Impfstart am 27. Dezember

Coronavirus im Kreis Soest: Gesundheitsamt nennt jetzt die Zahl der Impfdosen

Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer steht auf einem Tisch im Hartford Hospital. Nach einer Notfallzulassung haben am 14.12.2020 in den Vereinigten Staaten die Impfungen gegen das Coronavirus begonnen.
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Ein Fläschchen mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer.

Bisher konnte nur gemutmaßt werden, wie viele Impfdosen zum Auftakt der Impfkampagne in den Kreis Soest geliefert werden. Jetzt nennt das Gesundheitsamt eine offizielle Zahl und die ist sehr niedrig.

Kreis Soest - Am Sonntag, 27. Dezember, soll es losgehen mit den Impfungen gegen Corona im Kreis Soest. Mobile Teams suchen dann Pflegeeinrichtungen im Kreisgebiet auf, um möglichst zeitnah die aktuell nur zur Verfügung stehenden rund 370 Dosen auch an Bewohner und Personal zu verimpfen. Die Anzahl der Dosen entspricht auch der Zahl der Personen, die geimpft werden können, erläuterte ein Sprecher des Kreises Soest auf Nachfrage unserer Redaktion. Zwar müssen alle Personen in drei Wochen nochmals geimpft werden, damit die Impfung wirkt, bis dahin würden aber weitere Impfdosen geliefert sein.

Zwischen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), der WTG-Behörde (Heimaufsicht), dem Impfzentrum und den Heimen glühen derzeit die Drähte. Das berichtet die Kreisverwaltung Soest. Noch am Freitag, 18. Dezember, sollen die Aufklärungs- und Einwilligungsbögen in die Heime ausgeliefert werden, die für jede zu impfende Person vorliegen müssen, wie die Geschäftsstelle Impfzentrum erläutert.

Coronavirus im Kreis Soest: Impfstoff wird vor Ort angerührt

Erst dann darf der betreffende Arzt – nach Feststellung der Impftauglichkeit – auch impfen. Dazu muss zunächst der Impfstoff vor Ort zubereitet werden, der wiederum über die Bezirksregierung an die Impfzentren und von dort aus weiter an die Heime verteilt wird. Die Krankenhäuser werden separat bedient.

Welche Pflegeeinrichtungen zuerst besucht werden, hängt von der Anzahl der zu impfenden Personen ab. Es gilt, vor Ort möglichst vollständig zu impfen, um die Logistik so überschaubar wie möglich zu halten und „Stückwerk“ zu vermeiden, wie die Geschäftsstelle Impfzentrum deutlich macht. Einrichtungen, in denen derzeit Ausbrüche bestehen, können im Sinne des Infektionsschutzes nicht besucht werden.

Coronavirus im Kreis Soest: Termine werden noch nicht vergeben

Für alle weiteren Impfberechtigten zeichnet sich noch nicht ab, ob im Januar auch die stationären Impfzentren die Arbeit aufnehmen können. Dies hängt stark vom verfügbaren Impfstoff ab. Derzeit können dementsprechend noch keine Termine vereinbart werden. Bund, Länder und die KVWL haben sich darauf verständigt, sofort zu informieren, wenn konkrete Startdaten bekannt sind. Erst mit diesem Wissen wird es möglich sein, Termine zu vergeben. Das soll über die KVWL telefonisch und online möglich sein. Derzeit wird ein Terminvergabesystem erarbeitet, das pünktlich vor Beginn der Impfungen einsatzbereit sein soll.

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