News-Ticker

Coronavirus im Kreis Soest: Inzidenz nähert sich 35 - Werl sagt Weihnachtsmarkt ab

Das Coronavirus breitet sich auch im Kreis Soest wieder verstärkt aus. Hier finden Sie aktuelle Zahlen in unserem News-Ticker.

  • Die aktuellen Zahlen im Kreis Soest: 146 Menschen sind mit dem Coronavirus* infiziert, davon müssen sechs im Krankenhaus behandelt werden, fünf auf der Intensivstation.
  • Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beträgt 795.
  • Bislang sind 11 Personen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

Update, 22. Oktober, 13.11 Uhr: Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in Werl und der damit einhergehenden Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen sehen sich die Veranstalter dazu gezwungen, den Werler Weihnachtsmarkt in diesem Jahr ausfallen zu lassen.

Auch die Veranstaltung Halloween-Shopping, bei der wie in den Vorjahren gemeinsame Aktionen mit der Werler Kaufmannschaft geplant waren, muss der Pandemie weichen. Einzelaktionen der Händler in ihrem laufenden Betrieb seien davon aber nicht zwangsweise betroffen.

Update, 22. Oktober, 12.42 Uhr:  Aufgrund des großen Informationsbedürfnisses der Bürgern hat der Krisenstab des Kreises Soest beschlossen, dass Infotelefon regelhaft montags bis samstags anzubieten. Bislang wurde über die Samstags-Schaltung stetig neu entschieden. Erreichbar ist das Corona-Infotelefon montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr sowie samstags von 10 bis 12 Uhr unter der Nummer 02921/303060 zur Verfügung.                           

Stadt/GemeindeAktuell infiziertGenesenTodesfälleFälle gesamt
Anröchte3 (3) 7 (7)-10 (10)
Bad Sassendorf2 (2) 12 (12)-14 (14)
Ense2 (1) 12 (12)-14 (13)
Erwitte6 (6)32 (32)139 (39)
Geseke2 (2)63 (63)-65 (65)
Lippetal1 (1)30 (30)-31 (31)
Lippstadt38 (26)148 (148)-186 (174)
Möhnesee2 (3) 28 (27)131 (31)
Rüthen9 (7) 26 (25)-35 (32)
Soest20 (21)91 (85)1112 (105)
Warstein2 (3)69 (68)374 (74)
Welver7 (8)18 (17)227 (27)
Werl48 (54)79 (72)2129 (128)
Wickede4 (4)23 (23)128 (28)
Gesamt146 (139)638 (621)11 (11)795 (771)

Update, 21. Oktober, 15,34 Uhr: Es gibt 24 neue Corona-Fälle im Kreis Soest, und zwar in Lippstadt (12), Soest (7), Rüthen (3), Ense (1) und Werl (1). Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 21. Oktober, 14 Uhr, 795 (Vortag: 771).

Als genesen gelten 638 Menschen (Vortag: 621). 146 sind aktuell infiziert (Vortag: 139). Acht Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon fünf auf Intensivstationen. 11 Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit. Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beläuft sich auf 31,5. In Werl beträgt sie 65,0.

Update, 21. Oktober, 10.58 Uhr: Gesperrte Plätze in den Kirchen, die Vorschrift, Abstand zu halten, die Sorgen wegen der nun wieder steigenden Zahl von Menschen, die sich mit dem Virus angesteckt haben: In Corona-Zeiten sind die Kirchen leerer.

LandkreisKreis Soest
Fläche1.328,63 Quadratkilometer
Einwohner301.785 (Stand 31.12.2019)
Bevölkerungsdichte227 Einwohner pro Quadratkilometer

Update, 21. Oktober, 10.43 Uhr: Im Warsteiner Krankenhaus gilt ab sofort ein Besuchsverbot zum Schutz der Patienten und
Mitarbeiter. „Bei schwerstkranken Patienten und bei Patienten mit langen Krankenhausaufenthalten sind individuelle Sonderregelungen möglich. Diese Ausnahmen können mit dem zuständigen Stationsarzt telefonisch abgesprochen werden“, heißt es vom Krankenhaus.

Update, 20. Oktober, 15.38 Uhr: Es gibt neun neue Corona-Fälle im Kreis Soest, und zwar in Lippstadt (4), Soest (3) und Werl (2). Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle 771 (Vortag: 762).

Als genesen gelten 621 Menschen (Vortag: 600). 139 sind aktuell infiziert (Vortag: 151). Sechs Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon fünf auf Intensivstationen. Elf Personen sind im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit. Die kreisweite Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beläuft sich auf 28,8. In Werl beträgt sie 91,0.

Update, 20. Oktober, 13.26 Uhr: Das Weihnachtsessen der Soester Tafel fällt aus. Natürlich hat auch das mit Corona zu tun...

Update, 20. Oktober, 11.41 Uhr: Halloween steht vor der Tür. Im Kreis Soest ziehen seit ein paar Jahren die Kinder und Jugendlichen von Tür zu Tür. Doch ist das in Corona-Zeiten noch möglich? Wir haben nachgefragt.

Update, 20. Oktober, 11.02 Uhr: Die Hamsterkäufe gehen wieder los - auch im Kreis Soest. Neben Klopapier stehen auch andere Waren hoch im Kurs.

Update, 20. Oktober, 10.55 Uhr: Die Corona-Pandemie und die steigenden Zahlen sorgen dafür, dass die Werler Karnevalisten die Veranstaltung „Lachendes Werl“ jetzt absagen mussten.

Update, 19. Oktober, 17.38 Uhr: Auch in der Kreispolizeibehörde Soest sind das Coronavirus und die Maßnahmen gegen die Ausbreitung allgegenwärtig. Auf die Maske können die Beamten bei manchen Einsätzen jedoch verzichten - bis lang gebe es noch keine Infektion mit dem Corona sagte Polizeisprecher Wolfgang Lückenkemper.

Update, 19. Oktober, 15.40 Uhr: Jetzt legt der Kreis Soest seine Zahlen vor: Über das Wochenende bis einschließlich Montag, 19. Oktober, 14 Uhr, wurden demnach im Kreis Soest 33 neue Corona-Fälle registriert, und zwar in Anröchte (1), Bad Sassendorf (1), Erwitte (4), Lippstadt (10), Möhnesee (1), Rüthen (1), Soest (4), Warstein (2), Welver (2), Werl (5) und Wickede (2).

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle 762 (Wert am Freitag: 729). Als genesen gelten 600 Menschen (Freitag: 585). 151 sind aktuell infiziert (Freitag: 134). Sechs Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon fünf auf Intensivstationen. 11 Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit. Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beläuft sich auf 28,2. In Werl beträgt sie 100,8.

Eine infizierte Person arbeitet in einer Kita in Warstein. Die Einrichtung wurde geschlossen. Eine weitere infizierte Person ist in einer Soester Kita tätig. Diese wurde ebenfalls geschlossen; eine Abstrichaktion ist geplant.

