlichen Schutzmaßnahmen so durchgeführt werden, dass eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus möglichst vermieden wird. Daher gilt ab sofort:  Begräbnisfeiern werden nur noch im engsten Familienkreis abgehalten (maximal 15 Teilnehmer).  

Der Trauergottesdienst findet direkt am Grab statt.  Die üblichen Schutzmaßnahmen werden beachtet: Verzicht auf Begrüßung/Kondolieren durch Handschlag bzw. Umarmung, Abstand zu anderen, Vorkehrungen persönlicher Hygiene.  Personen mit Symptomen von Erkältung oder grippalen Infekten oder mit Kontakt zu Trägern des Corona-Virus sollen fern bleiben.  Sollten  weitergehende Einschränkungen oder ein generelles Verbot von Trauerfeiern folgen, wird mit den Angehörigen nach einer Möglichkeit gesucht, unter den gegebenen Umständen in einem würdevollen Rahmen von einem Familienmitglied Abschied zu nehmen.

Coronavirus im Kreis Soest: Jetzt 25 Fälle

Update, 13.07 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Samstagnachmittag bis Montagmorgen von 17 auf 25 angestiegen. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Die bisher gemeldete Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 1, Bad Sassendorf 5, Erwitte 2, Geseke 2, Lippetal 1, Lippstadt 3, Möhnesee 3, Rüthen 1, Soest 4, Welver 1, Werl 2. Die meisten der neuen Fälle sind reisebedingt. Es handelt sich dabei also um Rückkehrer aus den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogebieten, zu dem nun auch Tirol gehört. Das Gesundheitsamt hat bisher 259 Abstriche für Labortests veranlasst. 182 fielen negativ aus, in 53 Fällen stehen die Laborergebnisse noch aus. 174 Personen befinden sich vorsichtshalber in häuslicher Isolation.

Update, 13.01 Uhr: Die Stadt Werl sagt mit sofortiger Wirkung alle Rats- und Ausschusssitzungen bis Ende April ab.  Bei den Fällen, in denen die Entscheidung keinen Aufschub duldet, wird der Bürgermeister Dringlichkeitsentscheidungen veranlassen. In diesen Fällen werde aber im Vorfeld Kontakt mit den jeweiligen Fraktionsvorsitzenden aufgenommen, um über die zu treffende Entscheidung sprechen, damit es in der nächsten ordentlichen Ratssitzung, in der die Dringlichkeitsentscheidung genehmigt wird, nicht zu Unstimmigkeiten kommt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Werler Rathaus, die jetzt allen Fraktionen zugesandt wurde. Die Fraktionsvorsitzenden sind zur weiteren Besprechung  am  Donnerstag ins Rathauses eingeladen.

Coronavirus im Kreis Soest: Aquafun ab morgen zu

Update, 12.32 Uhr: Das Aquafun in Soest wird ab Dienstag geschlossen sein. Betroffen ist neben dem Schwimmbad auch der Saunabereich.  Monatskarten, die im März  gekauft wurden, werden im April oder Mai anteilig gegen ein neues Ticket umgetauscht. Bereits gebuchte Kindergeburtstage können entweder zu einem späteren Termin nachgeholt werden oder der bereits gezahlte Betrag wird den Kunden erstattet. Sollten Gäste Fragen haben, ist die Rezeption des Bades von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr unter Telefon 02921/392700 erreichbar.

Update, 11.49 Uhr: Die Party ist vorbei: Auch die Stadt Soest hat jetzt den Erlass der Landesregierung in eine Allgemeinverfügung gegossen. Demnach ist "die Durchführung von öffentlichen und privaten Veranstaltungen  ab sofort untersagt. Für jeden Fall einer Zuwiderhandlung gegen die Anordnung  wird ein Zwangsgeld in Höhe von 50000 Euro angedroht." Diese Allgemeinverfügung gilt ab sofort. Unklar ist allerdings, wie das umgesetzt werden soll. Da helfe in vielen Fällen nur der Appell an die Vernunft der Bürger, hieß es aus dem Rathaus. Das Ordnungsamt könne schließlich nicht in jede Wohnung oder jeden Garten schauen. Sollte das Ordnungsamt aber Kenntnis von irgendwelchen Zusammenkünften haben, werde es einschreiten.

Coronavirus im Kreis Soest: Abstrichzentren eingerichtet

Update, 11.32: Im Kreis Soest sollen so schnell wie möglich vier zentrale Abstrichzentren eingerichtet werden, wo sich die Menschen auf das Coronavirus testen lassen können. Nach Auskunft des Kreises Soest habe es diesbezüglich bereits Gespräche zwischen kassenärztlicher Vereinigung, Krankenhäusern und Gesundheitsamt gegeben. Diese Zentren sollen sehr kurzfristig, möglichst schon heute in Betrieb gehen. Die Standorte werden in Werl, Soest, Warstein und Lippstadt sein. In Werl soll das Abstrichzentrum nach Informationen unserer Zeitung  im ehemaligen Gebäude der Caritas an der Unnaer Straße eingerichtet werden, in Warstein in einem früheren Schulgebäude.

Update, 10.55 Uhr: Das Abitur findet nach derzeitigem Stand wie geplant statt, teilte das Schulministerium mit. Jetzt können auch die Abiturienten aufatmen, die noch Klausuren nachschreiben müssen. Die Klausuren sollen nach den Osterferien nachgeholt werden. Diese Prüflinge nehmen dann an den Nachschreibe-Abiturterminen teil, heißt es weiter. Informationen zu zentralen Prüfungen in der Einführungsphase sowie den weiteren Umgang mit Klassenarbeiten will das Ministerium in den kommenden Tagen auf seiner Homepage veröffentlichen.

Coronavirus im Kreis Soest: Infos rund ums Kindergeld

Update, 8.49 Uhr: Apropos Kinder: Die Agentur für Arbeit gibt bekannt, dass auch die  Kindergeldkasse keine Besucher mehr persönlich empfängt. Die für den Kreis Soest zuständige Behörde sitzt in Meschede. Carina Bauer, Sprecherin der Agentur für Arbeit Soest-Meschede, erklärt aber, dass man alle Vorgänge im Zusammenhang mit Kindergeld problemlos per Post, am Telefon  oder per E-Mail und im Internet erledigen kann. 

Die Kontaktmöglichkeiten: Service-Hotline: 0800 4 5555 30. Hier können auch Fragen zum Kindergeld beantwortet werden. Email: Familienkasse-Nordrhein-Westfalen-Ost@arbeitsagentur.de. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auf der Website www.familienkasse.de benötigte Antragsvordrucke herunterzuladen oder komplette Vorgänge einzureichen. Dort findet sich auch die Möglichkeit einer Beratung über Skype.

Coronavirus im Kreis Soest: Kreis legt neue Zahlen vor

Update, 16. März, 6.15 Uhr:  Heute wird der Kreis Soest neue Zahlen  vorlegen, wie viele Menschen aktuell infiziert sind. Da am Samstag bereits 17 Infizierte gezählt wurden und gestern keine neuen Zahlen veröffentlicht wurden, dürfte für heute mit einem deutlichen Anstieg der Infizierten-Zahl zu rechnen sein.

Etwas mehr Klarheit wird im Laufe des Tages auch in Sachen Kinderbetreuung erwartet. Von der Schließung der Kindergärten ausgenommen sind bekanntlich Kinder, deren Eltern in sogenannten "Schlüsselberufen" arbeiten. Welche Berufsgruppen dazu gehören, ist zwar im Erlass der Landesregierung definiert, wer nun aber im Detail dazu gehört, nicht. Neben allen Berufen, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sowie zentraler Stellen von Staat, Justiz und Verwaltung dienen, ist im Landes-Erlass zum Beispiel unter anderem die Berufsgruppe "Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung" aufgeführt. 

Auch für die Kindergartenträger ist momentan noch ungewiss, wie viele Kinder genau nach diesen Richtlinien ab heute noch betreut werden können. Fest steht: Wer immer von dieser Richtlinie Gebrauch machen will, braucht eine Bescheinigung seines Arbeitgebers - und es müssen beide Eltern oder das alleinerziehende Elternteil einer der Berufsgruppen angehören.

Coronavirus im Kreis Soest: Jobcenter nur per Telefon erreichbar

Update, 15. März,  22.30 Uhr: Ab Montag ist auch das Jobcenter AHA Kreis Soest ausschließlich telefonisch zu erreichen. Alle Anliegen können über die Hotline des Jobcenters unter der Nummer 02921/106500 mitgeteilt werden. „Dieser Schritt ist notwendig, um die Gesundheit sowohl unserer Kundinnen und Kunden als auch unserer Mitarbeitenden zu schützen“, erklärt Martin Steinmeier, Geschäftsführer. „Es ist sichergestellt, dass alle Leistungen wie gewohnt gezahlt werden“, so Steinmeier. „Wir bitten darum, auf persönliche Vorsprachen zu verzichten.“ Alle Fragen können über die Hotline geklärt werden. Diese ist unter der Nummer 02921/106500 montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr erreichbar. Anliegen werden dort aufgenommen und gegebenenfalls an die zuständigen Mitarbeiter weitergleitet.

Update, 18.10 Uhr: Jetzt hat sich auch das Erzbistum Paderborn geäußert.  Ab Montag gibt es keine Gottesdienste mehr. Bereits gestern war das Bistum Münster diesen Schritt gegangen. Die Anordnung aus Paderborn betrifft  alle öffentlichen Veranstaltungen, Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, öffentliche Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten. Auch die Feier der Erstkommunion muss aufgrund der Gesamtsituation auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, heißt es aus Paderborn. Die Kirchen bleiben aber "in dieser Zeit als Orte des Gebetes geöffnet. Ebenso soll die Einzelseelsorge gewährleistet bleiben."  Weitere Details wird das Erzbistum am Montag mitteilen.

Coronavirus im Kreis Soest: Arbeitsagentur nur noch am Telefon

Update, 17.59 Uhr:  Die Agentur für Arbeit Soest stellt ihren Dienstbetrieb auf telefonische Beratung um.  Dies gilt ebenfalls für alle bereits terminierten Kundengespräche und das ab Montag. Die entsprechenden Kunden werden stattdessen zum vereinbarten Zeitpunkt von ihrem zuständigen Berater telefonisch kontaktiert. Die Agentur bittet, ab sofort die  digitalen Dienstleistungsangeboteunter www.arbeitsagentur.de\eservice zu nutzen. Telefonisch ist die Agentur von Montag  bis  Freitag von 8 bis  18 Uhr unter der Hotline 0800/4 5555 00 (gebührenfrei) zu erreichen. Arbeitgeber rufen die Hotline 0800/ 4 5555 20 an.  Trotzdem sollen alle Leistungen und auch die Leistungsauszahlung für alle  Bürger, die darauf angewiesen sind, gewährleistet werden. Anträge können auch elektronisch übermittelt werden oder in den Hausbriefkasten eingeworfen werden.

Coronavirus im Kreis Soest: weitere Einschnitte

Update , 17.46 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet verkündet weitere Einschnitte. So sollen auch Diskotheken Fitness-Studios, Schwimmbäder, Saunen, Spielhallen und weitere Freizeiteinrichtungen geschlossen werden. Mehr dazu in unserem News-Ticker aus NRW.

Update, 16.15 Uhr: Ab morgen, Montag, sind auch im Marienkrankenhaus in Soest die Besuchszeiten gestrichen.  Ausnahmen gibt es lediglich bei schwerstkranken Patienten.  Ausnahmen müssen vorab telefonisch mit den jeweiligen Stationsteams geklärt werden. Die Cafeteria ist ebenfalls ab morgen für externe Besucher geschlossen.

Update, 16.03 Uhr: Die Rathäuser der Gemeinden Lippetal, Welver und Möhnesee sind ab Montag bis auf Weiteres dicht. In Lippetal werden alle Dienststellen für den Besucherverkehr geschlossen, ebenso alle Turnhallen, das Lehrschwimmbecken, die Begegnungsstätten in Hovestadt und Schoneberg.

Die Gemeinde Möhnesee fährt herunter in den Notbetrieb und untersagt Versammlungen. Die Durchführung von Veranstaltungen im Gemeindegebiet wird ab sofort untersagt. Zuwiderhandlungen sind strafbar, dafür wird ein Zwangsgeld in Höhe von 25 000 Euro angedroht.

Update, 15.53 Uhr:  Das Mariannen-Hospital in Werl setzt ab  Montag, 16. März, die Besuchszeiten aus. Ausnahmen gebe es lediglich bei schwerstkranken Patienten, heißt es in einer Pressemitteilung. Ausnahmen müssen vorab telefonisch mit den jeweiligen Stationsteams geklärt werden. Die Cafeteria ist ebenfalls ab morgen für externe Besucher geschlossen.

Update, 15.13 Uhr: Für Kitas und Kindertagespflege gilt ab Montag grundsätzlich ein Betretungsverbot. Aber es gibt Ausnahmen. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Turnhallen dicht

Update, 12.56 Uhr: Der Kreis Soest als Träger von neun der fast 100 Schulen im Kreisgebiet schließt angesichts der Corona-Pandemie ab dem morgigen Montag bis auf Weiteres alle Turnhallen und anderen Sportstätten an den Schulen. "Der Krisenstab des Kreises Soest appelliert an die kreisangehörigen Kommunen, ebenfalls so zu verfahren", heißt es in einer Mitteilung.

Update, 11.57 Uhr: Mehrere Schwimmbäder in der Region stellen ihren Betrieb aufgrund des Coronavirus ein. Während die Badeanstalten in Werl, Bad Sassendorf, Hamm, Warstein und Lippstadt ihre Türen bereits am Montag ihre Türen geschlossen halten, hat das Soester Aquafun bislang lediglich seine Veranstaltungen abgesagt. Über eine mögliche Schließung soll dort noch entschieden werden. 

Das Werler Freizeitbad reagierte zuerst auf die Entwicklungen und teilte online mit, dass das Bad ab dem heutigen Sonntag geschlossen bleibt. Auch das Maximare in Hamm schließt ab dem morgigen Montag bis auf Weiteres. „Die Sicherheit besitzt in unserem alltäglichen Badebetrieb die höchste Priorität“, begründet Badsprecher Christian Fecke den Schritt. Das Kombi-Freizeitbad Cabrio in Lippstadt bleibt ab Montag bis auf Weiteres geschlossen, ebenso das Allwetterbad Warstein.

Ebenfalls vorübergehend geschlossen bleiben die Börde-Therme in Bad Sassendorf. „Aus Gründen der Verantwortung gegenüber Gästen und Mitarbeitern“ sei die Gemeinde der Empfehlung des Kreises Soest gefolgt. Die Schließung gilt ab Montag um 8 Uhr. Man werde die Gelegenheit dazu nutzen, sämtliche Revisionsarbeiten durchzuführen – sobald die Witterung es zulässt. Geschäftsführer Hans-Peter Vogelhofer: „Wir weisen darauf hin, dass bis heute weder bei unseren Gästen, noch bei unseren Mitarbeitern ein bestätigter Fall des Coronavirus vorliegt."

Das Aquafun in Soest hatte bereits am Donnerstag Veranstaltungen wie die Film-Nacht und die Pool-Party am nächsten Samstag aufgrund der behördlichen Empfehlung abgesagt. Die Ersatztermine sollen voraussichtlich im Herbst sein. Am heutigen Sonntag ist das Aquafun noch normal geöffnet, „der Krisenstab tagt am Montag und wird dann eine Entscheidung treffen“, teilt das Bad im Internet mit. 

Nach Empfehlung des Krisenstabes sollte eine Schließung von Schwimm- und Thermalbädern grundsätzlich geprüft werden.  Verantwortlich für eine solche Maßnahme ist die jeweilige Kommune, im Falle des Aquafuns also die Stadt Soest. Durch den neusten Erlass des Landes NRW wird eine Schließung spätestens ab Dienstag aber ohnehin unausweichlich werden.

Update, 11.17 Uhr: Die Stadt Werl schränkt den Besuch im Rathaus deutlich ein. Dieser ist nun nur noch in dringenden Fällen nach Terminabsprache möglich. Außerdem werden diverse weitere öffentliche Einrichtungen geschlossen, darunter die Stadtbücherei, das Jugendzentrum, das Stadtmuseum und die Stadtinformation.

Update, 11 Uhr: Im Patrokli-Dom in Soest beginnt jetzt die Messe. Die Menge der Gläubigen ist überschaubar. Am Eingang notieren Helfer von jedem Gottesdienstbesucher Name und Telefonnummer. Im Bistum Münster wurden bereits gestern alle Gottesdienste abgesagt, vom Erzbistum Paderborn, das auch für Soest zuständig ist, gibt es dazu bislang noch keine Anordnung. In Welver hat der katholische Pfarrer  André Aßheuer aber bereits für die kommende Woche alle Messen abgesagt.   

Update, 15. März, 9.48 Uhr:  Jetzt  schließt auch die Stadt Soest beide Rathäuser und sonstigen  Dienststellen für den Publikumsverkehr.  "Der Dienstbetrieb wird jedoch aufrecht erhalten", heißt es in einer soeben verbreiteten Mitteilung aus dem Rathaus. Die Abteilungen mit ihren Sachbearbeitern sind deshalb für die  Bürger weiterhin über ihre Telefonnummern und per E-Mail erreichbar. Die Dienstleistungen für die Bevölkerung sollen auf diese Weise so weit wie möglich aufrecht erhalten werden. „Wir bitten aber alle Bürgerinnen und Bürger, Ihre Anliegen auf das Nötigste und Dringendste zu beschränken“, appelliert Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer. 

In Fällen, in denen ein persönlicher Besuch bei der Verwaltung unumgänglich ist, wird im Einzelfall eine individuelle Lösung vereinbart. Der Bürgermeister empfiehlt außerdem, die umfangreichen digitalen Bürgerdienstleistungen zu nutzen. Das Rathaus Online ist über die Website soest.de erreichbar. Zusätzlich richtet die Stadt eine Bürgerhotline ein. Unter Telefon 02921/1039000 können sich Bürger von montags bis donnerstags von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 8 bis 12.30 Uhr melden und allgemeine Fragen zu Dienstleistungen der Stadt Soest stellen. 

