Aufnahmestopp dauert wohl bis Ende März

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Kreis Soest - Weil die NRW-Landesregierung für mehr Gerechtigkeit unter den Kommunen sorgen will, die in Relation zu ihrer Größe bislang ganz unterschiedlich viele Flüchtlinge aufgenommen haben, gilt seit Mittwoch ein Aufnahmestopp für Kommunen, denen bislang überproportional viele Flüchtlinge zugewiesen worden sind.

Auch im Kreis Soest sind davon Städte und Gemeinden betroffen.

Nach Angaben von Benjamin Hahn, Pressesprecher der Arnsberger Bezirksregierung, gelte der voraussichtlich für den gesamten Februar gültige Stopp für Lippstadt, Geseke, Erwitte, Anröchte und Rüthen. Thorsten Bottin, Sprecher der Soester Stadtverwaltung, bestätigte gestern allerdings auf Anfrage, dass die „Verschnaufpause“ auch für Soest gelte.

Hier hat sie allerdings vor allem damit zu tun, dass bekanntlich in der Stadt eine Zentrale Unterbringungseinrichtung (ZUE) am Hiddingser Weg eingerichtet wurde, in der bis zu 800 Flüchtlinge bis zu ihrer Weiterverteilung auf andere Kommunen untergebracht werden können.

Diese Menschen werden auf die Soester Quote angerechnet – mit der Folge, dass die Stadt schon seit einigen Monaten keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen musste.

Nach derzeitigem Stand, so Bottin weiter, rechne die Verwaltung damit, dass sich daran vorläufig auch nichts ändern werde. Sollten die aktuellen Schätzungen über den Zuzug von weiteren Flüchtlingen in den kommenden Monaten zutreffen, seien Zuweisungen erst wieder Ende März zu erwarten. „Aber eine Garantie dafür gibt es nicht“, räumte er ein.

Gegenwärtig befinden sich nach Angaben von Meinhard Esser, zuständiger Abteilungsleiter bei der Stadt für Soziales, rund 350 zugewiesene Flüchtlinge in Soest.

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