Den Angaben zufolge hat sich Ende vergangener Woche eine Erzieherin auf das Virus testen lassen. Das Ergebnis liegt seit heute (19. Oktober) Morgen vor: Positiv. Die Eltern der Kinder seien umgehend über die Kita-App informiert und hätten die Mädchen und Jungen abholen müssen. Zwei weitere Erzieherinnen sind inzwischen getestet worden. Mit dem Ergebnis wird im Lauf der nächsten Tage gerechnet.

In der vorvergangenen Woche sind zwei Abstrich-Aktionen an einer Werler Schule durchgeführt worden, weil sich dort eine infizierte Person aufgehalten hatte. Von 109 Personen wurden zwei positiv getestet. Alle Betroffenen befanden sich in Quarantäne. Das Gesundheitsamt hat alle weiteren notwendigen Maßnahmen veranlasst. Weitere 62 Abstrichergebnisse einer zweiten Aktion an dieser Schule, die in der vergangenen Woche nach dem Auftreten eines zusätzlichen positiven Falls durchgeführt wurde, sind negativ ausgefallen.

Update, 19. Oktober, 11.55 Uhr: In Soest hat heute die erste Kita nach einem positiven Corona-Test schließen müssen. Alle 80 Mädchen und Jungen des Martin-Luther-Familienzentrums und 14 Mitarbeiter am Schwarzen Weg müssen bis auf weiteres zu Hause in Quarantäne bleiben. Dies hat am Montagmorgen das Kreiskirchenamt Soest mitgeteilt, in dessen Trägerschaft sich die Kita befindet.

Getestet werden sollen zunächst alle 14 Erzieherinnen der Einrichtung. Von diesem Ergebnis will das Gesundheitsamt sein weiteres Vorgehen, abhängig machen, teilt das Kreiskirchenamt mit. Es könnte durchaus passieren, dass einzelne Gruppen oder auch alle 80 Mädchen und Jungen noch getestet werden. Auf jeden Fall ist im Momenr völlig offen, ob die Kita in der kommenden Woche ihren Betrieb wieder aufnehmen kann. Nach Angaben des Kirchenkreises ist es die erste Kita in seinem Verbund, die von einer solchen Komplett-Schließung betroffen ist. Charlotte Bierkamp, die verantwortliche Fachberaterin, sagt: „Das sind leider keine guten Nachrichten; aber wir hoffen, dass es keine weiteren Infizierte gibt und wir wir schnell wieder öffnen können.“

Update, 19. Oktober, 8.55 Uhr: Im Kreis Soest steigt die Zahl der Corona-Fälle offenbar weiter. So vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Anstieg von 19 Fällen, und zwar von 739 am Sonntag auf 758 am Montagmorgen um 0 Uhr. Wie sich die Zunahme der 19 Fälle auf die Kommunen im Kreis verteilt, kann der Kreis Soest erst im Laufe es Tages mitteilen.

Update, 18. Oktober, 10.12 Uhr: Im Kreis Soest gibt es zehn neue Corona-Fälle. Das vermeldet das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Homepage. Danach gibt es im Kreis Soest 739 Fälle (letzter Stand am Freitag, 16. Oktober 729). Da der Kreis Soest am Wochenende nicht mehr über die aktuellsten Entwicklungen informiert, kann nicht dargestellt werden, wie sich die Zunahme auf die einzelnen Kommunen verteilt. Zudem hatte der Kreis Soest am 17. Oktober von mittlerweile elf Todesfällen gesprochen, das RKI vermeldet weiter zehn.

Update, 17. Oktober, 16.42 Uhr: Hochzeitsflaute in den Kirchen: Heiraten trotz Corona-Pandemie ist zwar im Kreis Soest möglich, jedoch verzichten viele Paare auf die kirchliche Hochzeit. Groß zu feiern funktioniert 2020 eher nicht.

Coronavirus im Kreis Soest: Zahlen steigen weiter - Inzidenz in Werl noch immer sehr hoch

Update, 16. Oktober, 15.47 Uhr: Im Kreis Soest ist der elfte Todesfall in Zusammenhang mit dem Coronavirus zu beklagen. Ein 82-Jähriger aus Wickede ist am Donnerstag in einem Krankenhaus in Arnsberg verstorben. Den letzten Todesfall gab es am 9. Oktober. Außerdem wurden 16 Neuinfektionen registriert, und zwar in Lippstadt (5), Soest (2), Werl (2), Wickede (2), Anröchte (1), Erwitte (1), Lippetal (1), Rüthen (1) und Welver (1).

Update, 16. Oktober, 16.18 Uhr: Weil es im Umfeld der Sportfreunde Ostinghausen einen bestätigten Corona-Fall gibt, hat der Fußballverein auf Anweisung der Gemeinde Bad Sassendorf mit sofortiger Wirkung den Trainings- und Spielbetrieb eingestellt. Beide Verdachtsfälle leben in Eickelborn. Der Ursprung der Infektion soll eine Tupperparty sein, an der die Lebensgefährtinnen der SFO-Spieler teilgenommen haben.

Ein gestern für Ense gemeldeter Fall wurde aus der Statistik entfernt, weil ein anderes Gesundheitsamt zuständig ist. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle jetzt 729 (Vortag: 714). Als genesen gelten 585 Menschen - vier mehr als noch am Donnerstag. 134 sind aktuell infiziert (Vortag: 123). 7 Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon sind 3 intensivpflichtig. Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist auf 25,8 gestiegen. In Werl ist sie auf 133,3 gesunken.

Coronavirus im Kreis Soest: Die aktuellen Zahlen

Update, 16. Oktober, 14.58 Uhr: Die Videokonferenz der Landräte und Oberbürgermeister Nordrhein-Westfalens mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist beendet. Für den Kreis Soest hatte Kreisdirektor Dirk Lönnecke an dem etwa anderthalbstündigem Gespräch teilgenommen. Einer der wichtigsten Punkte: das Land NRW übernimmt alle wesentliche Aspekte aus dem Gespräch vom 14. Oktober von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. Eine entsprechende Rechtsverordnung wird vom Land auf den Weg gebracht und gilt ab Samstag, 17. Oktober, 0 Uhr verbindlich im ganzen Land.

Ab einer Inzidenz von 50 dürfen im öffentlichen Raum noch maximal zehn Personen zusammenkommen, bei Veranstaltungen dürfen nicht mehr als 100 Teilnehmer anwesend sein. Außerdem soll dann eine Sperrstunde in der Gastronomie ab 23 Uhr zwingend sein. Besonders letzteres sei in der Videokonferenz viel diskutiert worden, insbesondere die Oberbürgermeister der großen Städte hätten Bedenken gegen die Sperrstunde geäußert.