Für Fragen zum Corona-Virus und medizinischen Themen steht die Hotline des Kreises Soest unter 02921 / 303060 zur Verfügung. Diese Maßnahmen hätten  zwei Ziele, heißt es aus dem Soester Rathaus: "Zum einen will die Stadt ihren Beitrag dazu leisten, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Andererseits sollen die  Mitarbeiter der Verwaltung vor Infektionen geschützt und damit die Arbeitsfähigkeit der Verwaltung aufrecht erhalten werden."

Coronavirus im Kreis Soest:  Letzte Messe in Welver

Update, 14. März,  21.13 Uhr: Die Pfarrei St. Maria in Welver teilt mit, dass morgen, Sonntag, die vorerst letzten drei Messen gefeiert werden. Danach sind die Kirchen zwar tagsüber geöffnet, Gottesdienste werden aber nicht mehr öffentlich gefeiert. "Für Sonn- und Festtagsgottesdienste und weitere Andachten wird die Pfarrei auf der Homepage einen live-Stream einrichten, damit deutlich wird, das die Priester auch weiterhin für die Gemeinde beten und die Messe feiern", schreibt Pastor André Aßheuer. Die erste Erste Übertragung einer Messfeier wird am Josefsfest, Donnerstag um 18 Uhr sein: www.stmaria-welver.de.

In Köln wurden bereits am Nachmittag alles Gottesdienste abgesagt, das Bistum Münster hat inzwischen ebenfalls erklärt, auf Gottesdienste verzichten zu wollen.

Das für den Kreis Soest zuständigeErzbistum Paderborn hat bislang zwar alle Firmfeiern abgesagt und die Mundkommunion verboten, eine generelle Absage der Gottesdienste ist aber bislang nicht angeordnet.

Coronavirus: Auch Kindertagespflege geschlossen

Update, 20.51 Uhr: Die  Abteilung "Fachberatung Kindertagespflege" der Stadt Soest hat heute am späten Nachmittag alle Tagesmütter und -väter  darüber informiert, dass auch ihre Betreuungsangebote genauso wie die der Kindergärten einzustellen sind. Ebenso wie bei den Kitas gibt es auch hier Ausnahmeregelungen nur für Kinder, deren Eltern als sogenannte "Schlüsselpersonen" gelten. Das sind Personen, die in einer bestimmten Berufsgruppe tätig sind, etwa Angehörige aller Berufe, die der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung oder der medizinischen Versorgung dienen. 

Update, 17.40 Uhr: Per Warnapp NINA fordert der Krisenstab des Kreises Soest alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz auf, sich 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben und unnötige Kontakte zu vermeiden. Um 16.25 Uhr hat die Integrierte Leitstelle des Kreises die Meldung über das System geschickt. 

Update: 17.37 Uhr: Das Werler Freizeitbad reagiert auf den Coronavirus und schließt ab Sonntag bis auf Weiteres.

Update, 17.08 Uhr: Die Stadt Lippstadt teilt als erste Kommune im Kreis Soest mit, dass sie einen aktuellen Erlass der Landesregierung umsetzt und ab sofort generell  alle  Veranstaltungen unabhängig von der Teilnehmerzahl untersagt. 

Aus dem Lippstädter Rathaus heißt es: "Mit Allgemeinverfügung vom 14. März 2020 setzt die Stadt Lippstadt diese verpflichtenden Erlassvorgaben zum Schutz der Bevölkerung unmittelbar um. Damit dürfen ab sofort auch Veranstaltungen mit einer Besucherzahl unter 1000 Personen nicht mehr durchgeführt werden.  Ausgenommen hiervon sind absolut notwendige Veranstaltungen, insbesondere solche, die der Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung oder der Daseinsfür- und –vorsorge dienen."

Coronavirus im Kreis Soest: 50.000 Euro Zwangsgeld

Das heißt, auch Läden und Märkte bleiben geöffnet. Alle anderen Veranstaltungen, wo Menschen zusammenkommen, auch private Feiern, sind aber untersagt. Wobei es bei letzteren ein Problem gibt, räumt Julia Scharte, Sprecherin der Stadt Lippstadt, gegenüber unserer Redaktion ein. Man werde noch rechtlich prüfen müssen, welche Handhabe man als Ordnungsbehörde habe, private Feiern zu untersagen und erst recht, wie man das kontrollieren könne. Schließlich droht die Allgemeinverfügung der Stadt "für jeden Fall einer Zuwiderhandlung gegen die Anordnung  ein Zwangsgeld in Höhe von 50000 Euro" an", wie es in der Verfügung heißt.

Ob das alles auch für die schon lang geplante Hochzeitsfeier oder den runden Geburtstag in der Familie gelte, stehe noch nicht fest. Der Erlass des Landes sei diesbezüglich nicht eindeutig. Scharte glaubt aber, dass sich diese Frage kaum stellen werde. Viele Bürger hätten in den vergangenen Tage geplante Familienfeiern wegen der Corona-Krise ohnehin abgesagt. Man werde jetzt zusätzlich mit allen Wirten reden, die Familienfeiern ausrichten, und auf die Problematik aufmerksam machen.

Die Stadt Lippstadt ist die erste Kommune im Kreis Soest, die diese Verfügung veröffentlicht, aus dem Soester Rathaus oder von den anderen Kommunen liegen bislang noch keine Mitteilungen vor.

Coronavirus: Das gilt für die Eltern der Ski-Gruppe

Update 16.20 Uhr: Eltern der Schüler aus der Ski-Gruppe, die gestern aus  Österreich zurückgekommen sind, fragen sich, ob sie selber denn jetzt auch wie empfohlen in häuslicher Isolation bleiben sollen. Der Kreis Soest gibt dazu folgende Empfehlung ab: "Wenn die Rückkehrer keine Symptome haben, können Eltern und Geschwister ihren alltäglichen Dingen nachgehen. Ein gesunder Abstand zu den Rückkehrern und die Beachtung aller einschlägigen Hygieneregeln ist allerdings sehr zu empfehlen."

Seit dem Nachmittag informiert auch die Warn-App "NINA" alle Bürger darüber, dass der Krisenstab des Kreises Soest Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz dazu auffordert, sich zwei Wochen lang in häusliche Isolation zu begeben und unnötige Kontakte zu vermeiden.

Update, 16.08 Uhr: Die Zahl bestätigter Corona-Fälle im Soester Kreisgebiet ist von Freitag- bis Samstagnachmittag deutlich angestiegen, und zwar von 10 auf 17 Fälle. Das teilt der Krisenstab der Kreisverwaltung mit. Damit verteilen sich die bisher gemeldete bestätigten Fälle wie folgt auf die Kommunen im Kreis Soest: Anröchte 1, Bad Sassendorf 3, Erwitte 2, Geseke 2, Lippetal 2, Lippstadt 2, Möhnesee 2, Soest 2, Werl 1.

Update, 15.46 Uhr: Eine Werler HNO-Praxis befindet sich in Isolation. Der Mediziner und sein Team haben sich auf Anordnung des Gesundheitsamtes in Quarantäne begeben, nachdem im Laufe der Woche ein Patient, der später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, die Praxis aufgesucht hatte. Am 30. März öffne die Praxis wieder, sofern nicht Unvorhergesehenes eintrete, heißt es in einem Post, das vielfach in sozialen Medien geteilt wurde. 

Update, 15.41 Uhr: Die Stadt Lippstadt teilt soeben mit, dass ab Montag  sämtliche Dienststellen der Stadtverwaltung für den Publikumsverkehr geschlossen sind. Der Verwaltungsbetrieb werde aufrecht erhalten, heißt es in einer Mitteilung aus dem Lippstädter Rathaus. Die Mitarbeiter der Verwaltung sind somit zu den üblichen Öffnungszeiten telefonisch und per E-Mail zu erreichen. Dringend notwendige persönliche Vorsprachen könnten nach telefonischer Absprache erfolgen.

Update 15 Uhr: Alle katholischen Pfarrbüros des Pastoralen Raums Soest, also Bad Sassendorf, Möhnesee und Soest, sind  bis auf Weiteres  für Publikumsverkehr geschlossen. Anliegen werden laut einer Mitteilung des Pastoralen Raums aber unter Telefon 02921 /6710660 (Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr) oder per Mail kontakt@pr-soest.de entgegen genommen. In seelsorgerischen Notfällen ist ein Priester auf dem Notfalltelefon 0173 / 8870355 zu erreichen.

Wie die Pfarrer ansonsten mit der Corona-Krise umgehen, lesen sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Rotes Kreuz setzt Kurse aus

Update 14.06 Uhr: Der Kreisverband des Roten Kreuz (DRK) sagt zunächst bis zum 6. April alle Aktionen ab, bei denen mehrere Menschen in einem Raum zusammenkommen. Dazu gehören auch die Erste-Hilfe-Kurse. Bereits seit Ende Februar befindet sich die Kreisrotkreuzleitung im „Corona-Modus“, heißt es in einer heute herausgegebenen Mitteilung des DRK-Kreisbverbandes. Zum Erhalt der eigenen Einsatzfähigkeit würden auch alle DRK-internen Schulungen, Prüfungen, Mitgliederversammlungen abgesagt. 

„Wir stehen in ständigem engen Kontakt mit dem Kreis Soest sowie dem Einsatzstab des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe“, wird  der Rotkreuzbeauftragte für den Kreis Soest, Jörg Reinhold, in dem Schreiben zitiert.

Coronavirus im Kreis Soest: Blutspenden weiter dringend benötigt

Wegen  der dringenden Notwendigkeit werden aber  nach wie vor Blutspendeaktionen durchgeführt. „Schließlich werden Blutpräparate für Operationen oder Krebspatienten künftig mindestens in gleicher Zahl benötigt wie vor der Krise“, erklärt Carsten Janz, Referent beim Blut-spendedienst West.  Blutspenden seien ein wichtiger Grundpfeiler in der medizinischen Daseinsvorsorge der Patienten. Blutspender sind auch derzeit grundsätzlich keinem höheren Risiko ausgesetzt, da das DRK hohe Sicherheitsstandards praktiziert. Zur Blutspende kommt generell nur, wer sich gesund und fit fühlt und keine Krankheitssymptome zeigt. Die ohnehin hohen Hygienestandards auf Blutspendeterminen wurden  nochmals erweitert. Im Eingangsbereich werden die Besucher aufgefordert, Desinfektionsmittel zu nutzen und die obligate Temperaturkontrolle wurde vorverlegt. Nicht spendefähig sind alle Personen mit Erkältungssymptomen und diejenigen, die sich kürzlich in den Risikogebieten aufgehalten haben, sie werden gebeten, nicht den Weg zur Blutspende auf sich zu nehmen. Als kleines Dankeschön erhalten übrigens alle Blutspender ein kleines Fläschchen mit einer Desinfektionslösung.

Update 13.30 Uhr: Die Volkshochschule Soest meldet: "Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Bezug auf das Coronavirus werden alle VHS-Kurse und Veranstaltungen in Soest und den Zweigstellen bis auf weiteres ausgesetzt und finden nicht statt."

Update, 12.45 Uhr: Die Soester Schülergruppe, die gestern aus dem Zillertal zurück nach Soest gekehrt ist, soll jetzt doch besser zuhause bleiben. „Bitte bleiben Sie zunächst einmal 14 Tage zu Hause, begrenzen Ihre Kontakte im Haus auf das Nötigste, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden, und sprechen Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt“, lautet der dringende Appell des Krisenstabs aus dem Soester  Kreishaus. Der Appell und die Hinweise gelten unabhängig davon, ob die Rückkehrenden Symptome haben oder nicht. Dabei handelt es sich allerdings um eine Empfehlung, keine angeordnete Quarantäne.

Hintergrund: Das RKI ergänzte seine Liste der internationalen Risikogebiete  am Freitagabend um das Bundesland Tirol und die spanische Hauptstadt Madrid. Darüber hinaus wird allen Rückkehrern aus Italien, Österreich und der Schweiz empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben und besondere Vorsicht walten zu lassen, erklärt der Kreis Soest die Kehrtwende. Gestern noch hieß es vom Kreis Soest, die Schüler bräuchten nicht in häusliche Isolation. Einer  Schülergruppe aus Gütersloh, die mit den Schülern aus dem Kreis Soest im gleichen Bus saß, wurde vom dortigen Kreisgesundheitsamt schon gestern empfohlen, sich in häusliche Isolation zu begeben. 

Coronavirus im Kreis Soest: Schüler werden angerufen

"Den Schülerinnen und Schülern aus Rüthen und Soest, die am Freitagabend aus Skifreizeiten in Tirol zurückgekehrt sind, wird angesichts der Einstufung Tirols als Risikogebiet eine entsprechende Empfehlung des Kreisgesundheitsamtes telefonisch oder per Mail mitgeteilt", heißt es in einer jetzt herausgegebenen Mitteilung aus dem Soester Kreishaus.

Update, 12.02 Uhr: In Soest kam am Samstagvormittag das hartnäckige Gerücht auf, dass unter anderem der Kaufland-Markt am Senator-Schwartz-Ring ab 14 Uhr bis auf Weiteres schließen soll. Eine Sprecherin der Zentrale des Unternehmens in Neckarsulm dementierte das auf Nachfrage unserer Zeitung: "Leider wird diese Lüge derzeit überall verbreitet, vor allem in den sozialen Netzwerken." Man kümmere sich bundesweit um die Korrektur dieser Falschmeldung. 

Update 11.57 Uhr: Auf dem Soester Wochenmarkt sind die Schlangen an den Marktständen so lang wie üblich. Besonders bei Bäcker und Metzger ist Stehvermögen gefragt - wie immer. Ein Händler meint, es sei vielleicht sogar ein wenig voller als sonst. Vielleicht würden die Leute denken, dass man sich auf dem Markt an der frischen Luft eher weniger mit Corona anstecken könne, als zwischen all den Hamsterkäufern in rappelvollen Supermärkten. Man habe wirklich mehr Kunden als sonst, sagt eine Verkäuferin und zeigt auf die sich leerenden Auslagen. "Die Leute können ja nicht mehr wegfahren." Auch Schönes, dass sich nicht zum Bevorraten eignet, ist überaus gefragt und fast an jeder Ecke zu haben: Frühlingssträuße.

Im Theodor-Heuss-Park betrachtet Frank Köhler das Treiben der Wasservögel. "Hinkebein" nennt er die hellbraune Ente, die so gerne seine Nähe sucht. Die beiden kennen sich schon lange. Hinkebein ist zu ihrem Namen gekommen, weilsie den Fuß gebrochen hatte. Fünf Jahre ist das jetzt her. Frank Köhler hatte sie damals mit nach Hause genommen und wieder aufgepäppelt. Köhler kennt die Wasservögel im Park alle, ärgert sich über den Steinmarder, der viele von ihnen gefressen hat, die Insel im Teich, auf der sie nicht mehr so richtig Zuflucht finden, und die Menschen, die paketweise Toastbrot an die Enten verfüttern. 

Am öffentlichen Bücherschrank einige Meter weiter steht eine junge Familie mit zwei kleinen Kindern, so klein, dass sie mit Schul- und Kita-Schließungen noch nichts zu tun haben. "Zum Glück" findet der Vater, da könne der Alltag wenigstens in dieser Beziehung weiter gehen. Auf dem Marktplatz hat sich eine Gruppe befreundeter Eltern getroffen, für die in dieser Beziehung der Alltag ein Ende hat. Sie machen Pläne. Wer kann wann auf welche Kinder aufpassen? Entsprechende Dienste werden tageweise eingeteilt, damit Väter und Mütter weiter zur Arbeit gehen können.

Man hört das 11-Uhr-Schlagen der Kirchturmuhr. Bei Venezia sitzen die Menschen an den Tischen und genießen Eis und Sonnenstrahlen, daneben im "Wilden Mann" werden schon die ersten Bierchen ausgeschenkt. Ein Mann im Kuh-Kostüm schlendert über den Markt und durch die Fußgängerzone. Er macht Reklame für die "Kuh-Bar", die Milchbar, die gerade an der Ressource eröffnet hat, und muss sich reichlich Witze darüber anhören, dass sein Ganzkörper-Schutzanzug doch etwas übertrieben sei. 

Einige Straßen weiter im Kreishaus wird heute wieder der Krisenstab tagen, die neuen Zahlen von Infizierten zusammentragen, die aktuelle Lage bewerten und entscheiden, ob und wenn ja, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Update, 10.10 Uhr: In Soest nimmt ein sonniger Tag seinen Lauf. Es ist fast windstill, die stürmischen Regentage der vergangenen Woche sind plötzlich dem Frühling gewichen. Auf dem Wall leben Hunde samt Herrchen und viele Jogger ihren Bewegungsdrang aus. Darüber spannt sich ein von ein paar Wölkchen durchwirkter blauer Himmel, den die Vögel jetzt fast ganz für sich alleine haben. Von dem sonst üblichen Liniengewirr der Kondensstreifen zahlloser Flugzeuge ist nichts zu sehen. So merkt man auch hier, dass etwas anders ist, dass die Fluggesellschaften ihre Flugpläne drastisch zusammengestrichen haben müssen.

Update, 9.50 Uhr: Der Sängerbund Lippetal sagt schon jetzt das für den 25. April in Lippetal-Oestinghausen geplante Chorfest der zehn  Mitgliedschöre ab - und das ersatzlos. Es werde keinen Nachholtermin geben, teilt Paul Strumann für den Sängerbund mit. Strumann:  "Damit entspricht der Sängerbund Lippetal den Empfehlungen der Verantwortlichen aus Politik und Gesundheitswesen. Vorrangig geht es darum, Sängerinnen und Sänger, die Verantwortlichen der Chöre und besonders die Gäste der Veranstaltung vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen." Das nächste Chorfest findet dann am 24. April 2021 in Herzfeld statt, Ausrichter ist dann der gemischte Chor Canto allegro Herzfeld.

