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„Aus“ für den Bücherbus besiegelt

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Von: Jürgen Vogt

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Hell und mit viel Weitblick: Der neue Sitzungssaal im Soester Kreishaus. © Niggemeier

Kreis Soest - Die erste Sitzung des Kreistages im neuen Sitzungssaal des Soester Kreishauses sorgte am Dienstag für reichlich Transparenz. Das lag nicht nur am herrlichen Blick durch die großen Fenster auf die Dächer der Stadt, sondern auch an der lebendigen Diskussionskultur.

Dass eben die - ebenso wie das Klima im wohltemperierten Saal - eine gute sein möge, dieser Wunsch von Landrätin Eva Irrgang erfüllte sich allerdings nicht. Denn insbesondere das „Aus“ für den Bücherbus sorgte für klimatische Unzulänglichkeiten.

Am Ende setzten sich die Fraktionen von CDU, SPD, BG und FDP mit ihrem Antrag durch, den Bücherbus einzustellen und stattdessen bis zum Jahr 2020 ein jährliches Budget von 50.000 Euro für die Leseförderung zur Verfügung zu stellen. Das sorgte für Empörung bei den anderen Fraktionen. Das Prädikat „Thema verfehlt“ verpasste Manfred Weretecki, Fraktionsvorsitzender der Linken, der „Groko“.

„Das ist eine Unverschämtheit“, wetterte er angesichts der Tatsache, dass trotz einer vorheriger Zusage keine Arbeitsgruppe über die Zukunft des Busses eingerichtet worden sei. Die Note „mangelhaft plus“ verlieh Annette von dem Bottlenberg (Grüne) der Mehrheitsentscheidung. Die Vermittlung von Medienkonpetenz stehe ebenso im Fokus wie die Schaffung sozialer Treffpunkte.

Das „Plus“ stehe für das Vorhaben, eine Arbeitsgruppe aller Fraktionen zu bilden, um neue Konzepte zu erarbeiten. Apropos gutes Klima: Am Ende verabschiedete eine deutliche Mehrheit den Stellenplan und die Haushaltssatzung für das Jahr 2018.

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