Für Lönnecke aus Sicht des Kreises Soest wichtig: Das Land hat zugesagt, den Gesundheitsämtern 1.000 Mitarbeiter zur Verfügung zu stellen. Diese Zahl habe sich aus dem bei den Gesundheitsämtern zuvor abgefragten Bedarf ergeben. Zusätzlich übernimmt das Land die Kosten, wenn die Gesundheitsämter externe Kräfte befristet einstellen, um den Arbeitsaufwand, den die Pandemie mit sich bringt, zu bewältigen. Der Kreis Soest selber will jetzt zehn zusätzliche Mitarbeiter auf ein Jahr befristet unter Vertrag nehmen.

Im Soester Gesundheitsamt arbeiten aktuell bereits 200 Mitarbeiter. Vor der Corona-Pandemie waren es 75. Momentan komme man über die Runden, sagte Lönnecke. Wenn man aber bedenke, wie viel Arbeitsaufwand jeder weitere Corona-Fall nach sich zieht, sei es schon jetzt absehbar, dass an einem Mehrbedarf kein Weg vorbeiführt.

Update, 16. Oktober, 12.27 Uhr: Die Landräte und Oberbürgermeister aus NRW sprechen heute in einer Telefonkonferenz mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet über aktuelle Entwicklungen und lokales Auswirkungen der Corona-Pandemie. Für den Kreis Soest nimmt Kreisdirektor Dirk Lönnecke in Vertretung von Landrätin Eva Irrgang an der Unterredung teil. Lönnecke ist zugleich Chef des Krisenstabes des Kreises Soest.

Update, 16. Oktober, 10.23 Uhr: Von den sieben Nachbarkreisen- und städten des Kreises Soest liegen jetzt bei der 7-Tage-Inzidenz nur noch Paderborn und der Hochsauerlandkreis unter dem Schwellenwert von 35.

Der Märkische Kreis hat diesen Wert mit 35,1 seit heute knapp überschritten. Der Kreis Gütersloh meldet 42,5, der Kreis Warendorf liegt mit 49,7 knapp unter der wichtigen 50er-Schwelle. Hamm (85) und der Kreis Unna (67,4) haben diese Marke schon längst überschritten. Der Kreis Soest selber hat augenblicklich eine 7-Tage-Inzidenz von 24,2.

Update, 15. Oktober, 19 Uhr: Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer bittet alle und Soester um ihre Mithilfe, damit die Zahl der Coronavirus-Infizierten in der Stadt nicht steigt. „Bitte prüfen Sie verantwortungsbewusst, ob jede Veranstaltung im privaten Bereich tatsächlich auch erforderlich ist“, sagt der Bürgermeister in seiner aktuellen Videobotschaft, die vor dem Hintergrund der bundesweit steigenden Krankheitsfälle entstanden ist. „Mit Disziplin sind die Grenzwerte einzuhalten, damit wir es schaffen, die Normalität des Alltags so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.“

In Soest ist in dieser Woche der wichtige Inzidenzwert wieder deutlich unter die kritische Grenze von 35 gefallen, nachdem es Anfang Oktober einen Anstieg gegeben hatte. Ruthemeyer erinnert allerdings daran, dass die Inzidenz von 35 in Soest schnell wieder erreicht wird, wenn es innerhalb von sieben Tagen 17 Infizierte geben würde. Die Inzidenz-Grenze von 50 ist bei 24 Infizierten binnen 7 Tagen erreicht. „Das sind umgerechnet nur 2 neu Erkrankte pro Tag“, erklärt der Bürgermeister, um zu verdeutlichen, wie rasch sich die Corona-Lage verschärfen kann.

Die grundlegenden Verhaltensregeln seien allgemein bekannt: Abstand einhalten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen und Lüften der Räume. „Auch die Corona-Warn-App kann helfen“, sagt Soests Bürgermeister – verbunden mit dem Appell an die Bürger, diese Schutzvorkehrungen zu beachten.

Update, 15. Oktober, 15.57 Uhr: Es gibt 14 neue Corona-Fälle im Kreis Soest, und zwar in Werl (10), Lippstadt (1), Ense (1), Rüthen (1) und Anröchte (1). Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle jetzt 714 (Vortag: 700).

Als genesen gelten 581 Menschen, immerhin vier mehr als noch am Mittwoch. 123 sind aktuell infiziert, damit zehn mehr als am Tag zuvor. 7 Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon sind 3 intensivpflichtig. 10 Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben.

Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist auf 24,5 gesunken. In Werl ist sie auf 143 gestiegen.

Coronavirus im Kreis Soest: Kita geschlossen

Eine infizierte Person ist Erzieherin in der Kita Werl-Nord an der von-Droste-Hülshoff-Straße. 90 Kinder und Erzieher sind betroffen und müssen in Quarantäne. Die Einrichtung wurde bis zum 26. Oktober geschlossen. In der kommenden Woche findet auf Veranlassung des Gesundheitsamtes eine Abstrichaktion statt. Das teilt der Kreis Soest mit.

Update, 15. Oktober, 12.16 Uhr: Der heimische EU-Abgeordnete Dr. Peter Liese macht jetzt Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Corona-Situation: „Ich bin davon überzeugt, dass wir im Frühjahr eine Entspannung erleben werden.“ Der 55-jährige Politiker äußert sich sogar zu einer möglichen Impfstoff-Zulassung: „Nach vielen Gesprächen mit Experten glaube ich, dass ein Impfstoff Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres zugelassen wird.“

Coronavirus im Kreis Soest: Europaabgeordneter macht Hoffnung

Liese, der den Kreis Soest in Brüssel vertritt, hatte zuletzt davor gewarnt, die Folgen einer Corona-Erkrankung zu unterschätzen. Die Zahl der Toten hänge immer zwei bis drei Wochen hinter den Fallzahlen, hieß es Anfang der Woche.

Der Arzt und gesundheitspolitische Sprecher seiner Fraktion begrüßt grundsätzlich die Maßnahmen, die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten beschlossen haben, erklärt aber auch, dass diese das Mindeste seien, was die Menschen tun müssen. „Die Maßnahmen sind leider notwendig und ich fürchte sogar, dass wir in ein bis zwei Wochen nochmal nachsteuern müssen, um Schlimmeres zu verhindern“, so reagierte der südwestfälische Europaabgeordnete.

Ich glaube, dass ein Impfstoff Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres zugelassen wird.

Peter Liese

Deutliche Worte findet Liese auch in Richtung Corona-Leugner: Es sei „ärgerlich, dass einige Verantwortliche, sogar Ärzte, die Gefahr durch das Coronavirus immer noch herunterspielen. Es ist mittlerweile in vielen wissenschaftlichen Studien belegt worden, dass Corona deutlich tödlicher ist als eine normale Grippe.“ Die Maske sei zudem „kein unzumutbarer Eingriff in die persönliche Freiheit“.