Update, 14. März, 9.10 Uhr: Der Blick in die Nachbarkreise zeigt, was die Experten mit exponentieller Ausbreitung meinen. Vielfach hat sich die Zahl der Infizierten von Tag zu Tag in etwa verdoppelt. Im Kreis Paderborn liest sich die Zahlenreihe der Infektionsfälle von Dienstag bis Freitag so: 3, 7, 16, 32. Im Kreis Warendorf ergibt sich folgendes Bild: 3, 7, 11, 27, im Hochsauerlandkreis (vergangene drei Tage) sieht es so aus: 8, 13, 25. Lediglich der märkische Kreis zeigt ein fast lineares Anwachsen der Fälle. Die Zahlen von Dienstag bis Freitag: 6, 8, 9, 13.

Update, 13. März, 21.20 Uhr: Die RLG (Regionalverkehr Ruhr Lippe) will ihre Busfahrer vor Ansteckung schützen, indem die Fahrgäste nur noch hinten einsteigen dürfen, der Bürgerbusverbund Hellweg-Sauerland mit seinen Buslinien in Welver, Bad Sassendorf und Möhnesee geht noch einen Schritt weiter und stellt ab Montag, 16. März, bis zum 22. März den Betrieb erstmal  komplett ein. Eine zeitliche Ausweitung dieser Stillegung werde man rechtzeitig bekannt geben, sagt Klaus Dehlen, Vorsitzender des Bürgerbus Bad Sassendorf.

Update, 20.52 Uhr: Spätestens seit dem heutigen Tag - an dem Schulschließungen und weitere drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet wurden - wird der Begriff Hamsterkauf offensichtlich auch im Kreis Soest neu definiert. 

So zeichnet sich in einem Warsteiner Supermarkt ein Bild, wie es sich derzeit wohl quer durch die Einkaufslandschaft des Kreises zieht: leere Regale, in denen zuvor Lebensmittel wie Aufbackbrötchen, Brot und Mehl gelagert waren. 

Bei den Hygieneartikeln ist vor allem Toilettenpapier zum Luxusgut geworden - am Abend gab es das vielerorts gar nicht mehr zu kaufen. „Die Lager sind leer!“, schildert eine Angestellte die sprachlos machende Lage

Von vielen Märkten seien Lieferungen geordert worden, die teilweise viermal größer gewesen seien, als im „Normalbetrieb“.

Coronavirus im Kreis Soest: 

Update, 19.45 Uhr: Die Entscheidung des Landes, ab dem kommenden Montag alle Schulen in NRW zu schließen, traf in Soest niemanden unvorbereitet. Auch für die Kindergärten gilt ab Montag: Sie werden geschlossen. Schon seit einiger Zeit war für das Eintreten dieses Ernstfalls geplant worden. Alles Wissenswerte zu diesem Thema für Soest hat die Stadtredaktion hier gebündelt.

Coronavirus im Kreis Soest: Stadt schließt Kultureinrichtungen

Update 19.27 Uhr: Wer gehofft hatte, sich vor einer drohenden Quarantäne noch mit reichlich Lesestoff für die Zeit der unfreiwilligen Einsiedelei versorgen zu können, wird enttäuscht. Die Stadt Soest schließt „im Einklang mit den Entscheidungen des Landes“ ab sofort ihre Kultureinrichtungen. Dazu gehören die Stadtbücherei, die städtischen Museen, Burghofmuseum, Museum Wilhelm Morgner und das Osthofentormuseum, sowie das Stadtarchiv.

Update 19.26 Uhr: Wie ist eigentlich der Tag heute hinter den Kulissen an den Schulen verlaufen? Welche Aufgaben hatten die Schulleitungen zu stemmen? Denn erst am Nachmittag wurde ja bekannt, dass die Schülerinnen und Schüler ab Montag zuhause bleiben dürfen. Unsere Redaktion Werl hat das beispielhaft aufgearbeitet - den sehr informativen Artikel dazu gibt es hier an dieser Stelle. 

Update, 16.35 Uhr: Paukenschlag im Klinikum Soest: Auf Facebook teilte es mit, dass man "aus aktuellem Anlass Vorkehrungen treffen" möchte. "Daher sind ab dem morgigen Samstag, 14. März 2020, keine Besuche der Patientinnen und Patienten mehr möglich", hieß es. Wie das Vorgehen in anderen Krankenhäusern aussieht, ist noch unklar.

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Coronavirus im Kreis Soest: Rückkehr des Sport-Leistungskurses

Update 16.27 Uhr: Zwei Kreisverwaltungen, zwei Meinungen und eine verunsicherte Schülergruppe: Aktuell sitzt eine Gruppe Soester Schüler in einem Reisebus mit Ziel Soest. Losgefahren ist die etwa 30-köpfige Gruppe mit Schülern eines Sport-Leistungskurses aller Soester Gymnasien und der Gesamtschule im Zillertal in Österreich

Mit im Bus: Eine Schülergruppe aus dem Kreis Gütersloh, ebenfalls auf dem Rückweg aus Österreich. In der Heimat angekommen, werden sich die Wege der Schüler aus Soest und Gütersloh trennen - und das auf besondere Weise: 

Coronavirus im Kreis Soest: Zittertal nicht als Risikogebiet eingestuft

Während die Gütersloher vom Gesundheitsamt des dortigen Kreises aufgerufen wurden, möglichst zwei Wochen in häuslicher Quarantäne zu bleiben, steht das Gesundheitsamt des Kreises Soest auf dem Standpunkt, das Zillertal sei nicht als Risikogebiet anzusehen, die Schüler dürfen sich in der Heimat ohne Einschränkungen bewegen. Das bestätigte Judith Wedderwille, Sprecherin des Kreises Soest.

Gesundheitsdezernent und Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch vom Kreis Gütersloh hingegen veröffentlicht folgenden Appell an ausnahmslos alle Rückkehrer aus den Skigebieten in Östereich, Italien und Frankreich: „Bitte bleiben Sie erst einmal zu Hause, begrenzen Sie bitte Ihre Kontakte im Haus auf das Nötigste, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden, und sprechen Sie am Montag mit Ihrem Hausarzt.“

Corona im Kreis Soest: Infotelefon unter dieser Nummer erreichbar

Update 15.35 Uhr: Das Infotelefon-Coronavirus des Kreisgesundheitsamtes ist auch am Samstag und Sonntag von 10 bis 12 Uhr unter  Telefon 02921/303060 erreichbar.

Update 15.28 Uhr: Der nächste Einschnitt im Busverkehr: Von der Landesregierung wurde heute beschlossen, dass ab Montag in Nordrhein-Westfalen kein Unterricht mehr an den Schulen stattfindet, ab Mittwoch sind die Schulen ganz geschlossen.  Da Montag und Dienstag noch Notdienste für die Betreuung der Schüler vorgehalten werden, fahren die Busse der RLG an diesen Tagen nach dem gewohnten Fahrplan an Schultagen. Ab Mittwoch, 18. März, stellt die RLG ihren Fahrplan auf den Ferienfahrplan um, dann entfallen alle Fahrten, die im Fahrplan mit dem Buchstaben S gekennzeichnet sind. 

Corona im Kreis Soest: Einschnitte im Busverkehr

Update 14.55: Ab sofort darf man im Bus nur noch hinten einsteigen: Die RLG (Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH) bittet die Fahrgäste,  nur noch die hinteren Türen der Busse zum Ein- und Ausstieg zu nutzen. Dies soll dazu beitragen, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. 

Die Gesundheit der Busfahrer sei dabei ebenso entscheidend wie die der Fahrgäste, heißt es in einer Mitteilung der RLG. „Ziel unserer Bemühungen ist es, die Verkehre langfristig und möglichst vollständig aufrecht zu erhalten“,  wird André Pieperjohanns, Geschäftsführer der RLG in dieser Mitteilung zitiert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der RLG, der Soester Kreisdirektor Dirk Lönnecke, äußert sich im gleichen Schreiben: „Die Bürger im Kreis Soest sollen sich auf den ÖPNV als Teil des öffentlichen Lebens verlassen können. Es erfordert in diesen Zeiten vorbeugende Schritte, um das zu gewährleisten.“

Eine Folge der Maßnahme: Man kann keine Tickets mehr beim Busfahrer kaufen. Der Ticketverkauf wird bis auf weiteres über die "mobil info App" und an den bekannten Vorverkaufsstellen ermöglicht. Fahrgäste mit Behinderungen könnten aber weiterhin auf die Hilfe u des Personals zählen. 

Coronavirus im Kreis Soest: Jetzt zehn Infizierte

Update 14.27: Der Kreis Soest meldet drei weitere Corona-Fälle. Betroffen sind Personen aus Werl, Bad Sassendorf und Möhnesee. Nach Auskunft des Kreises Soest waren alle im Urlaub in Österreich. Die Kontaktpersonen sind ermittelt, informiert und in häuslicher Isolierung. 

Update 14.00 Uhr: Neuigkeiten in Sachen Soester Sportgala: Gestern war bekannt geworden, dass auf der am vergangenen Samstag von 500 Teilnehmern besuchten Veranstaltung in der Soester Stadthalle eine definitiv mit dem Coronavirus infizierte Person anwesend war. 

Bereits im Laufe der Woche (die Antwort darüber, an welchem Tag genau, steht noch aus) hatte das Kreisgesundheitsamt das Soester Ordnungsamt um Amtshilfe gebeten, die Namen aller 500 Teilnehmer zu ermitteln. Das Ordnungsamt hatte diese Aufgabe an den privaten Veranstalter der Sportgala weiter gereicht, der diese Aufgabe seiner Aussage nach auch binnen eines Tages erledigen konnte. 

Viel Unverständnis hatte bereits am vergangenen Freitag die Entscheidung des Ordnungsamtes der Stadt Soest hervorgerufen, die Soester Jazznacht, die zeitgleich im Kulturhaus "Alter Schlachthof" hätte stattfinden sollen,  abzusagen, während die Sportgala nur wenige Meter weiter in der Stadthalle stattfinden durfte. Unsere Redaktion hat den Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, der selber als Ehrengast auf der Sportgala war, gefragt:   

Wer hat diese Entscheidung am vergangenen Freitag gefällt oder an der Entscheidungsfindung mitgewirkt, waren Sie persönlich in diese Entscheidung/die Entscheidungsfindung eingebunden?

- Was hat zu der Annahme geführt, von der Jazznacht könnte eine Gefahr für Musiker und Publikum ausgehen, von der Sportgala aber nicht?

Wann haben Sie Kenntnis davon bekommen, dass eine infizierte Person auf der Sportgala zugegen war?

Coronavirus in Soest: Das sagt der Bürgermeister

Das sind die Antworten des Bürgermeisters: "Die Stadt Soest ist am späten Freitagnachmittag, 6. März, vom Kreis Soest darüber unterrichtet worden, dass das Kreisgesundheitsamt als Fachbehörde ganz konkret empfiehlt, die Soester Jazznacht am 7. März nicht durchzuführen. Da eine Untersagung einer Veranstaltung nicht vom Kreisgesundheitsamt angeordnet werden kann, verfügte die Stadt Soest als zuständige Ordnungsbehörde die Absage der Jazznacht. Von diesem Vorgehen war ich als Bürgermeister informiert und habe es natürlich mitgetragen.

Zu einer Absage der Sportgala hat sich das Kreisgesundheitsamt am 6. März nicht geäußert. Unter den am 6. März bekannten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der Hinweise des Robert-Koch-Instituts haben wir in der vergangenen Woche keinen Anlass gesehen, weitere Maßnahmen zu treffen.

Ich selber wurde am Donnerstag, 12. März, darüber informiert, dass sich eine möglicherweise infizierte Person auf der Gala aufgehalten hat."

Update, 12.15 Uhr: Die nächste Veranstaltungs-Absage kommt von Seiten der SPD: Der Ortsverein Soest hatte seine Mitglieder eigentlich für den heutigen Abend (19 Uhr) zur Versammlung in die Stadthalle Soest eingeladen. Wegen der derzeitigen Corona-Lage und den dazu ausgesprochenen Versammlungs-Empfehlungen, wurde die Versammlung nun abgesagt.

Update 10.56 Uhr: Nach den Feuerwehren hat jetzt auch das Technische Hilfswerk (THW) Soest alle Übungstätigkeiten vorerst ausgesetzt. 

Update, 8.30 Uhr: Drastische Maßnahmen gelten ab sofort für die Feuerwehren im Kreis Soest. Da die Bevölkerung selbstverständlich auch in Zeiten der Corona-Krise auf die ständige Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute angewiesen ist, sollen diese wegen des Coronavirus' besonders vorausschauend agieren. 

So wurde in einer Sitzung aller Wehrführer am Donnerstagabend beschlossen, dass der komplette Übungsbetrieb für alle Feuerwehren im Kreis Soest ab sofort eingestellt wird und das Feuerwehrleben aktuell ausschließlich auf Einsätze beschränkt wird. Außerhalb von Einsätzen sollen die ehrenamtlichen Retter auf gemeinsame Veranstaltungen und Treffen verzichten. 

Für alle Nicht-Feuerwehr-Angehörigen gilt ein striktes Betretungsverbot für die Feuerwehrhäuser. Darunter fallen auch alle Nutzungen durch Drittpersonen für beispielsweise Besprechungen oder Feiern. Hintergrund ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus in die Gebäude getragen wird und sich Feuerwehrleute dort durch Kontakt - beispielsweise mit Oberflächen - infizieren könnten, so gering wie möglich gehalten werden soll.

Eine erste Anweisung für den Einsatzalltag besagt, dass strikt darauf geachtet werden soll, dass sich nur so viele Feuerwehrleute an Einsatzstellen aufhalten, wie unbedingt nötig. Zudem sollen die Führungskräfte bei Einsätzen auf eine penible Dokumentation achten, welche Einsatzkraft wo im Einsatz war und mit wem sie Kontakt hatte. 

So soll gewährleistet werden, dass im Falle eine Infektion in kürzester Zeit die Kontaktpersonen ermittelt werden können. Die Vorgehensweise unterstreicht, dass im Kreis Soest kein Bürger beunruhigt sein muss: Die Feuerwehr reagiere auf die Lage und stelle damit sicher, dass Rettung kommt, wenn sie gebraucht wird, hieß es.

Coronavirus auch in Soester Nachbarschaft

Update, 13. März, 6.15 Uhr: Der Blick in die Nachbarkreise vermittelt einen Eindruck davon, wie sich das Coronavirus ausbreitet. Im Kreis Paderborn hat sich die Zahl der Infizierten gestern von 7 auf 16 mehr als verdoppelt. Im Kreis Unna werden jetzt 15 Infizierte gezählt (Vortag 9).

Langsamer ist das Infektionsgeschehen im Märkischen Kreis, dort ist gestern nur ein Infizierter dazu gekommen (aktuell 9). Im Hochsauerlandkreis gibt es 13 Corona-Patienten (Vortag 8). 

In der Nachbarstadt Hamm sind die ersten beiden Fälle bekannt geworden, im Kreis Warendorf ist die Zahl der bestätigten Infektionen von 7 auf 11 gestiegen. Im benachbarten Regierungsbezirk Münster, zu dem der Kreis Warendorf gehört, sind mittlerweile 17 Kitas und Schulen wegen der Corona-Pandemie geschlossen.

Coronavirus im Kreis Soest: Donnerstag, 12. März im Überblick

Update, 12. März, 19.21 Uhr: Jetzt wurden dem Gesundheitsamt der sechste und siebte bestätigte Corona-Fall für das Soester Kreisgebiet gemeldet. Es handelt sich um Personen aus Anröchte und Lippstadt. Die infizierte Person aus Anröchte ist aus einem Urlaub in Südtirol zurückgekehrt. Eine Kontaktperson stammt ebenfalls aus dem Kreis Soest. Diese ist wie die positiv getestete Person in häuslicher Quarantäne. Bei dem Lippstädter Fall handelt es sich um einen Urlaubsrückkehrer aus Österreich. Es gibt glücklicherweise keine Kontaktpersonen. Für den Betroffenen wurde häusliche Isolierung angeordnet.

Update: 18.25 Uhr: Der Verdacht hat sich bestätigt: Wie der Kreis Soest jetzt auf mehrmalige Nachfrage bestätigt, war eine definitiv infizierte Person auf der Sportgala am vergangenen Samstag.  Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest, erklärt,  der infizierte Mensch habe erst gegen Ende der Veranstaltung die Stadthalle betreten, weil er dort andere Leute abgeholt hat. Gleichwohl sei er aber im Saal gewesen und habe dort auch einige Zeit an einem Tisch mit neun anderen Personen gesessen. Diese neun Personen werden vom Kreis Soest als sogenannte "Kontaktpersonen ersten Grades" geführt. Sie müssen jetzt für zwei Wochen in häuslicher Isolation bleiben und werden auf das Virus getestet. Alle anderen knapp 500 Gäste des Abends, darunter viele Ehrengäste wie der Soester Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, seien als "Kontaktpersonen zweiten Grades" eingestuft. Dass diese sich infiziert haben könnten, hält Müschenborn nach Rücksprache mit  den Ärzten des Gesundheitsamtes für extrem  unwahrscheinlich, zumal der Infizierte am Tag der Sportgala noch keinerlei Symptome gehabt habe.  

Jazznacht abgesagt, Sportgala durfte stattfinden

Dass die Sportgala überhaupt stattgefunden hat, hatte übrigens in der vergangenen Woche  schon kurz vorher Unverständnis hervorgerufen. Die Stadt Soest hatte einen Tag vorher am Freitagabend kurzfristig die Soester Jazznacht, die zeitgleich nur wenige Meter weiter im Kulturhaus „Alter Schlachthof“ stattfinden sollte, mit Verweis auf die Corona-Gefahr untersagt. Dass von den Musikfreunden eine Gefahr ausgehen sollte, von den Sportlern aber nicht, war in den Sozialen Netzwerken mit vielen bissigen Kommentaren kommentiert worden.

