Polizei zieht Bilanz: weniger Diebstähle, aber mehr Pedelec-Unfälle

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Pedelecs werden immer beliebter. Entsprechend zugenommen hat auch die Zahl der Unfälle in den vergangenen Jahren, an denen sie beteiligt waren.

Soest – „ Soest ist einer der sichersten Kreise“. Mit dieser Feststellung endete die letzte Sitzung des Polizeibeirates der Kreis-Polizeibehörde Soest in der laufenden Legislaturperiode.

 Zu Beginn der Sitzung begrüßte der Vorsitzende des Polizeibeirates, Kreistagsmitglied Horst Bernsdorf (CDU), die Leiter der Direktionen im Kreishaus. Ein besonderer Gruß galt den neuen Direktionsleitern sowie dem neuen Leiter der Kreispolizei, Polizeidirektor Thomas Link, der seinen Dienst am 1. Oktober des Jahres in Soest angetreten hat. Im Anschluss zogen die Direktionsleiter Bilanz der vergangenen fünf Jahre in den Bereichen Kriminalität, Verkehr und Gefahrenabwehr/Einsatz. 

Die Anzahl der Straftaten ist von 17 500 in 2015 auf 15 996 in 2019 gesunken. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der Diebstahlsdelikte (von 7470 auf 5383), und hier nochmals die Wohnungseinbrüche von 831 auf 299 in 2019. 

Anders entwickelt haben sich Fallzahlen im Bereich Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (zum Beispiel Enkeltrick ). Die Bekämpfung dieser Taten wird von der KPB vorrangig bearbeitet. Dazu gehört auch die Aufklärung älterer Menschen durch entsprechende Beratung und die Prävention. 

Im Bereich Verkehr waren die Unfallzahlen in den vergangenen fünf Jahren um rund 2000 auf 9 485 in 2019 angestiegen. Trotz dieses Anstiegs war die Zahl der Unfälle mit Personenschäden in etwa gleich geblieben (von 930 auf 951). Gestiegen sind auch Zahlen bei Unfällen mit Pedelecs und bei verunglückten Kindern und Jugendlichen. In den Bereichen werden weiterhin verstärkte Kontrollen durchgeführt, aber auch Präventionsprogramme für alle Altersgruppen durch die Polizei angeboten. 

Die Anzahl der Polizei-Einsätze ist seit 2016 rückläufig. Durch den Lockdown anlässlich der Corona-Pandemie ist in diesem Jahr nochmal ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden jedoch verstärkt Polizeibeamte bei gemeinsamen Präsenzeinsätzen mit den Ordnungsbehörden eingesetzt. Die Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz steht darüber hinaus in einem regelmäßigen Austausch mit den Bürgermeistern des Kreises. 

Die Maßnahmen der Landesregierung bei der Gewinnung und Verstärkung der Polizeivollzugsbeamten im Land haben sich auch für die Polizei im Kreis Soest positiv ausgewirkt. So konnte nach einem deutlichen Rückgang der Zahl der zugewiesenen Stellen im Polizeivollzugsdienst in den Jahren 2015/2016 (394) in diesem Jahr wieder mit über 410 zugewiesenen Stellen der Stand der Sollstärke von 2010 erreicht werden.

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