Es sei zwar richtig, nicht nur auf die Zahlen zu schauen, „aber wenn hunderte von Menschen sterben und die Intensivbetten voll sind, ist es eben zu spät zu reagieren.“ Da jedoch leider genau das passiert sei, müsse man sich nun auf einen harten Herbst und einen harten Winter einstellen.

Coronavirus im Kreis Soest: Neue Abstrichaktion an Schule

Update, 15. Oktober, 11.31 Uhr: Weitere Abstrich-Aktion an einer Werler Schule: Mittlerweile sind 160 Schüler und Lehrer des Ursulinenrealschule in Werl in Quarantäne. Viele von ihnen kommen nicht aus Werl sondern aus umliegenden Gemeinden. Nachdem am 1. Oktober eine Lehrerin positiv auf das Coronavirus getestet worden war, wurden zunächst 109 Kontaktpersonen in eine 14-tägige Quarantäne geschickt. Von diesen liegen dem Kreis mittlerweile alle Ergebnisse einer Abstrich-Aktion aus der vergangenen Woche vor. Zwei weitere Personen wurden demnach positiv getestet.

Zusätzlich hatte es unabhängig von dieser Gruppe bei einer weiteren Person, die in der Schule war, ein positives Testergebnis gegeben. Davon betroffen sind jetzt 51 Kontaktpersonen. Von diesen wurden am Mittwoch, 14. Oktober, Abstriche genommen. Die Ergebnisse stehen allerdings noch aus, sagt Wilhelm Müschenborn, Sprecher des Kreises Soest.

Müschenborn erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Laborkapazitäten zeitweise erschöpft seien. Bestimmte Stoffe, die die Labore für Corona-Tests benötigten, seien wegen der großen Nachfrage zeitweise knapp. Testergebnisse innerhalb von 24 oder 48 Stunden seien derzeit eher die Ausnahme als die Regel.

Update, 15. Oktober, 11.02 Uhr: Der Kreis Soest schaltet an diesem Wochenende sein Corona-Infotelefon am Samstag, 17. Oktober. Unter der Nummer 02921/303060 steht das Infotelefon-Team den Bürgern von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung. 

Update, 14. Oktober, 18.42 Uhr: Durch neun Neuinfektionen im Werler Stadtgebiet ist die Sieben-Tages-Inzidenz für Werl auf 139,8 pro 100.000 Einwohner gestiegen (Stand 14. Oktober).

Angesichts dieser Entwicklung hat sich die Stadt Werl als örtliche Ordnungsbehörde in enger Absprache mit dem Krisenstab und dem Gesundheitsamt des Kreises Soest entschlossen, per Allgemeinverfügung als präventive Maßnahme rechtsverbindlich eine Maskenpflicht für Teile der Innenstadt anzuordnen.

Betroffen sind Walburgisstraße und Steinerstraße, insbesondere die Fußgängerzone bis einschließlich Steinertorplatz/ Marktplatz. In diesem Zusammenhang ordnet die Stadt Werl außerdem an, dass nur noch fünf Personen öffentlich zusammenkommen dürfen, um Kontakte zu beschränken.

Bei Sportveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind keine Zuschauer zugelassen. Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel und Kulturveranstaltungen sind maximal 150 Besucher erlaubt. Es besteht außerhalb von Sitzplätzen Maskenpflicht.

Die Sitzplätze müssen einen Abstand von mindestens anderthalb Metern aufweisen. Die Verfügung mit all diesen Punkten tritt am Tag nach Bekanntgabe, spätestens also am Freitag, in Kraft. Es wird aber appelliert, die Regelungen ab sofort zu beachten.
Zusätzlich will das Werler Ordnungsamt die Kontrolle zur Einhaltung der vom Kreisgesundheitsamt angeordneten Quarantänemaßnahmen verstärken und dazu zusätzliches Personal einsetzen.

Update, 14. Oktober, 18.30 Uhr: Es gibt 16 neue Corona-Fälle im Kreis Soest, und zwar in Werl (9), Lippstadt (2), Ense (1), Rüthen (1), Welver (1) und Bad Sassendorf (1).

Aktuell wird in der Statistik vorrübergehend eine Person geführt, die nicht im Kreis Soest wohnt, daher die Gesamtzahl von 16 Fällen. Ein Großteil der neuen Corona-Fälle lässt sich auf bereits bekannte Indexfälle zurückführen. Vor allem sind Kontaktpersonen im beruflichen und familiären Umfeld betroffen.

Die neun Fälle in Werl lassen sich beispielsweise alle auf Ansteckungen innerhalb von Familien zurückführen. Das Kreisgesundheitsamt hat die erforderlichen Maßnahmen veranlasst.

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 14. Oktober, 700 (Vortag: 684). Als genesen gelten 577 Menschen (Vortag: 561). 113 sind aktuell infiziert (Vortag: 113). Sieben Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon sind zwei intensivpflichtig.
Mit den neuen Fällen steigt die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Werl auf 139,8, in Soest liegt der Wert bei 14,7 und Welver kommt auf 25,4. Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz beläuft sich auf 28,2.

Update, 14. Oktober, 18.25 Uhr: Wegen der immer weiter steigenden Corona-Zahlen wird die Stadt Werl am Donnerstag eine Allgemeinverfügung bekanntgeben. Diese gilt ab Freitag. Das teilt die Stadt auf Anfrage unserer Redaktion mit. Die wichtigsten Punkte:

  • Im öffentlichen Raum dürfen Gruppen höchstens aus fünf Personen bestehen.
  • In der gesamten Werler Fußgängerzone und auf dem Wochenmarkt gilt ab Freitag Maskenpflicht.
  • Feiern (auch im privaten Raum) ab 25 Personen müssen beim Ordnungsamt angemeldet werden.
  • Sport- und Kulturveranstaltungen sind auf 150 Personen begrenzt.
  • Bei Veranstaltungen und Sportereignissen muss außerhalb von Sitzplätzen die Maske getragen werden, zum Beispiel bei Stehplätzen oder beim Fußball an der Bande.

Update, 14. Oktober, 17.17 Uhr: Wegen eines Fehlers bei der Datenübetragung im Kreishaus verzögert sich heute die Übermittlung der aktuellen Corona-Fallzahlen. Wie ein Sprecher der Kreisverwaltung jetzt sagte, würden die neuen Daten gegen 17..30 Uhr vorliegen.

Update, 14. Oktober, 16.42 Uhr: Am vergangenen Wochenende wurden noch mehrere große Feiern in Werl vom Ordnungsamt genehmigt. An diesem sieht es dagegen mau aus: „Es gab Anfragen“, sagt Stadtsprecher Ulrich Canisius. Er wisse aber, dass „keine einzige Feier mit 150 Personen stattfinden“ wird.