Update 18.06 Uhr: Die Corona-Lage spitzt sich möglicherweise dramatisch zu. Alle 500 Teilnehmer der Sportgala, die am vergangenen Samstag in der Stadthalle waren, wurden gebeten, ihre Kontaktdaten zu übermitteln. Das bestätigte Ingo Schaffranka, Veranstalter der Sportgala. Das Ordnungsamt der Stadt Soest habe ihn heute morgen um 8.30 Uhr telefonisch aufgefordert, Tischpläne und Daten aller Teilnehmer zu liefern. Man habe ihm gesagt, dass "es  sein könnte, dass ein Corona-Verdachtsfall unter den Gästen" gewesen sei, sagt Schaffranka. Er sei der Bitte nachgekommen, habe im Laufe des Tages alle geladenen Gäste kontaktiert und sie gebeten, ihm die Daten ihrer Begleitpersonen mitzuteilen. So habe er einen Datensatz von rund 500 Personen an das Ordnungsamt übermittelt. Der Kreis Soest will noch im Laufe des Abends zu dem Vorgang Stellung beziehen. Wir berichten weiter. 

Modellbaumesse wegen des Coronavirus erst im Oktober

Update 16.02 Uhr: Aufgrund der aktuellen Lage zum Coronavirus wird die Modellbaumesse ProWing International  im Lohner Klei in Bad Sassendorf von Anfang Mai auf das Wochenende 9. bis 11. Oktober verschoben.

Update 15.53 Uhr: Der Coronavirus macht auch vor dem Sport im Kreis Soest nicht halt. Der Nordrhein-Westfälische Judo-Verband hat den Ligabetrieb bis Ende April ausgesetzt, der Eishockeyverband NRW den Spielbetrieb in allen Ligen komplett eingestellt. Andere Verbände wollen den Spielbetrieb - vorerst - aufrechtehalten. Ein Überblick. 

Update 15.27 Uhr:  Die Stadt Soest hat  weitere Schließungen und Absagen beschlossen. Um die Ausbreitung des Corona-Virus möglichst zu verlangsamen, werden die  Begegnungsstätte im Bergenthalpark und das  Seniorenbüro geschlossen. Auch die  Veranstaltung „Latschen und Tratschen“ fällt aus. Ebenfalls abgesagt sind alle Einzel- und Tagesveranstaltungen der VHS. Die Absage betrifft nicht die laufenden, mehrere Termine umfassenden, Kurse, wie zum Beispiel Sprach- oder Gesundheitskurse. Diese Regelungen gelten zunächst bis zum 6. April.

Coronavirus schlägt Wellen bis in den Sommer: Firmenlauf am Möhnesee verschoben

Update, 14.50 Uhr: Der Firmenlauf am Möhnesee, der traditionell in die Woche vor den Sommerferien fällt, wird verschoben. Das teilte Veranstalter Ingo Schaffranka mit. "Die aktuellen Umstände zum Coronavirus zwingen uns als Veranstalter, besonnen und mit Weitblick zu handeln. Die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger, der Teilnehmer, ihren Arbeitskollegen steht dabei uneingeschränkt im Fokus unseres Handelns", so Schaffranka. "Nach gründlicher Überlegung mit unserem Hauptsponsor aber auch der Gemeinde Möhnesee sind wir zum Entschluss gekommen, den Sparkassen-Firmenlauf auf Mittwoch, den 12. August 2020, zu verlegen." Schaffranka betonte, dass man "nicht aus überzogenem Aktionismus oder Hysterie" handele. Bisher würden knapp 2900 Anmeldungen vorliegen - man gehe "erneut von einem ausverkauften Sparkassen-Firmenlauf am Möhnesee" aus. "Unabhängig von unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen, die eine Stornierung der Teilnehmer nicht ermöglichen, können alle Teamleader mir selbstverständlich eine E-Mail zusenden, um gegebenenfalls die Firma oder Teilnehmer abzumelden", betonte Schaffranke.

Update, 13.38 Uhr: Die Passionsandacht in der Hohnekirche fällt heute aus.

Coronavirus: Schüler kommen aus Österreich zurück - Gesundheitsamt reagiert 

Update, 13.35: Das Kreisgesundheitsamt hat in Bezug auf den Sportleistungskurs der Soester Gymnasien und der Gesamtschule in diesen Minuten reagiert. Nach Einschätzung der Fachleute handelt es sich beim Zillertal, wo sich die Schüler zur Skifreizeit aufhalten, nicht um ein Risikogebiet. Weder Schüler, Eltern noch Lehrer müssen in Quarantäne.

Update 13.26 Uhr: Bei dem  fünften Corona-Fall handelt es sich um eine Person aus Lippeta l, die einen Urlaub in Österreich verbracht hat. Die Kontaktpersonen sind bekannt. Für den bestätigten Fall und zwei Kontaktpersonen wurde häusliche Isolierung angeordnet.

Update 13.25 Uhr: Die Fachhochschule Soest teilt mit: "Zurzeit besteht kein Anlass, den regulären Hochschulbetrieb einzuschränken. Alle Lehrveranstaltungen finden planmäßig statt." Den Dozenten werde empfohlen, die Studenten zu Beginn der Veranstaltung auf Hygieneregelungen entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts hinzuweisen. Bei  schriftlichen Prüfungen sollen möglichst großzügige Abstände zwischen den Prüfungsteilnehmern eingehalten werden. Alle Teilnehmer der Veranstaltungen werden aufgefordert, durch ihr Verhalten und ausreichende (Hand-)Hygiene ihren Beitrag zur Vermeidung der Ausbreitung von Infektionskrankheiten zu leisten.

Coronavirus im Kreis Soest: Rund 30 Schüler aus Soest im Zillertal

Update 13.05 Uhr: Viele Soester Eltern sind aktuell verunsichert. Ein Sportleistungskurs mit rund 30 Schülern der drei Soester  Gymnasien und der Gesamtschule ist zur Skifreizeit im österreichischen Zillertal und wird morgen Abend zurück in Soest erwartet. Viele Eltern seien irritiert, weil es Gerüchte gebe, Schüler und Eltern müssten nach der Rückkehr für zwei Wochen in Quarantäne, sagt Andreas Heihoff, Schulleiter des Conrad von Soest-Gymnasiums auf Nachfrage unserer Zeitung. Fakt sei: Die Schule habe das Gesundheitsamt des Kreises gebeten, zu überprüfen, ob irgendwelche Maßnahmen ergriffen werden müssten, die Antwort stehe aktuell aber noch aus. Heihoff geht aber davon aus, dass alle Schüler und Lehrer ab kommender Woche wieder ganz normal am Unterricht teilnehmen können. 

Update 12.55 Uhr: Der  fünfte Corona-Fall im Kreis Soest ist bestätigt. Wir berichten weiter.

Update, 12.06 Uhr: Wie die katholische Kirche in der Wallfahrtsstadt Werl mit dem Coronavirus umgeht, hat die Lokalredaktion Werl an dieser Stelle zusammengefasst.

Update,  11.18 Uhr: Neben dem Altstadtfrühling am 28. und 29 März in Soest fällt auch der für den 29. März geplante verkaufsoffene Sonntag in Soest aus.

Coronavirus im Kreis Soest: Bücherei offen, aber keine Sonderveranstaltungen

Update,10.37 Uhr: In der Stadtbücherei Soest fallen alle Sonderveranstaltungen aus, die Bücherei selber bleibt aber zu den normalen Zeiten geöffnet. Gleiches gilt für die städtischen Museen.

Das Soest-Treffen der Feuerwehrspielmannszüge am Samstag, 21. März, in der Schützenhalle Hiddingsen fällt aus. Es ist angedacht, die musikalische Veranstaltung im Frühjahr des nächsten Jahres durchzuführen.

Die Jahreshauptversammlung des VdK Ortsverbandes Soest am Samstag am 14. März fällt aus. Über einen neuen Termin soll informiert werden.

Der für Montag geplante Energiestammtisch des Vereins "Umschalten" fällt aus.

Coronavirus im Kreis Soest: Politisches Gremium tagt heute nicht

Update, 9.15 Uhr: Jetzt erwischt es auch die Politik: Die Gemeinde Möhnesee sagt die für heute terminierte Sitzung des Schul- und Kulturausschusses ab. Die Grünen im Rat der Gemeinde Möhnesee hatten beantragt, die Sitzung ausfallen zu lassen. 

Hans Dicke, Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee geht aber nach jetzigem Stand davon aus, dass die für die kommende Woche geplanten Sitzungen stattfinden werden.

Update, 8.26 Uhr: Der Landwirte-Seniorenkreis Soest sagt seine Fahrt  zu den Salzwelten in Bad Sassendorf, die für den 17. März geplant war, wegen des Coronavirus ab. Ein neuer Termin soll später gefunden werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Vereine setzen den Rotstift an

Update, 8.24 Uhr: Die  Theatergruppe Bad Sassendorf-Weslarn hat beschlossen, sämtliche Aufführungen ausfallen zu lassen. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber hier geht Gesundheit vor Spielspaß", teilt Manuela Previdi von der Theatergruppe mit.

Update, 7.09 Uhr:  Der Vereinigte Schützenverein Soest sagt folgende Veranstaltungen ab: die Besichtigung der Schalke-Arena am 14 März, die Hauptversammlung am 21. März, das Osterfeuer am 12. April und das Treffen der Damen der innerstädtischen Schützenvereine am 25. April. Bis einschließlich Ostern sind auch alle freitäglichen Dämmerschoppen im Schießkeller gestrichen.

Coronavirus im Kreis Soest: Weitere Absagen von Veranstaltungen

Update, 7.02 Uhr: Die Lehrer-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sagt ihre für den kommenden Donnerstag geplante Hauptversammlung ab. Ein Saal voller Lehrer, von denen auch nur einer das Corona-Virus übertragen könnte, hätte schließlich dramatische Folgen, müssten anschließend alle Teilnehmer unter Quarantäne gestellt werden.  Der im Anschluss geplante Vortrag von Prof. Dr. Sabrina Kraus zum Thema „Wie schütze ich mich vor Überlastung im (Berufs)Alltag“ wird ebenfalls verschoben. 

Update, 12. März, 6.25 Uhr: Der Tag beginnt - und es hagelt im Kreis Soest weitere Absagen: Der  SC Neuengeseke wollte eigentlich am Sonntag mit einem großen Fest seinen lang ersehnten Kunstrasenplatz feiern. Aber "die Gesundheit unserer Vereinsmitglieder, der zu erwartenden zahlreichen Besucher und der Spielerinnen und Spielern steht für uns an oberster Stelle" heißt es jetzt vom Vorstand des Vereins.

Deshalb bestreite man "gemeinsam mit den Gesundheitsbehörden den Weg, die Verbreitung des Virus bestmöglich einzudämmen." Der Kunstrasen soll nun zu einem späteren Zeitpunkt offiziell seiner Bestimmung übergeben werden.

Corona im Kreis Soest: Veranstaltungen werden abgesagt

Update, 11. März, 22.40 Uhr: Sabine Homann, Geschäftsführerin des   Kreissportbundes sagt die für Montag geplante Mitgliederversammlung und den Jugendtag in Soest ab. Die Mitgliederversammlung  wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Update, 11. März,  22.38 Uhr: Auch die "Mega 90er Party", die am Samstagabend in der Schützenhalle in Werl-Sönnern stattfinden sollte, fällt dem Coronavirus zum Opfer. Wie die Veranstalter jetzt mitteilten, wird die Veranstaltung vorerst verschoben. Einen Nachholtermin soll es im Herbst geben. 

Die Theatergruppe Lippetal sagt die Vorstellungen des Stücks "Für die Familie kann man nicht" am kommenden Wochenende ebenfalls ab. Auch der SC Lippetal hat seine für Samstag geplante Mitgliederversammlung abgesagt.

Update 22.10 Uhr: Auch in den Nachbarkreisen sind heute viele Corona-Fälle dazugekommen. Im Kreis Unna sind jetzt 9 Personen erkrankt (Vortag 6), im Märkischen Kreis werden 8 Infizierte gezählt (Vortag ebenfalls 6). Im Hochsauerlandkreis sind 3 Menschen erkrankt (Vortag 1). Im Kreis Paderborn und im Kreis Warendorf hat sich die Zahl der Erkrankten binnen eines Tages jeweils von 3 auf 7  mehr als verdoppelt.

 Update 21.11 Uhr: Mehr und mehr Veranstaltungen werden abgesagt. Insbesondere der gesamte kulturelle Bereich wird im Kreis Soest lahm gelegt. Was das für die Veranstalter bedeutet, lesen Sie hier. 

Corona im Kreis Soest: Vierter Fall in Lippstadt

Update 19.25 Uhr: Die Zahl der Corona-Fälle im Kreis Soest ist jetzt auf vier gestiegen. Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest, bestätigte unserer Redaktion, dass auch eine Frau aus Lippstadt positiv getestet wurde. Auch sie war zuvor in Österreich im Skiurlaub. Auch ihre Kontaktpersonen werden ermittelt. Die Frau ist unter häusliche Quarantäne gestellt.

Update, 18.25 Uhr: Die Stadt Werl sagte am frühen Abend alle städtischen Veranstaltungen im Kultur- und Sportbereich bis zum 6. April ab. Darunter fallen der „Autofrühling“ samt verkaufsoffenem Sonntag am 5. April und die Comedy-Auftritte von Torsten Sträter am 18. März mit fast 1000 verkauften Karten und von Jürgen B. Hausmann am 14. März (700 Tickets). Auch der Antik- und Sammlermarkt fällt aus. „Soweit möglich, wird eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt angestrebt“, sagt die Stadt. Mehr dazu finden sie hier.

Update, 18.16 Uhr: Die nächste Corona-Absage: Der Festakt zur Übergabe des neuen Werler Amtsgerichts mit NRW-Justizminister Peter Biesenbach am 16. März fällt aus. Einen neuen Termin gibt es noch nicht.

Update, 17.45 Uhr: Die  Lippetalschule wendet sich in einer Mitteilung an Eltern und Schüler: Unter anderem werden das Betriebspraktikum für den Jahrgang 9 und der "Girls and Boys Day" am 26. März abgesagt. Es findet Unterricht nach Plan statt. "Das heißt, unsere Schule ist geöffnet und es besteht Schulpflicht. Außerdem haben wir die Ski-Fahrt in die Schweiz, die für die nächste Woche geplant war, abgesagt."

"Allen Schülerinnen und Schülern empfehlen wir, ab sofort Unterrichtsmaterialien zum selbständigen Lernen (Arbeitshefte etc.) täglich mit nach Hause zu nehmen und wieder in die Schule mitzubringen. Falls eine Schulschließung in Zukunft beschlossen wird, können so Aufgaben auf digitalem Wege vom Kollegium zur häuslichen Arbeit gegeben werden."

Coronavirus verbreitet sich in NRW

Update, 16.52 Uhr: Die Landrätin und die Bürgermeister im Kreis Soest nehmen die Vervielfachung von Corona-Fällen in NRW und die mittlerweile drei bestätigten Fällen im Kreis Soest mit großer Sorge auf. 

Vor dem Hintergrund der deutlich steigenden Fallzahlen landesweit und der ersten Todesfälle haben Kreis und Kommunen beschlossen, eigene Veranstaltungen in den kommenden zwei Wochen abzusagen, die in den Bereichen Freizeit, Kultur und Sport vorgesehen waren. 

„Wir können als kommunale Familie damit das Vordringen des Virus nicht stoppen, aber einen Beitrag leisten, seine Verbreitung zu verlangsamen. Das ist das strategische Ziel für den bestmöglichen Infektionsschutz und für eine sichere gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung“, so Landrätin Eva Irrgang und die Bürgermeister Christoph Sommer (Lippstadt), Eckhard Ruthemeyer (Soest) und Martin Michalzik (Wickede) als Sprecher der Bürgermeister und der am stärksten von großen kommunalen Events betroffenen Kommunen. 

„Wir können und wollen so helfen, einen Normalbetrieb in Schulen, Gesundheitswesen, Pflege, Versorgung und Wirtschaft weiterhin sicherzustellen, indem wir Risiken in den Bereichen und Aktivitäten vermindern, die zwar schön und wertvoll für unsere Orte sind, aber in diesen Tagen bei einer kritischen Betrachtung nicht zwingend nötig sind.“ 

Coronavirus im Kreis Soest: Empfehlung an alle: Veranstaltungen verschieben

Gleichzeitig empfehlen Kreis und Kommunen Privatpersonen und Vereinen, in gleicher Weise vorzugehen und Veranstaltungen, „die öffentlichen Charakter haben und nicht wirklich zwingend jetzt stattfinden müssen, wenn möglich zunächst auf einen Zeitpunkt nach Ostern zu verschieben. Wir sind überzeugt, dass wir so gemeinsam helfen können, einer raschen Verschlechterung entgegenzuwirken.“ 

Die privaten Veranstalter würden damit auch dem wachsenden Risiko vorbeugen, dass auch sie bei einer weiteren Verschärfung der Lage damit rechnen müssen, dass ihre Veranstaltungen unmittelbar und kurzfristig ordnungsbehördlich abgesagt werden.

Update, 16.40 Uhr: Unmittelbar nach Bekanntwerden des ersten bestätigten Corona-Falls im Kreis Soest hat der Kreis Soest am Dienstag, 10. März, seinen Krisenstab offiziell aktiviert. 

Im elfköpfigen Krisenstab arbeiten das Gesundheitsamt, die Leitung des Rettungsdienstes, die Pressesprecher, die Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz sowie die Abteilung Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz. Das Gremium entscheidet über die notwendigen Maßnahmen und formuliert die zur Umsetzung erforderlichen Aufträge, die in den Abteilungen der Kreisverwaltung zu erledigen sind.

„Angesicht der ersten bestätigten Corona-Fälle bei uns straffen und zentralisieren wir die Abläufe des Krisenmanagements. Seit heute Mittag wissen wir, dass wir drei Fälle haben“, begründete Kreisdirektor Dirk Lönnecke während der Pressekonferenz im Rettungszentrum des Kreises in Soest am Mittwoch, 11. März, die Einsetzung des Krisenstabs.

