Rasanter Anstieg bei Raser-Vorfällen im Kreis

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Es wurde viel geblitzt im vergangenen Jahr im Kreisgebiet.

Kreis Soest - Immer noch wird auf den Straßen im Kreis Soest viel zu schnell gefahren, viele Autofahrer sind mit Bleifuß unterwegs. Der schlimmste Raser in der jetzt veröffentlichten Jahresstatistik 2016 der Bußgeldstelle wurde auf der Landstraße 776 bei Rüthen mit 219 Stundenkilometer gemessen. Erlaubt ist an dieser Stelle Tempo 100.

Dieser kreisweite Negativ-Spitzenreiter ist nicht der einzige Fahrer, der auf der L 776 viel zu kräftig aufs Gaspedal getreten hat. Drei weitere Raser, die dort zwischen 102 und 78 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren, erhielten einen Bußgeldbescheid. Der größte Temposünder innerhalb einer Ortschaft wurde in Geseke auf der Kreisstraße 67 (Schmielenbreite) mit 131 Stundenkilometer gemessen. 

Die zulässige Geschwindigkeit in dem Bereich betrug allerdings 50. Auch auf Autobahnen ist so mancher Raser nicht zu bremsen: Auf der A 445 Hamm-Werl wurde ein Verkehrsteilnehmer mit 179 Stundenkilometer in einem Tempo-60-Bereich gemessen, was ihm Platz zwei in der Bußgeldstellen-Statistik sichert. 

Insgesamt wurden 20 Autofahrer ertappt, die zwischen 119 und 67 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Auch bei den ausgesprochenen Fahrverboten spielen Geschwindigkeitsüberschreitungen – noch vor Alkohol am Steuer – die größte Rolle. Immerhin 263 Raser mussten ihren Führerschein abgeben. 241 Fahrer wurden unter Alkoholeinfluss erwischt und verloren aus diesem Grund ihre Fahrerlaubnis. 

Alles in allem wurde im Kreis Soest insgesamt 693-mal aufgrund verschiedener Vergehen der Führerschein entzogen. Die Gesamtzahl der Verkehrssünder im Kreisgebiet steigt stetig, wie die Kreisverwaltung mitteilt. In Zahlen ausgedrückt: Die Bußgeldstelle des Kreises Soest bearbeitete im Jahr 2016 insgesamt 51 478 Verwarn- und Bußgeldfälle. Das sind rund 10 000 Fälle mehr als noch 2014 registriert wurden. 

Die Bußgeldstelle der Kreisverwaltung bearbeitet auch die Anzeigen der Polizei und rechnet neben der eigenen stationären und mobilen Geschwindigkeitsüberwachung auch die Starenkästen und Radarfahrzeuge der Stadt Lippstadt ab.

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