Update, 14. Oktober, 13.30 Uhr: Von den sieben Nachbarkreisen des Kreises Soest sind in Sachen Inzidenz nur noch drei unter dem Schwellenwert von 35, nämlich der Hochsauerlandkreis der Märkische Kreis und der Kreis Paderborn. Der Kreis Unna und die Stadt Hamm liegen seit Tagen bereits über dem zweiten Schwellenwert von 50, der Kreis Warendorf meldet einen Wert von 37,4 und der Kreis Gütersloh liegt jetzt mit 36,2 knapp über dem ersten Schwellenwert.

Die Gütersloher Nachbarn haben darauf reagiert. Demnach muss ab sofort bei Veranstaltungen wie beispielsweise Konzerten, Theateraufführungen oder sonstigen Versammlungen in geschlossenen Räumen durchgehend eine Mund-Nasen-Bedeckung auch am Sitzplatz getragen werden. Das gleiche gilt für Zuschauer von Sportveranstaltungen.

Update, 14. Oktober, 10.40 Uhr: Das aktuelle Infektionsgeschehen im Kreis Soest spielt sich hauptsächlich in der Altersgruppe der unter 50-Jährigen ab. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Kreis Soest auf Nachfrage unserer Redaktion herausgegeben hat. Demnach sind von Donnerstag, 8. Oktober (an diesem Tag gab es seit Beginn der Pandemie 640 bestätigte Fälle im Kreis Soest ) bis Dienstag, 13. Oktober, 44 neue Fälle im Kreis Soest hinzugekommen. Allein die Hälfte davon verteilt sich auf die Altersgruppen 40 bis 49 Jahre (12 neue Fälle) und die Gruppe 20 bis 29 Jahre (10 neue Fälle).

Gar keine Veränderung hat es lediglich bei Kindern bis 9 Jahren gegeben. In dieser Gruppen sind nach wie vor 12 Infizierte verzeichnet. Die Verteilung der bislang bestätigten Infektionen nach Altersgruppen (Stand 13. Oktober, 14 Uhr). In Klammern dahinter die Zahlen von 8. Oktober.

  • 0 bis 9 Jahre: 12 (12)
  • 10 bis 19 Jahre: 60 (55)
  • 20 bis 29 Jahre: 117 (107)
  • 30 bis 39 Jahre: 91 (87)
  • 40 bis 49 Jahre: 122 (110)
  • 50 bis 59 Jahre 153 (150)
  • 60 bis 69 Jahre 73 (68)
  • 70 bis 79 Jahre: 24 (23)
  • 80 Jahre und älter: 32 (28)

Update, 13. Oktober, 16.02 Uhr: Es gibt sieben Neuinfektionen im Kreis Soest, und zwar in Werl (5) und Rüthen (2). Drei der neuen Corona-Fälle lassen sich auf bereits bekannte Indexfälle zurückführen. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 13. Oktober, 14 Uhr, 684 (Vortag: 677). Als genesen gelten 561 Menschen (Vortag: 558). 113 sind aktuell infiziert (Vortag: 109). Sieben Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, davon sind zwei intensivpflichtig. 10 Personen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben.

Corona im Kreis Soest: Zahlen steigen - Inzidenz in Werl steigt auf 120

Update, 13. Oktober, 16.02 Uhr: Mit den neuen Fällen steigt die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Werl auf 120,3. Der Krisenstab weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die vom Land per Erlass verfügten Regelungen erst bei einer kreisweiten 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner von über 35 bzw. 50 greifen. Die kreisweite 7-Tages-Inzidenz beläuft sich jetzt auf 28,2.

Nichtsdestoweniger überwache und beobachte das Kreisgesundheitsamt das Geschehen in Werl gemeinsam mit der Stadtverwaltung sorgsam und erneuere seinen Appell, freiwillig bei Zusammenkünften auch im Freien einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kreishaus. Die Inzidenz in Soest ist mittlerweile auf 33,7 und damit unter 35 gesunken, in Welver beträgt sie mittlerweile 42,3.

Update, 13. Oktober, 11.39 Uhr: Vor dem Hintergrund der stark steigenden Zahl an Corona-Infizierten in der Stadt Werl hat der Wirtschaftsring den für 8. November geplanten Münztag samt verkaufsoffenem Sonntag abgesagt.

Update, 12. Oktober, 16.40 Uhr: Der Kreis Soest meldet 26 neue Corona-Fälle, die seit der letzten offiziellen Mitteilung aus dem Kreishaus am Freitag hinzugekommen sind. Diese stammen aus Lippstadt (3), Möhnesee (1), Soest (3), Warstein (1), Welver (1), Werl (15) und Wickede (2). Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 12. Oktober, 14 Uhr, 677. Als genesen gelten 558 Menschen (letzter Wert: 542). 109 sind aktuell infiziert (letzter Wert: 100).

Vier Personen müssen derzeit stationär behandelt werden, eine davon ist intensivpflichtig. 10 Personen sind im Zusammenhang mit COVID-19 verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 26,5. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit.

Update, 12. Oktober, 14.05 Uhr: Die Sieben-Tages-Inzidenz im Westkreis, namentlich in den Kommunen Soest, Werl und Welver, stellt sich auch nach dem Wochenende problematisch dar. Sie liegt, Stand 12. Oktober, 9 Uhr, für Soest bei 35,8, für Werl bei 107,3 und für Welver bei 50,7. Deshalb wiederholen und unterstreichen das Kreisgesundheitsamt und die drei Stadt- und Gemeindeverwaltungen ihren dringenden Appell an alle, über alle bekannten Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen hinaus auch Masken bei Zusammenkünften im Freien zu tragen. 

Allerdings bleibt einstweilen bei einem Appell:  „Von rechtsverbindlichen Maßnahmen wird derzeit noch abgesehen“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Soest. Der Krisenstab und die Kommunen haben bei einem Austausch am Montagmorgen verabredet, am Mittwoch die Lage neu zu bewerten. Gemeinsam formulieren sie den eindringlichen Appell, dass jeder sich angesichts der steigenden Fallzahlen seiner Eigenverantwortung bewusst werden müsse.

Es zeige sich, dass die hohen Inzidenzen nicht auf Großereignisse, sondern vor allem auf private Treffen und in der Folge auf Ansteckungen im familiären Umfeld zurückzuführen seien. Deshalb sei es wichtig, auch zu Hause höchste Sorgfalt walten zu lassen und die einschlägigen Hygiene- und Abstandsregeln penibel zu beachten. Jedem einzelnen müsse in diesem Zusammenhang klar sein, dass jede einzelne Neuinfektion nicht nur persönliche Konsequenzen, sondern Auswirkungen für viele Mitmenschen mit sich bringe. Das Gesundheitsamt müsse mit einem enormen Arbeitsaufwand alle Kontaktpersonen ermitteln und diese in Quarantäne schicken – das können je nach Konstellation pro Fall mehr als 100 Menschen sein.                      