Coronavirus im Kreis Soest: Neu-Infizierte waren im Tirol-Urlaub

Update, 16.35 Uhr: Bei den beiden Neu-Infizierten im Kreis Soest handelt es sich um Urlaubsrückkehrer aus Tirol. Für die beiden Männer wurde häusliche Isolierung angeordnet. Das Gesundheitsamt ermittelt jetzt mit Hochdruck Kontaktpersonen der Infizierten. Es werden jeweils Abstriche genommen, die zeitnah untersucht werden.

Update 16.04 Uhr: Die neuen Zahlen aus dem Kreis Soest kompakt: 3 definitiv infizierte Personen, bei 12 Personen steht das Ergebnis noch aus. 92 Abstriche wurden im Kreis Soest bislang insgesamt angeordnet, 28 Personen sind in häuslicher Isolierung. Die Kontaktpersonen der beiden neu Infizierten werden kontaktiert und müssen dann ebenfalls in häuslicher Isolation bleiben.

Update 15.49 Uhr:  Eilmeldung aus dem Soester Rathaus: Die Stadt Soest sagt ab sofort alle städtischen Kultur- und Sportveranstaltungen (gilt nicht für den Vereinssport)  bis einschließlich 6. April 2020 ab. Ferner wird die Absage von Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmenden im Stadtgebiet in diesem Zeitraum verfügt. Weitere Veranstaltungen im Stadtgebiet würden hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit geprüft und je nach Risikoeinschätzung ebenfalls abgesagt. 

„Wir verbinden diese Maßnahme mit der dringenden Bitte an alle privaten Veranstalter und Vereine, unserem Vorbild zu folgen“, erklärt  Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer. „Es geht jetzt um Solidarität. Unsere besonders gefährdeten Mitbürgerinnen und Mitbürger müssen vor Infektionen geschützt werden. Wir müssen es dem Virus möglichst schwer machen, sich auszubreiten.“

Coronavirus im Kreis Soest: Alle Kulturveranstaltungen in Soest fallen aus

Von den Absagen sind in Soest neben dem Altstadtfrühlingalle Veranstaltungen in der Stadthalle Soest und im Kulturhaus Alter Schlachthof inklusive Schlachthofkino betroffen, aber auch städtische Kulturveranstaltungen an externen Veranstaltungsorten wie die Soester Seniorenwoche, die Frühjahrsputzaktion „Stark, sauber: Soest“ und der Tag des offenen Denkmals. Soweit möglich und sinnvoll, wird eine Verlegung der Veranstaltungen auf einen späteren Zeitpunkt angestrebt.

Update 15.43 Uhr: Die politischen Gremien des Kreises, Ausschüsse und Kreistag, werden weiter arbeiten, weil auch in Zeiten von Corona wichtige politische Beschlüsse gefasst werden müssen. 

Update 15.37 Uhr: Landrätin Irrgang und Kreisdirektor Lönnecke betonen, dass der Kreis Soest, was das Krisenmanagement angeht, gut vorbereitet sei. Man habe auch viel aus der Legionellen-Krise in Warstein im Jahr 2013 gelernt. 

Update 15.35 Uhr: Zumindest die aktuellen Fälle sind nicht so gelagert, dass Schulen oder Kindergärten geschlossen werden müssten. Das kann sich aber nahezu täglich ändern.

Update 15.28 Uhr: Das Gesundheitsamt ist bereits jetzt personell verstärkt worden, um alle Aufgaben bewältigen zu können. 

Update 15.25 Uhr: Insbesondere alle Veranstaltungen bis Ostern stehen jetzt auf dem Prüfstand. 

Update 15.17 Uhr: Landrätin Eva Irrgang hat jetzt das Wort und appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen, sich vorsichtig zu verhalten. Wichtig sei, das normale öffentliche Leben, Schule und Arbeit aufrecht zu erhalten. Dafür müsse man dann vorübergehend auch auf andere Veranstaltungen verzichten können. Irrgang: "Das ist jetzt unsere gemeinsame Krisensituation und wir werden sie auch gemeinsam bewältigen".

Update, 15.13 Uhr:  Kreisdirektor Dirk Lönnecke erklärt, wie sich der Kreis jetzt organisatorisch aufstellt, wer welche Zuständigkeiten hat. Lönnecke spricht von einer "verschärften Lage", die man jetzt habe. Die Verdachtsfälle würden sich aktuell von Tag zu Tag verdoppeln. Das Info-Telefon wird für die Bürger wieder Montag bis Mittwoch täglich von 8 bis 17 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr  erreichbar sein. Telefon: 02921/303060.

Update 15.05 Uhr: Maria Schulte Kellinghaus, Dezernentin für Jugend, Schule und Gesundheit. erläutert, was man tun wird, um die Leute zu schützen. Aktuell seien 28 Menschen im Kreis Soest in Quarantäne.

Update 15.02: Dr. Ansgar Brockmann erläutert, das 484 Patienten in NRW infiziert sind, im Kreis Soest jetzt drei.

Update 15.00 Uhr: Die Pressekonferenz im Rettungszentrum hat begonnen.

Update 14.44 Uhr: Nicht nur die Krankenhäuser, auch  viele Altenheime wie das Perthes-Zentrum in Soest folgen inzwischen der Empfehlung des Robert-Koch-Instituts (RKI), die Besuche der Angehörigen einzuschränken. Die Zielvorgabe lautet eine Person je Bewohner je Tag. In besonderen Situationen, so das Perthes-Zentrum, sei aber auch eine individuelle Abstimmung möglich.

Coronavirus im Kreis Soest: Zahl der Absagen häuft sich 

Update 13.53 Uhr: Der Kinderklüngelmarkt am Sonntag, 15. März, in der Möhneseehalle fällt aus. Weitere Fragen beantwortet der Förderverein der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Pankratius unter foerderverein-st.pankratius@web.de.

Update 12.57 Uhr:  Der Förderverein des Kindergartens Salzbachstrolche Scheidingen hat sich dazu entschieden, den  Klamottenmarkt am Sonntag, 15. März, abzusagen.

Update 12.36 Uhr: Das Europagymnasium Warstein reagiert mit Veranstaltungs-Absagen auf die Verbreitung des Corona-Virus: "Leider fallen aufgrund der allseitigen Bemühungen, die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, auch schulische Veranstaltungen und Projekte aus", erklärte das Gymnasium am Mittwochmittag. Davon betroffen sind aktuell die Berufsfelderkundung vor den Osterferien, der Girls- und Boys-Day, der Besuch der Austauschschüler der Partnerschule in St. Pol und auch die Sprachreise in die USA.

Die für den 27. und 28. März 2020 geplante Jubiläumsfeier des Spielmannszuges Neuengeseke wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen um das Coronavirus im Kreis Soest in den Herbst verschoben. Diese Entscheidung wurde zusammen mit der Gemeinde Bad Sassendorf einvernehmlich getroffen. Ein neuer Termin wird allen Beteiligten per Einladung zugesadt und im Soester Anzeiger bekanntgegeben.

Coronavirus im Kreis Soest: Einschränkungen in Krankenhäusern

Update 12.29 Uhr:  Die beiden Soester Krankenhäuser haben wegen der Corona-Krise die Besuchszeiten  stark eingeschränkt. Sowohl im Klinikum als auch im Marienkrankenhaus dürfen Patienten nur noch zwischen 15 und 18 Uhr besucht werden. Ganz wichtig: Pro Tag darf nur ein Besucher pro Patient kommen.

Update 12.02 Uhr: Nun reagieren auch die Ursulinen-Schulen in Werl auf die drohenden Gefahren durch das Coronavirus und sagen unter anderem die geplante Madrid-Fahrt und alle Extra-Veranstaltungen in der Schule bis Ostern ab.  

Update 11.56 Uhr:  Die für Samstag, 14. März, angekündigte Veranstaltung "Nightfever" im  Patrokli-Dom in Soest wird abgesagt, Ein neuer Termin soll später gefunden werden.

Update 11.29 Uhr: Wie das Soester Kulturhaus  Alter Schlachthof soeben mitteilt, sind auf Anordnung des Ordnungsamtes alle weiteren Aufführungen des Kindermusicals  "Tabaluga" abgesagt. Betroffen sind die Aufführungen heute um 16 Uhr und am Sonntag um 12 und 16 Uhr. Ob auch weitere Veranstaltungen im Schlachthof  abgesagt werden müssen, konnte eine Mitarbeiterin des Kulturhauses noch nicht sagen. Man warte die heutige Pressekonferenz des Kreises Soest ab, die hier ab 15 Uhr live übertragen wird.

Update 11.22 Uhr: Es hagelt weitere Absagen: Der Schützenverein Welver-Recklingsen hat das für Sonntag, 15. März, geplante Senioren-Kaffeetrinken abgesagt. Grund ist das Coronavirus.

Die Gemeinde Ense hat eine für den 12. März geplante Auftaktveranstaltung zum Gemeindeentwicklungskonzept abgesagt. 

Die Theaterfreunde Waltringen haben alle Vorstellungen des Stücks „Der ledige Bauplatz“ für die bevorstehende Spielzeit abgesagt.

Update 8.59 Uhr: Die Theatergruppe "Dai Hiewinger Theaterluie" sagt ihre Vorstellungen in Möhnesee-Hewingsen ab. Wie Hildegard Thor von der Theatergruppe erläutert, sehe man sich wegen des bestätigten Corona-Falls in Möhnesee zu diesem Schritt gezwungen. Am Freitag, 13. März, wäre Premiere gewesen. Bis zum 21. März waren mehrere Vorstellungen geplant. Die Aufführungen der beliebten Truppe in der Hewingser Schützenhalle sind so gut wie immer ausverkauft. Insbesondere viele ältere Bürger zählen zu den Stammgästen. Karten können am Samstag und Sonntag, jeweils zwischen 11 und 14 Uhr in der Hewingser Schützenhalle zurückgegeben werden.

Update 11. März, 6.25 Uhr: Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest und weitere Führungskräfte aus der Kreisverwaltung wollen heute um 15 Uhr im Rettungszentrum des Kreises Soest die weiteren  Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Epidemie vorstellen. Wir werden die Pressekonferenz hier ab 15 Uhr live übertragen.

So viel steht schon jetzt fest: Nach einem ersten bestätigten Corona-Fall im Kreis Soest gestern werden die Fallzahlen heute oder in den nächsten Tagen  steigen. Das zeigt der Blick auf die Entwicklung in den Nachbarkreisen. Bei fast allen Infizierten führt die Infektionskette nach Italien. Auffallend: Eine jetzt nachweislich Erkrankte war bei einer ersten Untersuchung negativ getestet worden. Besonders erschütternd: Im Kreis Paderborn werden  Erkrankte massiv angefeindet. Hier ein Überblick:

Coronavirus: Sechs Infizierte im Kreis Unna 

Im  Kreis Unna sind aktuell sechs Personen infiziert. Die zwei neuen labortechnisch bestätigten Fälle stehen im Zusammenhang mit den drei Fällen vom vergangenen Wochenende, heißt es von der dortigen Kreisverwaltung. Es handelt sich ebenfalls um Personen aus Bergkamen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden. Das Gesundheitsamt des Kreises Unna arbeite derzeit gezielt daran, die Kontakte dieser Personen zu verfolgen.

Im Märkischen Kreis ist Anzahl der am Coronavirus infizierten Personen  auf sechs gestiegen. Bei dem jetzt hinzu gekommenen Fall  handelt es  sich um eine Lüdenscheiderin, die sich bereits in Quarantäne befand und  beim ersten Mal negativ auf COVID-19 getestet worden war. Die weiteren Fälle sind ein  Lehrer der Mosaikschule, ein Ehepaar aus Plettenberg, ein  Ehepaar aus Lüdenscheid sowie eine  Frau aus Lüdenscheid.  Obwohl sich diese Frau, ebenfalls Lehrerin an der Mosaikschule, seit Tagen in Quarantäne befand und zunächst keine Symptome hatte, ermittelt das Kreisgesundheitsamt jetzt weitere mögliche Kontaktpersonen. Die Lüdenscheiderin muss selbstverständlich weiterhin in Quarantäne bleiben, erklärt das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises.

Coronavirus: Erkrankte waren in Südtirol

Im Kreis Warendorf sind drei Personen erkrankt. Den ersten Fall einer Coronavirus-Infektion im Kreis Warendorf hatte das Gesundheitsamt  am Samstag bestätigt. Dem Mann aus Ahlen geht es weiterhin gut. Er befindet sich ebenso wie eine Kontaktperson in häuslicher Quarantäne. Bei zwei  weiteren Personen  bestätigten  Testergebnisse am Dienstagmorgen die Infektion. Es handelt sich hierbei um zwei Männer aus Beckum und Beelen, die sich jeweils in Südtirol aufgehalten hatten. Beide Erkrankten haben nur leichte Symptome und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Kreises ermittelt nun die Kontaktpersonen.

Im Kreis Paderborn sind jetzt drei Corona-Fälle bekannt, allesamt  Reiserückkehrer aus Italien. Ein Infizierter hat  grippeähnliche Symptome. Alle Mitreisenden und Kontaktpersonen sind häuslich isoliert und werden ebenfalls getestet. Am gestrigen Abend war ein dritter Fall bekannt geworden. Der Mann, ebenfalls ein  Reiserückkehrer aus Italien hat sich nachweislich mit dem neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert. Das Kreisgesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen. "Ziel ist es auch bei diesem zweiten Fall, alle Infizierten und Kontaktpersonen zu isolieren, die notwendigen Tests zu veranlassen und die Infektionsketten vor Ort zu durchbrechen. Negativ Getestete und unmittelbare Kontaktpersonen können nach einer Inkubationszeit von 14 Tagen wieder ihren Alltag aufnehmen" heißt es in einer Mitteilung aus dem Paderborner Kreishaus. 

Coronavirus: Massive Anfeindungen

Der Kreis Paderborn kündigt an, ab sofort nur noch die jeweilige Stadt oder Gemeinde benennen und keine weiteren Details zu den Infizierten. Der traurige Hintergrund: Der erste dort nachweislich Infizierte sieht sich einem Verhalten ausgesetzt,  „das sämtliche Regeln des menschlichen Miteinanders und Anstands verletzt und schlicht unwürdig ist“, betont der  Paderborner Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi. Die Betroffenen, die einfach nur Urlaub gemacht, sich besonnen verhalten und sofort einen Arzt kontaktiert hätten, sähen sich massiven Anfeindungen, insbesondere auch in den sozialen Netzwerken ausgesetzt.

Update, 10. März, 19.25 Uhr: Der für Donnerstag, 12. März, geplante Schulungsabend der Schiedsrichter in Westönnen fällt aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Sachen Coronavirus aus. Bei Fragen können sich die Unparteiischen telefonisch unter 0151-12089494 bei Marcel Voß melden.

Coronavirus im Kreis Soest: Salesch und Rauball kommen nicht

Update, 19.23 Uhr: Die Werler SPD hat den Jahresempfang am kommenden Sonntag, 15. März, nun doch abgesagt. Der Grund: das Corona-Virus, das mittlerweile auch den Kreis Soest erreicht hat. Er habe dem Präsidenten von Borussia Dortmund, Reinhard Rauball, schweren Herzens abgesagt, sagt der Werler SPD-Chef Hans Jürgen Stache. "Er hat versprochen, das er zu einem anderen Termin kommt", sagt Stache, der sich enttäuscht zeigte. "Aber wir haben beraten und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir das Risiko und die Verantwortung nicht tragen können." Im Vorfeld waren gezielte Einladungen verteilt worden, rund 80 Menschen wollten den BVB-Präsidenten erleben im Markt 20, wo er über das Ehrenamt spechen wollte.

Update, 10. März, 19.20 Uhr: Die Volkshochschule Werl-Wickede(Ruhr)-Ense reagiert ebenfalls auf die Ausbreitung des Corona-Virus und sagt alle größeren Veranstaltungen bis Ende April ab. Davon betroffen ist bereits der Termin "Biste Westfale? Haste Heimat?" am morgigen Mittwoch im Wickeder Bürgerhaus. Aber auch die Veranstaltung mit Barbara Salesch am 18. März um 19 Uhr im Rathaus Ense wird nicht stattfinden. Für die TV-Richterin wird es aber einen Ersatztermin im Jahr 2021 geben, kündigt VHS-Chef Marco Schlicht an. Insgesamt werden gut zehn Termine von Corona-Absagen betroffen sein, alle Teilnehmer werden von der VHS informiert.

Coronavirus im Kreis Soest: Kindergärten bereiten sich auf Ernstfall vor

Update 19 Uhr: Die  Kindergärten im Kreis Soest bereiten sich auf den Ernstfall vor. Die  Kita GmbH Hellweg, Hochsauerland-Waldeck und Siegerland-Südsauerland, die im Kreis Soest und im Umland  182 Kindergärten betreibt, teilt mit, man wolle "die Betreuung der Kinder so lange wie möglich und verantwortbar aufrecht zu erhalten. Die saisonalen Infektionskrankheiten und die Prophylaxemaßnahmen gegen das Corona-Virus führen allerdings vereinzelt schon heute zu größeren Personalengpässen. Es ist nicht auszuschließen, dass wir aufgrund dieser Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen in Situationen kommen, in denen der Betrieb in einzelnen Kitas nicht mehr aufrechterhalten werden kann."

Gleichwohl wolle man Ruhe bewahren: "Angst ist für alle Beteiligten ein schlechter Begleiter. Dies haben wir auch durchaus schon in einzelnen Einrichtungen erlebt! Wenn Eltern unsicher mit der Lage umgegangen sind, ist es für unsere Teams in den Kitas sehr anspruchsvoll, beruhigend auf die Beteiligten einzuwirken", werden Geschäftsführer Josef Mertens und Michael Stratmann in einem Schreiben der gemeinnützigen GmbH zitiert. Die Schließung von Kindergärten hätte für die Eltern gravierende Folgen. Die meisten Eltern sind berufstätig und könnten ohne Kinderbetreuung nicht mehr zu Arbeit gehen. 

