Bedarfsplanung

Im Kreis Soest fehlen Hunderte Kindergartenplätze

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Künftig strömen noch mehr Kinder in die Betreuungseinrichtungen

Kreis Soest - Immer mehr Eltern wollen eine umfassende Betreuung, auch schon für die Allerkleinsten. Das stellt den Kreis Soest vor riesige Herausforderungen – und zwar auf Jahre hinaus.

Insgesamt stehen nach Berechnungen des Kreises Soest im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes (alle Kommunen außer den Städten Soest, Lippstadt und Warstein) zum Kindergartenjahr 2019/2020 bis zu 1575 U3-Betreuungsplätze zur Verfügung. 

Diese teilen sich auf in 1065 Plätze in Kindertageseinrichtungen (68 Prozent) sowie in bis zu 510 Plätze in der Tagespflege (32 Prozent). So ist ein Platzangebot für 27,64 Prozent der unter dreijährigen Kinder im Kindergartenjahr 2019/2020 in Kindertageseinrichtungen garantiert. 

Finanzvolumen liegt bei fast 19 Mio. Euro

Steigende Kinderzahlen im Bereich U3, eine höhere Nachfrage im Bereich U2/U3, der Abbau von Zusatzplätzen sowie die geforderte Ausbauplanung von Plätzen für U2 zeigen jetzt ein Ausbauerfordernis von 657 Plätzen. Das Finanzvolumen dafür liegt bei fast 19 Mio. Euro. 

Würden alle Plätze realisiert werden, ständen im Kreisjugendamtsbezirk Soest dann 1298 U3-Plätze in Kindertageseinrichtungen sowie 510 Plätze in der Tagespflege zur Verfügung. Dieser Wert spiegelt dann eine Versorgungsquote von 46,92 Prozent wider. 

In den Kindertageseinrichtungen könnten dann 33,69 Prozent der unter dreijährigen Kinder betreut werden. „Festzuhalten ist bereits jetzt, dass vorbehaltlich neu entstandener Kita-Plätze bis zum August 2019 zusätzliche Aufnahmen (Zusatzplätze) unumgänglich sind“, heißt es in einer Sitzungsvorlage zum Kreisjugendausschuss, der am kommenden Donnerstag (17 Uhr, Kreishaus) zusammenkommt. 

Gestiegene Nachfrage an Betreuung von Kleinkindern

Der notwendige Ausbau an Plätzen für Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren begründet sich in der deutlich gestiegenen Nachfrage an Plätzen für Betreuung von Kleinkindern, vermehrten Zuzügen in neu ausgewiesene Baugebiete, der Nachfrage von fast allen Kindern über drei Jahren sowie dem zu verzeichnenden Geburtenanstieg in der gesamten Region.

Bereits im November 2017 hat der Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest die Verwaltung beauftragt, zukünftig die Plätze für Kinder unter drei Jahren soweit auszubauen, dass für 45 Prozent der Kinder U3-Betreuungsplätze zur Verfügung stehen und dabei das Verhältnis von Plätzen in Kindertageseinrichtungen und Plätzen in Kindertagespflege auf 75 zu 25 Prozent zu verändern. Das Ziel 45 Prozent soll innerhalb eines Zeitkorridors von fünf Jahren erreicht sein.

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