Update, 12. Oktober, 13.01. Uhr: Die Vorgaben im Rahmen der Coronaschutzmaßnahmen sind einer ständigen Anpassung unterworfen. Das hat jetzt auch Auswirkungen in der Gemeinde Welver. Da der Raumbedarf im Offenen Ganztag „stark gestiegen ist“, ist es nun notwendig geworden, kurzfristig eine Containerlösung zu realisieren. Daher wird Ende Oktober für die Unterbringung einer Gruppe ein Container mit WC-Bereich zwischen der Grundschule Welver und der OGS aufgebaut und eingerichtet. Das teilt die Verwaltung mit.

Update, 12. Oktober, 12.14 Uhr: Dr. Peter Liese, südwestfälischer EU-Abgeordneter, hat zu den jüngst weder stark steigenden Corona-Fallzahlen Stellung bezogen und sagt, „keine Verharmlosung“ sei nach seiner festen Überzeugung wichtiger als die Devise „keine Panik“.

Liese: „Es ist zwar richtig, dass die steigenden Fallzahlen im Moment noch nicht mit so dramatischen Todeszahlen wie im März/April verbunden sind, aber leider ist auch hier die Tendenz besorgniserregend. Um die Gefahr richtig einzuschätzen, muss man wissen, dass die Zahl der Toten immer 2 bis 3 Wochen hinter den Fallzahlen hinterherhängt. Wenn jemand positiv getestet wird und damit in die Statistik eingeht, ist er meistens noch nicht so schwer krank, dass er auf die Intensivstation muss. Der Tod tritt bei dieser Erkrankung in der Regel erst nach einigen Wochen ein. Wenn sich die Tendenz sowohl bei den Fallzahlen, als auch bei den Todeszahlen, aber fortsetzt, werden wir in wenigen Wochen möglicherweise wieder 100 Tote pro Tag haben und das müssen wir gemeinsam verhindern.“

Corona sei nach wie vor eine gefährliche Erkrankung, auch wenn man sie besser behandeln könne als im Frühjahr. „Insbesondere für Vorerkrankte und auch für Ältere, und Ältere heißt in diesem Fall nicht über 80, sondern über 50. Für die Altersgruppe zwischen 55 und 65 liegt das Risiko, im Falle einer Erkrankung an COVID zu versterben, nach wissenschaftlichen Studien etwa 100-mal höher als das Risiko, an einem Verkehrsunfall zu sterben“, teil Liese mit. Er begrüßte ausdrücklich die Maßnahmen, die die Landesregierung am Sonntag beschlossen hat. „Die Einschränkung sind für die Betroffenen natürlich ärgerlich, aber ich halte sie für unvermeidlich. Wichtig ist vor allem mehr Einheitlichkeit, damit die Menschen die Maßnahmen besser nachvollziehen können.“

Update, 12. Oktober, 11.04 Uhr: Im Kreis Soest waren am Freitag (Stand 14 Uhr) 566 Menschen in Quarantäne, davon 127 in Werl, 95 in Soest und 51 in Welver. Das sind die drei Kommunen mit den höchsten Inzidenz-Werten.

Update, 12. Oktober, 9.24 Uhr: Laut Kreis Soest handelt es sich bei dem zehnten Todesfall in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion um eine 66-jährige Frau aus Werl, die am Freitagabend in einem Krankenhaus in Unna gestorben ist.

Update, 12. Oktober, 8.50 Uhr: Das Robert-Koch-Institut verzeichnet am Montagmorgen für den Kreis Soest bereits 672 Corona-Fälle insgesamt, also noch einmal acht mehr als gestern. Die Inzidenz läge demnach für den Kreis Soest bei 24,9. Laut RKI bilden diese Zahlen den Stand von Montagmorgen, 0 Uhr, ab.

Update, 11. Oktober, 19.16 Uhr: Jetzt hat auch der Kreis Soest auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt, dass es am Wochenende einen neuen Todesfall gegeben hat. Weitere Details darüber, wie alt die verstorbene Person war und aus welcher Kommune sie kommt, könnten jedoch erst am Montagmorgen bekanntgegeben werden.

Update, 11. Oktober, 16.06 Uhr: Obwohl der Krisenstab des Kreises Soest am Wochenende keine offiziellen Corona-Statistiken veröffentlicht, lässt eine neue Zahl jetzt aufhorchen: Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es im Kreis Soest einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Kreisverwaltung hatte zuletzt am Freitag darüber informiert, dass die Zahl der Verstorbenen unverändert bei neun liege. Wie das RKI nun aber auf seiner Internetseite vermeldet, seien es inzwischen zehn Fälle. Außerdem gebe es mittlerweile 664 Fälle insgesamt - das sind immerhin 13 mehr als am Freitag vom Kreis vermeldet. Die Auswertungen des RKI basieren auf den aus den örtlichen Gesundheitsämtern übermittelten Meldedaten.

Update, 11. Oktober, 12.02 Uhr: 182 Jugendliche der Gesamtpfarrei Propstei Werl sollten in diesem Jahr ihre Firmung erhalten. Fünf von ihnen befinden sich jedoch in Quarantäne.

Die fünf Werler Firmbewerber, die Kontakt mit Corona-Erkrankten hatten, gehören zu St. Antonius (3), St. Cäcilia (1) und St. Norbert (1). Das teilt Propst Michael Feldmann mit. Ihre Firmungen werden voraussichtlich bei der bistumsweit angebotenen Erwachsenenfirmung mit Weihbischof Matthias König am 7. Dezember in St. Walburga in Werl nachgeholt.

Update, 9. Oktober, 19.31 Uhr: Die Inzidenz in Werl und Soest ist längst nicht mehr im grünen Bereich. Der Kreis will Maßnahmen für die einzelnen Regionen ergreifen - doch die NRW-Maßgaben erlauben das nicht.

Wird die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner allein für Werl berechnet, ist der kritische Wert von 50 bereits deutlich überschritten. Werl meldet über 30 registrierte Infizierte - die Zahl der Menschen, die in Quarantäne müssen, liegt über 100.

Update, 9. Oktober, 15.50 Uhr: Es gibt elf neue Corona-Infizierte im Kreis Soest, und zwar in Werl (5), Lippstadt (2), Warstein (2), Geseke (1) und Rüthen (1). Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle 651 (Vortag: 640). Als genesen gelten 542 Menschen, drei mehr als am Donnerstag. 100 Personen sind aktuell infiziert - das sind acht mehr als noch am Tag zuvor. Zwei Infizierte müssen derzeit stationär behandelt werden, davon ist eine intensivpflichtig.

Coronavirus im Kreis Soest: Zahlen steigen - Tests von Schülern ausgewertet

Neun Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 24,2. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit. Der Anstieg der Fallzahlen, der dem bundesweiten Trend folgt, habe im Kreis Soest unterschiedliche Gründe: Ein Teil lässt sich auf bereits bekannte Indexfälle zurückführen, in einigen Fällen haben sich die Personen im familiären und sozialen Umfeld angesteckt, heißt es aus dem Kreishaus.