Coronavirus im Kreis Soest: Krisenstab aktiviert

Update 16.23 Uhr: Der Kreis Soest hat seinen Krisenstab aktiviert. Darin sitzen in diesem Fall unter anderem Vertreter des Gesundheitsamtes,  der Abteilung   Katastrophenschutz und Rettungswesen, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes und der Kreisbrandmeister.  Leiter des Krisenstabs ist Kreisdirektor Dirk Lönnecke.

Am Mittwoch, 11. März, werden Landrätin Eva Irrgang, Kreisdirektor Dirk Lönnecke, Dezernentin Maria Schulte-Kellinghaus und Dr. Ansgar Brockmann, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes, in einer Pressekonferenz um 15 Uhr im Rettungszentrum des Kreises Soest weitere Maßnahmen erläutern.

Coronavirus im Kreis Soest: Gemeinsame Linie bei Veranstaltungen

Aktuell hat der Kreis Soest bereits Kontakt zu allen Bürgermeistern und Ordnungsämtern im Kreis Soest aufgenommen. Insbesondere soll eine gemeinsame Vorgehensweise in Bezug auf Veranstaltungen gefunden werden. Diese soll neben weiteren Maßnahmen morgen erläutert werden. Wir werden hier ab 15 Uhr live von der Pressekonferenz berichten. 

Update 15.40 Uhr: Landrätin Eva Irrgang wird in einer Mitteilung aus dem Kreishaus mit den Worten „Es ist jetzt wichtig, dass wir die Übertragungsketten identifizieren, unterbrechen und die Prozesse verlangsamen, um unsere Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen“ zitiert.

Eine direkte Kontaktperson, mit der der infizierte Mann im Urlaub war, wurde bereits getestet. Das Laborergebnis der in diesem Fallt ist nach Auskunft des Kreises Soest negativ ausgefallen. Trotzdem ordnete das Kreisgesundheitsamt auch für diese Person häusliche Isolierung für 14 Tage an. Eine weitere Kontaktperson aus dem direkten Umfeld des Betroffenen wurde bereits abgestrichen, das Testergebnis liegt noch nicht vor. Eine häusliche Isolierung wurde auch hier angeordnet.

Coronavirus im Kreis Soest: Infizierter kommt aus Möhnesee

Update 15.35 Uhr: Nach Informationen des Kreisgesundheitsamtes handelt es sich bei dem Corona-Patienten um einen Mann aus Möhnesee, der in Südtirol im Skiurlaub war. Das Kreisgesundheitsamt hat heute das Laborergebnis des Tests erhalten. Der Gesundheitszustand des Betroffenen sei gut. Er befindet sich auf Anordnung des Kreisgesundheitsamtes in häuslicher Isolierung. Die Personen, die mit der betroffenen Person Kontakt hatten, sind dem Gesundheitsamt bekannt und werden derzeit informiert.

Update 15.30 Uhr: Es gibt einen ersten bestätigten Corona-Fall im Kreis Soest. Wir berichten weiter.

Coronavirus im Kreis Soest: Verdachtsfall im Kreis Soest

Update 13.25 Uhr: Im Kreis Soest gibt es  einen Verdachtsfall auf eine Erkrankung mit dem Corona-Virus. Wie der Hochsauerlandkreis mitteilt, hat sich dort heute bestätigt, dass ein Mann aus Sundern mit dem Virus infiziert ist. "Er war am vergangenen Wochenende aus Ischgl von einem Skiurlaub zurückgekehrt und hat sich vermutlich dort angesteckt. Bislang konnten acht Kontaktpersonen (darunter eine aus dem Kreis Soest) durch das Gesundheitsamt ermittelt werden, für die ebenfalls eine häusliche Quarantäne angeordnet wurde", heißt es in einer Mitteilung aus dem Hochsauerlandkreis.

Coronavirus im Kreis Soest: Weitere Ausbreitung soll verhindert werden

Dr. Peter Kleeschulte, Leiter des Kreisgesundheitsamtes im HSK, bestätigte, dass eine Krankenhausbehandlung bei dem betroffenen Mann derzeit nicht erforderlich ist. „Wir haben nun das Ziel, eine weitere Ausbreitung zu verhindern“, wird  Kleeschulte in der Mitteilung aus dem Kreishaus zitiert.

Update 11.50: Soeben teilt die Feuerwehr Ense mit: Die Jahresdienstbesprechung des Löschzug 1 wird auf unbestimmte Zeit verschoben! Die Wanderung der Führungsmannschaft der Feuerwehr Ense am 21. März wird abgesagt.  Die geplante Veranstaltung zur Einsetzung von Jürgen Gottwald für eine weitere Amtszeit als Vize-Chef der Enser Wehr am 24. März wird ebenfalls verschoben.

Coronavirus im Kreis Soest: Busunternehmer rechnet mit Absagen

Update 10.3., 10 Uhr: Busunternehmer gehen davon aus, dass mehr Reisen von Gruppen abgesagt werden. Thorsten Karrie von Karrie Tours verzeichnet Absagen von Gruppen, die zum Beispiel Brauereien besuchen wollten. Noch hat er keine Stornierungen für angebotene Reisen, am Samstag soll es nach Amsterdam gehen. "Wir halten uns an die Vorgaben des Ministeriums", so Karrie.

Update 21.35 Uhr: Die Corona-Krise kommt auch bei den Unternehmen im Kreis Soest an. Was den Betrieben zu schaffen macht, lesen sie hier.

Coronavirus im Kreis Soest: Veranstaltungen bis Ostern abgesagt

Update 18.10 Uhr: Im Soester Kreishaus  hat man im Angesicht der Corona-Gefahr alle Veranstaltungen mit externen Teilnehmern, die bis Ostern stattgefunden hätten, abgesagt. Diese sollen später nachgeholt werden, erklärte Kreis-Pressesprecher Wilhelm Müschenborn. Der Kreis Soest erneuert  auch noch einmal seinen  Appell an die Bürger, bei Corona-Verdacht nicht direkt in die Hausarzt-Praxis zu gehen, sondern telefonisch Kontakt zur Praxis aufzunehmen. Viele niedergelassene Ärzte hätten sich an das Gesundheitsamt gewandt und gebeten, diesen Aufruf zu zu wiederholen, da immer noch etliche Patienten, die den Verdacht haben, an Corona erkrankt zu sein, direkt in die Praxis gehen. Im Ernstfall könnten sie hier das Personal infizieren,  Praxisschließungen wären die Folge.

Update, 14.45 Uhr: Der Kreislandfrauentag, der am 21. März in Anröchte stattfinden sollte, ist ebenfalls abgesagt. Stargast wäre  Barbara Salesch gewesen. „Wir wollen die Coronahysterie gewiss nicht verstärken. Aber wir können nicht die Verantwortung übernehmen, wenn im Falle eines Infektionsverdachts landwirtschaftliche Betriebe unter Quarantäne gestellt werden müssten, weil die Landfrauen unseren Kreislandfrauentag besucht haben“, heißt es in einer Mitteilung der Landfrauen.

Coronavirus im Kreis Soest: Kneipenfestival abgesagt!

Update, 13.23 Uhr: Das Soester Kneipenfestival ist abgesagt. Alle Infos dazulesen Sie hier. 

Update, 12.28:  Auch das  Bahn-Sozialwerk, Ortsstelle Soest, sagt sein  Frühlingsfest am 15. März wegen des Coronavirus ab.

Update, 11.23 Uhr:  Der Seniorennachmittag der Ostönner Vereine am kommenden Sonntag, 15. März, fällt wegen des Coronavirus' aus. Der Entscheidung sei eine intensive Disukssion vorausgegangen, sagt Ortsvorsteherin Elisabeth Prolingheuer. Ein eventueller Nachholtermin wird noch bekanntgegeben.

Update, 9. März, 9.49 Uhr: Nachdem am vergangenen Freitag die Soester Jazznacht und das Lippstädter Kneipenfestival jeweils für Samstag (7. März) abgesagt worden waren, hat sich die Stadt Soest als zuständige Ordnungsbehörde noch nicht zum Soester Kneipenfestival positioniert, das am 14. März stattfinden soll. Das Thema beleuchtet die Soester Stadtredaktion hier aktuell.

Update, 7. März, 19.35 Uhr: Zum Soester Kneipenfestival gibt es von den verantwortlichen Stellen noch keine Entscheidung. 

Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest, teilt heute auf die Frage unserer Redaktion, ob es denn einen berechtigten Grund zu der Annahme gebe, dass das Gesundheitsamt des Kreises Soest im Fall des Soester Kneipenfestivals eine andere Empfehlung aussprechen könnte, als zum Lippstädter Kneipenfestival, mit: "Unsere Empfehlungen fußen auf den RKI-Empfehlungen. Alle Ordnungsämter sind entsprechend informiert worden". Zuständig sei deshalb das Ordnungsamt der Stadt Soest, das müsse letzten Endes entscheiden. 

Coronavirus: Das empfiehlt das Robert-Koch-Institut

Mit "RKI-Empfehlungen" sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, in diesem Fall speziell bezogen auf Großveranstaltungen, gemeint. In diesen Empfehlungen wird  beispielsweise erläutert, dass bei Großveranstaltungen darauf geachtet werden soll, dass keine Personen mit Fieber die Veranstaltungsräume betreten oder dass die Räume ausreichend belüftet sein sollten. Konkret heißt es dort unter anderem: 

"Folgende Maßnahmen könnten getroffen werden, um das Risiko einer Übertragung und großer bzw. schwerer Folgeausbrüche zu verringern: 

 - Eine dem Infektionsrisiko angemessene Belüftung des Veranstaltungsortes.

- Aktive Information der Teilnehmer und Teilnehmerinnen über allgemeine Maßnahmen des Infektionsschutzes wie Händehygiene, Abstand halten oder Husten- und Schnupfenhygiene.

- Teilnehmerzahl begrenzen bzw. reduzieren.

- Ausschluss von Personen mit akuten respiratorischen Symptomen. 

- Eingangsscreening auf Risikoexposition und/oder Symptome. 

 - Auf enge Interaktion der Teilnehmenden verzichten."

Ob die Veranstalter das in diesem Fall gewährleisten können, dürfte allerdings mehr als fraglich sein.

Coronavirus im Kreis Soest: Nichts entschieden zum Kneipenfestival

Thorsten Bottin, Pressesprecher der Stadt Soest, deren Ordnungsamt laut Kreis Soest zuständig ist, teilt heute auf Anfrage unserer Redaktion, ob das Kneipenfestival stattfinden oder abgesagt werde, mit: "Das weitere Verfahren wird zurzeit sorgfältig geprüft. Die Entscheidung wird dann der Öffentlichkeit mitgeteilt." 

Coronavirus: Gesundheitsminister Leumann Gast bei der Meisterfeier

Update 18.30 Uhr: Ungeachtet aller Veranstaltungsabsagen im Kreis Soest hat heute die Meisterfeier der Handwerkskammer Dortmund, deren Einzugsgebiet auch den Kreis Soest umfasst, im Konzerthaus Dortmund stattgefunden - mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann als Ehrengast.

 Eingeladen waren 398 frisch gebackene Meister aus dem weiten Einzugsbereich der Handwerkskammer Dortmund, neben dem Kreis Soest unter anderem aus Hamm und Unna, nebst deren Familien. Laut einer Pressemitteilung der Handwerkskammer Dortmund soll Gesundheitsminister Laumann zu den ersten Gratulanten gehört haben. Geehrt wurden dabei besonders die 23 besten  Absolventen der Meisterprüfungen.

Update 17.45 Uhr: Am Tag nach demJazznacht-Verbot durch das Ordnungsamt herrscht Katerstimmung, ohne dass auch nur ein einziger Tropfen Bier geflossen wäre. Gesamtorganisator John Holmes klingt am Telefon sehr niedergeschlagen: "Natürlich sind alle Beteiligten enttäuscht", so der Begründer der Veranstaltung. "Im Moment herrscht Stille. Wie es weitergeht, das weiß zur Zeit niemand." 

Alle Bands seien informiert, die Meinungen über die Entscheidungen seien laut der Rückmeldungen, die er erhielt, geteilt: "Manche verstehen nicht, warum die Veranstaltung abgesagt wurde, denn es gibt in Soest noch keinen bekannten Corona-Fall. Andere haben wiederum Verständnis dafür." Er selber sei gespannt, welche Veranstaltungen in den kommenden Wochen ebenfalls nicht werden stattfinden können.

Coronavirus: "Kommen Sie im Herbst nach Kapstadt!"

Besonders ärgerlich ist die Absage, weil die Veranstaltung in diesem Jahr etwas aus dem Rahmen zu fallen versprach. Im Rahmen eines Austausches hatten einige Mitwirkende des Burning Big Band Projekts der Musikschule mit Gästen aus Kapstadt eine gemeinsame Band gebildet und elf Titel einstudiert, darunter auch typisch afrikanische Musik. Die bekommt in Soest nun niemand mehr zu hören, am Sonntag treten die Besucher den langen Heimweg an. 

Nur am Abend zuvor, bei einer internen Abschlusspräsentation des Austauschprojekts, konnten sein interkontinentales Bandprojekts „roots of music“ intern drei Stücke präsentieren. Als zwei Sängerinnen begannen, die Zuschauer nach vorne zum Tanzen zu holen, bekam man eine Vorstellung, wie sie den Saal im Schlachthof aufgemischt hätten. 

Patrick Porsch verabschiedete sich mit Galgenhumor von der Bühne: "Wenn Sie das komplette Programm hören möchten, dann kommen Sie im Herbst nach Kapstadt." Dann nämlich findet der Gegenbesuch statt.

Coronavirus im Kreis Soest: Bands per Whatsapp informiert

Die Nachricht habe ihn erreicht, als er am Freitag gegen 16.30 Uhr mit der Band in der Generalprobe gerade beim letzten Stück angekommen sei: "Kurzem ungläubig staunenden Schweigen gefolgt von lautem und kräftigen Fluchen folgte ein emsiges Treiben in der Gruppe, um das gerade noch genutzte Equipment fix einzupacken, im Bandbus zu verstauen und damit zum Convos zu düsen, wo gerade die Soundchecks zum Abschlusskonzert der Workshopwoche der Musikschule „Nakupenda Afrika“ liefen", berichtet Porsch. 

"So konnte die Formation dort noch spontan ins Programm integriert werden und wenigstens eine kleine Kostprobe der Ergebnisse ihrer zweiwöchigen Arbeitsphase präsentieren." Noch während das Konzert lief, dessen Schlusspunkt "roots of music" bildete, informierte er über Whatsapp und E-Mail das Organisationsteam der Jazz-Interessengemeinschaft und die Bandleader der beteiligten Bands.

Coronavirus im Kreis Soest: "Behörden ohne klare Linie"

"Die Entscheidung des Gesundheitsamts zur Absage der sicher in diesem Jahr besonders gut besuchten Jazznacht stößt bei mir auf absolutes Unverständnis", findet Porsch klare Worte. "Ich kann im Handeln der Behörden keine klare Linie erkennen, zumal beispielsweise die für den gleichen Termin in der Stadthalle geplante und sicherlich ebenso gut besuchte Sportlergala offensichtlich stattfinden wird. Auch die wochenendlichen Fußballspiele finden in Nordrhein-Westfalen offensichtlich nicht vor leeren Rängen statt. Die Absage unserer Veranstaltung ist vor diesem Hintergrund absolut sinnfrei und wird eine Verbreitung des Virus weder verhindern noch verzögern. Für eine Verschiebung und Neuterminierung der Jazznacht sehe ich daher derzeit auch nicht die dazu notwendige Planungssicherheit."

Coronavirus im Kreis Soest: Alles für die Katz

Ähnlich weit gediehen war im mit dem Vorbereitungen im Schlachthof. Dort waren alle Räume gerde fertig eingerichtet, "Bierbänke aufgestellt, Bühne erweitert, Seminarraum geräumt und so weiter", berichtet Florian Hanrath vom Team des Kulturhauses. Das war am späten Freitagnachmittag plötzlich alles für die Katz, "das konnten wir jetzt alles ungenutzt wieder zurückbauen. Aber wenn die Order von oben kommt, kann man eben nichts machen."

Update 12.24 Uhr: Was wird aus dem Soester Kneipenfestival? Das ist die Frage, die jetzt Viele beschäftigt, erst recht jene, die sich bereits Tickets für die Veranstaltung, die am 14. März in 20 Soester Gaststätten über die Bühnen gehen soll, gekauft haben.
Nach der Absage der Jazznacht und des Lippstädter Kneipenfestivals, die am heutigen Samstag hätten stattfinden sollen, ist das Fragezeichen hinter dem Soester Kneipenfestival größer denn je. Von offizieller Seite ist bislang dazu keine Aussage gekommen, entsprechende Anfragen hat unserer Redaktion gestellt. Alles andere als eine Absage auch des Soester Kneipenfestivals dürfte nach derzeitigem Kenntnisstand aber eine Überraschung sein.

Update, 7. März, 10.12 Uhr: Die Eltern der Archi-Schüler, deren Skifreizeit nach Jochgrimm abgesagt wurde, dürfen jetzt  davon ausgehen, doch nicht auf den Stornokosten sitzen zu bleiben. Das NRW-Schulmisterium hat sich dazu nun eindeutig positioniert. "Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete, die bis zum Ende des laufenden Schuljahres durchgeführt werden sollen, sind von der Schulleitung abzusagen. Die Einschätzung der Risikogebiete erfolgt nicht durch die Schulaufsichtsbehörden, sondern durch das Robert-Koch-Institut", heißt es vom Ministerium. Das Robert-Koch-Institut hatte die Region Südtirol, in die die Klassenfahrt führen sollte, bereits am Donnerstagabend als Risikogebiet definiert. 

Coronavirus: Kostenübernahme wird kurzfristig geklärt

Zu den Kosten heißt es weiter aus dem Ministerium: "Werden Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche abgesagt, weil die Absage danach zwingend vorzunehmen ist (Risikogebiete), werden die  eventuell in Rechnung gestellten Stornierungskosten, sofern diese nachgewiesen sind, vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen."

