Auf kommunalen Flächen

Bundesweit einmaliges Projekt: So sollen Insekten im Kreis Soest neue Lebensräume bekommen

Hans-Jürgen Thies (CDU) informierte sich am Dienstag in Soest über das Projekt
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Der heimische Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Thies (CDU) informierte sich am Dienstag in Soest über das Projekt, in das 390.000 Euro Bundesmittel fließen.

Der Insektenschutz soll im Kreis Soest mit einem bundesweit einmaligen Projekt vorangetrieben werden. Dafür auf kommunalen Flächen in fünf Städten und Gemeinden einiges passieren.

Kreis Soest – In Bad Sassendorf, Geseke, Soest, Welver und Wickede startete im Sommer ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, bei dem Maßnahmen für die Verbesserung von Insektenlebensräumen auf kommunalen Flächen entwickelt werden sollen.

In dem Forschungsprojekt wird untersucht, wie Wegränder und Säume zukünftig verstärkt zum Insektenschutz beitragen können. Die Ergebnisse, die in den kommenden dreieinhalb Jahren in den fünf Kommunen des Kreises gewonnen werden, könnten zu Handlungsempfehlungen für Kommunen in ganz Deutschland werden.

Lena Loerbroks leitet das Pilotprojekt.

Landschaftsarchitektin Lena Loerbroks, die im Juli extra ins Kreishaus geholt worden war, um das Projekt zu leiten, stand am Dienstag gemeinsam mit Marianne Rennebaum, die als Leiterin der Soester Umwelt- und Naturschutzbehörde ebenfalls in das Vorhaben eingebunden ist, dem heimischen Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Thies (CDU) Rede und Antwort zu dem Projekt „Rückgewinnung und ökologische Optimierung kommunaler Flächen – Schaffung neuer Lebensräume für Insekten“.

Insektenschutz im Kreis Soest: Blühendes Leben durch heimische Wildpflanzen

Dafür trafen sie sich an einer Fläche am Liebfrauenweg in Soest, an der im Frühjahr auf einem Streifen von rund 400 Metern im wahrsten Sinne des Wortes das blühende Leben durch mehrjährige und heimische Wildpflanzen herrschen soll. Aus vielen einzelnen „biologischen Trittsteinen“ soll ein großes „Netzwerk“ als neues Zuhause für die Insekten entstehen.

Auf langen Streifen sollen neue Lebensräume für Insekten entstehen.

Thies sei froh, dass ein solch zukunftsweisendes Projekt im Kreis Soest umgesetzt wird. „Insekten sind nicht nur entscheidend für den Erhalt unserer Biodiversität, auch für unsere Landwirtschaft, bzw. unsere Ernährungsgrundlage sind sie von zentraler Bedeutung. Es ist unverzichtbar, Maßnahmen zu entwickeln, um die Insektenlebensräume nachhaltig zu verbessern“, betonte er.

Insektenschutz im Kreis Soest: Kommunale Flächen im Fokus

Im Fokus des Pilotprojekts stehen Flächen, die in kommunaler Hand sind: „Es ist also eine positive Trendwende, dass zukünftig neben Äckern, Wiesen und Weideflächen auch kommunale Wegesränder einen Beitrag zu Insektenschutz leisten werden“, so Thies.

Insgesamt fließen rund 390.000 Euro aus den Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt in das Projekt. Das Land beteiligt sich mit 15 Prozent. Begleitet wird das Vorhaben vom Bundesamt für Naturschutz. Dass sich die fünf Kommunen dazu entschlossen haben, mitzuwirken, sei „großartig“, so Thies. Er ist sich sicher, dass die Städte und Gemeinden in den kommenden dreieinhalb Jahren unter Beweis stellen werden, „dass Saumstrukturen großes Potential haben, die Artenvielfalt zu verbessern.“

Thies legt wert auf Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft

Zudem sei er sicher, „dass das Projekt dazu beitragen wird, gemeinsam mit unseren landwirtschaftlichen Betrieben Strategien zu entwickeln, um nachhaltigen Insektenschutz in unsere Agrarlandschaft zu integrieren. Solche Strategien werden nur dann dauerhaft erfolgreich sein, wenn sie im Dialog mit unseren Bäuerinnen und Bauern entstehen“.

Projektleiterin Lena Loerbroks hob die bisher reibungslose Zusammenarbeit mit den Landwirten hervor und freut sich auf das, was da kommt: „Ich hoffe, dass es hier bald brummt und summt.“

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