Nach einer Positivmeldung in einer weiterführenden Schule der Stadt Geseke waren 63 Schüler sowie 7 Lehrkräfte abgestrichen worden. Die Laborergebnisse liegen dem Gesundheitsamt mittlerweile vor: Alle sind negativ.

Vor einer Woche musste das Klinikum Stadt Soest einen Corona-Fall unter den Mitarbeitern melden, jetzt sind es bereits fünf.

Derweil empfiehlt das Kreisgesundheitsamt den Bürgern von drei Kommunen dringend, auch im Freien eine Maske zu tragen.

Update, 9. Oktober, 13.15 Uhr: Die Stadt Soest reagiert auf die starke Zunahme an Corona-Fällen mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen im Verwaltungsbetrieb. Ab 12. Oktober werden folgende Maßnahmen umgesetzt: Bürger können das Rathaus II, wie bereits das Rathaus I in der Innenstadt und die Zweigstelle in der Propst-Nübel-Straße, nur nach vorheriger Terminvereinbarung besuchen. Sie müssen sich in den jeweiligen Eingangsbereichen melden und werden von dort zu den vereinbarten Gesprächsterminen weitervermittelt. Die Terminvereinbarung im Vorfeld kann telefonisch oder per E-Mail bei den zuständigen SachbearbeiterInnen vorgenommen werden.

In den Dienstgebäuden wird den Besuchern dringend das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes empfohlen. Für die Rathäuser und die Zweigstelle Propst-Nübel-Straße gelten folgende Öffnungszeiten: Montags bis mittwochs 8.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr, donnerstags 8.30 bis 12.30 Uhr sowie 14 bis 17.30 Uhr, freitags 8.30 bis 12.30 Uhr

Auch für die Mitarbeiter der Verwaltung sowie der Kommunalen Betriebe Soest gilt ab 12. Oktober die dringende Empfehlung, auf den Fluren und in Gemeinschaftsbereichen Mund-Nasen-Masken zu tragen. Der Dienstbetrieb wird entzerrt und die Zahl der gleichzeitig anwesenden Mitarbeiter reduziert, indem wieder das zeitversetzte Arbeiten im Homeoffice verstärkt wird. Darüber hinaus wird der Kommunalbetrieb erneut die vom Bördebauernmarkt bekannten Hinweisschilder in der Fußgängerzone aufstellen, welche den Passanten das Einhalten der Mindestabstände und das Tragen von Alltagsmasken empfehlen.

Über die Entwicklung des Coronavirus in NRW berichten wie in einem weiteren Live-Ticker.

Update, 9. Oktober, 11.46 Uhr: Zwar ist die Gemeinde Ense ebenso wie Bad Sassendorf derzeit Corona-frei, doch das sei bei Weitem kein Grund zum Jubeln, erklärt Bürgermeister Hubert Wegener. Denn obwohl aktuell kein Bürger mit dem Virus infiziert ist oder zumindest kein bestätigter Fall bekannt ist: „Ein positiver Test ist auch in Ense jederzeit möglich.“

Derzeit befinden sich 45 Enser in Quarantäne. „Bekannt ist, dass viele Schüler dabei sind“, erklärt Wegener. Die Schüler würden in der näheren Umgebung Schulen besuchen. 90 Schüler der Ursulinen-Realschule in Werl befinden sich beispielsweise aktuell in Quarantäne.

Update, 8. Oktober, 16.29 Uhr: Nach dem starken Anstieg mit 16 Corona-Fällen am Mittwoch vermeldet der Kreis Soest auch am Donnerstag einen großen Sprung: Seit gestern gibt es 25 neue Infizierte. Diese kommen aus Erwitte (1), Geseke (2), Lippetal (1), Lippstadt (2), Möhnesee (1), Rüthen (1), Soest (4), Warstein (1), Welver (1), Werl (9) und Wickede (2).

Das bedeutet den höchsten Anstieg innerhalb eines Tages seit Beginn der Pandemie. 25 neue Fälle gab es bislang erst einmal - Anfang April. Während viele mit Sorgen in Richtung Werl und Soest schauen, sind inzwischen nur noch zwei Kommunen im ganzen Kreis corona-frei: Ense und Bad Sassendorf.

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle jetzt 640 (Vortag: 615). Als genesen gelten 539 Menschen - vier mehr als noch am Mittwoch. 92 sind aktuell infiziert, das sind 21 mehr als am Tag zuvor.

Eine Person befindet sich in stationärer Behandlung, und zwar auf der Intensivstation. Neun Menschen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 22,9. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit.

Update, 8. Oktober, 16.05 Uhr: Wegen eines technischen Problems liefert der Kreis Soest die aktuellen Corona-Zahlen heute etwas später als üblich. Die soll innerhalb der nächsten Minuten geschehen. Nach Informationen unserer Redaktion soll sich die zahl der Neuinfizierten aber wieder im zweistelligen Bereich bewegen.

Update, 8. Oktober, 11.59 Uhr: Die Stadtverwaltung Werl hat auf die wieder steigenden Coronavirus-Zahlen reagiert. Aktuell sind in Werl 20 Menschen mit dem Virus infiziert, weshalb die Verwaltung nun an die Bevölkerung appelliert, sich auch in nächster Zeit unbedingt an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten.

„Auch bei Feiern im privaten Bereich sollte man schauen, ob man an die Grenze der zulässigen Personenzahl stoßen muss“, teilt die Stadt mit. Die Werler werden gebeten, zu prüfen, ob Feiern nicht verschoben oder in kleinerem Rahmen abgehalten werden könnten.

Ein aktuell großes Problem ist, dass sich das Infektionsgeschehen nicht auf einige Hotspots wie Schule oder Arbeitsstelle beschränkt, sondern sich auch im privaten Bereich der Menschen verbreitet. „Die Bürger haben im letzten halben Jahr super mitgearbeitet“, lässt die Stadt verlauten. „Doch um das Virus in den Griff zu bekommen, brauchen wir auch weiterhin deren Unterstützung.“

Ab sofort hat die Stadt auch wieder ein Corona-Info-Telefon eingerichtet. Das ist unter der Nummer 02922/8003200 von montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr erreichbar, dazu am Freitag von 9 bis 12 Uhr. Dort können die Werler ihre Fragen zum derzeitigen Corona-Geschehen stellen. Anfragen sind außerdem per E-Mail an corona@werl.de möglich, dazu sind auf der Homepage der Stadt verschiedene Informationen hinterlegt.

Update, 8. Oktober, 11.29 Uhr: Der Kreis Soest schaltet an diesem Wochenende sein Corona-Infotelefon am Samstag, 10. Oktober. Unter der Nummer 02921/303060 steht das Infotelefon-Team den Bürgern in der Zeit von 10 bis 12 Uhr zur Verfügung.                           