Die Einzelheiten zur Kostenübernahme würden derzeit kurzfristig abgeklärt und die Informationen sodann zur Verfügung gestellt. Entsprechende Ansprüche seien bei der für die Schule zuständigen Bezirksregierung geltend zu machen.

Update, 19 Uhr: Lippstadt hat am Freitagabend das für Samstag geplante Kneipenfestival abgesagt. Der Kreis Soest habe der Stadt Lippstadt empfohlen, die Veranstaltung im Hinblick auf die Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) für Veranstaltungen abzusagen, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.  

Update, 17 Uhr: Den Veranstaltern der 43. Soester Jazznacht nahmen die Behörden die Entscheidung ab. So verfügte die Stadt Soest als Ordnungsbehörde die Absage und folgte damit der Empfehlung des Krisenstabes des Kreises Soest vom Freitag im Rahmen der Coronavirus-Epidemie. Ob die Veranstaltung nachgeholt wird, stand am Freitag noch nicht fest. Das Kulturhaus Alter Schlachthof als Veranstalter informierte Musiker und Publikum über die Absage. Nach Angabe des Veranstalters können Eintrittskarten an allen Vorverkaufsstellen gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgegeben werden

Ob die Premiere des Musicals „Tabaluga“ am Sonntagnachmittag stattfindet, war am Freitag noch nicht klar.

Coronavirus und das heimische Bier: Warsteiner Brauerei sagt Besichtigungen ab

Update, 14 Uhr: Die Warsteiner Brauerei setzt ab Dienstag, 10. März, alle Besichtigungstermine für Besucher ab. Wie Kommunikationsleiterin Sinje Vogelsang mitteilt, gilt diese reine Vorsichtsmaßnahme bis auf Weiteres für alle Braustätten. Besucher, die einen Termin gebucht hatten, werden persönlich informiert. 

Update 11.32 Uhr: Wegen des Coronavirus' hat jetzt auch die Feuerwehr Welver ihre Jahresdienstbesprechung abgesagt. Eigentlich wollten die Feuermänner der Gemeinde am kommenden Freitag, 13. März, tagen. „Wir wollen kein unnötiges Risiko eingehen“, bestätigte Wehrleiter Dirk Steinweg die Entscheidung, die alle größeren Versammlungen betrifft. „Auch Zugübungen sind abgesagt worden“, so Steinweg. Auf Gruppenbasis könne jedoch weiter geübt werden.

Update 10.29 Uhr:  Der Trägerverbund Nord des Evangelischen Kirchenkreises hat seine Fachtagung zum Thema „Gleichbehandlung in der frühkindlichen Erziehung“, die am 21. März im Tagungs- und Kongresszentrum in Bad Sassendorf stattfinden sollte, wegen des Corona-Virus abgesagt. An der Tagung hätten über 210 Erzieherinnen und Erzieher teilgenommen. „Wir wollen keine Panik verbreiten“, so Charlotte Bierkamp von der Fachberatung Kindertagesstätten, „aber das Risiko ist einfach zu groß.“ Sollte sich bei nur einer der Teilnehmerinnen an der Tagung zu einem späteren Zeitpunkt ein Verdachtsfall ergeben, müssten alle übrigen Tagungsteilnehmer in Quarantäne geschickt werden. Bierkamp: „Damit müssten alle unsere 22 Einrichtungen geschlossen werden. Davon wären dann mehr als 1000 Familien betroffen. Dieses Risiko ist aus unserer Sicht aktuell unverantwortlich.“ Die Tagung wird auf den Herbst verschoben.

Virus im Kreis Soest: Kein Corona, aber viele Grippe-Fälle

Update, 10.10 Uhr: Der aktuelle Stand an Corona-Fällen im Kreis Soest: Null. Zwar ist von offiziellen Stellen hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass wohl kaum zu erwarten ist, dass das Virus ausgerechnet um Soest einen großen Bogen machen wird, Sorgen darf man sich momentan aber auch getrost um andere Erkrankungen machen. Der wöchentliche Infektionsbericht des Landeszentrums Gesundheit NRW listet für den Kreis Soest für die ersten acht Wochen des Jahres 100 gemeldete Grippe-Fälle. Bundesweit sind in dieser Grippe-Saison bereits  mehr als 200 Menschen an der Influenza gestorben. Gefährlich und im Kreis Soest ebenfalls zahlreich vertreten: das Norovirus mit bestätigten 105-Fällen in den ersten acht Wochen. Auch andere Krankheitserreger treten aktuell auf. So sind den Behörden im Kreis Soest momentan zwei Fälle von Patienten gemeldet, die an EHEC erkrankt sind. Das Bakterium hatte zuletzt 2009 für Schlagzeilen gesorgt, Damals waren mehr als 800 Menschen in Deutschland mit dem gefährlichen Erreger infiziert. 

Coronavirus im Kreis Soest: Archi sagt Skifreizeit ab

Update, 9.49 Uhr: Das Soester Archigymnasium sagt die  traditionelle Skifreizeit der Jahrgangsstufe 7 nach Italien ab. Gestern hatte es eine Elternversammlung zu diesem Thema gegeben, die Entscheidung habe aber eigentlich schon vorher festgestanden, sagt Marcus Roß, kommissarischer Schulleiter. Betroffen sind rund 90 Schüler. Bereits vor der Veranstaltung mit den Eltern habe man Informationen aus Italien gehabt, die keine andere Möglichkeit zugelassen hätten. So ist in dem betroffenen Gebiet in Norditalien, wo auch das Reiseziel Jochgrimm liegt,  der Liftbetrieb auf den Pisten nur noch eingeschränkt möglich, da Mindestabstände einzuhalten sind und die Lifte nicht mehr voll besetzt fahren dürfen. Auch in Restaurants dürfen nur noch so viele Menschen, dass Sicherheitsabstände zwischen den Gästen eingehalten werden können. 

Die Entscheidung, die Skifreizeit abzusagen, sei dann nach der Versammlung nochmals bestätigt worden, als das Robert Koch Institut (RKI) Südtirol offiziell zum Risikogebiet erklärt hat. "Das hätte man gar nicht mehr verantworten können", erklärt Roß. Die Gefahr, dass die komplette Schülergruppe plötzlich in Italien festsitzt, wenn die italienischen Behörden die betroffene Region zum Sperrgebiet erklären oder die österreichischen Grenzer die Soester Truppe nicht mehr  einreisen lassen, wäre groß gewesen. Bei der Entscheidungsfindung sei auch der Kontakt zum Gesundheitsamt des Kreises Soest sehr hilfreich gewesen, sagt Roß, dort sei die Schule gut beraten worden.

Die Storno-Kosten für die Skifreizeit dürften nun  zu einem großen Teil bei den Eltern hängen bleiben. Zwar fallen jetzt keine Kosten für Skilehrer und Skiverleih an, aber auch so werden rund 300 Euro pro Kind übrig bleiben. Er wolle  mit dem italienischen Hotel über eine Kulanzregelung sprechen, macht sich da aber wenig Hoffnung, sagt Roß. 

Coronavirus im Kreis Soest: Aus Quarantäne zurück

Corona beschäftigt den Sozialaussschuss des Kreises außer der Reihe. An der jüngsten Sitzung nahm auch Friedrich Henneböhl als Vertreter der SPD teil. Er ist der Leiter des INI-Berufskollegs in Lippstadt und hatte einige Zeit in Quarantäne verbringen müssen. Die Frau eines Lehrers dieser Schule musste als Verdachtsfall überprüft werden, Mitte der Woche gab es Entwarnung. Ausschuss-Vorsitzende Susanne Helferich begrüßte Henneböhl besonders herzlich in der Runde. Er bedankte sich und betonte, er fühle sich sehr wohl.

Aussschuss-Mitglied Wilhelm Glaremin, der bei der Lebenshilfe in Lippstadt arbeitet, wies auf die besondere Situation von Behinderten-Einrichtungen hin. Er sorgt sich um  die Bewohner, die auf die Hilfe angewiesen sind. Was ist, wenn die Mitarbeiter in Quarantäne gehen müssen? Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises, weist darauf hin, dass die Bewohner auf keinen Fall alleine gelassen werden. Es gebe Möglichkeiten, die Versorgung unter Schutzvorkehrungen sicherzustellen.

Update, 9.05 Uhr: Viele Museen werden geschlossen und in Cannes wird die weltgrößte Fachmesse für Fernsehen, die MIPTV, abgesagt – alles wegen Corona. In Deutschland ist – nach der Absage der Leipziger Buchmesse – die Musikmesse in Frankfurt verschoben worden. COVID-19 spielt eine Hauptrolle in der Kulturszene. In der Soester Kultur sieht es bislang anders aus.

Update, 6. März, 9 Uhr: Was passiert eigentlich, wenn man im Kreis Soest mit dem Coronavirus erkrankt und an den schweren Symptomen leidet? Wir waren zu Besuch auf der Intensivstation des Marienkrankenhauses Soest. Dort können Patienten isoliert werden. Wir haben uns angeschaut, wie die Behandlung abläuft.

Corona-Virus im Kreis Soest: Unsere Berichterstattung vom 4. März

Update, 4. März, 16.52 Uhr: Eigentlich wollten am Samstagabend der Löschzug Belecke sowie die Löschgruppen Sichtigvor und Mülheim sich zu ihren Jahresdienstbesprechungen treffen. Kurzfristig wurden die Treffen aber abgesagt – Hintergrund ist die Angst vor der Ausbreitung des Corona-Virus. Kreisbrandmeister Thomas Wienecke hatte der Führung der Warsteiner Feuerwehr empfohlen, die fürs Wochenende geplanten Dienstbesprechungen zu verschieben: „Gemäß den RKI [Robert-Koch-Institut] Empfehlungen würde zur Zeit der Kreis Soest bei Feststellung eines bestätigten Verdachtsfalles konsequent alle Kontaktpersonen in häusliche Quarantäne schicken“, teilte der Kreisbrandmeister mit: „Hätte eine solche Person dann auch noch eine Jahresdienstversammlung einer Feuerwehr besucht, würde dies zur Außerdienststellung des Personals und damit zur Nicht-Aufrechterhaltung der Gefahrenabwehr in der Kommune führen.“ 

Gleichzeitig betont Wienecke aber auch: „Es soll ganz bewusst keine Panik geschürt werden. Wer sich mit dem Sachverhalt auseinandergesetzt hat, weiß dass nicht der Virus solche Überlegungen voran treibt, sondern die Aufrechterhaltung der Einsatzfähigkeit der Gefahrenabwehr.“ Genau diesen Aspekt betont auch Warsteins Feuerwehrchef Donat Ahle, der meint, in der Feuerwehr habe niemand Angst vor dem Virus, aber vor den Folgen: „Wenn wegen Quarantäne eine Einheit ausfällt, dann kann das ganze Konzept zusammenbrechen“. Deshalb sei es richtig, abzuwarten, bis die Ausbreitung des Virus abgeflaut sei. Viel sei schon gewonnen, wenn sich die Menschen an eine alte Regel hielten: „Hände waschen, wie wir es früher gelernt haben“.

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Coronavirus in Kreis Soest: Berufskolleg wieder geöffnet

Update 16.50 Uhr: Das INI-Berufskolleg ist zwar ab morgen wieder geöffnet, der betroffene Lehrer wird aber, obwohl negativ getestet, keinen Unterricht geben dürfen. Er muss bis zum 11. März in häuslicher Quarantäne bleiben. Die Regeln des Robert-Koch-Instituts sehen wegen der langen Inkubationszeiten, die beim Coronavirus von der Ansteckung bis zum Ausbruch einer Krankheit möglich sind, insgesamt 14 Tage Quarantäne vor. Erst wenn ein zweiter Test negativ ausfällt, kann diese häusliche Isolierung aufgehoben werden. Gleiches gilt auch für zwei weitere Verdachtsfälle im Nachbarkreis Paderborn, eine Urlauberin und einen Geschäftsmann, die in als Risikogebiet eingestuften Regionen in Italien waren.  Auch bei ihnen waren jetzt die Ergebnisse eines ersten Tests negativ. Für einen vierten Verdachtsfall steht das Ergebnis noch aus.

Update 16.22:  Das Ergebnis ist da: Der Lehrer, der am INI-Berufskolleg in Lippstadt arbeitet und auf eine Corona-Infektion getestet wurde, ist definitiv nicht an dem Virus erkrankt. Die Schule hat damit am morgigen Donnerstag wieder ganz normal geöffnet

Nach Auskunft des Kreises Soest seien die Testergebnisse aller vier Familienmitglieder des Lehrers negativ ausgefallen. Die Familie war als Verdachtsfall geführt worden, da die Frau in Kontakt zu einer definitiv am Corona-Virus erkrankten Person war. Da damit auch der Ehemann automatisch als Verdachtsfall eingestuft wurde, hatten der Kreis Soest und die Stadt Lippstadt am Montag beschlossen, das INI-Berufskolleg mit mehr als 600 Schülern vorsorglich zu schließen.

Update 15.55 Uhr:  Der Vortrag „Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung - Die richtige Vorsorgeregelung“, der heute ab 17.30 Uhr, im Sitzungssaal des Kreishauses in Soest stattfinden sollte, ist aus Infektionsschutzgründen abgesagt worden. Darauf machen der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Veranstalter und die Kreisverwaltung Soest aufmerksam.

Update 14.09 Uhr: Wie der Kreis Soest soeben mitteilt, wird für heute nach 15 Uhr mit einem Testergebnis für den Lehrer des INI-Berufskollegs gerechnet. Dann entscheidet sich, ob die Schule wieder öffnen kann oder ob etliche weitere Schüler und Lehrer auf das Coronavirus getestet werden müssen.

Coronavirus in Kreis Soest: Feuerwehr sagt Versammlung ab

Update 14.07 Uhr: Die Feuerwehr Lippetal hat wegen des Corona-Virus ihre für Samstag geplante Jahreshauptversammlung abgesagt. Hierbei handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme, die die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Löschzüge sicherstellen soll, erläutern Wehrführung und Gemeindeverwaltung. Hintergrund ist die Befürchtung, dass ein einziger Verdachtsfall innerhalb der Versammlung zu einer Quarantäne aller Feuerwehrleute führen könnte und damit keine Einsatzbereitschaft mehr gegeben wäre.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke hat alle Feuerwehren auf dieses Problem aufmerksam gemacht.  

Update,  13.15 Uhr: Die für Ende kommender Woche geplante Ski-Freizeit des Soester Archigymnasiums wird wegen des Coronavirus möglicherweise abgesagt. Traditionell fährt jedes Jahr die komplette Jahrgangsstufe 7 des Archi nach Jochgrimm in Norditalien zum Skifahren. Wie Marcus Roß, kommissarischer Schulleiter, erklärt, wird es morgen Abend einen Elternabend zu diesem Thema geben, danach werde entschieden. 

Roß bemängelt, dass es von sämtlichen zuständigen Behörden zwar viele Bedenken und Anregungen gebe, aber die Schulen mit ihrer Entscheidung letztlich alleine dastehen. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Bremen. Dort habe die zuständige Schulsenatorin entschieden und entsprechende Fahrten untersagt. Der Stadtstaat übernimmt sogar sämtliche Stornokosten, die in NRW bei den Eltern hängen bleiben würden.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Corona-Virus gemacht? Sind Sie verunsichert oder machen Sie sich genauso viele oder wenige Sorgen wie bei einer ganz normalen Erkältungswelle? Schreiben Sie uns ihre Meinung an stadtredaktion@soester-anzeiger.de oder diskutieren Sie mit auf unserer Facebook-Seite.

Coronavirus in Kreis Soest: Folgen für die Handwerkskammer

Update,  12.57 Uhr:  Die Handwerkskammer Dortmund verteidigt ihre Entscheidung, die Meisterfeier am Samstag, 7. März, im Dortmunder Konzerthaus stattfinden zu lassen. Zu der Feier sind auch alle frisch gebackenen Handwerksmeister aus dem gesamten Kreis Soest und aus Hamm eingeladen. Die Handwerkskammern Südwestfalen und Düsseldorf hatte ihre Feiern mit Verweis auf Ansteckungsgefahren durch das Coronavirus abgesagt. Die Handwerkskammer Südwestfalen war eigenen Angaben nach vom dort zuständigen Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises dazu aufgefordert worden.

Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund, wird jetzt in einer Mitteilung seine Hauses wie folgt zitiert:  „Wir haben uns diese Entscheidung keineswegs leicht gemacht. Doch nach Abwägung aller Aspekte und in enger Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden haben wir uns dazu entschlossen, die Meisterfeier durchzuführen. Jede Veranstaltung hat ihr eigenes Risikoprofil und entsprechend muss abgewägt werden, wie man damit umgeht. Wir meinen mit Blick auf Dortmund, wo bis jetzt noch nicht eine Veranstaltung wegen Corona abgesagt wurde, dass wir die Meisterfeier stattfinden lassen können.“
Als Gastredner ist übrigens ausgerechnet NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorgesehen.

Update, 9.41 Uhr: Wussten Sie, dass es nicht nur auf dem Parkfriedhof in Werl, sondern bundesweit sogenannte Pandemieflächen auf allen Friedhöfen gibt? Grundlage ist ein nationaler Pandemieplan, der eine Zusammenarbeit mit der WHO vorsieht und gemeinsame Empfehlungen des Bundes und der Länder für den Pandemiefall beinhaltet. Unsere Redaktion aus Werl berichtet hier aktuell.

Update 8.05 Uhr: Der Kreis Paderborn meldet einen vierten begründeten Verdachtsfall, einen Reiserückkehrer aus der italienischen Region Emilia Romagna. Im Nachbarkreis warten neben ihm noch ein Geschäftsreisender und eine Urlauberin, die ebenfalls in als Risikogebiet eingestuften Regionen in Italien waren, ebenso auf ihre Corona-Testergebnisse, wie die Familie des Lehrers vom Lippstädter INI-Berufskolleg. Alle betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Coronavirus im Kreis Soest: Warten auf Testergebnis

Update 19.00 Uhr: Der Kreis Paderborn, der für den Fall des Lehrers, der am INI-Berufskolleg im Kreis Soest arbeitet, zuständig ist, teilt soeben mit: "Da Laborengpässe bestehen und bundesweit (auch) Kommunen auf Testergebnisse warten, ist nicht auszuschließen, dass die Ergebnisse auch morgen nicht vorliegen könnten. Dann müssten die Schulen einen weiteren Tag, also auch am Donnerstag, 5. März, rein vorsorglich geschlossen bleiben." 