Update, 7. Oktober, 15.31 Uhr: Der Kreis Soest vermeldet am Mittwoch einen sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionen. Seit Dienstag gibt es 16 neue Fälle, und zwar in Erwitte (1), Soest (9), Welver (3) und Werl (3). Der größte Anteil der neu infizierten Personen habe sich im familiären Umfeld angesteckt, teilt der Krisenstab mit.

Es ist die größte Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages seit dem 8. April.

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle jetzt insgesamt 615 (Vortag: 599). Als genesen gelten 535 Menschen - immerhin sechs mehr als noch am Tag zuvor. 71 sind aktuell infiziert (Vortag: 61). Stationär muss derzeit niemand behandelt werden. Neun Personen sind im Zusammenhang mit dem Coronavirus verstorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 16,6.

Update, 6. Oktober, 15.30 Uhr: Der Kreis Soest meldet am Dienstag nur zwei neue Corona-Fälle und zwar in Soest (1) und Werl (1). Eine neu infizierte Person hat sich im familiären Umfeld angesteckt. Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 6. Oktober, 14 Uhr, 599 (Vortag: 597). Als genesen gelten 529 Menschen (Vortag: 521). 61 sind aktuell infiziert (Vortag: 67). Stationär muss derzeit niemand behandelt werden.

Nach einer Positivmeldung in einer Grundschule der Stadt Lippstadt waren 23 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte abgestrichen worden. Die Laborergebnisse liegen dem Gesundheitsamt mittlerweile in Gänze vor: Alle sind negativ.

Update, 6. Oktober, 11.19 Uhr: Die Kinderärzte im Kreis Soest empfehlen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, Kinder jetzt gegen Grippe zu impfen. Das sagt Dr. Burkhard Lawrenz, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e. V. (BVKJ) im Bezirk Hochsauerland-Lippstadt-Soest.

Auch abwehrstarke, gesunde Menschen könnten plötzlich schwer oder gar lebensbedrohlich an Grippe erkranken. „In den letzten Jahren haben von Januar bis März die Influenza-Viren die meisten Atemwegsinfekte verursacht und das Gesundheitssystem besonders im Winter 2017/18 an den Rand der Belastbarkeit geführt“, sagt Lawrenz. Das dürfe dieses Jahr nicht passieren, damit noch ausreichende Behandlungs-Kapazitäten für Corona-Kranke bleiben. Daher hatte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kürzlich empfohlen, dieses Jahr nicht nur die Risikopersonen, sondern möglichst viele Menschen gegen Influenza zu impfen, um die Ausbreitung der Viren in der Gesellschaft zu verlangsamen.

Lawrenz: „Kinder erkranken am häufigsten an den genannten Atemwegsviren, auch an Influenza. Die meisten erkranken nur leicht und stecken viele andere an, auch ihre vielleicht schon abwehrgeschwächten Großeltern.“ Das sehe auch die Weltgesundheitsorganisation WHO so und empfehle die Influenza-Impfung für alle Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. In USA, in Großbritannien und in Finnland folge man dieser Empfehlung und habe dadurch die Zahl der Grippeerkrankungen auch bei Älteren deutlich senken können.

Impfstoff sei in der Region ausreichend vorhanden. Diesen Winter stehen allein für Westfalen-Lippe 2,5 Millionen Impfdosen zur Verfügung.

Update, 6. Oktober, 8.27 Uhr: Das Soester Patenmahl wird vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr pausieren. Das teilt die Stadt Soest am Dienstagmorgen mit. Das Organisationsteam habe nach ausführlicher Prüfung so entschieden. Es sei nicht möglich, die Veranstaltung unter den bekannten Hygieneschutzmaßnahmen durchzuführen. 

Das Soester Patenmahl ist ein Gala-Dinner mit Bühnenprogramm für bedürftige Menschen, welches von vielen ehrenamtlichen Helfern unterstützt wird. „Bei den Gästen des Patenmahls handelt es sich erfahrungsgemäß unter anderem um ältere und vorerkrankte Menschen. Auch unter diesem Aspekt hat der Gesundheitsschutz absolute Priorität“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Das nächste Patenmahl findet voraussichtlich am 12. Dezember 2021 statt.

Das Patenmahl ist eine der großen Traditionsveranstaltungen in Soest. Wegen der Corona-Pandemie fällt es in diesem Jahr aus.

Coronavirus im Kreis Soest: Auswirkungen auf Kindertageseinrichtung

Update, 5. Oktober, 16 Uhr: Nach dem Wochenende berichtet der Kreis Soest am Montag von 19 neuen Corona-Fällen. und zwar in Anröchte (1), Lippetal (1), Lippstadt (2), Soest (6), Welver (2), Werl (6) und Wickede (Ruhr) (1).

Damit beträgt die Zahl der bestätigten Fälle, Stand 5. Oktober, 14 Uhr, 597 (letzter Wert: 578). Als genesen gelten 521 Menschen (letzter Wert: 517). 67 sind aktuell infiziert (letzter Wert: 52). Stationär muss derzeit niemand behandelt werden.

Eine Mitarbeiterin einer Kindertageseinrichtung in Anröchte wurde positiv getestet. Die Kinder und Mitarbeitenden wurden in Quarantäne geschickt – die Mitarbeitenden für 14 Tage, die Kinder bis zur Vorlage von Abstrichergebnissen. Die Abstrichaktion soll im Laufe der Woche durchgeführt werden.

9 Personen sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 14,6. Das teilt der Krisenstab des Kreises mit.

Coronavirus im Kreis Soest: Aktuelle Fallzahlen im Überblick

Im benachbarten Hamm bleibt die Situation dagegen weiter angespannt. Dort lässt sich die Verbreitung des Coronavirus nicht entscheidend einbremsen. Zu Wochenbeginn konnte die Stadt Hamm nur eine leichte Entspannung vermelden. Die 7-Tage-Inzidenz sank von 105, 0 auf 96,6. Da weiter der Wert von 50 überschritten ist, gelten nach wie strengere Regeln in Hamm: Kontakte sind beschränkt, zudem gibt eine Obergrenze bei der möglichen Besucherzahl auf Veranstaltungen. Immer noch sind damit die Nachwirkungen der Hochzeit zu spüren, die als „Superspreader-Event“ gilt.

Auch im Kreis Unna nähert sich der 7-Tage-Wert dem kritischen Bereich. Zu Wochenbeginn lag der Wert im Kreis Unna bei 25 - bei 35 drohen erste Einschränkungen. Wie auch in Hamm treibt mutmaßlich eine Hochzeitsfeier die Zahlen in die Höhe. Bei einer Feier in Ascheberg infizierten sich 17 Personen.

Lesen Sie hier unsere vorhergehende Berichterstattung zur Entwicklung des Coronavirus im Kreis Soest.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow

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