Gemeint sind damit neben dem Berufskolleg auch die Grundschule Harth und das Liebfrauengymnasium Büren, die von den Kindern des Lehrers besucht werden. Auch diese beiden Schulen sind bereits  seit Montag geschlossen. Damit sind allein von diesem einen Fall rund 1500 Schüler betroffen, 600 auf dem INI-Berufskolleg und etwa 800 und 100 auf dem Gymnasium und der Grundschule im Kreis Paderborn.

Update 17.18 Uhr: Die Testergebnisse liegen immer noch nicht vor. Der Kreis Soest hat deshalb jetzt beschlossen, dass das INI-Berufskolleg auch am Mittwoch noch vorsorglich geschlossen bleibt.  

m Kreis Paderborn hatte sich am Sonntag bei einer Familie ein Verdachtsfall auf einen Coronavirus-Infekt (COVID-19) ergeben. Der Familienvater ist Lehrer am INI-Berufskolleg in Lippstadt, daher wurde die Schule bereits am Montag und Dienstag geschlossen. 

Bei den Familienmitgliedern wurde ein Abstrich gemacht, um eine Infektion abzuklären. "Da die Laborergebnisse am Dienstagnachmittag noch nicht vorlagen, bleibt das INI-Berufskolleg in Lippstadt auch am Mittwoch,  geschlossen", teilt der Kreis Soest jetzt mit.

Update 16 Uhr: Bislang liegt noch kein Testergebnis des möglicherweise mit Corona infizierten Lehrers des INI-Berufskolleg vor. Wie der Kreis Soest mitteilt, könnte es durchaus sein, dass es dieses Ergebnis jetzt doch erst morgen gibt. In dem Fall würde das INI-Berufskolleg in Lippstadt sicherheitshalber auch am morgigen Mittwoch noch einmal geschlossen bleiben. Die Kreisverwaltung will bis gegen 17 Uhr darüber entscheiden.  

Coronavirus im Kreis Soest: Wenig Konsequenzen fürs Hotels

Update 15.30 Uhr: Die Soester Gastronomen und  Hoteliers spüren noch keine signifikanten Auswirkungen durch den Coronavirus. „Die einzigen zwei oder drei Absagen, die wir bislang im Zusammenhang mit dem Virus bekamen, kamen von Schulungsteilnehmern, deren Veranstaltung vorbeugend abgesagt wurde“, berichtet Petra Stenert vom  Hotel Gellermann. Auch im  Susato stelle man bislang keine Konsequenzen fest: „Wir sind gut gebucht und bekommen viele Anfragen“, so Sascha Dederichs, Referent der Geschäftsführung des Kolping-Bildungswerks in Paderborn. Gleiches lässt das  Hotel „Wilder Mann“ verlauten. Die Gesamtzahl der aktuellen Soester Hotelübernachtungen werde jedoch erst in drei Monaten von IT.NRW veröffentlicht, erklärt Birgitt Moessing von der Tourist Information, weshalb man ad hoc noch nicht auf die kompletten derzeitigen Zahlen zugreifen könne. „Aber Soest ist noch nicht im Fokus“, meint Moessing, „mit einem Fall in Lippstadt ist nicht auszuschließen, dass das Virus auch in Soest ankommt. Und dann wird sich das auch auf den Tourismus auswirken.“ Aktuell stelle sie in ihrer Arbeit eher eine andere Angst bei ihren Kunden fest: „Dass sie keine Karte mehr fürs  Kneipenfestival bekommen.“

Update 15.02 Uhr: Das Werler Marien-Gymnasium reagiert auf die drohenden Gefahren durch das Coronavirus und hat die beiden Ski-Freizeiten der neunten Klassen in Südtirol abgesagt. Auch der Chor-Austausch mit Le Mans und das geplante Chorkonzert in der Basilika fallen aus. Alle aktuellen Infos dazu gibt es hier.

Update 11.15 Uhr: Herber Rückschlag für die Arbeit von Archemed, Hilfsorganisation aus Möhnesee, die im ostafrikanischen Eritrea unter anderem eine Mutter-Kind-Klinik errichtet: Weil das Land wegen Corona-Erkrankungen einen sofortigen Einreisestopp für alle Reisenden aus Deutschland verhängt hat, müssen kurzfristig alle Einsätze abgesagt werden. Diese Maßnahme ist aber zunächst befristet bis Ende März.

Coronavirus im Kreis Soest: Ärzte und Handwerker können nicht einreisen

Die Folgen sind dramatisch: Ein großes Team mit insgesamt 30 Personen, die in den kommenden Wochen Herzoperationen an Kindern durchführen wollten, muss ebenso zu Hause bleiben wie eine ähnlich große Gruppe von Handwerkern, die an der Fertigstellung der Klinik arbeiten wollen. 

Deren Eröffnung, geplant für Ende April, muss verschoben werden. Ausgesetzt sind darüber hinaus Einsätze von Teams der Orthopädie, HNO, und anderer Fachrichtungen. Insgesamt müssen kurzfristig rund 140 Flüge storniert werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Hier Absage, dort Zusage - mit Laumann als Redner

Update 10.50 Uhr: Von einem einheitlichen Vorgehen der Behörden kann zumindest in diesem Fall nicht die Rede sein: Gestern (2. März) hat die Handwerkskammer Südwestfalen die für Samstag, 7. März, in Arnsberg geplante  Meisterfeier abgesagt,  bei der alle frisch gebackenen Handwerksmeister ihre Meisterbriefe überreicht bekommen.  

Das Gesundheitsamt des Hochsauerlandkreises habe wegen des Coronavirus dringend davon abgeraten, heißt es in einem Schreiben der dortigen Handwerkskammer.

Ganz anders bei der Handwerkskammer Dortmund,  zu der auch der Kreis Soest gehört: Die lädt zum Samstag rund 400 Handwerker aus dem Kreis Soest und ganz Deutschland zur Verleihung der Meisterbriefe ins Konzerthaus Dortmund ein. Als Gastredner  angekündigt: NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann!

Update 10.29 Uhr:  Die Sorge um das Coronavirus - zum Glück nicht die Krankheit selber - ist in den Soester Hausarzt-Praxen voll angekommen. Jeden Tag, so berichtet der Soester Hausarzt Dr. Heinz Ebbinghaus, melden sich bei ihm in der Praxis um die hundert Patienten. Sie schließen zumindest nicht aus, sich mit dem Erreger angesteckt zu haben, und wollen Gewissheit haben. Noch hat es keinen einzigen erhärteten Verdachtsfall gegeben, sagt Ebbbinghaus.

Doch es sei angesichts der starken Verbreitung des Coronar-Virus eine Frage der Zeit, bis ein solcher Patient auch in Soest auftaucht. „Ja, wir nehmen die Patienten und ihre Sorgen sehr ernst“, sagt der 58-jährige Mediziner, „aber es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen.“ 

Wegen der Vielzahl der Patienten, die saisonbedingt mit viralen Atemwegs-Infekten, also der klassischen Grippe, die Hausärzte aufsuchen, und der Sorge um Corona hätten er und seine Kollegen jede Menge Arbeit. Da müsse, um das Pensum zu bewältigen, schon mal ein Patient etwas länger auf seinen Termin warten, der über Rückenschmerzen klagt.

Coronavirus im Kreis Soest: Ergebnisse aus Paderborn werden erwartet

Update 9.25 Uhr: Wie der Kreis Soest soeben mitteilt, wird am späten Nachmittag mit den Ergebnissen aus dem Kreis Paderborn gerechnet. Sollte der Lehrer tatsächlich positiv auf Corona getestet werden, wird der Kreis Soest veranlassen, dass auch etliche Schüler und Lehrer des INI-Berufskollegs in Lippstadt getestet werden. Das Kolleg hat rund 600 Schüler. Auf eine Corona-Infektion gestest würden aber nur die direkten Kontaktpersonen des Lehrers, also Lehrer-Kollegen und Schüler aus seinen Klassen.

Wie Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest, erklärt, seien beim Gesundheitsamt des Kreises dutzende Anfragen aufgelaufen, ob man sich dort auf Corona testen lassen könne. 

Müschenborn stellt klar: Das Gesundheitsamt habe zwar selbstverständlich die Ausrüstung, entsprechende Abstriche vorzunehmen, werde aber ausschließlich selber aktiv, wenn größere Personengruppen vorsorglich getestet werden müssten, wie möglicherweise im Fall der Schüler des INI-Berufskollegs. 

Eine allgemeine Anlaufstelle für besorgte Bürger sei das Gesundheitsamt nicht. Wer glaubt, er habe sich mit dem Coronavirus angesteckt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden und das vor allem erstmal telefonisch, um im Falle einer tatsächlichen Infektion die Viren nicht im Wartezimmer und beim Praxispersonal zu streuen.

Testergebnis kann Folgen für Kreis Soest haben

Update, 3. März, 9 Uhr: Im Laufe des heutigen Tages werden die Testergebnisse der Verdachtsfälle aus dem Kreis Paderborn erwartet. Da eine der Personen als Lehrer am INI-Berufskolleg Lippstadt tätig ist, könnte ein positives Testergebnis weitere Folgen für den Kreis Soest haben. Wir halten Sie hier über alle Entwicklungen auf dem Laufenden.

Update, 18.00 Uhr: Die Kollegen der Redaktion Werl haben sich in Ense umgehört: Wo kommt es zu "Hamsterkäufen"? Was wird stärker nachgefragt als sonst? Müssen wir uns Gedanken über ausbleibenden Nachschub machen? Alle Antworten gibt es hier.

Update 15.50 Uhr: Der Kreis Soest nimmt die näher rückenden Verdachtsfälle zum Anlass, sich mit einigen grundsätzlichen Empfehlungen an die Öffentlichkeit zu wenden. Neben den bereits bekannten Tipps zur sogenannten Nies-Etikette und dem Verzicht auf Händeschütteln schreibt der Kreis Soest: 

"Menschen mit Erkältungssymptomen sollten weder Patienten in Krankenhäusern besuchen noch Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen persönlich kontaktieren. Jeder sollte für sich entscheiden, ob er das Risiko einer Ansteckung in Kauf nimmt und Veranstaltungen mit vielen Menschen besucht. 

Vor allem Menschen mit Vorerkrankungen, wie Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Immungeschwächte und Ältere sollten für sich diese Abwägung treffen. Die Teilnahme an Veranstaltungen sollten auch all diejenigen prüfen, die sich in den Risikogebieten in China, in Südkorea, im Iran oder in Norditalien aufgehalten haben und innerhalb der vergangenen zwei Wochen wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind."

Coronavirus im Kreis Soest:  Schnupfen kein Fall für die Notaufnahme

Weiter stellt der Kreis Soest noch einmal klar: "Menschen mit Schnupfen gehören nicht in eine Notaufnahme. Wer einen begründeten Verdacht hat, an Coronaviren erkrankt zu sein, also aus einem Gebiet mit COVID-19-Fällen zurückkehrte und/oder innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr grippeähnliche Symptome entwickelt hat oder Kontakt zu einem nachweislich Erkrankten bis zu 14 Tage vor Beginn der Erkrankung hatte, sollte sich telefonisch mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen. 

Außerhalb der Sprechzeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der kostenfreien Rufnummer 116117 erreicht werden. Bei lebensbedrohlichen Situationen allerdings  sollte niemand zögern, den Notruf 112 zu wählen."

Coronavirus im Kreis Soest: Drei Verdachtsfälle im Kreis Paderborn

Update 15.30 Uhr: Der Kreis Paderborn meldet jetzt insgesamt drei Verdachtsfälle. Neben der Frau eines Lehrers, der am Lippstädter INI-Berufskolleg unterrichtet, hat das dortige Gesundheitsamt zwei weitere Personen im Blick. Fall zwei ist ein Geschäftsreisender aus Venetien - Risikogebiet im Sinne des Robert Koch Instituts (RKI) - der dort Kontakt hatte zu einer nachweislich infizierten Person und nach nach Paderborn zurückgekehrt ist. 

Der Mann hat für sich entschieden, zu Hause zu bleiben und ist in Absprache mit seinem Arbeitgeber auch nicht in seinen Betrieb zurückgekehrt. Die Ehefrau ist zu Hause. Beide bleiben 14 Tage in häuslicher Isolierung und werden auf das Coronavirus getestet. Beiden geht es gut, beide zeigen keinerlei Symptome, heißt es vom Kreis Paderborn. Da der Reiserückkehrer sehr besonnen und gut reagiert habe, müssten hier keine Kontaktpersonen ermittelt werden. 

Der dritte Fall ist eine Urlaubsrückkehrerin aus der Lombardei. Die Frau, die am Samstag, 29. März,  heim gekommen ist,  hat innerhalb der 14 Tage (Inkubationszeit bei Coronaviren) Erkältungssymptome entwickelt. Die junge Frau wird auf Coronaviren getestet und befindet sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Die allein lebende Frau hatte nach derzeitigem Kenntnisstand keinen Kontakt zu einem nachweislich Infizierten.

Coronavirus im Kreis Soest: Kneipenfestival soll (noch) stattfinden

Update 13.55 Uhr: Das Soester Kneipenfestival soll (Stand jetzt) wie geplant stattfinden. Am 14. März wollen 22 Bands in 20 teilnehmenden Gaststätten auf die Bühnen gehen. Man sei fortlaufend im Gespräch mit dem Kreisgesundheitsamt, erklärt Birgitt Moessing von der Soester Tourist-Info. 

Von Seiten des Kreises gebe es bislang jedenfalls keine Empfehlung, die Veranstaltung abzusagen.  Wie sich die Lage entwickele, wenn in Soest erste Corona-Fälle auftauchen, könne man jetzt noch nicht sagen. 

Update 13.20 Uhr: Wegen der Coronavirus-Epidemie sagt das Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt-Eickelborn des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) die 35. Eickelborner Fachtagung ab. Sie sollte vom 4. bis zum 6. März in Eickelborn stattfinden. 

Es sei gegenwärtig nicht abschätzbar, welche Entwicklungen sich bei der Coronavirus-Epidemie bis Mitte nächster Woche ergeben, so die Klinik. Nach intensiver Abwägung sehe die Klinik das Risiko als zu groß an, dass die eingeladenen Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland möglicherweise das Coronavirus in die forensischen Einrichtungen tragen. Die Gesundheit der Teilnehmer sowie der Patienten in den Kliniken gehe dabei vor, heißt es vom LWL. 

Coronavirus im Kreis Soest: Hintergründe zum Verdachtsfall

Update 11.30 Uhr: Der Kreis Soest nennt jetzt weitere Hintergründe zu dem Verdachtsfall. Demnach wird hauptsächlich die Frau des Lehrers als Verdachtsfall geführt. Sie hatte beruflich bedingt Kontakt zu einem nachweislich an dem Coronavirus erkrankten Menschen. Welchen Beruf die Frau hat, wollte der Pressesprecher des Kreises Soest aus Datenschutzgründen nicht mitteilen.  Fest stehe aber, dass dieser Kontakt länger als 15 Minuten gedauert habe. Dies bedeute einen sogenannten "Kontakt ersten Grades", erklärt Kreis-Pressesprecher Wilhelm Müschenborn.

Update 10 Uhr: Informationen, warum der betroffene Lehrer als Verdachtsfall eingestuft wird, liegen noch nicht vor. Im Kreis Paderborn tagt momentan noch der zuständige Krisenstab. Um 12.30 Uhr will die Behörde im Rahmen einer Pressekonferenz über Hintergründe und das weitere Vorgehen informieren.

Update 9.10 Uhr: Nach Informationen aus dem Soester Kreishaus wird heute ein Abstrich bei dem betroffenen Lehrer genommen. Mit einem Ergebnis, ob der Mann tatsächlich am Coronavirus erkrankt ist, sei am Dienstag zu rechnen, erklärt Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest.  

Bis zur Klärung, ob eine Infektion tatsächlich vorliegt, wird vom Kreis Paderborn auch vorsorglich die Schließung der Grundschule Harth und des Liebfrauen-Gymnasiums Büren für den 2. Und 3. März angeordnet.

Das Gesundheitsamt des Kreises Soest sei über die Rufbereitschaft gegen Mitternacht von den Paderborner Kollegen informiert worden. Am Montagmorgen um 5.10 Uhr sei der kleine Krisenstab zusammengekommen. Die vorsorgliche Schließung des INI-Berufskollegs in Lippstadt habe man dann in Abstimmung mit der Stadt Lippstadt als zuständiger Ordnungsbehörde veranlasst.

Hier lesen Sie die Ausgangsmeldung zum News-Ticker

Kreis Soest - Bei einem Mann aus Büren im Nachbarkreis Paderborn habe sich am Sonntagabend der Verdacht auf eine Infektion mit dem COVID-19-Virus ergeben, teilt der Kreis Soest am Montagmorgen mit. 

Bislang zeige keines seiner Familienmitglieder Krankheitssymptome. Da der Familienvater als Lehrer am Lippstädter Ini-Berufskolleg arbeitet, haben die Stadt Lippstadt und der Kreis am frühen Montagmorgen entschieden, dass das Berufskolleg am Montag und Dienstag vorsorglich geschlossen bleibt.

Familie eines Büreners wird getestet

Parallel habe das Gesundheitsamt des Kreises Paderborn veranlasst, dass die betroffenen Familienmitglieder des Büreners getestet werden, um zu klären, ob eine Infektion tatsächlich vorliegt. 

Das Kreisgesundheitsamt hat unter www.kreis-soest.de eine Infoseite des Kreises zum Thema Coronavirus eingerichtet. Das geschaltete Infotelefon unter 02921/303060 ist ab sofort montags bis freitags zu den Öffnungszeiten der Kreisverwaltung erreichbar.

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